Beiträge von Incubus

    Ja es stimmt, dass persönliche Präferenzen durch soziokulturelle Prägung und ethische Haltungen beeinflusst werden können. Das bedeutet aber eben nicht, dass diese Präferenzen zu einer ethischen Position werden. Es ist möglich, Neutralität in einer Präferenz zu haben, ohne dass dadurch die eigene moralische Einstellung "beeinträchtigt" wird.

    Ich würde zustimmen, dass die Frage danach, ob Cola oder Fanta besser schmeckt, weitestgehend auf neutrale persönliche Präferenzen abzielt. Allerdings halte ich Neutralität für eine Luftblase, wenn es um politische Themen geht, wozu Diversität und Sichtbarkeit ohne Zweifel gehören. Hier kann nur innerhalb eines bestehenden Bezugsystems gedacht werden, womit selbst ein 'Egal' oder eine angebliche Neutralität einen politischen Charakter erhält, da die eigene Person nicht außerhalb des Bezugsystems gedacht werden kann.

    Persönliche Präferenzen sagen auch nicht automatisch etwas über ethische Positionen aus.

    Hier würde ich widersprechen. Persönliche Präferenzen entwickeln sich aus dem Zusammenspiel soziokultureller Prägung, aktueller Lebensumstände und Selbstentwürfe. Hier spielen ethische Positionen eine fundamentale Rolle, ob nun reflektiert oder eher als vorbewusstes Deutungsmuster. Auf welcher Ebene ist das deiner Meinung nach überhaupt trennbar?

    Dazu kommt natürlich auch "Neu" ist nicht wirklich auch immer gleich besser. Meistens nur anders und nicht selten eigentlich sogar schlechter.

    Das stimmt. Mich regt auf, dass hinsichtlich vieler Dinge ein starker "Chronozentrismus" herrscht (die Idee, die eigene Zeit sei die beste, wichtigste, überlegene). Dass Menschen schon früher gute Ideen hatten, oder dass die Kategorien "schneller / weiter" nicht zwingend intrinsisch gut sind, scheint keine verbreitete Meinung zu sein. Ich kenne sogar Leute, die sagen, alte Musik / alte Filme wären grundsätzlich schlechter als neue Sachen. Das finde ich allers sehr befremdlich, naiv und respektlos gegenüber den Denkleistungen und Empfindungen früherer Generationen.

    darum das zu viele Menschen ihren inneren Rambo im Internet ausleben, und face to face die Klappe nicht auf kriegen würden, aufgrund der Angst das man ihnen das Maul stopft

    Das ist doch nicht kontrovers. Ich würde sagen, die Behauptung, Menschen verhalten sich im Internet aufgrund der gefühlten Anonymität anders als in einer analogen sozialen Situation, grenzt daran, eine Tatsache zu sein.

    Wenn es jemanden echt um das Wohl der Tiere und auch Wildtiere geht, sollte sich dann erst einmal die Frage stellen, warum er sich eine Katze zugelegt hat und die dann in der Wohnung einsperrt? Ist das zum Wohl der Katze? Sie ist auch eine Wildtier und kein Spielzeug, das zum Wohl des Besitzers beitragen soll.

    Erstens: Es geht darum, Katzen, die schon da sind (u.a. eben weil sie unkastriert draußen herumlaufen oder aus anderen Ländern stammen) aufzunehmen und ein schönes Leben zu ermöglichen. Die Katze ist also da - sie wird nicht zugelegt, sofern sie nicht von Züchter*innen gekauft wurde. Zweitens: Nun ist die Katze da - okay. Aber es gibt eben auch andere Tiere wie Vögel, die ungern von Katzen zum Spaß zerfleddert werden wollen. Das nur zur Grundperspektive, warum die Position "Katzen als reine Wohnungstiere" eine gute, von Tierschützer*innen vertretene Position ist.

    Ich finde, wenn man einen Anime zuende gesehen und sich ein endgültiges Fazit gebildet oder Nachfragen hat, sollte man dies auch im dazugehörigen Thread für den jeweiligen Anime schreiben und nicht im Welche(n) Anime guckt ihr im Moment (mit Meinung)? - Thema. Ich bin nämlich der Meinung, dass dieses lediglich dazu da ist, einen Ersteindruck wiederzugeben, wenn man noch einige Folgen vor sich hat. So verwaisen die eigentlichen Threads, was ich schade finde. Ist es vielleicht zu anstrengend, diese für die abschließende Meinung herauszusuchen?

    Das nenne ich eine mal eine kontroverse Meinung. Ich finde, in den Thread "Kontroverse Meinungen" sollten kontroverse Meinungen geschrieben werden und nicht allseits anerkannte, völlig unkontroverse Ansichten.

    Was haltet ihr vom Social Media Verbot für unter 16 Jährige, was jetzt in Australien in Kraft tritt?

    Gerade da einige hier auch Eltern sind würde mich interessieren, wie ihr mit so etwas umgeht.

    Ich finde das sehr gut. Social Media ist eine Gefahr für die Demokratie, aus zu vielen Gründen, um sie hier darzustellen, aber auch eine Gefahr für die mentale Gesundheit.

    Ich finde es eher Rage-Bait zu behaupten, es geht um "echtes Leid" - wenns hier in erster Linie ums Essen geht.

    Habe ja die Definition des Begriffs 'Rage Bait' gleich mitgeliefert, vielleicht noch einmal nachlesen bei Zeiten.

    Incubus hat ja neuerdings die kognitive Dissonanz für sich entdeckt und erwähnt sie gern öfter.

    Ist das noch respektvoll? Das muss wohl ein Admin entscheiden.

    Ich wäre wahrscheinlich erst mal so schockiert von den Bildern - dass ich ne ordentliche Portion Fleisch bräuchte. Für die Nerven. :D ("Rohesser" sind einfach geil - also diese Würste.)

    Vielleicht für dich interessant: Rage Bait ist das Oxford Word of the Year 2025. https://corp.oup.com/news/the-oxfor…5-is-rage-bait/

    Zitat

    "Rage bait is defined as “online content deliberately designed to elicit anger or outrage by being frustrating, provocative, or offensive, typically posted in order to increase traffic to or engagement with a particular web page or social media content”. (https://corp.oup.com/news/the-oxfor…5-is-rage-bait/)

    Über deine absurden und moralisch bankrotten Vorstellungen hinsichtlich Tiere sind wir ja bereits an anderer Stelle informiert worden. Disqualifizierend.

    Würde dann fast sagen, dass dieses Erlernen die "Technik" ist. Der künstlerische Anteil dann eher das was im Kopf passiert - wie derjenige bestimmte Dinge nun zusammenführt, im Kunstwerk am Ende. Bei der KI wäre es der Prompt - den man auch anpassen kann. Das was die KI daraus macht ist dann der Technik-Anteil.

    Prompts zu schreiben ist nicht zu vergleichen damit, ein Kunstwerk zu schaffen. Es geht um den kreativen Prozess, der sich über Zeit ausdrückt; menschliche Emotionen, Gedanken, Sinngefüge, die sich manifestieren und anschließend mit den Betrachter*innen in einen wahrhaftigen Dialog treten. Was du da beschreibst, kann folglich niemals Kunst sein, sondern höchstens Kunst imitieren. Das wichtigste Element der Kunst wird in deiner Beschreibung nämlich vernichtet. Zwischen Künstler*in und Werk besteht eine intime Beziehung, die sich erst im Vollzug des Kunstschaffens konstituiert.