Now and Then, Here and There


  • Shu, ein Junge aus einer japanischen Kleinstadt, sucht nach einem verlorenen Kendokampf sein Lieblingsversteck auf: Die Spitze eines Schornsteins auf einem verlassenen Fabrikgelände. Zu seiner Überraschung sitzt dort schon ein schweigsames Mädchen mit blauen Haaren und betrachtet den Sonnenuntergang. Es gelingt Shu nur herauszufinden, dass sie Lala-Ru heisst, bevor plötzlich die Zeit stillsteht. Aus dem Nichts tauchen furchterregende Kampfmaschinen auf und versuchen Lala-Ru zu entführen. Bei dem Versuch das Mädchen zu beschützen, wird Shu in eine seltsame Wüstenwelt katapultiert, in der die Menschen erbittert um das wenige vorhandene Wasser kämpfen. Shu landet in der gigantischen Festung "Hellywood", die vom wahnsinnigen Diktator Hamdo beherrscht wird. Er wird gefangen genommen und gezwungen einer Einheit von Kindersoldaten, die für Hamdos Armee kämpfen müssen, beizutreten. Dass Shu einen Ausweg aus dieser Situation finden kann, scheint mehr als unwahrscheinlich...


    Quelle


    Opening


    Okay, die Animationen sind nicht sehr gut und selbst für
    einen Anime von 1999 zu unscheinbar. Nicht schlecht,
    aber eben unaufwendig.


    Der OST wiederrum ist sehr toll. Er stimmt genau das ein,
    was die Szene zeigt und so wird diese auch immer schön
    verstärkt.


    Die Story hat auch einiges zu bieten. Ich fand sie sehr
    spannend und fesselnd. Außerdem ist alles wirklich sehr
    dramatisch!!!


    Aber am aller Besten hat sich der Cast gemacht. Die
    Charatere sind super authentisch. Jeder einzelne hat
    einen gewissen Charm und vorallem ein bewegendes
    Schicksal.


    Drama Fans, die nichts gegen eine Kriegsgeschichte haben,
    kann ich den Anime nur wärmstens empfehlen.


    Wer kennt den Anime? wie findet ihr ihn?

  • "Now and Then, Here and There" zählt für mich definitiv zu den kleinen ungeachteten Anime-Highlights der späten 90er Jahre! Die 13 Episoden besitzen neben einer überaus ergreifenden wie spannenden Story auch eine gehörige Portion Ernsthaftigkeit und diese gewisse Härte. Man ist quasi von der ersten bis zur letzten Sekunde paralysiert und kann manche Szenen einfach nicht erfassen, frei nach dem Motto: "Ist das nun wirklich passiert? Was erwartet mich als nächstes?"... :ohnoes: Als ich mit der Serie durch war, musste ich erst einmal eine Kippe quarzen, um mich wieder zu beruhigen! :quarz::corner2: Ein weiteres Highlight ist der grandiose und überaus atmosphärische Soundtrack, vor allem das Outro... :nuu: Trotz des kindlich-wirkenden Designs eindeutig eine Serie für Erwachsene! Melancholisch, dramatisch, gewaltvoll... Absolut zu empfehlen!


  • Ein sehr toller Anime mit viel zu wenig Bekanntheitsgrad!


    Auch wenn der Zeichenstil älter ist, büsst die Geschichte deswegen absolut nicht an Stimmung ein.
    Was, unter anderem, auch der grossartig ausgewählten Musik zu verdanken ist, die immer an der richtigen Stelle unterstreicht und verstärkt.


    Der Hauptprotagonist ist ein solch hoffnungsloser Gutmensch das ich einige Male wirklich die Hände vor die Augen geschlagen habe,
    weil daS KANN DER DOCH JETZT NICHT MACHEN, ARGH!
    Aber grade seine doch sehr naive Art (mit der er aber trotzdem immer durchkommt) hat ihn für mich unheimlich sympatisch gemacht.


    Auch die anderen Figuren fand ich gut inszeniert - auch wenn sehr offensichtlich dargestellt war, welche Charaktere eher Antipathie auslösen sollen,
    und welche der Zuschauer ins Herz schliessen soll.


    Das Thema Kindersoldaten wird ernst und glaubwürdig behandelt, ich fand es gut, dass


    Das Ending ist wundervoll!


    Empfehlenswert für diejenigen, die sich gerne mit etwas ernsteren Storys auseinandersetzen.

  • Einfach nur heftig. Das muss erstmal verdaut werden.


    Denn die Geschichte besitzt eine große Härte. Und wesentlich krasser wird es, wenn Kinder in den Hauptrollen stecken. An sich hat der Anime in quasi allen Punkten überzeugt. Beginnen wir bei den Protagonisten. Die Charakterzüge sind wunderbar ausgearbeitet, auch wenn ich unseren Superhelden-Knirps Shu nicht wirklich mag. Ein Dickschädel, welcher erst handelt und dann denkt. Sein Handeln bewegt sich manchmal wirklich auf dem Grat zwischen Mut und Dummheit. Doch er ist jemand, der definitiv seinem Herzen folgt. Und das kann man nur bewundern. Auch Nabuca und die anderen (Kinder)Soldaten, kann man ihre Ansichten ansehen und nachvollziehen. Generell haben die Nebencharaktere einen gerechten Anteil in der Serie. Was mich am meisten mitgenommen hat, ist das Schicksal von Sala. Ich hatte solches Mitleid mit der Kleinen. Traumata, all die Folgen welche ein Krieg und der gegenseitige Umgang mit den Menschen mit sich ziehen, haben sie wohl am meisten getroffen. Doch auch dieser Aspekt lässt sich problemlos auf alle anderen Personen übertragen. Ach ja, und Hamdo - ich weiß nicht wie viele Persönlichkeitsstörungen er hat, aber seine Rolle als besessener Diktator wurde ebenso wunderbar umgesetzt. Hier kann ich auch besonders die japanische Synchronisation loben.


    Ansonsten habe ich bereits angedeutet, dass die Geschichte Leid und Elend mit sich zieht. Sie zeigt auf, was Menschen bereit sind zu tun, um ihr eigenes Leben und das anderer zu schützen. Die Beweggründe sind dabei immer unterschiedlich und in der staubigen Wüste gilt es im Endeffekt fast immer darum, keine Gnade zu zeigen. Trotzdem werden moralische Differenzen angesprochen und abgewogen. Sie untermalen zusätzlich die Sinnlosigkeit des Krieges. Zum Schluss gibt es natürlich ein spannendes Finale, mit welchem auch ich zufrieden bin.


    Now and Then, Here and There ist ein gewaltiges Drama, welches packende und emotionsgeladene Unterhaltung bietet. Eine Serie, welche ich mir auch sehr gut, als Real-Film(Serie) vorstellen könnte. Dennoch sei gesagt, dass man sich auf harte Bilder gefasst machen muss. Zartbesaitete sollten die Taschentücher griffbereit haben. Der Anime ist unheimlich intensiv und verdient all meine Hochachtung.