• Mir ist durchaus bewusst dass solche Zitate existieren, dagegen muss natürlich mit im Rahmen des Gesetzes vorgegangen werden. Auch weiß ich selbst das eigentlich problematische Personen nicht - beziehungsweise selten aus der AfD ausgeschlossen werden. Jedoch kann ich mir nicht vorstellen das der überwiegende Anteil der Partei Wählerschaft diesen Kurs mitfahren würde. Sollte ich Gegenteiliges erfahren oder sollte jemand meine Vermutung widerlegen können, dann wäre das natürlich hilfreich. Bis dato sehe ich davon ab den durchschnittlichen AfD Wähler als Nazi zu bezeichnen.

    Natürlich weiß ich auch von der Nähe zur IB oder zum Dritten Weg. Das ist alles schon längst bekannt. Aber es geht mir persönlich darum niemanden ohne Beweise als Nazi zu bezeichnen. Es geht nicht um Milde oder Nachsicht, sondern darum sich richtig zu verhalten. Glaube nämlich das es schwer werden wird Personen die ohne Beweise als Nazi bezeichnet werden wieder in die Gesellschaft zu integrieren, wahrscheinlicher wäre es das sich diese Personen erst recht radikalisieren.

    Wer die Freiheit liebt braucht keine Führung.

  • Wer Gewalt als politische Waffe einsetzt widerspricht dem Verständnis von Demokratie. Von daher spielt es keine Rolle ob die eigene Ideologie dem Kommunismus, Nationalsozialismus/Nationalismus oder sonstiges zuzuordnen ist. Sollte eigentlich selbsterklärend sein.

    Mein Demokratieverständnis kennt auch keine legitime physische Gewalt gegen politische Gegner*innen, aber weder ist es egal, ob jemand Kommunist oder Nationalisozialistin ist, noch ist irgendetwas davon selbsterklärend. Es ging ja darum, ob jeder, der physische Gewalt gegen politische Gegner*innen anwendet, Faschist sei, was nicht der Fall ist. Ich denke aber auch nicht, dass man dadurch sofort zum Antidemokraten wird. Die Welt ist doch etwas komplexer.

  • Bis dato sehe ich davon ab den durchschnittlichen AfD Wähler als Nazi zu bezeichnen.

    Mir ging es auch gar nicht darum zu belegen, dass der durchschnittliche AfD-Wähler selbst ein Nazi ist. Aber die AfD ist belegbar eine Nazi-Partei, und somit wählt jeder AfD-Wähler wissentlich eine Nazi-Partei. (Oder teilweise vielleicht sogar unwissentlich, aber ich weiß nicht ob das besser ist...)

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    Jack of all trades, master of none.

    2 Mal editiert, zuletzt von Ex4mp1e (14. Juli 2026 um 13:08)

  • Wer Gewalt als politische Waffe einsetzt widerspricht dem Verständnis von Demokratie. Von daher spielt es keine Rolle ob die eigene Ideologie dem Kommunismus, Nationalsozialismus/Nationalismus oder sonstiges zuzuordnen ist. Sollte eigentlich selbsterklärend sein.

    Natürlich wird Faschismus aufgrund seiner anderen Merkmale überwiegend als rechts eingestuft. Darum kann sich auch niemand als links betrachten wenn er eines der Merkmale für sich gebraucht. Auch das sollte selbsterklärend sein. Aber naja ...

    Ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht von deiner Argumentation. Du stellst hier schon wieder Behauptungen als Wahrheit bzw. selbsterklärend auf, die es einfach nicht sind.

    Politisch motivierte Gewalt alleine ist nicht automatisch Faschismus - selbst dann nicht, wenn sie dem Demokratieverständnis widerspricht (z.B. inform von Selbstjustiz) oder sie antidemokratische Ziele verfolgt. Zunächst handelt es sich dann höchstens, wie auch im Artikel bezeichnet, um gewaltbereiten Extremismus. Zumindest ist das so ziemlich der Konsens von allen Quellen, die ich bisher dazu gefunden habe.
    Faschismus ist viel spezifischer und umfasst eben gerade nicht nur ein einzelnes Merkmal. Und darum geht es ja hier.

    Dass für dich bereits ein einziges Merkmal genügt, mag deine persönliche Einordnung sein. Aber mit der Logik könnte man überspitzt gesagt halt auch behaupten, ein gelbes Zimmer bestünde aus Bananen, weil die meisten Bananen gelb sind. Das wäre ebenfalls nicht selbsterklärend, sondern einfach ein Fehlschluss.

    EDIT: Mehr will ich dazu auch gar nicht mehr sagen, weil wir uns hier sonst einfach nur im Kreis drehen.

    "We are born colorless. It's the people we meet who give us color."

    3 Mal editiert, zuletzt von Moogle (14. Juli 2026 um 15:14)

  • Ein letzter Versuch, danach bin ich ebenfalls raus:

    https://www.kas.de/de/web/extremi…-ist-faschismus

    Ajo, CDU-nahe Seite, die die Totalitarismustheorie vertritt. Alles klar. Daher weht der Wind. Gut, belassen wir es dabei.

    Hast Du eine Quelle zu der Aussage das die Konrad Adenauer Stiftung sich für Totalitarismus einsetzt? Habe das Institut bisher für weder rechts noch links orientiert empfunden. Darum die Frage.

    Wer die Freiheit liebt braucht keine Führung.

  • Hast Du eine Quelle zu der Aussage das die Konrad Adenauer Stiftung sich für Totalitarismus einsetzt? Habe das Institut bisher für weder rechts noch links orientiert empfunden. Darum die Frage.

    Totalitarismustheorie ist etwas anderes als sich für Totalitarismus einzusetzen. Ich dachte, du würdest das, was der von dir zitierte Link aussagt, auch vertreten? Verwirrung pur.

  • Incubus

    Laut Internet scheint diese Theorie stellvertretend für gewisse diktatorische Systeme zu stehen. Insofern wüsste ich nicht warum man das gutheißen sollte. Mir ging es eher darum das es wie im Artikel beschrieben falsch wäre Faschismus - beziehungsweise das Wort Faschist - als Kampfbegriff einzusetzen. Hoffe das war einigermaßen verständlich.

    ___


    Aus aktuellen Anlass:

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    Wer die Freiheit liebt braucht keine Führung.

    Einmal editiert, zuletzt von Aka (14. Juli 2026 um 19:18)

  • aut Internet scheint diese Theorie stellvertretend für gewisse diktatorische Systeme zu stehen.

    ???
    Ich bin nicht sicher, ob du den von dir verbreiteten Link der KAS überhaupt verstanden hast.

    Da steht im Grunde, dass "Faschismus" als Begriff nur für den historischen italienischen Faschismus genutzt werden sollte, da die Anwendung auf das NS-Regime bestimmte Merkmale unbeleuchten lassen würde. Na gut. Aber dann werden plötzlich NS-Regime (im Text "Faschismus") und Bolschewismus hinsichtlich ihrer politischen Ausprägungen miteinander verglichen. Hier entpuppt sich das ganze als totalitarismustheoretischer Ansatz, und das passt ja auch ganz gut zu deiner Position, dass linke Antifas und rechtsextreme Neonazis beide faschistisch seien, sofern sie nur Gewalt als politische Waffe einsetzen, was, wie bereits ausgeführt, eine wirklich merkwürdige und kaum haltbare Position ist.

    Ich hab zwar keine Ahnung, worauf du mit dem KAS-Text hinaus wolltest, aber ich finde den nicht sehr überzeugend und typisch CDU.