Beiträge von Kruadon

    Wenn das Kunst ist, worüber wir hier reden, dann gute Nacht, liebe Welt.

    Da stimme ich dir auch voll zu, ändert aber auch nichts daran ^.^

    Ist es nicht gerade deswegen, weil hier Menschen komplett unreflektiert Parolen mitgrölen, problematisch?

    Ist es, wenn es gegen geltendes Recht verstößt. Da gab es ja das Problem mit rassistischen Parolen.

    Wenn ich auf einer Demo mit ironischer Intention oder einfach nur im Suff und ohne darüber nachzudenken Nazi-Parolen gröle. Macht mein Geisteszustand es wirklich besser?

    Anderer Kontext und andere Gesetzlage, aber in dem Fall hättest du Recht. Eine Demo instrumentalisiert ja grundsätzlich alles, was auch einem dämlichen Lied Motiv geben mag.

    Dass es auch psychologische Effekte gibt, da sind wir uns mittlerweile hoffentlich alle einig?

    Natürlich, Musik löst Emotionen aus oder verstärkt sie. Diese Musik hat nur scheinbar eine ganz andere Wirkung, als du vielleicht meinst.

    - Bei kritischem Humor lacht man über eine problematische Handlung oder Haltung. Es macht das Problem sichtbar.
    - Bei verharmlosendem Humor soll man trotz einer problematischen Handlung oder Haltung mitlachen. Es verschleiert ein Problem und normalisiert es.

    Mach mir bitte einmal anhand eines konkreten Biespiels klar, inwiefern es sich bei den Liedern um verharmlosenden Humor handelt. Das scheitert allein schon daran, dass diese Lieder keine Botschaft vermitteln wollen. Ich bin auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon überzeugt, dass über den Inhalt der Lieder gelacht wird, als dessen Inhalt aktiv zu verharmlosen. Zumal auch kaum Merkmale des kritischen Humors in dem Clip zu vermerken sind.

    Warst du schon einmal auf so einer Feier? Es hört sich nämlich wirklich nicht danach an.

    Das ist nicht die Intention, warum diese Lieder dort aufgeführt werden.

    Und da sehe ich schon eine Differenz. Doch, man geht in ein Bierzelt, auch um sich über die dämliche Musik zu belustigen. Aus welchem Grund wird sie denn bitte sonst da gespielt? Mit Garantie nicht, um Frauen zu diskriminieren.

    Hast du auch eine Erklärung dafür, wie man die Gesinnung eines Interpreten gesichert festellen will?

    Das war für den unwahrscheinlichen Fall gedacht, dass der Interpret von sich aus aktiv Stellung bezieht. Darüber hinaus bin ich bei dir.

    NoName Ich habe sämtliche deiner Fragen in mindestens einem meiner vorherigen Beiträge längst beantwortet. Auch auf Gefahr hin, mich zu wiederholen, versuche ich es noch einmal so kleinschrittig, wie meine Geduld es zulässt:

    Wenn ich in diesem Zusammenhang von bullshit spreche, also Quatsch oder Unsinn in seiner Reinform, dann spreche ich von Content, der spezifisch mit der Intention geschaffen wurde, dämlich zu sein. Er hatte nie und wird nie den Anspruch haben, in irgendeiner Form ernst genommen zu werden. Dieses Kriterium erfüllt ein Wahlspruch der AFD zum Beispiel nicht. Das erfüllt auch kein frauenverachtender Post oder eine Verschwörungstheorie, so dämlich sie auch sein mag. Aber dieses Kriterium erfüllen diese saudummen Lieder. Sie wollen nicht diskriminieren, sie wollen keinen Hass schüren, sie wollen maximal anstößig sein und unterhalten. Wie bei jedem anderen Medium gibt es dafür Publikum und eben auch nicht. Scheinbar paart sich diese Form des Schwachsinns super mit Bierzeltgarnituren und Weißwurst, aber das ist ja überhaupt nicht Thema.

    Hier mal ein Bilderbuchbeispiel, dass mir jenseits von South Park einfällt. Rassistisch, beleidigend, sexistisch, dumm und keine Spur Ernsthaftigkeit. Würd im Traum keiner drauf kommen, dieses Kunstwerk für was es ist in Frage zu stellen.

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    Aber warum sind diese Lieder, dessen Texte offensichtlich sexistisch sind, keine Frage, jetzt aus meiner Sicht im weiteren Sinne unproblematisch? Jetzt sind wir beim Kontext. Wie, wo, warum und für wen wird dieses Lied denn gespielt?

    Zum wie: die Melodie steht schonmal im krassen Kontrast zum Text. Die ernüchternden Texte werden mit einer Energie geschmettert, die einfach überhaupt nicht zum Gegenstand passt. Sind wir wieder beim Thema Ernsthaftigkeit.

    Zum wo/wen: Die Lieder werden von feiernden, in der Regel mindestens angetrunkenen Leuten gefeiert, die dem Text so viel Ernsthaftigkeit zusteuern, wie die Regierung dem Klimawandel. Das Lied mag lauthals mitgegröhlt werden, sicherlich auch von einigen Feminist*innen, einfach weil es in der Situation absolut belanglos ist und seinen Zweck erfüllt: dummen, besoffenen Spaß.

    Da sind wir auch schon beim warum. Keiner feiert ein derartiges Lied für seinen Inhalt, das wissen die Interpreten auch mit Sicherheit, aber für seinen Einsatz in dieser spezifischen Situation. Nicht weil es gut ist, sondern richtig dumm und, in dieser Situation, so dumm, dass es wieder lustig ist. Mag nicht jeder so sehen, aber anscheinend genug, dass es ein nicht unerhebliches Ding ist.

    Edit: Natürlich spielt die Gesinnung des Interpreten eine maßgebliche Rolle. Würden sie sich mit ihren Texten identifizieren, würden diese eine Botschaft tragen, faktisch also ein Ziel verfolgen, daraus resultierend kein bullshit mehr nach meiner Definition sein. Unabhängig davon ist die Debatte zwischen Kunst und Künstler ja aktueller denn je.

    Diese beiden Faktoren zusammen bringen mich zu dem Schluss, dass es mindestens genau so großer Schwachsinn wie die Lieder selbst ist, diese lediglich aufgrund ihrer, und ich wiederhole mich, definitiv sexistischen Texten, und ohne weitere sinnvolle Argumente nicht zu spielen/zu verbieten (ja, ich weiß, hier wurde nichts verboten).

    Als Ergänzung: Rammstein pack ich in diesem Kontext auch nicht an, das ist eine ganz andere Geschichte ^.^

    Genau das ist ja das ursprüngliche Resultat, dass ich zu Beginn befürchte habe. Es wird ein riesiges Fass für diese sinnlose Diskussion aufgemacht. Aber gut, wenns denn sein muss:

    dass jemand am Ufer ein schlafendes "Mädel" vergewaltigt,

    Mal ab von dem Voyeurismus und der Vaterflucht lese ich da nichts von einer Vergewaltigung. Aber verbale Zustimmung reicht in der heutigen Zeit vor Gericht ja auch nicht mehr :wacko: Man könnte sagen, es wird, wenn überhaupt, vage impliziert, dass die Frau kein Kind von dem Mann will es aber zumindest in Kauf nimmt. Für Vergewaltigung geht mir das etwas weit.

    Wie auch spätestens im letzten Beitrag deutlich gesagt, will ich mich da auch nicht an einem einzigen Event festmachen. Jeder Veranstalter hat das Recht, seine Musik auch mit den wildesten Begründungen (ist hier nicht der Fall) auszuwählen. In diesem speziellen Fall werden ja sogar noch weitere vernünftige Gründe dafür genannt. Auf dieser Grundlage will und kann ich nicht argumentieren, selbst wenn ich wollte. Ich war der Auffassung, dass wir diese Ebene bereits verlassen haben.

    Kommen wir mal auf das Thema Quellen zurück: Das "Primen" durch Musik bezieht sich in der genannten Studie allein auf Aggression und Gewalt, was hier, wenn überhaupt, nur in Einzelstücken ersichtlich ist. Zumal ich diese Art Musik eher als förderlich für ein gewaltloses Miteinander sehe. Alles andere wäre bei einer Menge Betrunkener auch wenig attraktiv für alle Beteiligten.

    Zurück zu meiner Kernaussage, zu der ich jetzt wenig wissenschaftliche Artikel vorlegen kann, was die Natur meiner Haltung dazu reflektiert. Dieser Nachrichtenbeitrag zu der Layla-Debatte gibt es aber insgesamt gut wieder:

    https://www.zeit.de/kultur/2022-07/ballermann-hit-layla-wuerzburg-sexismus

    Zusammengefasst: Mit klarem Verstand, sachlicher Vorgehensweise und alaytischer Präzision kann man bei Betrachtung der Lieder zu keinem anderen Schluss kommen, als den euren. Die Realität und das Umfeld dieser Musik ist aber nichts davon. Es ist dumm, vulgär und hirnlos und das ist der einzige Sinn und Zweck dahinter. Es wird gespielt und dazu gefeiert, weil es einfach hirnverbrannt ist. Das ist der Kontext, den man meiner Meinung nach bei der Diskussion komplett außen vor lässt.

    Zugegeben, dumm muss nicht zwangsläufig auch sexistisch sein und es gibt ja auch mehr als genug Alternativen. Ich würde die Lieder selbst nicht vermissen, ganz im Gegenteil. Es geht mir schlicht ums Prinzip.

    Ich würde eine Menge Dinge als Bullshit bezeichnen. Das macht diese Aussagen dann aber nicht harmloser. Ich finde die meisten Aussagen der AFD sind Bullshit. Die Frage was eine Frau getragen hat, nachdem sie belästigt wurde ist Bullshit. Die Aussage, dass Bürgergeldempfänger ja eigentlich im Luxus Leben und alles in den Arsch geschoben bekommen ist Bullshit. Catcalling als Kompliment zu bezeichnen ist Bullshit.

    Der feine Unterschied hierbei ist, dass es grundsätzlich als solches konzipiert ist. Keine deiner Nennungen deckt sich auch nur ansatzweise damit.

    Und wenn du schon "oder eben offensichtlich rassistisch etc" schreibst: Was ist mit offensichtlich frauenfeindlich? Moogle hat ja einige der Texte bereits wiedergegeben. Frauen sind in diesen Liedern nur ein Objekt der Begierde. Ich weiß nicht wie viel offensichtlich es noch werden soll. Vielleicht wenn sie singen würden "du bist nur zum vögeln gut"? Ach ne, das haben wir hier ja auch in einigen Texten mindestens indirekt.

    Kontext. Zum allerletzten mal. Es ist wirklich keine Quantenphysik.

    Ach so, ja wenn du das sagst. Bist du zufällig der Interpret? Oder woran genau machst du das jetzt fest? Kannst natürlich auch als simpler Zuhörer eine Interpretation verfassen, aber so wirklich sehe ich keine von dir. Außer halt "ist nur bullshit", aber damit wärst du im Deutschunterricht wahrscheinlich auch nicht weit gekommen.

    Das liest sich so, als hättest du so etwas noch nie erlebt. Das ist für mich einfach komplett weltfremd, diese Annahme anzuzweifeln. Aber ich mag mich irren. Hat einer der Interpreten sich als Sexist, Frauenfeind oder dergleichen bezeichnet und verfolgt damit eine objektivierende Agenda? Ich schätze, dann wären die Lieder längst in der Senke verschwunden. Sind die Interpreten aber genau so bescheuert wie ihre Lieder? Mit absoluter Sicherheit.

    Wird hier jetzt provoziert oder ist es nur bullshit? Wenn provoziert wird, was genau?

    Natürlich wird provoziert, merkt man ja. Anhand von bullshit. Siehe zum Vergleich etwa South Park. Strunzdumm (zumindest meist) und gleichzeitig kritisch. Wodurch und wie das das Individuum provoziert, ist ja absolut subjektiv und vom Lied abhängig. Fühlt man sich als Friseurin jetzt von den "10 nackten Friseusen" angesprochen oder nicht? Beißt das direkt in meine Lebenswelt oder weiß ich, dass ich mich hier nicht angesprochen fühlen soll? Kann ich dir nicht sagen. Einen spezifischen Grund für Provokation muss Kunst meiner Meinung nach nicht haben und diese Titel haben keine Agenda oder ein Ziel.

    Es reicht ja auch, wenn beeinflusst wird, wie Leute dadurch Frauen oder auch Sex allgemein wahrnehmen.

    Ohne das jetzt zu abwertend zu formulieren, aber Personen, die ihr Weltbild anhand solcher Musik bilden oder es davon beeinflussen lassen, die fängt man damit auch nicht auf ^.^

    Memo an mich: sowas nicht mehr mit dem Handy schreiben, die Tasten sind echt zu klein.

    Also das Gesetz, welches etwas von der Würde des Menschen, Gleichberechtigung und Diskriminierung sagt? Wo man durchaus den Standpunkt vertreten kann, dass diese Lieder keine Werte vertreten, die mit dem Grundgesetz d'accord wären?

    Korrekt, sonst wären sie wahrscheinlich auf dem Index. Was offensichtlich sein sollte und wahrscheinlich auch genau der Grund für die fehlende Indizierung ist, ist, dass diese Lieder BULLSHIT und damit weder in deren Aussage, noch Intention ernst zu nehmen sind. Wie kann das so schwer zu verstehen sein? Eine Beleidigung muss personenadressiert (oder eben offensichtlich rassistisch etc.) sein, was in der Musik schlicht nicht passiert oder eben direkt weggeklagt wird.

    es nicht um ein generelles Verbot geht

    Richtig, weshalb ja eben keine rechtliche Grundlage für die Aktion besteht, die eben hier hinterfragt wird. Anhand was soll man das denn sonst bewerten, wenn alles andere hart subjektiv ist? Natürlich kann man hier nicht auf Ebene einer einzelnen Feier diskutieren, da hat ja schließlich der Veranstalter das Sagen. Es geht um die Struktur hinter dieser zugegeben einzelnen Entscheidung.

    Ich bin mir auch Recht sicher, dass hier der Knackpunkt der Diskussion ist. Würdest du sagen die Objektifizierung von Frauen als Sexobjekt, was in vielen dieser Lieder eben das Thema ist, ein Problem ist? Also ein allgemeines Problem in der Gesellschaft und nicht einfach eine Sache des Individuums?

    Die Objektifizierung der Frau, so wie die Objektifizierung jeder Person, egal in welchem Kontext, ist natürlich ein Problem. Was ich hier seit Stunden wiederhole und hier noch einmal ausdrücklich unterschreiben möchte: Diese Lieder sind genauso sexistisch, wie ich zu meinen Freunden beleidigend bin, wenn ich sie Vollidioten nenne. Weder die Intention, noch die Botschaft, noch das Ziel dieser Musik ist die Objektifizierung der Frau. Man müsste schon sämtlichen Kontext entfernen, um den Text allein als offen frauenfeindlich zu identifizieren. Wer daran noch Anstoß nimmt, dessen Problem ist definitiv nicht der Songtext eines dummen Sauflieds.

    Kurz gesagt: Wo ziehst du hier die Grenze?

    Beim deutschen Grundgesetz ^.^ Sofern es durch die Gesetzgebung nicht aktiv verboten werden muss, sehe ich keinen Handlungsbedarf. Wäre auch hart undemokratisch, rechte/populistische aber legale Kunst komplett zu verbieten.

    An sich ist es ja richtig, dass es sich hier nur auf einen minimalen Rahmen beschränkt und das ist ja auch absolut fein. Hab meinem DJ auch gesagt, wenn er auf der Hochzeit was von Helene Fischer spielt, setze ich ihn vor die Tür :-D Es ist halt eine Grundsatzfrage, ob und warum so etwas überhaupt getan wird, weil ich das Problem und die Notwendigkeit, wie im vorherigen Beitrag beschrieben, einfach nicht sehe.

    Ich will es auch nicht weiter verurteilen, es ist schließlich ihr mit Steuergeldern finanzierter Job, sich in sowas einzumischen.

    Selbst können mir die Lieder auch gestohlen bleiben, Ballermann ist meine ganz persönliche Hölle. Es geht mir eher um den grundsätzlichen Hintergedanken. Runtergebrochen sind es zwei Aspekte, die mich dazu bewegen, dem Thema mit einem Augenrollen zu begegnen:

    1. Kunst sollte dem sozialen und gesellschaftlichem Wandel weder folgen müssen, noch dadurch eingeschränkt werden. In unserem Beispiel ist es ja für die "verteidigende" Seite ziemlich harmlos, da gibt es mMn auch nicht viel zu verlieren. Wenn aber hier schon die Schere angesetzt wird, dann will ich bei dem momentanen Rechtsruck in der Gesellschaft nicht wissen, wo das endet.

    2. Der wahrscheinlich kontroversere Punkt. Wir müssen echt nicht jeden und alles in Watte packen. Wenn wir jeden noch so kleinen Störfaktor direkt mit dem Vorschlaghammer angehen, verlernt der Mensch mMn den zielführenden Umgang mit (negativen) Reizen. Beispielhaft kann ich mich an dem Parkverhalten meiner Mitbürger stören, das Ordnungsamt und den Abschleppdienst informieren und mich den ganzen Tag aufregen. Oder ich park einfach 10 Meter weiter und schließe damit ab. Für mich ist das ein selbstgesteuertes, künstliches Schaffen von Problemen, die eigentlich nicht existieren (sollten). Die Zeit und Energie, die für die Auseinandersetzung damit notwendig ist, ist schlicht unverhältnismäßig und führt langfristig zu einer Übersensibilisierung.

    Warum man sich um etwas so Triviales Gedanken machen muss... Musik als Kunstform soll ruhig provozieren, wie jede andere Kunstform auch. Natürlich entspricht die Musik nicht (mehr) dem aktuellen sozialen Empfinden, das war aber auch niemals dessen Ziel. Die Titel sind ja bewusst dämlich, ebenso wie etwa "Männer sind Schweine", das durchaus doch ernster zu betrachten wäre (und woran scheinbar keiner Anstoß nimmt :ugly:).

    Bald ziehen wir griechischen Statuen Schlüppis an und verbieten Ananas auf Pizza, weil das Italiener triggert. Die Energie für den ganzen Terz kann man doch besser einsetzen, gibts nicht genug vernünftige Probleme?

    Ich bin der Meinung, dass Berufe und Berufsgruppen, die direkt durch Steuergeld bezahlt werden, von Wahlen ausgeschlossen werden sollten.

    Das beträfe vor allem den öffentlichen Dienst und das Beamtentum. Dafür gibts für beide Berufsgruppen eine sehr hohe Jobsicherheit (im ÖD wird ja so gut wie nicht gekündigt).

    Begründung: Die Wahlentscheidung ist zu sehr vom Arbeitgeber beeinflusst und verhindert echte Reformen oder auch mal Orientierung an Leistung.

    Ist doch nichts demokratischer, als Personengruppen das demokratische Wahlrecht zu entziehen. Wie war das mit Unrechtsregimen? :-D

    Ich kann dir versichern, und das trifft meiner Erfahrung nach auf hoffentlich die Allermeisten zu, dass der ÖD nicht blind der Regierung nachrennt. Was ist denn das für eine Logik? Müssen wir damit rechnen, dass uns die nächste Partei auf die Straße setzt? Bullshit. Würde so etwas überhaupt im Raum stehen, dann würde ja der ganze Staatsapparat ausgetauscht. Das traue ich aktuell nur einer bedeutsamen Partei zu. Dass die nicht von Mitarbeitern des ÖD gewählt wird, hat nichts mit dem ÖD, sondern gesundem Menschenverstand zu tun.

    Regelmäßige und gerne unabhängige Leistungskontrollen halte ich aber für angebracht. Etwas ausmisten schadet mit Sicherheit nicht. Kann da natürlich nicht für alle sprechen, aber die Qualitätsanalyse ist durchaus in meinem Unterricht und schaut mir auf die Finger :-D

    Da denkst du schon viel zu kompliziert, aber gehen wir das mal durch.

    Verschärfen würde ich die Theorie (ja, mir ist bewusst, dass aktuell schon eine hohe Prozentzahl durchfällt). Warum? Weil zumindest die Basics sitzen müssen, wenn man 1000kg mit 130+km/h durch die Welt fahren will. Konkret würde ich die Anzahl der zulässigen Fehlerpunkte reduzieren, gleichzeitig aber auch Nischenfragen rausnehmen (ich erinnere mich an etwas von Belastungsgrenzen des Fahrbahnrandes und dergleichen?) und das ganze System von Grundauf mehrsprachig verfügbar machen, vielleicht gleich mit kostenfrei verfügbarer und regelmäßig aktualisierter Software zum Lernen auf diversen Plattformen. Zumindest das müsste man dann aber natürlich irgendwie gegenfinanzieren.

    Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen wäre ich durchaus rigoros. Nicht ab 1 km/h und vielleicht auch nicht ab 5, ab 10 kann es aber ruhig langsam wehtun. Man muss von der deutschen Mentalität weg, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen Kavaliersdelikte sind. Ist man aufs Auto angewiesen, dann kann durchaus erwartet werden, dass man damit ordentlich umgeht. Verliert dann der Familienvater nach dem 3. mal mit 30km/h zu viel den Lappen und damit sein Einkommen? Selbstgewähltes Schicksal. Wichtig dabei ist mir aber vor allem auch, dass Gutverdiener sowas nicht mehr weglächeln können. Der bisherige Punkteverkauf ist dabei die Spitze des Eisbergs.

    Das mich diese Strafen auch selbst treffen können, hoffe ich doch stark! Unrecht ist es, wenn aufgrund meines Fehlverhaltens beim Autofahren Existenzen anderer vernichtet werden. Eigenverantwortung ist hier das Thema. Wenn ich mein Leben basierend auf meinen Fehlern zerstöre, dann halte ich das für absolut gerechtfertigt. Wenn ich das Leben Dritter zerstöre, dann haben wir ein gewaltiges Problem, vor allem wenn es an Konsequenzen mangelt.

    Bevor ich aber noch weiter aushole, sollte das vielleicht in einen neuen Thread gepackt werden :-D

    Ich vermute du arbeitest in einem staatsalimentierten Beruf und nicht in der freien Wirtschaft und damit erklärt sich auch der scheinbar holprige Kontakt zur Lebenswirklichkeit außerhalb der alimentierten Blase.

    Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wo du mit diesem unqualifizierten Kommentar hin willst. Ich verdiene weit weniger, als man in der freien Wirtschaft erzielen kann und das nach einer der durchaus längeren Ausbildungsphasen. Bis vor wenigen Jahren habe ich solide unter der Armutsgrenze gelebt, war aufs Auto angewiesen und hätte dir den Bums auch damals unterschrieben.

    Autofahren wäre da so ein Beispiel. Würde ich auch nicht grundsätzlich verbieten wollen, "nur" weil es immer Menschen geben wird, die andere aufgrund von Verantwortungslosigkeit totfahren.

    Wär ich mit Einschränkungen dabei. Voraussetzungen für den Führerschein verschärfen, regelmäßige Auffrischungen spätestens ab 60 Jahren und permanenter Entzug bzw. saftige prozentuale Strafen für (wiederholtes) Fehlverhalten. Sollte auch die Anzahl der Fahrzeuge gut drücken, was der Umwelt zugute käme. Aber erzähl das mal der Lobby :D

    Komplett verbieten ist bei dem Zustand der Öffis halt etwas kompliziert.

    (so lange anderen kein Schaden zugefügt wird)

    Wie soll das denn funktionieren? Ich traue nem substanziellen Teil der Gesellschaft schon nicht zu, dass sie nüchtern ihrem Umfeld keinen Schaden zufügen. Geschweige denn, dass sie Drogen verantwortungsbewusst konsumieren. Freier Wille und Selbstbestimmung sind ne feine Sache, aber das geht gewaltig nach hinten los. Schwarzmärkte wird man damit auch nicht loswerden, im besten Fall werden sie weniger lukrativ und dadurch tendenziell noch gefährlicher, besonders für die untersten Schichten.

    Die Legalisierung von Cannabis unterstütze ich aber weiterhin. Mal abgesehen davon, dass jetzt jede Ecke von größeren Städten danach stinkt, sehe ich nahezu nur Vorteile. Am ehesten überzeugt mich dabei aber weiterhin die Entlastung von Polizei und Justiz ;D

    Man haben wir hier wieder engstirnige Experten. Als würde sich mit der CDU mal irgendwas vorwärts bewegen. Özdemir ist kein Held, aber wenn die CDU nicht leistet, dann lieber eine Periode aufs Maul fallen und im nächsten Anlauf vielleicht daraus lernen. So butthurt wie sich die CDU jetzt gibt ist mMn auch ziemlich erbärmlich :D

    Ich denke auch, man ist bei Schaltwagen "gezwungen", aktiver zu fahren. Bei Automatikwagen läuft das Fahren so automatisch ab, dass ich viel leichter abgelenkt werde. Bei mir wäre es aber auch primär die Preisfrage, Automatik ist in vielen Situationen schon sehr angenehm.

    Wenn sich statistisch zeigt, dass eine bestimmte Gruppe ein deutlich höheres Risiko für Straftaten hat, wäre es dann nicht sinnvoll, diese Gruppe auszuschließen, um die Wahrscheinlichkeit zu senken, dass ungeeignete Personen Verantwortung übernehmen?

    Ist auch schon hart antidemokratisch ^.^ Liest sich auch ziemlich genau wie die halbgaren Reden der AfD, in der die "Remigration" legetimiert werden soll. So engstirniges Denken, bei der die halbe Weltbevölkerung unter Generalverdacht gestellt wird, ist schlichtweg gefährlich und demonstriert gleichzeitig, warum auch nicht jede Frau sich für solche Positionen eignet :ugly:

    Was es braucht ist anständige politische Bildung, damit besagte Verbrecher, Extremisten und Soziopathen nicht ins Amt gewählt werden. Hatte auch anderswo schon erwähnt, dass Politikern nach üblen Fehltritten ein Berufsverbot erteilt werden sollte.

    Die Realität ist leider nicht so, ich du kriegst nicht direkt auf die Schnautze geschlagen, aber bei solchen Äußerungen wie meiner genannten, würde ich sagen ist es keine Seltenheit, dass man mal am Kragen gepackt wird, was willste machen, wenn die Leute das nicht kontern können.

    Wer auf Aussagen mit physischer Gewalt reagiert, der hat es mental nicht über die 6. Klasse geschafft. Da ist auch jeder Versuch des Diskutierens reine Zeitverschwendung.