Das Wandelnde Schloss

  • @Fenrir ach die eine ist ihre Schwester!?

    Die erste, die man sieht ist ihre Schwester - zumindest hab ich es so verstanden - und die andere, die heiratet muss ihre Mutter sein.
    Da aber keine Namen oder Verwandtschaftsgrade gesagt werden, sind das jetzt meine Vermutungen.

  • @Fenrir also die zweite Schrulle ist ihre Mutter wird glaub ich sogar im Film erwähnt und auf der DVD stehts auch drauf, bin mir in beidem aber unsicher.

    Ergibt aber Sinn, weil beide einfach mal gleich aussehen und klingen. Grausam hohe Stimmen xD

  • Was die Ghibli Filme anbelangt wohl mein zweitliebster Film nach Prinzessin Mononoke! Von der Story her extrem interessant und einzigartig. Die Animationen typisch Ghibli sehr liebevoll und mit schönen Hintergründen. Die Synchro finde ich ganz gut, auch wenn ich da doch noch verbesserungspotenzial gesehen hab. Vor allem die Stimme von Sophie fand ich nicht schön. Das kann aber auch an mir liegen. Der Soundtrack ist mal wieder Oberspitzenklasse! und macht immer wieder Spaß zuzuhören.
    Schaue ihn mir immer wieder gerne an!


    Warte nicht darauf, dass etwas Gutes zu dir kommt, sondern hole es dir selbst!

  • Okay, als aller erstes mal, ich fand den Film eigentlich ziemlich gut, so wie fast alles was ich bisher von Studio Ghibli gesehen habe, aber...!
    Gott, dieser Film schafft es so gut einen wunderbaren Spannungsbogen aufzubauen, man bleibt wirklich bis zum Schluss gespannt was passiert und wartet auf den Höhepunkt der Handlung. Der nicht kommt! Und dann... Naja, dann ist da dieses Ende welches den kompletten Konflikt innerhalb von einer Minute auflöst und man denkt sich so: "WHAT?! Was zur Hölle ist da bitte gerade passiert?".
    Wow, einfach wow. Noch nie hat mich ein Film so sprachlos zurückgelassen und auch ratlos, möchte ich hinzufügen! Ich hab mindestens 10 Minuten gebraucht um danach auch nur einen sinnvollen Satz zustande zu bekommen. Es war gelinde gesagt bis in die Unendlichkeit enttäuschend und das ist noch maßlos untertrieben! Meine Herren, hättet ihr euch nicht zusammenreißen können und euch noch ein paar Stunden mehr Zeit für das Storyboard nehmen können?
    Nee. Aber wenn man dann mal aus dem stundenlangen Kopfschütteln heraus kommt und sich irgendwie damit arrangieren kann, dann ist der Film echt gut. Ja, naja. Ich bin dann mal raus.

  • Ich mag diesen Film sehr. ♥
    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich ihn bis August dieses Jahres gar nicht kannte, weil ich immer dachte, ich hätte ihn bereits gesehen.. Das war allerdings ein Irrtum, wie ich dann festgestellt hatte. :onion-sweating:

    Die Geschichte hat mich berührt und ich musste mich ab und an dabei ertappen, wie ich doch extrem mitgefiebert habe, was denn nun als Nächstes passiert. :D
    Ebenso hat mich das auch sehr an Chihiros Reise ins Zauberland erinnert - die Person Hauru kommt Haku irgendwie sehr gleich. x)

    Alles in allem ein gelungener Film.
    Danke Hayao :kawai:

  • Die deutsche Ausgabe der Studio Ghibli Steelbook-Edition geht am 21. April 2017 in die nächste Runde. Dann erscheint über "Universum Anime" Hayao Miyazaki's Klassiker "Das wandelnde Schloss" inkl. Blu-ray, DVD und limitierter Sammlermünze. Ab sofort vorbestellbar auf Amazon.

  • Ein sehr schönes Werk aus dem Studio Ghibli, gehört auch in meine Top Studio Ghibli Film Liste. Ich war damals sogar da im Kino drin. (':

  • Heute hatte ich die Gelegenheit, mir dieses Werk nach vielen Jahren erneut anzusehen. Dass so viel Zeit vergangen ist, sagt eigentlich schon einiges aus. Andere Ghibli-Filme schaue ich teilweise fast jedes Jahr, daher kann man sich wohl denken, dass dieser für mich nicht zu den stärkeren gehört.

    Vorweg möchte ich aber sagen, dass sich meine Kritik ausschließlich auf die Handlung und die Entwicklung der Charaktere bezieht.
    Die Animationen sind, wie man es von Ghibli kennt, herausragend, und auch die Musik trägt einen auf fast schon magische Weise durch die Geschichte.

    Was genau stört mich also an der Handlung (es ist hoffentlich jedem klar das hier Spoiler folgen)? Zunächst einmal haben wir eine klassische, märchenhafte Heldenreise, wie sie für Ghibli typisch ist. Man wird in eine Welt geworfen, in der es Magie gibt und in der gerade ein Krieg oder vielleicht sogar mehrere stattfinden. Warum genau dieser Krieg geführt wird, bleibt über den gesamten Film hinweg allerdings weitgehend unbeantwortet.

    Dabei hätte sich hier eine simple Erklärung rund um Rübe angeboten. Zum Beispiel nach dem Motto: "Königreich A greift Königreich B an, weil man glaubt, der eigene Prinz sei entführt oder getötet worden." Ein einziger Nebensatz hätte schon gereicht, um dem Zuschauer eine verständlichere Grundlage und am Ende einen Aha-Effekt zu geben.

    Das größte Problem des Films sind für mich jedoch die Charaktere und deren Entwicklung. Während des gesamten Films war mir nicht wirklich klar, ob die Handlung innerhalb weniger Tage spielt oder sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Viele Entwicklungen wirken dadurch wirr und überstürzt.

    In einem Moment lernt Sophie Hauro kennen und im nächsten Moment schreit sie bereits, dass sie ihn lieben würde. Das kam so sehr aus dem Nichts, dass ich in diesem Moment wortwörtlich ein "Wie bitte?" von mir gab.

    Auch bei der Hexe des Niemandslandes wirkt die Darstellung extrem sprunghaft. Erst ist sie klar böse, dann angeblich nur "besessen", kurz darauf fast schon liebenswürdig, wenige Minuten später wieder "besessen", um dann erneut Einsicht zu zeigen. Diese Wechsel passieren so schnell, dass sie eher verwirrend als überzeugend wirken. Ganz abgesehen davon, dass sie Sophie ihr normales Leben genommen hat und dann scheinbar ohne große Bedenken in die Familie aufgenommen wird. Bei aller Selbstlosigkeit wirkt das schlicht unglaubwürdig.

    Auch Hauros Katharsis ist für mich kaum nachvollziehbar. Es fehlt ein klarer Moment, in dem wirklich deutlich wird, wann bei ihm der Punkt erreicht ist, an dem er beschließt, sich seinen Problemen zu stellen.

    Von Suliman will ich gar nicht erst anfangen. Dieser Charakter wirkt auf mich letztlich wie eine schlechte Version von "Herrin Eboshi".

    Alles in allem wirkt der Film, besonders gegen Ende hin, ziemlich überhastet. Ich kenne die Buchvorlage nicht und kann daher nicht beurteilen, ob hier einfach unglücklich adaptiert wurde oder ob die Handlung vielleicht schon dort nicht ganz rund war.

    Ich denke aber, dass meine Punkte zumindest nachvollziehbar sind. Ich möchte den Film auch niemandem madig machen. Wie schon erwähnt sind Animation und Musik großartig. Die Geschichte selbst sorgt für mich jedoch dafür, dass ich ihn innerhalb der Ghibli-Filme deutlich niedriger einordnen muss.