Beiträge von Moogle

    Was ich hier seit Stunden wiederhole und hier noch einmal ausdrücklich unterschreiben möchte: Diese Lieder sind genauso sexistisch, wie ich zu meinen Freunden beleidigend bin, wenn ich sie Vollidioten nenne. Weder die Intention, noch die Botschaft, noch das Ziel dieser Musik ist die Objektifizierung der Frau. Man müsste schon sämtlichen Kontext entfernen, um den Text allein als offen frauenfeindlich zu identifizieren. Wer daran noch Anstoß nimmt, dessen Problem ist definitiv nicht der Songtext eines dummen Sauflieds.

    Hast du dir die Lieder überhaupt mal angesehen? Oder den Kontext, von dem du da redest?
    Eines der Lieder handelt basically davon, dass jemand am Ufer ein schlafendes "Mädel" vergewaltigt, mit der schönen Passage "Ich mach' dich zur Mutter und lass′ dich allein" sowie der etablierung der Schuldumkehr "Und die Moral von der Geschicht', Männer sind Schweine, vertrau ihnen nicht" (Lyrics). Welchen Kontext willst du da bitte entfernen?
    Oder meinst du den Sauf-Kontext, in dem die Lieder gespielt werden? Den Kontext, in dem es eh schon Probleme mit Übergriffigkeiten gegenüber Frauen in Festzelten gibt? Weswegen die Stadt unter anderem extra Safe Spaces für Frauen sowie ein Frauen-Notruf eingerichtet hat?

    Und in diesem Kontext siehst du Lieder wie "Nein heißt ja" (Lyrics) und "Joana, du geile Sau" (Lyrics) als völlig unproblematisch an, weil sie deines Wissens nach "Bullshit" "BULLSHIT" sind und sie ja auch nur so verstanden werden können? Hast du dafür auch Quellen? I mean, ich hab mir vorhin die Mühe gemacht, Quellen herauszusuchen, warum man solche Lieder gerade in so einem Kontext psychologisch als problematisch einordnen kann und es wäre nett, wenn du hier auch welche für mich hättest. Aber damit du es dir nicht zu einfach machst: Bitte mit Kontext und nicht einfach nur "Kunstfreiheitsgesetz" / unproblematisch weil sonst wären sie ja schon verboten.

    Dann kommt noch dazu, dass die Stadt das Volksfest bewusst als sicheres Fest für "Klein und Groß" bewirbt (Quelle). Dazu hat sie mit ihrer Verteidigung ihrer Entscheidung gegen diese Lieder, um "gemeinsam eine respektvolle Atmosphäre und sicheres Feiern" schaffen zu wollen, mMn. eigentlich schon alles gesagt (Quelle).
    Du sagst auch, dass es keine rechtliche Grundlage für "so eine Aktion" gibt. Ich bin kein Jurist und lasse mich da gerne korrigieren, aber soweit ich es verstanden habe, bewegen wir uns hier rein rechtlich in einem Rahmen, in dem die Stadt durchaus derartige Empfehlungen aussprechen darf (Quelle). Wichtig ist wohl hauptsächlich, dass solche Empfehlungen sachlich begründet, verhältnismäßig und nicht als verbindliches Verbot mit Sanktionen ausgestaltet sind. Aber gehen wir das mal nacheinander durch:

    • Sachlich Begründet ist es ja alleine schon damit, dass die besagten Lieder nicht zur gewünschten, inkludierenden Fest-Atmosphäre passen, mit dem die Stadt das Fest offiziell bewirbt, das sie finanziell mitträgt. Im Grunde müsste die Stadt auch im einzelnen begründen, warum sie die besagten Lieder nicht empfiehlt. Aber das kann ich ja schlecht.
    • Verboten wurde hier auch nichts, sondern es wurde nur die bitte herausgegeben, diese Lieder doch nicht zu spielen. Falls man es doch tut, würde wahrscheinlich genau gar nichts passieren.
    • Und was die Verhältnismäßigkeit angeht, so wird das genau der Grund sein, warum man sich "nur" gegen diese 12 Lieder entschieden hat. Die im übrigen auch nur eine Orientierung sind. Offiziell will man den Wirten selbst überlassen, die Liste zu erweitern. (Quelle)

    Natürlich kann man hier nicht auf Ebene einer einzelnen Feier diskutieren, da hat ja schließlich der Veranstalter das Sagen. Es geht um die Struktur hinter dieser zugegeben einzelnen Entscheidung.

    Aber es geht hier doch nunmal um genau diese Einzelentscheidung?
    Wäre der Kontext hier ein anderer, wäre die Entscheidung sehr wahrscheinlich nicht so gefallen, wie sie gefallen ist. Man kann den Kontext doch nicht einfach wegnehmen und nur das Übriggebliebene zur Grundlage nehmen, um gegen etwas zu Argumentieren, das von eben diesem Kontext abhängig ist, den du gerade weggenommen hast?

    Dass wir im großen Ganzen Kunstfreiheit schützen sollten, ist denke ich etwas, gegen das hier niemand Argumentieren wollen wird. Dafür gibt es ja die Kunstfreiheit in unserem Grundgesetz. Aber hier geht es ja genau um eben solche Einzelentscheidungen, die hier überhaupt erst interessant sind, eben weil es hier einen Interessenkonflikt zwischen Kunstfreiheit und den staatlichen Sicherheitsauftrag sowie Gleichberechtigung gibt, der ja sonst einfach nicht in der Form existiert.

    EDIT: Links zu Lyrics hinzugefügt

    Kruadon Kannst du deinen ersten Gedanken hier vielleicht noch etwas ausführen? Wo würdest du die Schere denn ansetzen? Oder würdest du sie gleich komplett Zuhause lassen und hinnehmen, dass dann eben auch rechtspopulistische Medien und Zeichen legalisiert werden müssten? Oder schließt du paradoxerweise rechtspopulistische Inhalte von "Kunst" aus, obwohl du sagst Kunst dürfe ja alles?
    Kurz gesagt: Wo ziehst du hier die Grenze?

    Du sagst auch, dass du dafür bist, Menschen nicht in Watte zu packen. Das kann ich nachvollziehen.
    Trotzdem leben wir miteinander in einer Gesellschaft, die sich Menschenrechte und Gleichberechtigung unter anderem zu den selbsterklärten Zielen gesetzt hat. Und dazu zählt eben auch, Inhalte nicht zu fördern, die diesen Zielen widersprechen und weder als künstlerisch wertvoll noch als kulturell schützenswert erachtet werden.

    Deswegen verstehe ich nicht, wie man sich so darüber aufregen kann. Es ist ja literally die Gleichsstellstelle der Stadt, die sich dazu entschieden hat, diese sexistischen, stumpfen, den eigenen selbstverschriebenen Zielen widersprechenden Lieder einfach mal nicht mit öffentlichen Gelden zu fördern (Quelle). Die haben einfach nur ihren Job gemacht.
    Nochmal: Hier wurde nichts verboten! Ihr könnt die Lieder weiterhin in eurer privaten Freizeit hören oder eigene Partys veranstalten, auf denen diese Lieder gespielt werden. Die Kunst darf bei uns weiterhin alles. Aber Künstler haben nunmal nicht das Recht darauf, dass ihre "Kunstwerke" überall gespielt und gefördert werden, nur weil sie etabliert sind. Schon gar nicht, wenn für so ein Fest öffentliche Mittel eingesetzt werden und die besagten Kunstwerke mindestens fragwürdig sind. Mehr ist hier gar nicht passiert.

    EDIT: Könnten das vielleicht jemand in "Kontroverse Meinungen" oder so verschieben? Denke das würde am ehesten passen

    Warum es so ein krasser Hot Take zu sein scheint, dass man angefangen hat Lieder zu hinterfragen und ggf. nicht mehr zu spielen lol

    Warum man sich um etwas so Triviales Gedanken machen muss... Musik als Kunstform soll ruhig provozieren, wie jede andere Kunstform auch. Natürlich entspricht die Musik nicht (mehr) dem aktuellen sozialen Empfinden, das war aber auch niemals dessen Ziel. Die Titel sind ja bewusst dämlich, ebenso wie etwa "Männer sind Schweine", das durchaus doch ernster zu betrachten wäre (und woran scheinbar keiner Anstoß nimmt :ugly:).

    Bald ziehen wir griechischen Statuen Schlüppis an und verbieten Ananas auf Pizza, weil das Italiener triggert. Die Energie für den ganzen Terz kann man doch besser einsetzen, gibts nicht genug vernünftige Probleme?

    Du sagst doch selbst, dass die Lieder dem aktuellen soziale Empfinden nicht mehr entsprechen. Wieso sollte man sie also noch spielen?

    Klar gibt es noch andere Lieder die man hinterfragen kann, wie du ja schon erwähnt hast. Aber ändert das deiner Meinung nach denn etwas daran, dass die Lieder, die man jetzt aussortiert hat, dumm und sexistisch sind? Es ist halt ein Anfang und man will damit ein Zeichen setzen.

    Bald ziehen wir griechischen Statuen Schlüppis an und verbieten Ananas auf Pizza, weil das Italiener triggert. Die Energie für den ganzen Terz kann man doch besser einsetzen, gibts nicht genug vernünftige Probleme?

    Von was für "vernünftige Probleme" sprichst du denn hier? I mean, ich glaube kaum dass der Veranstalter (oder wie im Artikel: die Gleichstellungsstelle der Stadt) die Probleme unserer Welt lösen kann. Wenn überhaupt, dann ist das Musik-Programm eines der wenigen Dinge, mit denen der Veranstalter überhaupt irgendeinen winzigen EInfluss haben kann. Also was genau stört dich denn daran, dass da jetzt Energie hineingesteckt wurde statt... idk... ich wüsste nicht was sie deiner Meinung nach sonst tun sollen?? Ist ja nicht so, als ob die Menschheit ein Kontingent an Problemlösungs-Tokens oder so hat, das irgendwann aufgebraucht ist oder so :D

    "Kleine" Probleme gehören halt auch angegangen. Finde es eher mutig von dem Veranstalter / der Stadt, da es vermutlich eher ein von "männlichen Werten" dominiertes Millieu ist. Aber korrigiert mich da gerne wenn ich falsch liege, ich gehe selbst nie zu solchen Festen.

    Oh und noch etwas: Kruadon Honigtau Findet ihr nicht, dass es einen Unterschied zwischen Liedern gibt, die Geschmackssache sind und solchen, die tatsächlich problematische Inhalte enthalten?
    Das eine gefällt einem ja einfach nur nicht und es gibt Leute, die es vielleicht als anzüglich / abstoßend empfinden (Ananas Pizza, Nackte Statuen, Musik mit sexuellen Inhalten...). Bei dem anderen wird hingegen ein problematisches Weltbild glorifiziert und "Salonreif" gemacht (Frauen werden Objektifiziert, Rassen als nieder dargestellt...).
    Natürlich mag man jetzt denken "Was soll's, ist ja nur ein Lied!" - aber ganz ehrlich: So einfach funktioniert die menschliche Psyche leider nicht. Lieder verbinden Menschen und können ein Zugehörigkeitsgefühl erzeugen. Wenn ich mit meinen Freunden zusammen ein Lied gröle, prägt sich das unter anderem ein. Und schon verbinde ich etwas positives damit.
    Heißt natürlich nicht, dass man sofort manipuliert wird oder die Werte übernimmt. Aber genau wie negativ- und positiv- konnotierte Wörter unsere Zu- bzw. Abneigung bestimmten Dingen gegenüber beeinflussen ("Neusprech"), so haben auch Lieder einen Einfluss auf uns. Es gibt zahlreiche Studien dazu. Hier mal zwei Beispiele:

    • z.B. können Lieder uns kurzfristig "primen" und uns Gedanken und Ideen zugänglicher machen, die wir sonst nicht hätten, was unter Anderem kurzfristig zu erhöhter Aggression führen kann (Und ich mutmaße auch zu erhöhter Übergriffigkeit, gerade wenn sexistische Lieder gespielt werden während man im Suff mit seinen Freunden grölt und die Hemmschwellen fallen. Vielleicht gibt es dazu ja auch eine Studie?)
      (Quelle)
    • Oder dass wir Musik sehr stark mit unseren Erinnerungen verknüpfen und es daher durchaus auch unser Selbstbild beeinflussen kann (Quelle)


    Es gibt meiner Meinung nach also durchaus Gründe, weswegen es vielleicht sinnvoll sein kann, in einer männlich dominierten Gesellschaft frauenfeindliche Lieder zu hinterfragen und auszusortieren. Aber okay, genug herumgenerded. :frosch:
    Ich bin leider selbst auch nicht so tief in der Materie, aber ich hoffe ich konnte euch wenigstens einen kleinen eindruck davon vermitteln, warum ich denke dass das ein bisschen zu kurz gegriffen ist das einfach als "Geschmacksache" und "kein echtes Problem" abzutun.
    Ansonsten bin ich ja prinzipiell auch der Meinung von Kruadon, dass Kunst erstmal alles darf, auch Provozieren. Aber ich finde eben, dass es gleichzeitig auch an uns als Gesellschaft ist, zu überlegen, was wir als massentauglich definieren und welche Kunst wir fördern wollen.

    Jetzt hätte ich nur noch die Frage an euch: Warum regt es euch überhaupt erst so auf, dass solche Lieder aussortiert werden? Mögt ihr die Lieder denn? Oder denkt ihr, es macht sowieso keinen Unterschied?


    BTW: Wäre es vielleicht mal angebracht, dafür ein eigenes Thema aufzumachen oder so?

    EDIT: Stuff korrigiert, dachte irgendwie der Veranstalter hätte das von sich aus gemacht, aber war natürlich die Gleichstellungsstelle der Stadt :pepemeltdown:

    Okay, also.. nur weil ein Lied "etabliert" ist, soll man es eurer Meinung nach nicht hinterfragen, auch wenn es potenziell 49,7% der Weltbevölkerung diskriminiert. Interessant! Nur mal so als denkanstoß: Sollte man es nicht gerade dann hinterfragen, wenn es etabliert ist?

    Und was genau haben jetzt andere Probleme auf der Welt damit zu tun? Ist ja schön und gut dass ihr das nicht als ein Problem seht. Aber andere ja offenbar schon? Hä?

    Wieso man funktionierende Dinge abändern muss.

    Meine NC In-Ears hatten beim Wechsel von "Aware" zu "Quiet" immer so eine lowkey genervte Ansage-Stimme. Hab die immer sehr gefühlt, wenn ich Noise Canceling haben wollte.

    Well, not anymore- Wurde jetzt mit einer neutraleren Stimme weggepatched. Und schon ist meine kleine Alltags-Welt wieder ein kleines Stück emotionsloser geworden. Traurig. :(((

    Kann mir jemand erklären, was das jetzt genau mit der Prohibition zu tun hat? Also, wo genau ändert die Aussage "Alkohol ist nicht das gleiche wie Cannabis" etwas daran, dass wir aus der Prohibition Rückschlüsse zur Entwicklung des Schwarzmarktes ziehen können?

    Bei beiden gibt es doch eine Nachfrage, ganz unabhängig davon, was die Leute damit machen oder wie sie es konsumieren. Und diese Nachfrage wird nunmal potenziell vom Schwarzmarkt bedient, der es dann potenziell streckt. Bei beiden sterben Menschen und bei beiden gibt es Süchtige. Dass das natürlich unterschiedliche Drogen sind, bestreitet niemand. Aber was ändert das daran? Weil so wie es jetzt da steht, wirkt es für mich einfach nur wie ein komplettes Derailment.

    Meine Oma. Ich weiß, es klingt n bissl dumm, aber sie ist so ein lieber Gutmensch, dass mich das immer zum lachen bringt. Hab sie heute n bissl angefeuert, mit den Worten "Komm, tu nicht so als wärst du schon 100, du bist doch erst 90!", worauf sie ganz eifrig aufs Laufband gesprungen und 30min gelaufen - und anschließend wieder, mit sarkastischem Blick, in ihre Oma-Höhle zurückgefahren ist. xD

    Wie Leute es schaffen von Windows zu Mac zu wechseln. Ich hab gerade bestimmt 5x mein Browserfenster geschlossen, nur weil ich ein fking @ schreiben wollte.

    Uff ja, ich hab im büro normalerweise ne winblöd-kiste und jetzt durch ein projekt nen mac. Ich muss jedes mal überlegen, ob ich jetzt ctrl + taste, command + taste oder option + taste drücken muss. Und Xcode ist keine IDE sondern ein fancy texteditor... alter wie mich das programm aufregt. Ich verstehe nicht, wie man mit sowas irgendwas sinnvolles entwickeln kann. Wahrscheinlich ist deswegen das apple-zeug so teuer. Die Entwicklung ist einfach ineffizient. :ugly:

    Omg, programmieren fühl ich so sehr. Bin öfter auf Game Jams mit meinem Macbook unterwegs und darf dann C# darauf schreiben. Das gute daran ist: Wenn das Spiel in der Zeit nicht fertig wird, dann kann ich es immer darauf schieben, dass ich basically bei jeder zweiten Code-Zeile nach irgendeinem Sonderzeichen googlen muss um das zu copy-pasten, weil die einfach nirgendwo auf meiner Tastatur stehen und ich Angst hab, herumzuprobieren.
    Manchmal muss ich vorher auch noch kurz Googlen, was für eine Tastenkombination Copy-Paste auf dem Mac überhaupt ist :dogekek:

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    Heute: Meine Krankheit. Liege seit 3 Tagen mit Migräne-Artigen Kopfschmerzen und gelegentlichen Fieberschüben herum, hab aber sonst keine Symptome. idk was das ist. Lasse morgen maybe ein EEG oder so machen wenn es nicht besser wird :pepehands:

    Aka

    Deinem ersten Absatz stimme ich bedingslos zu.

    Das mit dem Straßengeschäft, sehe ich anders.

    Wenn ein Zweig wegbricht, wird er eben kompensiert, dann vilt mit dreckigeren und schlimmeren zeug.

    Aber das lässt sich mittlerweile kaum in den Griff kriegen

    Will dir jetzt nicht prinzipiell widersprechen, aber ich glaube das ist tatsächlich gar nicht so einfach, wie du denkst.

    Dealer sind nicht unbedingt alle in großen Gruppen vernetzt, die mal eben auf andere Drogen umsteigen können, auch wenn ein Teil davon das sicherlich tun wird. Ich konnte dazu leider noch nicht viele Studien oder Paper finden, aber die paar wenigen, die ich finden konnte, sehen da jetzt erstmal keinen Zusammenhang zwischen der Legalisierung von Cannabis und dem Konsum anderer illegaler Drogen (= umstieg auf dreckigeres, schlimmeres zeug).
    Aber finde die Frage generell erstmal spannend!

    So oder so würde ich aber langfristig davon ausgehen, dass durch die Legalisierung zumindest das Straßengeschäft im Großen Ganzen geschädigt wird, weil Cannabis dadurch sehr wahrscheinlich irgendwann von der Straße verschwindt.
    Bestes Beispiel ist ja Alkohol und Zigaretten, die quasi schon immer legal bei uns waren und für die es soweit ich weiß keinen nennenswerten Straßenmarkt gibt (kenne mich da aber auch nicht wirklich aus, also wenn jemand mehr weiß, kann man mich da gerne korrigieren).
    Klar wird das nicht über nacht gehen, aber langfristig sehe ich das schon als Ergebnis, das so eine legalisierung mit sich bringen könnte.

    Edit: Könnte ein Mod die ganze Diskussion vielleicht hierhin verschieben? Danke Clipsi! :>

    Danke für die Erklärung!

    Mir fällt es einfach schwierig, wenn da generell gleich mehr reingedichtet wird als es ist, welcher Part meiner Post hat suggerieren können, dass ich physische Gewalt legitimiere?

    Das Ding ist, wenn du schreibst, man müsse sich bei bestimmten Äußerungen nicht wundern, wenn es zu physischer Gewalt kommt, dann beschreibst du mit der Formulierung Gewalt ja nicht einfach nur als ein mögliches Ergebnis, sondern als nachvollziehbare Konsequenz. Und das ist sehr nah an legitimieren.

    Viel mehr bin ich mir hier nicht sicher ob es anhand der letzten Diskussion Sinn macht, wenn ich zu allem als Abschlusssatz zum jeweiligen Thema schreibe, dass so etwas ein No-Go ist, in meiner Welt sehe ich es nämlich als No-Go, was ich nicht nochmal zusätzlich erwähnen muss.

    Sieh mal, du magst das vielleicht immer parat haben, aber andere kennen deine Einstellung dazu eben nicht so gut. Genau so hast du z.B. auch NoName unterstellt, sie würde - etwas überspitzt gesagt - in einer Traumwelt leben und nicht verstehen, dass es da draußen gewaltbereite Menschen gibt. Dabei sagt sie basically nur, dass wir Gewalt als Antwort auf eine Äußerung generell hinterfragen sollten, statt sie als normal hinzunehmen.

    So gesehen widersprichst du ihr also sogar nicht mal! Aber warum dann dieses "In der Realität ist das leider nicht so"? Was denn genau? Sollen wir deiner Meinung nach in der Realität Gewalt einfach so als Normalität hinnehmen, statt sie zu hinterfragen? <- Das war dann quasi mein Gedankengang. Insofern danke für die Ausführung!
    Ich hoffe das macht es für dich auch etwas klarer?

    Falls wir noch weiter darüber reden wollen, dann gerne als PN!
    ---

    @Topic
    Wie Leute es schaffen von Windows zu Mac zu wechseln. Ich hab gerade bestimmt 5x mein Browserfenster geschlossen, nur weil ich ein fking @ schreiben wollte.

    Vielleicht sollten wir physische Gewalt nicht normalisieren, egal wie kacke jemand "diskutiert". Selbst wenn dich jemand als Hurensohn ö.ä. beleidigt, sollte es sowas nicht rechtfertigen.

    In deiner Traumwelt wird das so sein, in der Realität ist es leider nicht so.
    ...
    Die Realität ist leider nicht so, ich du kriegst nicht direkt auf die Schnautze geschlagen, aber bei solchen Äußerungen wie meiner genannten, würde ich sagen ist es keine Seltenheit, dass man mal am Kragen gepackt wird, was willste machen, wenn die Leute das nicht kontern können.

    Ich verstehe nicht ganz, worauf du hinaus willst. Dass es in der Realität Menschen gibt, die bei verbaler Provokation direkt zu physischer Gewalt greifen, bestreitet doch niemand?
    Aber was ändert das jetzt bitte an der Aussage von NoName, dass wir (als Gesellschaft) physische Gewalt nicht normalisieren sollten?

    I mean, nur weil Unrecht geschieht, macht es das doch nicht legitim? Mit der Logik müsste man jedes Fehlverhalten hinnehmen, nur weil es vorkommt. Klingt für mich im ersten Moment eher nach Victim Blaming, aber vielleicht liege ich da auch falsch? Wäre nett, wenn du das konkretisieren könntest!

    Aber extrem links zu sein is ja heute chic weil man die politischen Motive besser nachvollziehen kann, aber auch da geht es um Ausgrenzung und tot.

    Nö.
    Rechtsextremismus richtet sich primär gegen Menschen. Gewalt und Ausgrenzung sind also viel eher das Ziel.
    Linksextremismus hingegen richtet sich primär gegen das System - meist gegen Kapitalismus und ausbeuterische Strukturen. Gewalt und "Ausgrenzung" (wenn man das hier überhaupt so nennen kann -> Toleranz-Paradoxon) werden hier als Mittel im Kampf gegen diese Strukturen gerechtfertigt, sind aber nicht das ideologische Ziel.

    Persönlich halte ich es für irrelevant ob in Games Diversität humoristisch oder real und ernsthaft dargestellt wird. Ein lustiger Umgang damit bedeutet per se nicht, dass eine Ablehnung vorhanden ist. Eher das Gegenteil ist der Fall, da man Diversität nicht ablehnt.

    Weil "humoristisch" hier sehr schnell missverstanden werden kann: Könntest du mir bitte ein Beispiel dazu nennen, wie du dir das vorstellst? (ist nicht wertend, hätte es nur gerne spezifischer, um es besser zu verstehen)

    Ideologien zählen beispielsweise zu Diversität, und die brauche ich ehrlicherweise auch nicht im Anime.

    Also, ich habe schon von ideologischer Diversität gehört, aber noch nie, dass Ideologie zu Diversität zählt. Ist das ein Ding? Kannst du da genauer drauf eingehen?

    Inwiefern traurig?

    Ich kann das nachvollziehen hier in Berlin

    Ich lebe selbst in einer Millionenstadt in der gut die Hälfte der Bewohner einen Migrationshintergrund hat und habe das immer als eine Bereicherung für mich selbst erlebt. Wenn ich ein Problem mit jemandem habe, dann mit einer einzelnen Person, niemals mit einer Herkunft oder dem Thema Diversität.

    Du verstehst mich falsch, ich habe nichts dagegen, nur verspüre ich keinen Drang es zum Beispiel in Animes zu sehen, es ist auch nichts was stört wenn es nicht stattfindet.

    Man muss die Diversität auch nicht überall einführen, dafür gibt es keinen Grund, solange es nicht diskriminierend ist, ist doch vollkommen okay

    Nur so am Rande, aber du hast einen Satz Zitiert und verteidigt, in dem basically gesagt wurde, dass jemand "doch sehr froh darüber" ist, dass Diversität in Animes unterräpresentiert ist. Jetzt sagst du aber, dich würde Diversität in Animes nicht stören. Beides passt aber nun mal nicht zusammen. Wenn letzteres tatsächlich deine Meinung ist, musste man dich hier quasi "falsch" versteht.

    Anyways, @Topic
    Ich persönlich fände mehr Diversität in Anime schön! Ich glaube auch, dass es dem Medium generell ganz gut tun würde - vorausgesetzt man nimmt es wirklich ernst. Zum Beispiel mag ich es, wenn soetwas wie gesellschaftliche Diskriminierung in Animes thematisiert wird. Allerdings hab ich auch oft das Gefühl, dass damit leider nur irgendein Heldenepos dramatisiert werden soll, statt mehr Empathie zu schaffen. Entsprechend gibt es in dem Bereich mMn. noch viel ungenutztes Potenzial für interessante Geschichten, auch ganz unabhängig davon, dass es cool wäre, Diversität auch in Animes zu normalisieren.

    Im Supermarkt stand gerade ein Dude herum, der Leute angeknurrt hat, wenn sie an ihm vorbeiliefen.
    Kann das jemand erklären? Tun andere Vertreter unserer Spezies soetwas? D:

    Hatte leider Angst ihn zu fragen :pepemeltdown: