Dark Hideout

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    Titel: Dark Hideout
    Originaltitel: Hideout
    Zeichnungen & Story: Masasumi Kakizaki
    Genre: Horror, Mystery
    Erscheinungsjahr: 2014 (Deutschland); 2010 (Japan)
    Publisher: EMA (Deutschland); Shogakukan (Japan)
    Bände: 1 (One-Shot)

    Story:
    In finsterster Nacht und strömendem Regen steht ihr verlassenes Auto auf einem einsamen Waldweg. Ein zu allem bereiter Mann und sein verängstigtes Opfer, das er um keinen Preis entkommen lassen will. Seiichi Kirishima hat seine Entscheidung getroffen: Hier und heute Nacht wird er seine Frau töten. Es gibt kein Zurück.
    Noch vor einem Jahr war er ein zufriedener Mensch - ein erfolgreicher Schriftsteller, glücklicher Ehemann und Vater eines kleinen Sohnes. Nichts hätte zu dieser Zeit besser sein können. Doch ein solches Glück blieb ihm nicht lange vergönnt. Mit dem Tag, an dem ihm sein Herausgeber die Zusammenarbeit kündigte, begann die Dunkelheit Besitz von seinem Leben zu ergreifen. Angestoßen durch eine Kette von Ereignissen voller Verachtung, Egoismus und Leid, durchschreitet er die tiefsten menschlichen Abgründe, und es geschieht, was seine letzte Geschichte zu sein scheint...
    Quelle: anisearch.de

    ~*~*~

    Eigene Meinung:
    Ein wirklich düsterer und spannender Manga – und auch der Zeichen- und Erzählstil sind hier nicht zu verachten! =)

    Je weiter man im Manga fortschreitet, desto mehr erfährt man über die Hintergründe die Seiichi dazu bewegen seinen Frau umzubringen – die ich btw. fast spannender finde als die Handlung der Gegenwart.
    Was er in der Höhle erlebt ist wirklich mehr als krass.

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    Er wird gefangen genommen und nackt an einen Stuhl gebunden – aus dem Nachbarverschlag hört er immer wieder Schreie und man sieht mal einen anderen Mann der einen abgetrennten Arm und ein abgetrenntes Bein hat. Hier kommt er zu der Erkenntnis, dass alle Gefangenen dort nur Futter sind.

    Er stößt dort auf einen ausgemergelten Jungen und dessen Vater – beide sehen ziemlich scheintot aus *grusel* °°“ Was mich hier wundert ist, dass die beiden so abgemagert aussehen, während die Mutter quasi normal aussieht und nur etwas dreckig ist, obwohl sie angekettet in einer Ecke sitzt.
    Sie muss wirklich die Mutter des Jungen sein, denn er fragt immer nach ihr und sie fragte Seiichi auch nach dem Jungen – sonst hätte ich in den Raum geworfen, dass es eine andere gefangene Touristin ist.

    Und als er dann feststellt, dass Miki auch in der Höhle ist

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    und noch lebt, nach seinem offenbar missglückten Mordversuch, dann wird es richtig „amüsant“.
    Der Junge befreit Seiichi, als dieser verspicht ihn zu seiner Mutter zu bringen.Währenddessen will Miki den Höhlenmann ausnutzen um aus der Höhle zu kommen, doch als Seiichi versucht ihn umzubringen flüchtet sie – und der Höhlenmann ist, als er sich umdreht, auch verschwunden.
    Alle drei – und der Junge bei Seiichi – stolpern also auf der Jagd (der Höhlenmann), der Flucht (Miki) und der Suche (Seiichi) durch die dunklen Höhlensysteme. Der Mann findet Miki und bringt sie stilecht mit der Bajonette seines Gewehrs um :D

    Nachdem man in den Rückblicken gesehen hat

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    wie der Sohn von Seiichi und Miki gestorben ist und dass sie und ihre Eltern Seiichi die Schuld daran geben und ihn eigentlich nur noch fertig machen (und sie sein Geld ausgibt), da kann ich mich eines bösen Grinsens nicht erwehren – sie hatte es verdient. Und ich kann auch Seiichi verstehen, dass er solche mordlüsternen Gedanken hatte, denn er hat sich – auf Deutsch gesagt – den Arsch für sie aufgerissen und sie war IMO ein undankbares Miststück.

    Den Rückblick mit den Schwiegereltern

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    finde ich ja krass :D Der Schwiegervater ist ja genauso ein Drecksack wie seine Tochter und nachdem er Seiichi auch noch mit einem Anwalt droht (wegen Mord an seinem Sohn und dass er seine Frau verstoßen will – er wollte die Scheidung von Miki) kann ich es ihm auch hier kaum verdenken, dass er sie umgebracht hat – auch wenn ich es fast etwas... blutig fand :ugly:

    Das Ende hingegen

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    fand ich einerseis überraschend, andererseits habe ich es mir irgendwann gedacht, weil Seiichi selbst am Durchdrehen war.
    Dass er selbst zum Höhlenmann wird und die Rolle des tyrannischen Vaters einnimmt, der Frau und Sohn nicht aus der Höhle lassen will, fand ich irgendwie ziemlich krass.Und dann kommt auch noch der Zeitsprung von 1989 auf 2010 und man sieht wie ein Touristenpärchen mit Hilfe Seiichis Buch in die Höhle gelockt werden... :DIrgendwie krass ^^

    Also ein definitiv lesenswerter Manga! =)

  • Beim Lesen von diesem Manga wurde mir oft ziemlich mulmig. Es fließt sehr viel Blut und die Charaktere machen auch psychisch sehr viel durch.
    Von der Aufteilung der Bilder her ist der Manga leicht zu lesen. Nur ab und zu scheinen die Proportionen und Perspektiven nicht ganz korrekt zu sein.

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    Was mich hier wundert ist, dass die beiden so abgemagert aussehen, während die Mutter quasi normal aussieht und nur etwas dreckig ist, obwohl sie angekettet in einer Ecke sitzt.


    Meine Vermutung:

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    Der Mann in der Höhle hat schon sehr viele Jahre in der Höhle verbracht. Vielleicht hat er dadurch auch das Sprechen verlernt. Die Frau kam dann irgendwann später, ist damit viel jünger als er und sieht deswegen noch so aus. Und wenn der Junge der gemeinsame Sohn von dieser Frau und dem Mann ist, so ist es wahrscheinlich, dass er etwas von seinem Aussehen geerbt hat.

  • @Anmafan Die Theorie könnte natürlich stimmen - so in etwa hatte ich mir das auch gedacht, nur ob es wahr ist werden wir wohl nie erfahren ^^

    Krass fand ich ja auch,

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    dass Seiichi am Ende genauso gruselig wie der Höhlenmann aussah.
    Aber allgemein hat mir der Manga auch ein mulmiges Gefühl verpasst - und wenn die Augen des Höhlenmannes oder des Jungen so in Großaufnahme kamen, dann fühlte ich mich richtig beobachtet; das war heavy :D

  • Anfangs fand ich den Manga auch sehr seltsam. Der Mann tat mir gleich von Anfang an sehr leid, dass er von seiner Frau so behandelt wird. Darum konnte ich auch seine Beweggründe verstehen.

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    Dass der Mordversuch allerdings scheiterte hat mich ehrlich gesagt gewundert. Seine Frau sah schon ziemlich tot aus...


    Ich hab gehofft, dass ein bisschen mehr drum herum erzählt wird. Weshalb die Frau mit ihrem Mann so ungegangen ist, konnte man nach und nach zwar verstehen, aber als sich herausstellte, dass...

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    ...sie ihrem Mann die Schuld für den Tod ihres Kindes gegeben hatte, fand ich das doch schon etwas dreist. Darum konnte ich den Mann danach umso besser werstehen.


    Doch das Ende überraschte mich sehr. Die Entscheidung des Mannes hätte ich nicht erwartet.

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    Vielmehr glaubte ich daran, dass er ein 2. neues Leben starten wollte. Doch, dass er in der Höhle blieb, aus dem er doch eigentlich schnellstens flüchten wollte, war für mich ein Rätsel. Aber gut, vielleicht erkannte er, dass er nichts weiter braucht als einen Sohn und eine Frau. Und die beiden hat er "neu" bekommen.


    Der Zeichenstil war überhaupt nicht nach meinem Geschmack. Trotzdem glaube ich, dass bewusst so gezeichnet wurde, denn es passt schon irgendwie zur Story. Sehr düster, etwas ekelig und auch traurig.
    Aber ich kenne schon bessere One Shots.

  • @Fin Beim Ende hatte ich auch erst was anderes erwartet.

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    Eher auch, dass er die Frau und den Jungen aus der Höhle holt und ihnen ein schönes neues Leben ermöglicht. Aber vermutlich dachte er, dass er, wenn er hier bleibt, auch seiner ganzen Job-Geschichte und natürlich auch der Bestrafung für die Ermordung seiner Schwiegereltern (was sicher nicht ungesehen blieb) entgehen kann - und wie Du sagtest, er stellte fest, dass er für sein Glück nur Frau und Sohn braucht.
    Ich kann nur nicht nachvollziehen warum er wirklich so genau in die Fußstapfen seines Vorgängers tritt, aber vermutlich wäre die Frau sonst nicht bei ihm geblieben - so musste er zum Monster werden.
    Irgendwie paradox... :D

  • @Fenrir
    Auch darum hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrundinfo sowie mehr Umschweifung gewünscht. Es ergibt für mich einfach keinen Sinn, dass...

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    der Mann in der Höhle blieb, obwohl er von Anfang an da hinaus wollte. Ich meine, er nahm den Jungen doch mit, auf der Suche nach seiner Frau (seiner Mutter, da er sie ganz zu Anfang, als der Mann seine Frau vergeblich erschlagen hatte, "Mama" nannte. Der Mann wollte den Ausweg finden, raus aus der Höhle, und als seine Frau dann starb und er die andere Frau von den Ketten löste, wollte er doch da bleiben. Klar, er brauchte nichts mehr als Frau und Kind, aber dafür ein Leben der Gestalt fortzuführen, der ihn umbringen wollte, ist doch etwas seltsam.


    Wie du schon sagtest, es ist irgendwie sehr paradox...

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    Die Abwechselnde Erzählung von Seiichis Vergangenheit mit seiner Familie und sein Überlebenskampf in der Höhle ist stimmig und wirkt an keiner Stelle störend oder unpassend. Zuerst dachte ich auch, dass bestimmt lediglich Seiichi für Juns Tod verantwortlich ist, aber je mehr klar wurde, dass er nur indirekt Schuld hatte und seine Frau und ihr Vater lediglich geldgeil waren und Seiichi ihnen einen Dreck wert war, desto mehr konnte man Seiichis Vorgehen und letztendliche Handlung verstehen. Ich hätte allerdings zuerst nicht gedacht, dass er wirklich wie dieses "Monster" wird, was mich eben doch überrascht hat.
    Die weißen durchgehenden Striche fand ich zuerst merkwürdig, später aber muss ich sagen, dass sie die Stimmung des Manga gut verstärkt haben. Die Schattierungen sind sehr detailliert und Texte zum Glück eher wenig, was den Lesefluss wunderbar angenehm macht.
    Schöner Manga.