Beiträge von Chojin

SPOOKY TIME - Halloween Event 2026
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    Lustige Doku. Ich frage mich gerade: Wenn jetzt Neo-Nazis Shirts mit Donald, Mickey und Goofy tragen, sich die Disney-Figuren in der rechten Mode festigen, marschieren dann die "Antifaschisten" nach Disneyland Paris ein und vermöbeln jeden in nem Donald-, Mickey- und Goofy-Kostüm? Zutrauen würde ich es ihnen definitiv. Und da wäre noch der Donald Duck Cartoon "The Fuehrer's Face" von 1943. Uiuiui... Na wenn das kein schlagendes Argument wäre. :scared:

    Was ist das denn für ein Argument? Vorhin erst habe ich wieder gelesen wie jemand den Begriff "Passdeutsche" verwendet. Glaubst Du das ich dieser Person deswegen etwas böses wünsche? Wer meint er müsse politische Gegner mit Gewalt bekämpfen ist der Definition nach Faschist, das gilt auch für gewaltbereite Antifaschisten. Solange man mit seinem Gegenüber jedoch noch den Kontext suchen kann ist es nicht hilfreich auf Gewalt zurückgreifen, eher das Gegenteil ist der Fall. Finde auch den Spruch "Mit Nazis redet man nicht" problematisch, da mit Höcke mindestens ein Nazi in der AfD sitzt. Der Kontext war schon immer die Lösung, auch wenn man am Ende keinen gemeinsamen Nenner findet. Gewalt dagegen ist die Sprache der geistig Schwachen.

    Dann bist du den selbsternannten "Antifaschisten" aus der Doku weit voraus. :thumbup:

    Mein Beispiel ist so sinnfrei, wie das Bestreben gewaltbereiter Antifaschisten, den Faschismus dahingehend zu bekämpfen, indem man jemanden aufgrund eines Kleidungsstück angreift, nur weil die Basecap von einem rechten Label oder von einem in der rechten Szene beliebten Label entstammt. Um das ganze aus dieser Sicht noch etwas überspitzer ad absurdum zu führen, könnten die gleich jeden mit einem Hugo Boss Shirt ins Visier nehmen. Da hätte man zumindest noch einen geschichtlichen Bezug zur NSDAP. :wacko:

    Lustige Doku. Ich frage mich gerade: Wenn jetzt Neo-Nazis Shirts mit Donald, Mickey und Goofy tragen, sich die Disney-Figuren in der rechten Mode festigen, marschieren dann die "Antifaschisten" nach Disneyland Paris ein und vermöbeln jeden in nem Donald-, Mickey- und Goofy-Kostüm? Zutrauen würde ich es ihnen definitiv. Und da wäre noch der Donald Duck Cartoon "The Fuehrer's Face" von 1943. Uiuiui... Na wenn das kein schlagendes Argument wäre. :scared:

    Ich frage mich schon länger, ob das Gros der heutigen "Antifaschisten" genauso viel Idealismus und Tatendrang an den Tag legen würden, würden sie sich im Deutschland der Jahre 1933 bis 1945 wiederfinden. Warum beschäftigt mich die Frage? Weil sie heutzutage wohl kaum um ihr eigenes Leben oder das ihrer Liebsten fürchten müssen wie dazumal, was ihren Kampf gegen den Faschismus um ein vielfaches vereinfacht. Sie brauchen keine SA-Schlägertruppen zu fürchten, keine "wilden KZs", keine "Umerziehungslager", keine "Schutzhaft", keine willkürlichen Verhaftungen, Verhöre, Hausbesuche durch Stapo, keine Inhaftierungen in Konzentrationslagern (mit all den Widrigkeiten des Lagerlebens), keinen Volksgerichtshof, keine Standgerichte, usw usf. Vermutlich wären durchaus einige wenige darunter, die in ihrer Rolle als Antifaschisten für den Antifaschismus durchaus ihre Leben geben würden. Bei der Masse wäre ich da nicht so sicher...

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    75% Deutsch, 25% Niederländisch. Besitze beide Staatsbürgerschaften.

    Wie kam's?

    Mein Großvater (Holländer) väterlicherseits kam während des 2. Weltkriegs mit einem seiner Brüder als Zwangsarbeiter nach Frankfurt am Main, lernte in dieser Zeit meine Großmutter (Deutsche) kennen und verblieb nach 1945 in Frankfurt. So nahm alles seinen Lauf... 🇳🇱 :<3: 🇩🇪

    Ein absolut bewundernswerter Mann, Zeitzeuge und Analytiker!

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    Da weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll. :D

    Das eine, was ich in dieser Sache kritisiere bzw. auch nicht verstehe - und das sieht man auch an manchem Kommentar hier - ist die fehlende Differenzierung bzgl. Lieder aus der NS-Zeit. Nicht jedes Lied aus den Jahren 1933-1945 ist im Sinne unserer Gesetzgebung zu Recht verboten bzw. strafbar. Jene Lieder, die unter diese Kategorie fallen, propagieren die NS-Ideologie - daher auch Propaganda - seien es antisemitische-, antibritische-, antipolnische-, rassistische-, völkische- oder kriegsverherrlichende Motive. Im Zuge der Entnazifizierung nach Kriegsende 1945 wurde da auch in allen Bereichen gestöbert, gesucht, untersucht, differenziert ob NS-propagandistisch oder nicht und dementsprechend ein Verbot ausgesprochen, oder nicht. Das Lied "Erika" fällt letztlich nicht darunter - auch wenn manche bzgl. der NS-Herkunft Schnappatmung bekommen mögen. Hätten die Schüler beispielsweise das verbotene "Horst Wessel Lied" abgespielt, gesummt oder geträllert, wäre ich vollends dabei, wenn die Schule da ein Verbot auspricht - wie gesagt, zu Recht. Übrigens ist auch nicht jeder Film aus der NS-Zeit gleichzeitig ein NS-Propagandafilm. Auch hier wurde differenziert, was die obigen Kriterien erfüllt - dementsprechend verboten wurde - und welche nicht. Aber das tut hier nichts zur Sache.

    Zum Komponisten Herms Niel - weil in jedem Artikel auch sein Eintrittsjahr in die NSDAP steht. Was sagt das nun aus? Nur, das er in der Partei war, nicht mehr und nicht weniger. Wieviele Leute, beispielsweise Staatsbeamte, Professoren, Lehrer, etc. sind bzw. mussten in die NSDAP eingetreten, weil ihnen sonst keine berufliche Perspektive mehr blieb oder ihnen ihre Pension aberkannt wurde. Wieviele sind aus rein opportunistischen Gründen eingetreten, ohne glühende Nationalsozialisten gewesen zu sein. Und wieviele Wehrmachtssoldaten, die nicht gleichzeitig in der Partei Mitglied waren bzw. durften (erst ab 1944), waren aktiv an Kriegsverbrechen beteiligt. Aber das ist ein anderes Thema.

    Der andere Kritikpunkt ist das Verbot. Persönlich glaube ich kaum, das es die meisten Schüler davon abhalten dürfte. Das sind keine 3-jährigen Kleinkinder mehr. Auch wären die Hintergründe zu klären, wie denn die Schüler das Lied verwenden. Marschieren sie im Stechschritt mit erhobenem rechten Arm über das Gelände uns singen Erika? Finden sie das Lied, den Gesang oder den Text einfach nur witzig? Was fasziniert die Schüler daran? Hier wäre der richtigere Weg - was ja das Gymnasium wohl auch vor hat - das Lied bzw. dessen Hintergrund zu thematisieren. Pickt euch doch die Schüler heraus, die das Lied via Social-Media umherverteilen und besprecht das Lied mit ihnen, dessen Geschichte, macht eine Textanalyse, durchforscht die Motive, vergleicht diese mit richtigen NS-Propaganda-Liedern (um NS-Propaganda zu erkennen, muss man sich mit solcher auch auseinandersetzen),... Es gäbe viele Ansätze, das einem jungen Menschen näher zu bringen, ohne es mit einem Verbot vom Tisch zu fegen.

    etwas posten kann, dass auch nur im Ansatz eine Verharmlosung der NS Zeit darstellen könnte ist mir unbegreiflich.

    Beziehst du das auf meine Frage zur "An der schönen blauen Donau" und Mengele? Wenn du dich ein wenig mit der Geschichte um Auschwitz-Birkenau beschäftigst, viele Berichte und Dokumentationen mit/von ehemaligen KZ-Häftlingen, SS-Männern, dem staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau, und vielen anderen Quellen suchst, liest und siehst, findest du auch diese belegte Tatsache.

    Gerade bei dem immer stärkeren Aufkeimen von rechtem und teils rechtsradikalem Gedankengut bei jungen Menschen. Gerade dank solchen Liedern und Inhalten auf Tiktok und co.

    Da hilft nur Aufklärung, Reflektion, geschichtliches Aufarbeiten und Differenzierung - kein Verbot. Schon gar nicht bei einem nicht verbotenen Lied.

    Mal was geschichtlich einzigartiges: Drei Arbeits-Tagebücher zum "Landjahrheim 1935 - Niederschreiberhau" (Schlesien) vom 24.4.1935 bis zum 30.10.1935. Jetzt kann ich mein Sütterlin-Verständnis mal richtig zur Anwendung bringen und die Eintragungen Stück für Stück "übersetzen". So macht Geschichte Spaß! ~8)

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