Als erstes sind mir bei "A Certain Magical Index" die zahlreichen Ähnlichkeiten zu "Strike the Blood" aufgefallen - oder sagen wir, eher umgekehrt, da die Vampir-Serie viel später kam:
- Unterschätzter MC mit Fähigkeiten, die alle bekannten Grenzen sprengen
- Weiblicher, jüngerer MC, der in ihn verliebt ist, dies aber (außer in einer Folge nicht richtig zugibt und ihn beißt ( bei STB wird der Schneewalzer eingesetzt), wenn sie sauer wird
- Die Mitbewohnerin des zweiten weiblichen MC ist in diese verliebt (in STB sind es mit Sayaka und Yukina zwei ehemalige Zimmergenossinnen)
- Die Serie wird in Arcs erzählt, die durch immer neue Charaktere ineinander übergehen
- Die Handlung spielt in einer Stadt, die zum Großteil aus Espern (bei STB Dämonen) bevölkert wird
- Mit jedem Arc verlieben sich mehr Mädchen in den MC
Usw. ...
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. 😉
Wenn man den direkten Vergleich zieht, empfinde ich "Strike the Blood" trotzdem als deutlich besser. Zwar sind die Handlungen bei "Index" häufig etwas tiefgründiger und mit der Amnesie gibt es hier einen interessanten Handlungskniff, trotzdem bleibt vieles bei diesem Popcorn-Anime kaum im Gedächtnis.
Die Qualität der Arcs schwankt leider sehr - der erste ist klasse, der um Deep Blood ist quasi nur auf Zufällen aufgebaut.
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Toma trifft zufällig in einem Restaurant auf Himegami, Index folgt Toma zufällig und wird von Aureolus als Geisel genommen, der zufällig sowieso hinter ihr her ist.
Der Accelerator-Arc ist dann mitreißend und emotional, Angel Fall dagegen merkwürdig bis schwer nachvollziehbar. Und so setzt sich das die ganze Zeit fort ...
Also, trotz interessanter Ansätze und sympathischer, vielschichtiger Figuren bleibt die Serie für mich - zumindest nach der ersten Staffel - eher etwas für nebenbei. Ganz unterhaltsam, aber mehr auch nicht.