Max ist, für mich zumindest, immer noch ziemlich Max. Ich fande das soweit recht stimmig. Etwas störend fande ich, dass man direkt (ohne irgendwelchen Einfluss) in jemanden verknallt ist (zumindest laut ihrem Tagebucht). Hätte solche Entscheidungen lieber selbst von Anfang an getroffen. Natürlich kann man das Ganze immernoch in eine freundschaftliche Richtung lenken, aber ich persönlich versuche mich dann immer in den Char einzufinden und zu antworten, was ich in dem Moment antworten würde. Und hätte ich die Chance zu einem Date mit der Person, in die ich verknallt bin, dann würde ich garantiert nicht nein sagen. So habe ich mich persönlich jetzt bei explizit dieser Entscheidung fast schon dazu verleiten lassen. Hätte ich die Information nicht gehabt, wäre die Entscheidung vermutlich anders gelaufen, da ich die Person eigentlich nicht so symphatisch fande und sie im Laufe der Geschichte immer unsympathischer bzw. unpassender gefunden hatte.
Ansonsten fande ich, dass so die Tiefe und die typischen "Mindfucks", für die LiS nunmal bekannt ist, irgendwie auf der Strecke geblieben sind. Der große Plotttwist hat mich weniger überrascht, als es vermutlich sollte und war für mich in dem Moment sogar eher unbefriedigend. Die Auflösung der ganzen Story am Ende fande ich persönlich also ziemlich bescheiden. Nicht völlig schlecht, aber auch nicht gut. Zumal sich Safia gegen Ende des Spiels einfach nur wie ein Kleinkind benimmt und mir nur noch auf den Keks ging.
Allgemein fande ich wenig Charaktere wirklich spannend. Moses ist super lieb und man kann sicher froh sein, so jemanden zum Kumpel zu haben. Den Rest fande ich mehr oder weniger ziemlich austauschbar und nicht besonders einzigartig.
Vermutlich könnte ich jetzt jedes Kapitel und jeden Storystrang weiter auseinander nehmen, aber dann würde das wirklich ein Roman werden. Daher sage ich einfach abschließend: Die Story hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen, viele Charaktere sind (meiner Meinung nach) recht farblos und dieses "ich muss mal eben 5min durchatmen, um das grade zu verdauen" bleibt komplett aus. Schade, aber unterhalten hat es mich dennoch.