Jahresrückblick 2023

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  • Wie ist für euch das Jahr verlaufen?

    Neutral, es gab keine großen Highlights in diesem Jahr. Paar Dinge konnte ich klären ein paar sind liegen geblieben.

    Was gab es alles positives zu verzeichnen?

    In der Firma tut sich mehr. Mein Gehalt ist gut angestiegen. Das Leben ist dadurch etwas bequemer geworden.

    Was war nicht so schön?

    Wusste nicht damit umgehen.

    Ich hab zu wenig besucht. Zu wenig für mich getan.

    Fand durch neu dazu gewonnenes ein Umdenken statt, was man sich für die Zukunft mehr zu Herzen nimmt?

    Ich muss mehr für mich tun. Mehr Konzerte, mehr Kurztrips. Mehr Urlaub.

    Offener gegenüber anderen Meinungen werden.

    :dogekek:


    Life is like a pencil that will surely run out, but left the beautiful writing in the life.

  • Mein Jahr war ziemlich durchwachsen. Beruflich neigte sich im Dezember 2022 ein Projekt, das ich begleitet hatte, dem Ende zu und so ging ich Anfang dieses Jahres wieder zurück in meine ursprüngliche Stelle - allerdings in einer neuen Niederlassung.

    Anfangs war auch alles so weit in Ordnung, aber mit zunehmendem Verlauf des Jahres wurde es aufgrund der seit April anhaltenden Streikphase immer anstrengender und Kräfte zehrender. Mittlerweile bin ich an dem Punkt, dass ich mich aktiv nach einer neuen Stelle umschaue - beruflich mache ich das kein weiteres Jahr mehr mit. Abgesehen davon ist nach 14 Jahren im selben Berufsfeld aber sowieso auch mal Raum für eine Veränderung. :)

    Privat ging es wie jedes Jahr eigentlich immer auf und ab. Die Tiefs waren entsprechend der Arbeitslast im Beruf jedoch auch im Privaten spürbar und so hatte ich seit langem mal wieder Phasen, in denen ich mich schlicht vom Leben überfordert fühlte.

    Da sich das Jahr jetzt jedoch dem Ende neigt und die heiße Phase in meiner Branche nach dieser Woche erst mal überstanden ist, blicke ich vorsichtig optimistisch auf 2024.

    Persönlich verändert hat sich bei mir nichts Wesentliches, jedoch merke ich, dass ich mich bei Online-Diskussionen immer weniger einbringe. Mir herrscht schlicht eine zu aggressive Grundstimmung und das immer extremere Schwarz-Weiß-Denken der jeweiligen Bubbles macht es sowieso fast unmöglich eine ordentliche Diskussion zu führen.

    Von Grundsätzen fürs nächste Jahr halte ich an sich nichts, aber ich hoffe zumindest, dass ich es nach dem Abfall der beruflichen Belastung endlich wieder schaffe, mehr Sport zu treiben und mich wieder gesünder zu ernähren. Abgesehen davon bleibt meine primäre Agenda im persönlichen Bereich auch weiterhin, mir meines Bias bewusst zu bleiben und entsprechend kritischer mit mir tendenziell gefälligen Informationen umzugehen.

    Ich wünsche euch auf jeden Fall schon mal einen guten Rutsch! ;)

  • Insgesamt war es eigentlich kein schlechtes Jahr für mich. Was für mich sehr positiv zu verzeichnen ist, ist dass ich dieses Jahr sehr viel mit Freunden unternommen habe, neue Leute kennengelernt und auch Kontakt zu alten Freunden wieder aufgenommen habe. Darüber hab ich mich sehr gefreut.

    Durch das Reisen habe ich wertvolle Erfahrungen und Erinnerungen gesammelt. Ich bin offener geworden und ich hätte auch nie gedacht, dass es mir so Spaß machen würde, neue Menschen kennenzulernen. Ich bin eigentlich ziemlich zurückhaltend, aber ich finde es trotzdem richtig cool neue Menschen kennenzulernen und versuche auch immer wieder über meinen Schatten zu springen. Ich würde auch behaupten, dass ich selbstbewusster geworden bin, mir mehr zutraue und ich weniger drauf fokussiert bin es anderen, vor allem meiner Familie, recht machen zu wollen. Ebenso habe ich mir meinen Wunsch, mich tätowieren zu lassen, endlich erfüllt. Das hat mir ungemein gut getan.

    Was meine mentale Gesundheit angeht hatte ich wieder einige Rückschläge, aber ich arbeite dran. Ich lerne noch wie ich besser mit Stresssituationen umgehen kann und versuche auf mich zu achten. Vor ungefähr zwei Wochen hab ich noch eine traurige Nachricht erhalten, gesundheitlich steht es sehr schlecht um ein Familienmitglied. Es war so unerwartet und plötzlich, das hat mich schon mitgenommen, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die ganzen Probleme und Krisen auf der Welt sind auch nicht spurlos an mir vorbeigegangen und natürlich zieht das einen auch runter und man macht sich Gedanken darüber.

    Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und bleibt gesund.

    :eo-luck:

    🕸️⛓️ フェイタン=ポートオ ⛓️🕸️
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    『 HUNTER×HUNTER 』

  • Dieses Jahr war eine kleine Achterbahn für mich, und eigentlich war's ein ziemliches Scheißjahr, aber am Ende ist doch viel positives bei raus gekommen, daher zieh ich eine eher positivere Bilanz.

    Angefangen hat das Jahr mit Prüfungsvorbereitung und darauffolgendem Prüfungsstress, seit Juni darf ich aber das Zeugnis einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung in der Hand halten. Da mich mein Ausbildungsbetrieb nicht übernahm (und ich auch nicht unbedingt dort bleiben wollte), folgte ab Juli der Stress der Jobsuche, die sich durch meine Sturheit und Unbeholfenheit in Vorstellungsgesprächen etwas länger als gewünscht gezogen hat. Mittlerweile sitze ich aber in einem Betrieb, der bis dato vielversprechend aussieht. Nette Kollegen, abwechslungsreiche Aufgaben und ein okayes Gehalt.

    Finanziell war die Zeit dazwischen aber ziemlich kacke. ALG1 basierend auf einem Ausbildungsgehalt fällt nicht gerade groß aus und mein Ausbildungsbetrieb hat irgendwas verkackt und die Lust das zu beheben fiel beim Betrieb auch eher spärlich aus, also hatte ich irgendwann auch keine Lust mehr, dem hinterherzurennen. Meine Katzen hatten sich in den letzten 5-6 Monaten dann auch noch dazu entschieden, den Tierarzt als ihr zweites Zuhause anzusehen, was natürlich wieder super Timing war. Damit war dann auch fast mein ganzes Erspartes weg. :D

    Durch den ganzen Mist hat die Psyche ziemlich gelitten, aber gerade in diesem Jahr hab ich gemerkt, wie Dankbar ich um meinen Partner und die paar Freunde und Kumpels, die ich teilweise auch dieses Jahr neu dazugewonnen habe, bin. Alleine wär ich da nicht so gut durchgekommen :peeposad: Generell hab ich dieses Jahr wieder mehr mit verschiedenen Leuten unternommen, ob online oder offline. Ich hoffe, dass das im nächsten Jahr auch so bleibt und ich mich zukünftig wieder mehr unter Menschen traue. Auch hoffe ich nächstes Jahr Sport/Bewegung mehr in meinen Alltag integrieren zu können, um mich psychisch und körperlich wieder besser zu fühlen. Vielleicht schaffe ich es nächstes Jahr auch wieder etwas mehr zu zeichnen und mich mit Fotografie zu beschäftigen. :frosch:

    Also alles in allem eher eine 2/10, aber beruflich hat sich eine neue Tür geöffnet und auch Zwischenmenschlich kam viel gutes dazu. Ich bin gespannt, was das Leben im nächsten Jahr so macht.

    The world is indeed comic, but the joke is on mankind.

  • Hmh... ein Jahresrückblick...

    Achtung, das Geschreibsel ist sehr persönlich. (Tut einfach gerade gut das zu schreiben. Vielleicht lösch ich`s aber auch wieder, mal sehen.)

    (TW: Psychische Gesundheit, Suizidgedanken)


    Wenn ich das Jahr 2023 mit einem Wort beschreiben sollte, dann wäre das "anstrengend".

    Der Januar fing mit dem ersten gesundheitlichen Rückschlag an. Der geballte Stress aus dem Dezember 2022 hatte seinen Tribut gezollt, also rauschte der so ziemlich an mir vorbei.

    Im Februar war es ein beruflicher Neuanfang. Also gleicher Beruf, gleiche Schule, aber ein neues Gebäude. Umzugskisten auspacken, sich irgendwie eingrooven, Dinge suchen, Dinge einrichten und das alles im laufenden Schulbetrieb mit 1400 Schüler*innen und einem etwas über 100 Personen großen Kollegium, das rumrannte wie ein ein Haufen kopfloser Hühner. Nach fast 20 Jahren ein tolles Wochenende bei einer alten Freundin verbringen und diese Freundschaft wieder aufleben lassen war mein Highlight.

    März ... tatsächlich ziemlich ruhig und ereignislos. Ein paar schöne Dinge gab es schon. Das Kimono-Fotoshooting im Park und viele schöne Pokemonspaziergänge und ich hatte mit Gesangsunterricht angefangen.

    Der April war ... joa, anstrengend. In der Schule viiiiel zu tun und dann familiärer Stress mit der Schwiegerfamilie... aber ich war (als Memmeon) auf der Leipziger Buchmesse, das war toll.

    Mai: Supergau fürs Seelenleben, der Psycho- und Traumatherapeut (den ich wirklich brauchte) schmeißt unerwartet und plötzlich hin um sich mit einer Privatpraxis selbständig zu machen - psychischer Ausnahmezustand, den ich aber einfach mit Arbeit, Pflege, noch mehr Arbeit und Haushalt wegignoriert hab, der Körper hat die ersten Ausfallerscheinungen vom Schlafmangel und ich demnach den ein oder anderen Unfall.

    Juni: Schön war`s eigentlich. Naja, weiter funktionieren und alles Andere ausblenden. "...einfach schwimmen... einfach schwimmen..." (Dorie - Findet Nemo) Kleine Con in Braunschweig mit Cosplay, Datenight mit dem Manne mit viel Kino, es gab auch schöne Dinge.

    Juli: Endgültiger psychischer Zusammenbruch inklusive dem Gedanken, dass so manche Brücke oder Bahngleise gar nicht so unattraktiv wirken. Ich kann nicht mehr. Echt nicht mehr! An Mann und Kind gedacht und mir beim Hausarzt Hilfe gesucht, der unglaublich schnell und lieb reagiert hat. Angefangen Psychopharmaka zu nehmen, die diese Gedanken erst deutlich verstärkt haben, aber dann Besserung brachten. (Auch wenn mein Körper damit immernoch nicht so ganz einverstanden ist.) Dann kam der Sommerurlaub. Mit der Tupperdose (Wohnmobil) durch Dänemark. Es war schön. Wirklich schön! Es hat trotz dem engen Raum wunderbar harmoniert, es war lehrreich, spannend, abenteuerlich und auch schön nach 2 Wochen dann wieder zu Hause zu sein. Zu Hause gab es noch ein paar schöne Zeiten mit Ausflügen oder schönen Erlebnissen zu Hause. Leider erledigten sich dann sowohl der Gesangs- als auch der Japanischunterricht, weil beiden Lehrenden das Leben und andere Verpflichtungen dazwischen kamen.

    August: Zurück zur Arbeit, auf der die Chefin angepisst war, dass ich vorher so lange krank ausgefallen war... super... Dann aber ein Licht am Ende des Tunnels, juhu, eine neue Therapeutin ist in Sicht und sie ist auch noch nett!

    September: Es läuft so langsam wieder. Ich kriege mein Leben auf die Kette (größtenteils), es gibt nen Mottogeburtstag für den Mann und plötzlich bricht dem die Familie weg, weil sie ignorante, narzistische A*schmaden sind. Also zusehen, dass ich ihn unterstütze und trotzdem weiter (trotz der Spitzen, üblen Nachrede und anderen Stolpersteinen) die Schwiegeroma weiter pflege. Viel Geacker, aber Zähne zusammenbeißen bin ich gewohnt.

    Oktober: Der Körper hat keinen Bock mehr. Krankheitsschub hier, neurologische Ausfälle da. Ich hätte einen Bildband "Deutschlands schönste Wartezimmerfußböden" machen können. Aber es gab viel Hilfe und Unterstützung und so konnte ich mich ein bißchen erholen und sogar die Herbstferien mit dem Kinde genießen.

    November: Arbeit an der mentalen Gesundheit ist harte Arbeit, aber sie lohnt sich. Arbeit an der körperlichen Gesundheit ist auch hart, aber auch die wird sich irgendwann lohnen. Ein Anfang ist gemacht. Das erste Mal seit Jahrzehnten konnte mich die Herbst-Winter-Depression mal gepflegt am Arsch lecken. Es geht mir ... wow ... gut! Ich schaffe es auf die "Samurai und Teezeremonie" - Ausstellung und kriege es hin mich auch andere Dinge einfach mal allein zu trauen.

    Dezember: Ist immer ne schwierige Zeit, aber auch das hat geklappt. Irgendwie hat da bei mir eine "Ja passt schon... keinen Stress..."-Mentalität eingeschlichen und die funktioniert, es ist der Wahnsinn. Ich kann Anime-Staffeln genießen ohne mich persönlich unter Druck zu setzen, dass ich für Weihnachten ja noch die Bude putzen müsste. Die Mottoparty für den Kindergeburtstag war ein voller Erfolg und ich muss nicht nervös sein trotz Besuch. Herrlich! Also geh ich tatsächlich "frohen Mutes" ins neue Jahr und denke und hoffe, dass es so weitergeht.

    ...better to be hated for who you are - than loved for who you are not...