Letztendlich sind mit dem generischen Maskulinum ja auch alle gemeint.
Es geht und ging nie um das Meinen, sondern um das Repräsentieren.
Was mich am meisten an diesen ganzen Diskussionen über der Art Themen nervt ist, dass mehr als häufig Leute darüber streiten, die es gar nicht betrifft.
Es betrifft die gesamte Gesellschaft gleichermaßen, da die Folgen alle betreffen.
Wie sagte ein Sprecher der Sinti und Roma in einem Interview: Es ist gut, dass der Begriff "Zigeunersoße" geändert wurde, aber es gibt viel wichtigeres an dem man arbeiten muss.
Völlig anderer Kontext, völlig andere Lage, völlig anderer Sinn. Glaube kaum, dass er das gut heißen würde, seine Aussage so auszulegen und für etwas völlig anderes zu instrumentalisieren.
Wie bereits erwähnt, halte ich das Gendern für ok, so es mit der Sprache vereinbar ist.
Sprachregeln sind nirgendwo in Stein gemeißelt.
DAS Mitglied bezeichnet alle, entsprechend DIE MitgliedER ebenfalls. Wenn man Singular nicht Gendert, warum dann bitte Plural???
Erneut: Es geht um sprachliche Repräsentation. Das muss man schon wissen, wenn man über das Thema redet.
Auch diese ewige Beschwererei über alles geht mir auf den Sack.
Aber Hauptsache irgendwer macht ein Drama draus und bekommt Recht.
Würde ich so über den Standpunkt der Gendergegner*innen sprechen, würde ich dafür angefeindet werden. Das ist schon sehr respektlos gegenüber den Leuten, die sich dafür einsetzen.
Riesen Theater von ner Gleichberechtigungsvertreterin
Deine Beschreibungen mit "Drama" und "Theater" lassen darauf schließen, dass du das Anliegen nicht ernst nimmst und alles für eine Performance hältst? Respektlos.
Im Gegenteil, diejenigen, die eh schon kein Verständnis dafür haben, regen sich noch viel mehr auf und es gibt zu Hauf Menschen, die zwar Verständnis haben, aber vom ganzen Gendern, was ist richtig oder falsch, mehr als genervt sind.
Ohja, lasst uns unbedingt immer auf die Leute Rücksicht nehmen und so handeln, dass sich die, die andere ausgrenzen und diskriminieren und wie Dreck behandeln nicht konfrontiert oder angegriffen fühlen, was für eine Logik ist das denn?
Was haben wir also durch die Gendersprache erreicht? Außer eine ewig lange Diskussion, bei der man nahezu nie auf einen Nenner kommen wird, im Grunde nicht viel und auch das Gegenteil von dem, was man erreichen will/wollte, ist mit dabei.
Es ist ein Baustein einer viel größeren Veränderung. Mir zeigt die Debatte darum z.B., wo die Probleme liegen, welche Konstruktionen dahinter stehen. Damit überhaupt Bewegung in die Diskussion kommt, denn die meisten Menschen wünschen sich einfach den Status Quo (insbesondere die, die nicht diskriminiert / ausgebeutet / unterdrückt werden), deshalb ist es schon gut, Reaktionen auszulösen. Veränderung stößt immer auf Reaktanz, aber die Prozesse lassen sich nicht aufhalten.