Da ich im Urlaub viel Zeit hatte, habe ich inzwischen auch die Staffeln "Rei" und "Gou" durchgeschaut.
Zu "Higurashi Rei" muss ich sagen, dass die erste Comedy-Folge weder ein Totalausfall noch ein wirklicher Lacher war. Einige Szenen haben schon zum Schmunzeln eingeladen, andere waren total übertrieben, und dass Mio Takano auch im Schwimmbad war, zeigte, dass sie Episode (mal von dem beknackten Aufhänger mit der magischen Badehose) nicht unbedingt als Teil des Serien-Kanons betrachtet werden kann.
Umso besser hat mir das dreiteilige Dice-Killing-Kapitel gefallen. Abgesehen von
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haben die Folgen eher die psychologische Seite von Higurashi bedient. Besonders die fürchterliche Entscheidung, die Rika treffen muss, ebenso ihr Wutausbruch gegenüber Satoko sind mir dabei ziemlich unter die Haut gegangen. Auch die Erklärung am Ende fand ich sehr passend. Überhaupt stellte dieses Kapitel für mich einen perfekten Epilog zur Ur-Serie dar. Was mich nur gewundert hat, war, dass ...
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Satoshi immer noch als verschwunden bzw. tot zu gelten scheint, zumindest deuten Rikas und Satokos Aussagen am Ende des dritten Teils darauf hin. Dabei wurde er doch in "Kai" lebend, wenn auch im Koma liegend, im Keller des Krankenhauses gefunden. Oder haben Shion und Irie das vor allen anderen geheimgehalten? Ich fand es jedenfalls seltsam.
Die abschließende, zweite Comedy-Folge empfand ich als um einiges lustiger als die erste, zumal ich mich sowieso über jede Folge freue, in der Reina/Rena im Mittelpunkt steht. Deshalb ist "Rei" für mich auch ein schöner Nachklapp oder Abgesang zur Ur-Serie, wenngleich ich mir einige Folgen mehr gewünscht hätte, schon allein, um das hypnotische Opening noch einige Male öfter zu hören. 8,5/10 Punkte von mir.
Bei "Gou" war ich anfangs noch ein wenig skeptisch. Der neue Animationsstil war schon ein wenig gewöhnungsbedürftig und in den ersten Folgen noch etwas holprig. Mit der Zeit hat sich das aber eingependelt, rein optisch gefiel mir z.B. die Darstellung des Watanagashi-Festes sogar noch besser als in den früheren Staffeln.
Die ersten dreizehn Folgen waren ja so etwas wie ein Remake, was sicher auch recht sinnvoll war, wenn man die lange Zeitspanne zwischen "Kai" und "Gou" betrachtet. Etwas Neues wurde Altfans rein von den Infos her nicht geboten, was einige Folgen für mich etwas zäh werden ließen, andererseits hat mir gefallen, wie mit der Erwartungshaltung der "Wissenden" gespielt wurde, zumal sich mein Fokus nun immer ganz automatisch auf Rika gerichtet hat.
Ab Folge 14 begann die Serie dann, sich so richtig zu entwickeln.
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Hanyu löst sich auf, Rika entscheidet sich dazu Selbstmord zu begehen, und schließlich entpuppt sich Satoko ebenfalls als "Looper" (keine Ahnung, wie das in der deutschen Synchro übersetzt wurde). Diese Enthüllungen haben mich völlig unvorbereitet getroffen, umso stärker fand ich, wie Satokos Charakterentwicklung in den letzten sieben Folgen dargestellt. Wenn schon die Vergangenheit keine neuen Informationen bereithält, muss eben die Zukunft herhalten. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf, wie sich die Beziehung von Rika und Satoko noch entwickeln wird.
Angesichts der vielen, im Prinzip schon bekannten Folgen am Anfang, die durch ein paar Flashbacks und Rika-Szenen erweitert wurden, kam "Gou" bei mir einen Deut schlechter weg als "Kai". Allerdings hat die zweite Hälfte dafür mehr als nur entschädigt. 9/10 Punkte.