Da ich jetzt endlich alle Bände zusammenbekommen habe, kann ich die Serie auch endlich komplett lesen. Bis jetzt (Ende von Band 6) würde ich sagen, dass sich die Geschichte quasi von Kapitel zu Kapitel noch weiter steigert, was vor allem an der extremen Charakterentwicklung liegt.
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Yuka, die erst immer näher am Abgrund wandelt, entwickelt sich zur wichtigsten Person der ganzen Truppe, da sie immer mehr Verantwortung übernimmt und es schafft, ihre Freundinnen jedesmal aus ihrem Loch herauszuziehen.
Kurumi übernimmt weiterhin die Rolle der Kämpferin, muss aber feststellen, dass sie zwar durch die Medizin von dem Zombie-Virus befreit wurde, etwas davon aber noch in ihrem Körper steckt. Sie bleibt außergewöhnlich kalt und wird von den Untoten überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Gerade die Szene, als sie verzweifelt versucht, diese zu provozieren, sie anzugreifen und wie sie sich sogar darüber freut, als das geschieht, geht ziemlich unter die Haut.
Miki entwickelt sich vom grüblerischen Neuling mit Anpassungsproblemen zu derjenigen, die am Meisten daran hängt, die Gruppe noch ein wenig länger in ihrem jetzigen Zustand zu halten. Die Verbindung zu Yuka ist bereits sehr eng, doch spätestens ab Band 5 intensiviert sich auch das Band zu Kurumi. Ob das nun mehr als Freundschaft sein könnte oder nicht, ist wohl wieder Interpretationssache, für meine Begriffe ist sie auf jeden Fall in sie verliebt.
Und schließlich Yuuri, die stets als große Schwester der Gruppe auftritt, in Wahrheit aber von allen Mädchen die brüchigste Psyche hat und von Kapitel zu Kapitel immer mehr zusammenbricht. Allein schon die Momente, wie sie nach der Hubschrauber-Explosion die Fassung verliert (und von Yuka aufgerichtet werden muss), in die Erinnerungen an ihre Schwester Ruu versinkt (die Szenen an der Grundschule sind wirklich der blanke Horror ...) und diese am Ende von Band 6 (mutmaßlich) in Gedanken zum Leben erweckt, rühren teilweise schon zu Tränen.
Immer wenn man glaubt, es würde jetzt alles besser werden, erfolgt ein neuer Tiefschlag. Aber gleichzeitig ist es auch schön mitzuerleben, wie die Freundinnen sich doch immer wieder aufraffen.
Auf jeden Fall bleibt "School-Live" bis jetzt auf einem ganz hohen Niveau!