Das normale Leben des Hauptprotagonisten wird lediglich gefühlte zwei Minuten beleuchtet und alle "wichtigen" Punkte - Otaku, allein lebend, liest gerne Light Novels - abgehakt, um sicher zu sein, dass er seinem alten Leben nicht nachtrauert.
Das mit dem Isekai ist hier aber ja anders, da die 4 Helden beschworen werden, und es auch alle in ihrer neuen Welt wissen. Das ist schon einmal ein grundlegender Unterschied gegenüber anderen Isekais. Auch macht der Hauptcharakter immer wieder klar wieder in seine ursprüngliche Welt zurück zu wollen, auch gegenüber anderen Charakteren äußert er das immer wieder. Auch das ist ein Unterschied. Daher finde ich es in diesem Anime passend das es ein Isekai ist. Während man bei anderen Isekais auch drauf hätte verzichten und einfach einen Normalo aus der entsprechenden Fantasy Welt zum Hauptcharakter hätte machen können ist es hier grundlegend für die Story das die Helden beschworen wurden. Auch die anderen 3 Helden lassen diesen Fakt, das sie ja nicht aus der Welt kommen, ihnen daher vieles egal ist was diese betrifft, und sie sich nur um die Wellen kümmern, immer wieder klar.
Ansonsten schaue ich die Serie gerade ein zweites mal. Und sie verliert bei mir gerade derbe an Sympathie dabei. Staffel 1 finde ich weiterhin unterhaltend. Obwohl man auch da sagen muss das sie einige Schwächen hat, die mir jetzt erst so richtig auffallen. Zum Beispiel das Raphtalia nach dem Filo in die Gruppe kommt zu einer permanent eifersüchtigen Nervensäge wird und ihre Charakterentwicklung teilweise komplett stoppt. In den ersten 4 Folgen hat sie hier mehr Fortschritt gezeigt als in der ganzen weiteren Staffel. Oder das Naofumi im Grunde nur deshalb so gut da steht weil gefühlt 2/3 aller Hauptcharaktere in der Staffel komplette Vollidioten sind. Man kann darüber streiten ob ein Held wirklich ein Held ist wenn man ihn nur deswegen als solchen wahrnimmt weil der Rest der Leute in der Geschichte komplett unterbelichtet sind.
Richtig schlimm wird es dann aber in Staffel 2. Die hatte ich schon beim ersten Durchschauen als vergleichsweise schwach wahrgenommen, aber fand sie zumindest sehenswert. Dieses mal habe ich sie abgebrochen und bin nach 4 Folgen zu Staffel 3 gewechselt. Die 2. Staffel geht gar nicht. So viel Dinge die nicht erklärt werden, so viele Charaktere die neu eingeführt aber kaum vorgestellt werden, das geht einfach gar nicht. Dazu eine Langweilige Handlung, die wenig mit dem Originalplot zu tun hat. Die Charakterentwicklung der Hauptprotagonisten stockt auch ziemlich.
Im Grunde kann man nach der 1. Staffel direkt zur 3. wechseln, und man merkt fast gar nicht das man was übersprungen hat. Das sagt im Grunde für sich genommen ja schon alles was man zur 2. Wissen muss: nämlich nichts weil es da nichts zu wissen gibt.
Die 3. Staffel ist dann wieder etwas unterhaltsamer. Allerdings wird Naofomi für mich viel zu sehr zum überzeugten Weltverbesserer der alle retten will. Das fing ja schon Ende der 1. Staffel an. Das nervt einfach. Am Anfang der Serie war er ja noch der sympathische Antiheld, der zwar im Zweifel das Herz am rechten Fleck hatte, aber sich primär um sich und seine direkten Freunde kümmert. Als er dann anfängt alle Demis der Welt befreien zu wollen ist das aber vorbei. Auch der Kampf gegen die Wellen und das Zusammenspiel mit den anderen 3 Helden gerät vergleichsweise in den Hintergrund. Das kann man gut finden wenn man das nicht mochte und einem die 3 anderen Helden eh auf den Sack gingen. Aber der zwangsweise gemeinsame Kampf gegen die Wellen und das stärker werden um stark genug dafür zu sein ist nun einmal der grundlegende Plot der Geschichte, sie so sehr an die Seite zu schieben passt einfach nicht.
Eigentlich hatte ich schon überlegt mit der Light Novel oder dem Manga anzufangen, ich muss aber sagen das ich da das Interesse verloren habe. Die 4. Staffel schau ich sicher sofern sie eine deutsche Synchro bekommt, aber noch einmal werde ich vergangene Staffeln hier nicht schauen.