Beiträge von Freigeist

Unsere Würfelliga ist umgezogen!
Werfe fünf 100-seitige Würfel und versuche zu den besten Würfelanten der ACG zu gehören und in den Ligen aufzusteigen.
ACG Würfelliga

    Ich hätte mehr Meinungen zu diesem Film erwartet, denn er hat mich voll überzeugt.

    Er wird wunderbar eingeleitet und aus einem Konflikt, der den Aspekt der Menschlichkeit in Frage stellt wird ein Drama, welches von Liebe, Intrigen und der Bestimmung des Selbst geprägt ist. Daher ist die Handlung nicht einfach zu verstehen. Doch ich finde, dies zeugt von hoher Qualität, die auf dieser Ebene im Film zum Vorschein kommt. Auch wunderbar umgesetzt wird sie durch unerwartete Visionen, sowie durch nebensächliche Handlungen und Dialoge. Selbst auf solche Kleinigkeiten wurde geachtet. Das macht den Film lebendig und die Zeit vergeht wie im Flug.

    Musikalisch wird das Ganze auch wunderbar abgerundet und die Animationen sorgen für einen Genuss an Handlung und Bild. Der entsprechende Gif-Thread hat mich schließlich auf diesen Anime aufmerksam gemacht.

    Dieser Film ist durch und durch ein tief ergreifendes Erlebnis für den Zuschauer. Er kann meines Erachtens locker mit Hollywood mithalten. Ein absolutes Muss, wenn man auf erwachsene Action und gedankenvolle Handlungen steht.

    Oh, noch ein Furry. Willkommen hier. Ich hatte hin und wieder auch mal Stress in diesem Forum. Aber, dass ich noch da bin kann nur heißen: Hier ist es nicht so schlimm. Hoffe ich zu mindest. Jeder empfindet Konflikte ja anders. Naja egal. Ich will auch keinen Unmut verstreuen.
    Hab viel Spaß und leb' dich gut ein.

    3/10

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    Zwei Wörter.

    Post Rock hören, weil ich wieder niedergeschlagen bin. Ich hätte den Film nicht schauen sollen. Jetzt sehe ich nach draußen und denke wieder über meine Probleme und den Scheiß der Welt nach. Ich will mich davon ablenken und irgendwie doch nicht.

    Alternativtitel: My Sister Momoko
    Erscheinungsjahr: 2003
    Länge: ca. 80 Minuten
    Regie: Setsuko Shibuichi
    Studio: Magic Bus Inc.

    Momoko und ihr Zwillingsbruder Riki kamen beide als Frühchen zur Welt. Während sich Riki ganz normal entwickelt, leidet Momoko seit der Kindergartenzeit an einer sich nach und nach versteifenden Muskulatur, welche die körperliche und geistige Entwicklung beeinträchtigt. Inzwischen besucht Riki die Grundschule, Momoko muss stattdessen auf die Sonderschule gehen. Momoko macht auch jeden Morgen einen Aufstand deswegen und will mit ihrem Bruder auf die Schule gehen. Im nächsten Schuljahr startet Rikis Schule ein Experiment und erlaubt ihr, einmal die Woche die reguläre Schule zu besuchen. Allerdings gibt es Widerstand von einigen Eltern und Schülern.

    Meinung: Die Filme von Magic Bus sprechen interessante Themen an. Daher habe ich mir auch diesen Film zu Gemüte getan. Es ist definitiv interessant. Und trotz des klassischen Handlungsschemas, das Auf und Ab mit der Krankheit oder die Wandlung von Feind zu Freund, gewinnt man als Außenstehender schnell Einblick in das Leben von Momoko und ihrem Bruder. Dabei ging mir das liebe Mädchen sehr schnell ans Herz. Doch was ich schon in anderen Werken des Studios bemängelte, war, dass die Emotionen nicht mehr ausgeschöpft werden. So kommt es, dass plötzliche Sinneswandlungen und Handlungen der Protagonisten den Zuschauer überraschen. Aber ich bin nun mal auch jemand, der dramatische Handlung liebt. Doch da der Film für Familien ausgerichtet ist, ist die Handlung trotz des Dramas relativ gut verkraftbar. Allerdings gab es auch Szenen, in denen man die Emotionalität dann doch zu spüren bekam.

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    Als Momoko vor der versammelten Klasse sprinten wollte. Sie wusste, dass sie langsam ist und das es schwer wird. Dieser Kraftakt vor den Augen der anderen, die Spannung die dabei entstand. Da lebten die Emotionen im Film, wie bei mir auf. Wirklich bewegend.


    Animationsqualität und Zeichenqualität sind wie gewohnt durchschnittlich. Doch die Filmmusik von Michiru Oshima hebt sich wieder deutlich hervor. Fast schon zu gut, für den Film.

    My Sister Momoko mag in seiner Handlung nicht sonderlich tiefgründig sein, doch ich empfehle zart beseideten Personen ein Taschentuch. Hin und wieder schafft der Film es nämlich mit den Gefühlen des Zuschauers zu spielen. Desweiteren eröffnet er einen neuen Blick auf Menschen mit Behinderung. Wenn auch nur ein bisschen.

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