Leserunde: Im letzten Viertel des Mondes [Lizensiert] [Spoiler]

  • Was mich aber am meisten stört ist, dass sich Mizuki, nach dem aufwachen, an nichts mehr errinnern kann. Wozu haben sich die Kinder denn dann überhaupt angestrengt? Es ging doch (zumindest im letzten Band) darum Mizuki, die sich alleine und ungeliebt fühlt, zu zeigen, dass sie durchaus geliebt wird und, wenn sie sterben sollte, von vielen vermisst wird. Wenn sie sich aber an all das nicht erinnern kann, war die "Transformation" von ihr quasi für die Katz. Das nimmt dem Manga wirklich viel, denn am Ende fühlt es sich (zumnindest für mich) so an, also ob die Kinder nicht wirklich was erreicht hätten.
    Das, wie @Johan schreibt, ein paar Stellen keinen Sinn machen liegt denke ich an der deutschen Übersetztung.

    Sie haben Mizuki immerhin wieder in die reale Welt zurückgeholt, das ist doch schonmal etwas. Zudem haben sie Zeit miteinander verbracht und somit gemeinsame Erinnerungen geschaffen. Und joa, wie gesagt, Mizuki bleibt weiterhin das arme Schwein am Ende ^^


    Die englische Version ist da definitiv besser, wie man an deinen weiteren zwei Beispielen sieht. Es ist schade, wenn die Übersetzung so wichtig (im negativen Sinne) ist, dass sie den Gesamteindruck von einem Manga runterziehen kann.

  • Da das ganze aus Sicht der Kids erzählt war, hat für mich nicht ganz so arg geworgen, dass Mizuki sich an nichts erinnern kann. Grundsätzlich finde ich es aber auch dämlich, wenn sich eine Figur am Ende an nichts mehr erinnern kann. Hatte das mal bei einer 17bändigen Reihe, wo die ganze Geschichte für die Hauptfigur am Ende nicht geschehen ist, weil sie alles vergessen hat. :wand:


    Danke an MrWasabi für die zusätzlichen Übersetzungen. Da haben wohl im Deutschen weder Übersetzer noch Korrekturleser sonderlich auf den Sinn geachtet.

  • ich möchte mich entschuldigen, dass ich (obwohl ich die neue Leserunde vorgeschlagen hatte) erst jetzt zu Band 2 und 3 schreibe, wo jetzt eigentlich alles schon vorbei ist.
    Ich gebe zu, auch wenn ich viel zu tun hatte, hätte ich die Zeit für zwei Mangas sicher früher aufbringen können.
    Aber nach Band eins fiel es mir schwer mir Zeit für Band zwei zu nehmen (wie das immer so ist, wenn einen etwas nicht so richtig interessiert)


    Ich kann aber sagen, dass ich Band 2 und 3 jetzt innerhalb eines Tages gelesen habe und positiv überrascht wurde.


    Zunächst habe ich die Zeichnungen schätzen gelernt - ich mochte sie am Anfang nicht besonders, aber jetzt gefällt mir der Stil, der stark von dem abweicht, was heute in die ladenregale seinen Weg findet.


    Und dann fand ich die Story doch spannender erzählt als ich erwartet hatte (Band zwei hat mich mehr mitgerissen als Band drei)
    Hauptsächlich lag das daran, dass in Band zwei erwartungshaltungen in mir geweckt wurden und ich stets darauf geachtet habe, was davon nun erfüllt wurde und was nicht; das meiste wurde erfüllt, aber nicht alles. Wirklich überrascht hat mich nur noch, dass Adam schon so lange tot war. Und vllt, wie oft den Kindern der Zufall zu Hilfe kam XD
    Das sorgte auch dafür, dass Band drei nicht so spannend war, weil ich mich erst immer gefragt habe, wann die Kinder wohl erfahren werden, dass da Wiedergeburt mit im Spiel ist, und dann, ob sie echt denken, dass es helfen wird von Adams Tod zu erzählen, um mizuki/sayaka/Eva zu retten (Achtung, Achtung! Diesmal sind auch Namen hängen geblieben).
    Was mich irritiert hat, war letztendlich die Rolle von Tomoki - der Betrüger war also wichtig genug, mizuki zurückzuhalten? Dabei scheint die betrugsgeschichte im Anschluss an ihr Erwachen ja nicht mehr Thema gewesen zu sein... ob der was gelernt hat? Er scheint sie ja schon vorher geliebt zu haben und hat sie trotzdem betrogen :( naja, ich wünsche den beiden alles gute.
    (Dass kleid und schuhe 2.hand von sayaka kamen = 19 Jahre alt, will mir nicht so recht einleuchten)
    Trotzdem hat mir letztendlich Adam besser gefallen - dieses letzte Kapitel (bzw gefühlter epilog) war sehr passend.
    Mich stört es auch nicht, dass sich mizuki nicht an die Kinder erinnert - da wären eh nicht viele interessenüberschneidungen für ne Freundschaft da gewesen.


    Gut, die kinderliebesgeschichte muss immer noch nicht sein -.-
    Aber die freundschaftliche Verbindung zwischen allen Vieren wirkte sehr echt auf mich.


    Alles in allem kommt mir die Geschichte rund vor - an einigen Stellen hätte man die Handlung raffen, sich an anderen mehr Zeit nehmen können - aber insgesamt hat sie einen guten Abschluss (nicht wie vieles, das in 3 Kapiteln beendet werden muss :/)


    (Zu guter letzt intertextualität (Kamo- Pakt mit der Geisterwelt):

    )

  • Ja, die Zeichnungen sind manchmal einfach gewöhnungsbedürftig. Fand die von One Piece am Anfang ziemlich grausig, in der Zwischenzeit gar nicht mehr. :) Dafür geht mir jetzt auf den Keks, das fast alle Shoujo Designs in der Zwischenzeit gleich aussehen. Da hebt sich Ai Yazawa angenehm ab.


    Bei Tomoaki fehlt mir auch was. Dass er überhaupt an der Story teilgenommen hat und nicht einfach nur der betrügende Ex war, soll ja irgendwo hinführen, aber dafür wurde da nicht genug aufgearbeitet.


    Stimmt, eine Freundschaft zwischen Mizuki und den Kindern hätte sich wohl nicht ergeben. Das wäre wohl eher ein peinliche Zusammensitzen gewesen und sich nicht viel zu sagen haben, geworden.