Cannabis legalisieren in Deutschland?

  • Autofahren wäre da so ein Beispiel. Würde ich auch nicht grundsätzlich verbieten wollen, "nur" weil es immer Menschen geben wird, die andere aufgrund von Verantwortungslosigkeit totfahren.

    Wär ich mit Einschränkungen dabei. Voraussetzungen für den Führerschein verschärfen, regelmäßige Auffrischungen spätestens ab 60 Jahren und permanenter Entzug bzw. saftige prozentuale Strafen für (wiederholtes) Fehlverhalten. Sollte auch die Anzahl der Fahrzeuge gut drücken, was der Umwelt zugute käme. Aber erzähl das mal der Lobby :D

    Komplett verbieten ist bei dem Zustand der Öffis halt etwas kompliziert.

  • Wär ich mit Einschränkungen dabei. Voraussetzungen für den Führerschein verschärfen, regelmäßige Auffrischungen spätestens ab 60 Jahren und permanenter Entzug bzw. saftige prozentuale Strafen für (wiederholtes) Fehlverhalten. Sollte auch die Anzahl der Fahrzeuge gut drücken, was der Umwelt zugute käme. Aber erzähl das mal der Lobby :D

    Komplett verbieten ist bei dem Zustand der Öffis halt etwas kompliziert.

    Die Gen Alpha bzw GenZ hat doch jetzt schon keinen bock mehr auf den Führerschein oder fährt ungern Auto. Versaut wurde es ihnen schon genug, vor allem mit den aktuellen kosten. Also was willst du noch mehr verschärfen? Vielleicht noch ein psychologisches Gutachten? Oder gute noten bei der Staatsbürgerkunde? (ach nee, das war ja ein anderes Land...)
    Wie stellst du dir denn deine Verschärfungen vor? ab 1kmh zu viel schon ne saftige strafe (also wie in der Schweiz)? Zahlst du denn die Sozialkosten, wenn der permanente Entzug die Existenz ganzer Familien kostet? Das wäre zumindest angemessen, wenn du schon drakonische Strafen forderst.

    Menschen machen Fehler und unser System hat sich insbesondere nach den Erkenntnissen aus Unrechtsregimen genau dahingehend weiterentwickelt, dass die Resozialisierung (bzw. zweite Chance) statt Existenzvernichtung im Vordergrund steht. Bei all den Forderungen sollte man immer in Betracht ziehen, dass diese drakonischen Strafen einen auch immer selbst treffen können. Findet man das dann noch immer so gut?

    Ich vermute du arbeitest in einem staatsalimentierten Beruf und nicht in der freien Wirtschaft und damit erklärt sich auch der scheinbar holprige Kontakt zur Lebenswirklichkeit außerhalb der alimentierten Blase.

  • ab 1kmh zu viel schon ne saftige strafe (also wie in der Schweiz)? Zahlst du denn die Sozialkosten, wenn der permanente Entzug die Existenz ganzer Familien kostet?

    Da gab es doch ein recht ausschlaggebendes Stichwort in Kruadons Aussage:

    bzw. saftige prozentuale Strafen für (wiederholtes) Fehlverhalten.

    Ansonsten würde ich aber auch sagen, dass wir uns hier nicht am Führerschein aufhängen sollten - ging da ja nur um einen Vergleich für die eigentliche Thematik hier.

    "Faschisten hören niemals auf, Faschisten zu sein"

    Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt

  • Da denkst du schon viel zu kompliziert, aber gehen wir das mal durch.

    Verschärfen würde ich die Theorie (ja, mir ist bewusst, dass aktuell schon eine hohe Prozentzahl durchfällt). Warum? Weil zumindest die Basics sitzen müssen, wenn man 1000kg mit 130+km/h durch die Welt fahren will. Konkret würde ich die Anzahl der zulässigen Fehlerpunkte reduzieren, gleichzeitig aber auch Nischenfragen rausnehmen (ich erinnere mich an etwas von Belastungsgrenzen des Fahrbahnrandes und dergleichen?) und das ganze System von Grundauf mehrsprachig verfügbar machen, vielleicht gleich mit kostenfrei verfügbarer und regelmäßig aktualisierter Software zum Lernen auf diversen Plattformen. Zumindest das müsste man dann aber natürlich irgendwie gegenfinanzieren.

    Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen wäre ich durchaus rigoros. Nicht ab 1 km/h und vielleicht auch nicht ab 5, ab 10 kann es aber ruhig langsam wehtun. Man muss von der deutschen Mentalität weg, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen Kavaliersdelikte sind. Ist man aufs Auto angewiesen, dann kann durchaus erwartet werden, dass man damit ordentlich umgeht. Verliert dann der Familienvater nach dem 3. mal mit 30km/h zu viel den Lappen und damit sein Einkommen? Selbstgewähltes Schicksal. Wichtig dabei ist mir aber vor allem auch, dass Gutverdiener sowas nicht mehr weglächeln können. Der bisherige Punkteverkauf ist dabei die Spitze des Eisbergs.

    Das mich diese Strafen auch selbst treffen können, hoffe ich doch stark! Unrecht ist es, wenn aufgrund meines Fehlverhaltens beim Autofahren Existenzen anderer vernichtet werden. Eigenverantwortung ist hier das Thema. Wenn ich mein Leben basierend auf meinen Fehlern zerstöre, dann halte ich das für absolut gerechtfertigt. Wenn ich das Leben Dritter zerstöre, dann haben wir ein gewaltiges Problem, vor allem wenn es an Konsequenzen mangelt.

    Bevor ich aber noch weiter aushole, sollte das vielleicht in einen neuen Thread gepackt werden :-D

    Ich vermute du arbeitest in einem staatsalimentierten Beruf und nicht in der freien Wirtschaft und damit erklärt sich auch der scheinbar holprige Kontakt zur Lebenswirklichkeit außerhalb der alimentierten Blase.

    Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wo du mit diesem unqualifizierten Kommentar hin willst. Ich verdiene weit weniger, als man in der freien Wirtschaft erzielen kann und das nach einer der durchaus längeren Ausbildungsphasen. Bis vor wenigen Jahren habe ich solide unter der Armutsgrenze gelebt, war aufs Auto angewiesen und hätte dir den Bums auch damals unterschrieben.

  • Dank der Legalisierung kann man ohne Angst vor der Justiz haben zu müssen mit Cannabis dealen. Hier möchte ich erläutern das dass eigentliche Problem die Touristen sind

    Das Problem ist, das wir in Deutschland keine Legalisierung, sondernd eine Teillegalisierung haben. Ich habe es oben ja schon beschrieben. Gäbe es eine echte Legalisierung, bei der man hochwertiges Cannabis aus kontrolliertem Anbau in entsprechenden Läden kaufen kann, gäbe es auch keine Dealer mehr.

    Was haben die Leute erwartet? Sie legalisieren den Besitz, aber nicht den Verkauf, sondernd überlassen es den Leuten privat anzubauen. Natürlich wird dann weiter gedealt. Allerdings ist das nicht mehr geworden. Es sieht nur so aus, weil es etwas öffentlicher wurde, da die Leute natürlich etwas weniger Angst haben. Es gibt ja schon erste Untersuchungen, das der Konsum in Summe nicht zugenommen hat.

    zum Beispiel ein ungewöhnlich hohes Aggressionpotenzial

    Hat Cannabis, im Gegensatz zum legalen Alkohol, auch nicht. Im Gegenteil, es wirkt eher beruhigend, so das nüchtern aggresive Personen oftmals eher beruhigt sind. Nicht ohne Grund hat die Polizei in NRW bei der Fussball EM 2024 bei einem problematischen Spiel den Fans empfohlen, doch besser zu kiffen als zu saufen. Weil das den Streß hinterher reduziert hätte.

    Ich vermute du arbeitest in einem staatsalimentierten Beruf und nicht in der freien Wirtschaft und damit erklärt sich auch der scheinbar holprige Kontakt zur Lebenswirklichkeit außerhalb der alimentierten Blase.

    Damit hast du dich direkt aus der Diskussion selbst entfernst, denn wer solche dämlichen Sprüche von sich gibt um andere Meinungen runter zu spielen, dessen Meinungen sind wertlos und müssen nicht mehr beachtet werden.


    Darüber hinaus geht es hier nicht um Führerscheine und Strafen für Verkehrsdelikte.