Mitleid, Mitgefühl und Empathie- Menschliche Erfindung oder Empfindung?

  • Findest du Mitleid ist etwas natürliches oder nur eine Erfindung der Gesellschaft?

    Etwas natürliches.


    Hast du oft Mitleid mit anderen Personen?

    Nein.


    Mit wem? Nahestehenden oder auch Fremden?

    Mit Fremden nie.


    Ist es wichtig eine Person persönlich zu kennen, um ihr Leid nachempfinden zu können?

    Kommt auf die Situation an. Wenn es was spezielles ist, ja, wenn es was allgemeineres ist, nein.


    Ist Mitleid haben eine Stärke oder eine Schwäche?

    Eine Schwäche.


    Findest du Mitleid ist etwas nützliches?

    Nein. Mitgefühl ist definitiv nützlich, aber Mitleid.. null. Mit Mitleid schaden wir uns eigentlich nur selber, und schlimmstenfalls auch noch der anderen Person.


    Hast du auch Mitleid mit fiktiven Personen? (Buch/Film)

    Nein.


    In welchem Alter, denkst du, kann man Mitleid empfinden? (kleine Zusatzinformation: Kinder sind ca. ab 4 Jahren fähig, Dinge aus der Sicht anderer zu betrachten)

    Kommt immer sehr auf die Entwicklung des Kindes an. Dass Leute um sie rum traurig sind merken Kinder oft schon weit vor 4 Jahren, und versuchen auch schon zu trösten, verstehen aber halt noch nichts davon, wie man sich in Menschen reinversetzt. Ob man das nun schon als Mitleid zählen will, überlass ich jedem selber /D ich würde sagen, auch 1-2 jährige können schon Mitleid empfinden.


    Magst du es, wenn andere Mitleid mit dir haben?

    Nein.


    Ist Mitleid wertlos, wenn darauf keine Hilfe folgt?

    Es kommt drauf an, was sich die Person aus solchen Gesprächen erhofft. Wenn sie nur emotionale Unterstützung will, nein, wenn sie sich Hilfe und Auswege erhofft, ja.


    Wann hast du eher Mitleid: Wenn es anderen nicht so gut geht, wie dir, oder wenn andere in einer ähnlich miesen Situation sind, wie du einmal warst?

    Letzteres.



    Richtig Mitleid hab ich eigentlich nur mit Tieren. Wenn ihnen was zustößt, leide ich auch wirklich mit.

    The world is indeed comic, but the joke is on mankind.

  • Findest du Mitleid ist etwas natürliches oder nur eine Erfindung der Gesellschaft?

    Ich glaube es ist etwas natürliches, auch wenn es meist nicht sehr nützlich ist.

    Hast du oft Mitleid mit anderen Personen?

    NEIN! Weder mit fremden noch Freunden!

    Ist es wichtig eine Person persönlich zu kennen, um ihr Leid nachempfinden zu können?

    Nein und ja. Man kann sich zwar denken wie hart etwas für jemanden ist, allerdings kann man es nicht verstehen da jeder Mensch anders damit umgeht.

    Ist Mitleid haben eine Stärke oder eine Schwäche?

    Eine Schwäche!

    Findest du Mitleid ist etwas nützliches?

    Nein. Um einen Menschen zu verstehen brauch man ihn nicht zu bemitleiden, zu mal es die meisten(mich eingeschlossen) einfach nur nervt.


    Hast du auch Mitleid mit fiktiven Personen? (Buch/Film)

    Das ist tricky, da ich für Menschen generell nicht fühle, und mir somit deren Probleme egal sind. Allerdings ist das bei Fiktiven Charakteren egal ob Anime oder Serie, Film usw. bei mir anders. Da ich mich mit Serien und co. mehr aus einander setzte wie mit Menschen kann ich mich da besser rein hängen. Daher habe ich teilweise auch Mitleid mit fiktiven Charakteren.

    In welchem Alter, denkst du, kann man Mitleid empfinden? (kleine Zusatzinformation: Kinder sind ca. ab 4 Jahren fähig, Dinge aus der Sicht anderer zu betrachten)

    Ich denke um jemanden zu bemitleiden können muss man selbst etwas durch gemacht haben um sich in die Lage versetzten zu können, da ist das Alter relativ, aber ich denke ab 10 Jahren ca. verstehen die meisten es erst richtig zu verstehen.

    Magst du es, wenn andere Mitleid mit dir haben?

    Klipp und klar NEIN! Es kotzt mich tierisch an! Wenn Leute versuchen mich oder meine Probleme zu verstehen ohne eine Ahnung davon zu haben bringt es mich auf die Palme und macht mich ziemlich aggressiv.

    Ist Mitleid wertlos, wenn darauf keine Hilfe folgt?

    Ja! Wenn jemand ständig nur bemitleidet wird aber keine Hilfe kriegt macht er sich am Ende immer weiter fertig weil er denkt das es seine Schuld ist und man ihm nicht helfen kann oder nicht will.

    Wann hast du eher Mitleid: Wenn es anderen nicht so gut geht, wie dir, oder wenn andere in einer ähnlich miesen Situation sind, wie du einmal warst?

    Ich zeige kein Mitleid, ich finde es unnütz es hilft weder den anderen noch einem selbst. Wenn jemand direkte Hilfe brauch und will, gebe ich gerne Ratschläge aber ich zeige ihnen kein Mitleid weil es im Endeffekt nichts bringen würde.



    Als kleines Nachwort:

    Alles was da steht entspricht für mich der Wahrheit, und so kalt es auch klingen mag ist es in meinen Augen richtig so.

    Wenn deswegen jemand ein schlechtes Bild von mir hat, dann ist das eben so.


    "Eigentlich sollte man einen Menschen überhaupt nicht bemitleiden, besser ist es, man hilft ihm." - Maksim Gorki

    Das bringt es eigentlich so ziemlich auf den Punkt.


  • Findest du Mitleid ist etwas natürliches oder nur eine Erfindung der Gesellschaft?

    - Nein ich finde es ist etwas reales, welches uns durch Spiegelneuronen sogar erst möglich ist. Sogar Tiere benutzen und besitzen Spiegelneuronen, weshalb man sie auch oft Emotional handeln sieht :).


    Hast du oft Mitleid mit anderen Personen?

    - Leider Ja. Ich muss ehrlich sein,... ich würde das manchmal am liebsten abstellen können, da oftmals die Menschen kein Mitgefühl mit mir haben...


    Mit wem? Nahestehenden oder auch Fremden?

    - Beides


    Ist es wichtig eine Person persönlich zu kennen, um ihr Leid nachempfinden zu können?

    - Für mich nicht...


    Ist Mitleid haben eine Stärke oder eine Schwäche?

    - Auch wenn ich gerne mal abschalten würde, empfinde ich es als zusätzliche Stärke, welche mir im Leben richtig oder Falsch aufzeigt ;)!


    Findest du Mitleid ist etwas nützliches?

    - Naaajaaaa,... eigentlich schon,... mir zeigt es immer wieder was richtig oder falsch ist... sobald ich Mitleid hatte oder habe, merke ich erst so richtig was richtig oder falsch war/ist... Und es zeigt einem selber, dass wir in unserer Gesellschaft viel öfter so etwas wie Mitleid bräuchten, besser handeln zu können... aber leider ist unsere Gesellschaft auf Ausnutzung getrimmt und jeder der sich zu schnell um den Finger wickeln lässt, wird bis auf die Knochen "leergesaugt"...


    Hast du auch Mitleid mit fiktiven Personen? (Buch/Film)

    - Ja :traurig:

    In welchem Alter, denkst du, kann man Mitleid empfinden? (kleine Zusatzinformation: Kinder sind ca. ab 4 Jahren fähig, Dinge aus der Sicht anderer zu betrachten)

    - Wenn die Wissenschaft des sagt! :'D ... Bin aber der Meinung, dass "Mitleid" bzw. das danach handeln direkt von unserer Gesellschaft mittlerweile eher abtrainiert wird,... könnte ja eine bessere Welt werden, ohne krankhaften Konsum und richtigen sozialen Handlungen von jedem :lol2:


    Magst du es, wenn andere Mitleid mit dir haben?

    - Kommt auf die Situation an... wenns peinlich wurde, muss des net unbedingt sein, aber ist immer noch tröstlich :wand:... Wenn mir was schlimmes passieren sollte, dann doch bitte! Weil Mitleid und Mitgefühl uns erst oft Handeln lassen! << Stellt euch vor mir ist was schlimmes passiert und keiner Hilft mir, weil emotionslos *_*!

    Ist Mitleid wertlos, wenn darauf keine Hilfe folgt?

    - Ja! Leider lebe ich selber viel zu selten danach!... Bis ich mal meine Angst überwunden habe und geholfen habe, sind schon ein paar Sekunden Herzrasen dazwischen... Aber generell versuche ich mutig zu sein und wie Captain America zu werden! :D Der Absolute Held mit Mitgefühl! <3 :D


    Wann hast du eher Mitleid: Wenn es anderen nicht so gut geht, wie dir, oder wenn andere in einer ähnlich miesen Situation sind, wie du einmal warst?

    - Musste jetzt kurz überlegen, aber eher wenn: es anderen nicht so gut geht wie mir...! Weil ich bei Option 2 eher die Tendenz dazu habe, zu denken "Ich hatte das auch geschafft, er packt des dann auch"... trotzdem versuche ich mit Rat und Tat demjenigen beizustehen,... okey es kommt darauf an ob die Person es bei mir verschissen hat oder net xP... verschissene kriegen von mir nur ab Status: Blut hilfe! xO

    "Be The Hero!" - The Flash ;

    "3 Millionen Jahre Menschliche Evolution und das ist aus euch geworden?! Ihr Schweine!!!" - Dark Angel (2002), Max


    :rice-angel-big: See me drawing under "The Arc Project Studio" :rice-crazy-big:

  • Findest du Mitleid ist etwas natürliches oder nur eine Erfindung der Gesellschaft?

    - Natürlich jedoch bei jedem Menschen in unterschiedlicher Ausprägung.

    Hast du oft Mitleid mit anderen Personen?

    - Ja, mir fällt es sehr leicht mich in die Situation der anderen Person hineinzuversetzen und leide mit ihnen.

    Mit wem? Nahestehenden oder auch Fremden?

    - Mit Nahestehenden definitiv. Mit Fremden kommt man selten dazu über ernste Probleme zu reden (sofern es doch vorkam hatte ich auch mit ihnen Mitleid).

    Ist es wichtig eine Person persönlich zu kennen, um ihr Leid nachempfinden zu können?

    - Nein.

    Ist Mitleid haben eine Stärke oder eine Schwäche?

    - Dazu habe ich keine klare Meinung...

    Findest du Mitleid ist etwas nützliches?

    - Solange man es nicht zu nah an sich ranlässt ist es für die andere Person nützlich, jemanden zu haben der die Situation nachempfinden kann (ist jedoch oft schwierig).


    Hast du auch Mitleid mit fiktiven Personen? (Buch/Film)

    - Definitiv. Es kullern oft genug die Tränen.

    In welchem Alter, denkst du, kann man Mitleid empfinden? (kleine Zusatzinformation: Kinder sind ca. ab 4 Jahren fähig, Dinge aus der Sicht anderer zu betrachten)

    - Schwierig ein genaues Alter zu definieren. Um Mitleid zu haben muss man selbst gelitten haben. Vielleicht in Richtung 12 Jahre?

    Magst du es, wenn andere Mitleid mit dir haben?

    - Es tröstet und darauf kommt es in den traurigen Momenten an. Also ja.

    Ist Mitleid wertlos, wenn darauf keine Hilfe folgt?

    - Leider ja. In manchen Situation braucht man jemanden der einen "an die Hand nimmt" um seine Probleme lösen zu können. Nur zuhören reicht da nicht...

    Wann hast du eher Mitleid: Wenn es anderen nicht so gut geht, wie dir, oder wenn andere in einer ähnlich miesen Situation sind, wie du einmal warst?

    - Keine Abwägung möglich. Wenn es jemandem schlecht geht hab ich Mitleid, ob ich die Situation selbst erlebt habe oder nicht. Man braucht meist einfach jemanden der da ist.

    ~ Erinnerungen machen uns zu den Persönlichkeiten die wir heute sind. ~

  • Findest du Mitleid ist etwas natürliches oder nur eine Erfindung der Gesellschaft?

    Für mich ist es was vollkommen natürliches, ich glaube würde es so etwas nicht als natürlich empfunden werden, hätten wir einige Probleme mehr in der Gesellschaft.^^"


    Hast du oft Mitleid mit anderen Personen?

    Ohja, ich bin ein sehr mitfühlender Mensch, vieles von anderen Personen geht mir sehr nahe, obwohl das oftmals nicht so gut ist.


    Mit wem? Nahestehenden oder auch Fremden?

    Sowohl als auch, wobei aus privaten Gründen, es eher mehr mittlerweile zu Fremden überschwappt.


    Ist es wichtig eine Person persönlich zu kennen, um ihr Leid nachempfinden zu können?

    Uff definitiv nein, ich kann mich noch sehr gut an diverse Unglücke erinnern, wo ich keine Person persönlich kannte, das aller beste Beispiel hier 9/11 damals, ich habe STUNDELANG geheult, weil ich bereits begriffen habe, dass gerade da ganz viele Menschen ums Leben gekommen sind, die nicht mehr bei Ihrer Familie sein werden...


    Ist Mitleid haben eine Stärke oder eine Schwäche?

    Sowohl als auch, einerseits finde ich es gut, dass man sich auch mal in Menschen hinein versetzen kann, denn gerade in der heutigen Gesellschaft sehe ich das als sehr gut an, denn ich hab mittlerweile selbst keine Lust mehr auf diese empathielosen Arschlöcher mehr, andereseits kann diese Stärke halt bei genau solchen Leuten eine Schwäche sein, sobald Sie das spitz bekommen, können Sie dir damit einen aufbinden.


    Findest du Mitleid ist etwas nützliches?

    Ähm ja, definitiv, zwar fällt es einigen schwer sich in die Situation hinein zu versetzen, als ich denke da halt auch an den Leidtragenden, oftmals hilft es schon weiter, wenn man der Person Verständnis entgegen bringt und Ihn/Sie etwas tröstet.


    Hast du auch Mitleid mit fiktiven Personen? (Buch/Film)

    OHJA, das ist der Grund warum ich ungern Dramen gucke, was habe ich in den letzten Jahren schon geheult, weil Animecharakter gestorben sind, verschwunden sind, bzw. die Beziehung nicht zustande kam oder auseinander ging.


    In welchem Alter, denkst du, kann man Mitleid empfinden? (kleine Zusatzinformation: Kinder sind ca. ab 4 Jahren fähig, Dinge aus der Sicht anderer zu betrachten)

    Ich würde mal auch in Richtung der 4 Jahre gehen, das Mitlied mit 9/11 damals hat mich extrem mitgenommen und ich war zu dem Zeitpunkt 6 Jahre alt, aber auch wenn meine Mutter traurig war und geheult hat, habe ich das als kleiner Junge gespürt.


    Magst du es, wenn andere Mitleid mit dir haben?

    Ja und nein, in sofern das bemitleiden nicht im verhätscheln endet, kann es für einen selbst auch mal befreiend sein.

    Aber ich bin auch jemand, der sehr oft sagt "mir geht es gut", nur damit ich keinen anderen zur Last falle.^^


    Ist Mitleid wertlos, wenn darauf keine Hilfe folgt?

    Wie schon geschrieben wurde, ja weil es Situationen gibt, da muss man an die Hand genommen werden, in so Situationen habe ich mich auch schon befunden, da konnte ich alleine nicht mehr lösen und da habe ich Hilfe gebraucht und zwar nicht die "ich rede mal mit dir"-Hilfe, sondern die, "ich nehm dich mal an die Hand und stehe dir bei"-Hilfe.


    Wann hast du eher Mitleid: Wenn es anderen nicht so gut geht, wie dir, oder wenn andere in einer ähnlich miesen Situation sind, wie du einmal warst?

    Sowohl als auch. :P

  • Findest du Mitleid ist etwas natürliches oder nur eine Erfindung der Gesellschaft?

    Ich denke, dass Mitleid ein Konstrukt ist, Mitgefühl hingegen ist etwas natürliches.

    Und da ich denke, dass Mitleid und Mitgefühl häufig verwechselt oder fälschlicherweise synonym verwendet werden,

    werde ich mich bei den nachfolgenden Fragen eher auf Mitgefühl und nicht auf Mitleid beziehen.


    Hast du oft Mitleid Mitgefühl mit anderen Personen?

    Mhh... besonders häufig kommt dies jetzt nicht vor, da ich lieber nach Lösungen suche (also helfe), anstatt jemanden ewig zu bedauern.


    Mit wem? Nahestehenden oder auch Fremden?

    Also ich würde schon sagen, dass ich bei Nahestehenden eher Mitgefühl habe, was aber daran

    liegt, dass ich bei nahestehenden Personen meistens mehr Informationen über die jeweiligen Umstände habe.


    Ist es wichtig eine Person persönlich zu kennen, um ihr Leid nachempfinden zu können?

    Nein.


    Ist Mitleid Mitgefühl haben eine Stärke oder eine Schwäche?

    Wenn Mitgefühl als Antrieb dient, jemandem zu helfen, ist dies eine Stärke.

    Nun gibt es aber relativ viele Menschen, die aus falsch verstandenem Mitgefühl/Mitleid gewissen Menschen gegeüber

    ihr halbes oder komplettes Leben aufgeben und sich im Endeffekt nur ausnutzen lassen. Da fallen mir zB

    einige Frauen ein, die sich permanent von ihrem Partner verarschen und sich finanziell

    ausbeuten lassen und alles mögliche dann mit seiner "schweren Kindheit" entschuldigen.

    Dies hat dann nichts mehr mit Mitleid/Mitgefühl zu tun, sondern mit Charakterschwäche - in solchen

    Konstellationen natürlich von beiden Seiten.

    Wie gesagt, es hängt davon ab, wie mit dem Mitgefühl umgegangen wird.


    Findest du Mitleid Mitgefühl ist etwas nützliches?

    Ja, weil Mitgefühl als Antrieb dienen kann, jemandem zu helfen.


    Hast du auch Mitleid Mitgefühl mit fiktiven Personen? (Buch/Film)

    Klar.


    Magst du es, wenn andere Mitleid Mitgefühl mit dir haben?

    Mitleid nicht. In manchen Situationen ist es schön, wenn andere Menschen Verständnis zeigen

    oder zumindest versuchen, sich in meine Situation/Gedanken hineinzuversetzen.


    Ist Mitleid Mitgefühl wertlos, wenn darauf keine Hilfe folgt?

    Ja, vor allem, wenn die Hilfe ohne großen Aufwand erfolgen könnte. Alleine, jemandem möglichst ernsthaft zuzuhören stellt

    bereits eine Art Hilfe dar (und das sollte doch für niemanden ein großes Problem darstellen).


    Wann hast du eher Mitleid Mitgefühl: Wenn es anderen nicht so gut geht, wie dir, oder wenn andere in einer ähnlich miesen Situation sind, wie du einmal warst?

    Wenn jemand in einer ähnlichen Situation war/ist. Denn allein die Tatsache, dass es einer Person nicht gut geht, führt nicht automatisch dazu, dass ich Mitgefühl habe. Wie denn auch? Ich kenne doch gar nicht die Hintergründe.

  • Etwas schwierig zu sagen ob das genau das passende Thread dazu ist, es kam mir bis jetzt am passensten rüber.

    Da es eigentlich ein Thema ist, was auf viele Situationen zutreffen kann.

    (Wenn es nicht passt, einfach Bescheid geben :P)


    Und das Hauptproblem was ich identifizieren kann ist, dass solche Leute im Kern mit dem Problem alleine gelassen werden. Viele Leute bringen Lösungsansätze, die meistens nur aus Worten bestehen, die aber ohnehin schon jedem bekannt waren. Meiner Meinung nach sind die einzigen validen Lösungsansätze gerade bei Problemen psychischer Natur, nur diejenigen, die aus aktiven Taten bestehen. Im Beispiel mit einer fetten Person, wäre eine valide Lösung / Hilfe, wenn man mit der fetten Person zusammen kocht/isst und Sport treibt. Aber so eine "richtige" Hilfe würde eben auch eigene Zeit kosten, wozu sich viele Leute auf einmal dann zu Schade sind.

    Da du Alex (Reiskanzlerin) und mich zitiert hast, antworte ich auch mal drauf.

    Ich bringe Leuten definitiv genug Mitgefühl entgegen um Ihnen meine bestmögliche Hilfe entgegen zubringen, ich kann mich sogar in die meisten Situationen sehr gut hineinversetzen, hacke immer wieder nach, wie es der Person geht.

    Der Punkt ist halt, du wirst nicht permanent Zeit finden Leuten zur Seite zu stehen, also sprich sich nebendran zu stellen und zu helfen, sogesehen müsste eigentlich auch jeder den Mund halten, der über Netz seine Hilfe leisten will, mal mich als Beispiel, bzgl. Arbeit habe ich Probleme gehabt, was diverse Möglichkeiten angeht, man hat mir einige Ratschläge gegeben, was im übrigen schon mehr ist, als mein Umfeld leisten konnte, die Person die mir das empfohlen hat, meinte auch "das wird nicht einfach werden", gerade wenn es mit einer Angst verbunden ist, aber was soll die Person machen?, jedes mal 400km zu mir fahren und sich über meinen Zustand erkundigen?

    Ich weiß nicht wie viele Situationen du schon in deinem Leben hattest, aber ich kann dir sagen so eine Hilfe ist alle mal besser, wie das was vorher geleistet wurde, wenn Umfeld und Ämter, kein Bock drauf haben.

    Natürlich wäre es ganz cool, wenn man mir mit den Gängen zu den Ämtern helfen würde, einfach UNTERSTÜTZEND nebendran stehen, was einfach schon mal eine Festigkeit gibt, aber man kann nicht von jeder Person verlangen, dass das einfach so jedes mal klappt.

    Würde ich das in anderen Situationen machen, so wie du es beschreibst, dann würde ich nach meiner Arbeit kein anders Leben mehr haben, aber wenn ich dann sagen würde, ich will auch meine Freizeit haben, wäre das zu egoistisch?

    Da sehe ich halt schon einen Unterschied zu, "ich drehe mich einfach weg und mache nichts", zu "ich versuche mein bestmögliches".


    Im übrigen, wenn man von Hilfen spricht sollte man auch in deinem angesprochenen Beispiel eine andere Ausdrucksweise haben, "fette Personen" (stark übergewichtige oder adipöse Personen) fühlen sich wahrscheinlich noch gekränkt, wenn man so über Sie redet, "du bist fett" hat eine ganz andere Wirkung auf Menschen wie, "du bist stark übergewichtig".

    Kleines Beispiel aus meiner Vergangenheit, wo ich im übrigen zumindestens der Person gerade zur Schulzeit zu genüge helfen konnte.

    Dort hieß es Ihm gegenüber immer "guck dir mal den Fetten/Fettsack" an, daher klingt es einfach schonmal besser, wenn man sagt du willst einem stark übergewichtigen Menschen helfen, anstatt du willst einer fetten Person helfen, fett wird einfach als extrem negativer und beleidigender Ausdruck verwendet, nicht dass du das beleidigend rüber bringen willst, nur wenn man sagt man will einer Person helfen, dann sollte man das auch so ausdrücken, dass dein Gegenüber nicht die Augen weit aufreißt und sich fragt ober man Ihn veräppeln will, wenn man sagt "ich will einer fetten Person" helfen.



    Was möchte ich eigentlich sagen? Wenn ihr wisst, dass ihr nicht die Zeit habt, die Lust oder selbst nicht in irgendwelche "Abgründe" mit reingezogen zu werden, dann haltet euch direkt fern. Mit verbalen Pseudolösungen kann man zwar das eigene Ego puschen und sich selbst kann man einreden man wäre ein guter Mensch, aber am Ende wird mehr geschadet als geholfen. Die Person mit Problem steht weiterhin alleine da und die "Problemlöser" ziehen weiter und geben anderen gute "Rätschläge".

    Wie gesagt, das mag auch stark darauf ankommen, wie man einer Person helfen will, wenn man also sagt "ich will der fetten Person helfen, dass Sie abnimmt, hier haste mal ein paar Internetseiten, wo du gucken kannst, was am besten hilft" und sich dann umdreht, ja dann haste der Person definitiv mehr geschadet als geholfen.

    Wenn du es genau nimmst, sagst du damit auch, jeder Therapeut wäre scheiße, weil der auch einfach nur schwallt und sich dann einem selbst überlässt, mag sogar teilweise stimmen, aber es gibt halt auch noch gute Therapeuten, das Problem ist, man kann von solchen Leuten nicht erwarten, dass die jeden Schritt mit dir gehen, gerade Thema Therapeut ist in Deutschland schwierig, mittlerweile Wartezeiten über 1 Jahr und dann soll man zu den Sitzungen als Therapeut noch die Zeit finden, anstatt zu reden auch noch Taten walten zu lassen.


    Aber zu den extremen Fällen aus meiner Familie kann ich dir nur sagen, ich habe genug TATEN walten lassen, irgendwann ist mein Mitgefühl derer Personen auch erschöpft, man nimmt sich Zeit, man redet, ja man handelt sogar, letztendlich macht man das jahrelang und fragt sich immer mehr, warum sollte ich da noch weiter helfen, es ändert sich nichts.

    Willst du jetzt daran zu Grunde gehen, weil es dich nervlich zerfrisst oder wendet man sich aus Schutz einfach ab, weil man keinen Sinn mehr darin sieht.

    Letztendlich habe ich als jemand der kein Facharzt ist mein bestmögliches getan, wenn die Person meint, trotzdem nicht sich noch einen Facharzt zu suchen und weiterhin, meint nicht auf Ratschläge eingehen zu wollen, weiterhin die Dinge, die man in Form von TATEN erarbeitet hat, wieder über Bord zu werfen, sorry, irgendwann ist halt auch eine Grenze erreicht, wo es nicht mehr geht.


    Im übrigen mache ich das (um auf den Punkt noch einzugehen) nicht des Egos, sondern weil ich es will, ich sehe wie man mich mit vielen Dingen im Stich gelassen hat und versuche einfach mein bestmögliches, damit die Person nicht genau so da steht, das geht halt aber auch nur, wenn die andere Person mitarbeitet.

  • Mr. Unchained

    Keine Ahnung ob das Thema hier her gehört. Ich will das aber auch nicht unnötig in die Länge ziehen. Ich denke viele haben das auch nur in den falschen Hals bekommen.

    Der Punkt ist halt, du wirst nicht permanent Zeit finden Leuten zur Seite zu stehen, also sprich sich nebendran zu stellen und zu helfen

    Das streite ich nicht ab (habe ich meines Wissens nach auch irgendwo hingeschrieben, also irgendwas mit Zeit...). Ich finde eben, dass eine solche Hilfe am effektivsten wäre. Aber es ist auch schwer umsetzbar (selbst bei nur einer Person), wie du auch in deinem Text irgendwo beschrieben hast.

    sogesehen müsste eigentlich auch jeder den Mund halten, der über Netz seine Hilfe leisten will

    Nicht unbedingt. Was ich aber sage, dass die Hilfe in manchen Situationen nicht optimal sein kann.

    Würde ich das in anderen Situationen machen, so wie du es beschreibst, dann würde ich nach meiner Arbeit kein anders Leben mehr haben, aber wenn ich dann sagen würde, ich will auch meine Freizeit haben, wäre das zu egoistisch?

    Nein. Aber was ich hieraus lese ist genau das was ich gesagt habe: Es kostet sehr viel Zeit jemanden zu unterstützen.

    Da sehe ich halt schon einen Unterschied zu, "ich drehe mich einfach weg und mache nichts", zu "ich versuche mein bestmögliches".

    Dagegen sage ich auch garnichts.

    Im übrigen, wenn man von Hilfen spricht sollte man auch in deinem angesprochenen Beispiel eine andere Ausdrucksweise haben, "fette Personen" (stark übergewichtige oder adipöse Personen) fühlen sich wahrscheinlich noch gekränkt

    Kann sein. Ist mir ehrlich gesagt egal. Bitte lass die Leute so reden wie sie wollen. Diese politisch korrekte Ausdrucksweise verändert die Botschaft im Text nicht.

    "ich will der fetten Person helfen, dass Sie abnimmt, hier haste mal ein paar Internetseiten, wo du gucken kannst, was am besten hilft" und sich dann umdreht, ja dann haste der Person definitiv mehr geschadet als geholfen.

    Eigentlich war das die Botschaft und leider wird genau das als Hilfe bei vielen Leuten angesehen (vllt. politisch korrekter Ausgedrückt). Der Kommentar basiert auch hauptsächlich auf Twitter und Youtube, wo sich eben sehr viele profilieren mit solcher "Hilfe".

    Ich kenne eure Situationen nicht, ich kenne auch euch nicht wirklich. Ich habe nur diesen Aspekt ansprechen wollen, weil er mir oft auffällt. Meines Wissens nach habe ich auch am Ende des Textes etwas geschrieben, dass es nicht direkt gegen die Leute vom Zitat gerichtet ist. Obwohl ich sagen muss, die Reaktionen sprechen nicht gerade gegen die Worte von mir, weil anscheinend ist es ja "unrealistisch" oder ich stelle es mir zu einfach vor. Surprise! Jemanden zu helfen ist nicht einfach.


    Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, dass ich nicht der Meinung bin es gäbe nur 0% Hilfe oder 100% Hilfe. Und Worte können selbstverständlich genauso gut helfen. Du erklärst hier viele Dinge, die ich nicht mal abstreite. Natürlich ist das Bestmögliche besser als nichts. Natürlich kann man auch Leuten übers Internet helfen. Und natürlich kann man auch mit sehr viel Mühe nicht immer den Erfolg garantieren.

    Im übrigen mache ich das (um auf den Punkt noch einzugehen) nicht des Egos,

    Ich unterstelle hier niemanden was. Habe ich auch geschrieben. Natürlich sind nicht ALLE so. Muss man das jedes Mal erwähnen?


    Also. Bitte nicht immer angegriffen fühlen, es war nicht gegen euch geschossen und nicht immer denken, dass der gegenüber nur einem Extrem angehört.