Enshittification des Internets und der Menschen

  • Ich finde es durchaus erstrebenswert, wenn wir es schaffen als Gesellschaft dafür zu sorgen, dass Frauen hier nicht mehr aufpassen müssen als Männer, nur weil sie Frauen sind.

    Ich erwarte jetzt keine handfeste Lösung, aber hast du denn wenigstens eine vage Idee, wie das auch nur annähernd erreicht werden kann?

    Denn selbstverständlich wäre das was du schreibst erstrebenswert, aber auch nahezu aussichtslos. Daher wäre die einzige Möglichkeit es zumindest ein bisschen in diese Richtung zu schaffen, entsprechende Männer zB konsequent anzuzeigen mit der Aussicht dass die Anzeige auch tatsächlich Konsequenzen für den Täter nach sich zieht, was eben nur nachträglich geschehen kann.

  • Ich finde es durchaus erstrebenswert, wenn wir es schaffen als Gesellschaft dafür zu sorgen, dass Frauen hier nicht mehr aufpassen müssen als Männer, nur weil sie Frauen sind.

    Ich erwarte jetzt keine handfeste Lösung, aber hast du denn wenigstens eine vage Idee, wie das auch nur annähernd erreicht werden kann?

    Als Individuum kann man natürlich erstmal damit anfangen sein eigenes Handeln zu hinterfragen und zu optimieren. Aber jeder, der das überhaupt in Erwägung zieht, wird vermutlich nicht Teil des Problems sein. Bleibt also der Rest.

    Denn selbstverständlich wäre das was du schreibst erstrebenswert, aber auch nahezu aussichtslos. Daher wäre die einzige Möglichkeit es zumindest ein bisschen in diese Richtung zu schaffen, entsprechende Männer zB konsequent anzuzeigen mit der Aussicht dass die Anzeige auch Konsequenzen für den Täter hat, was eben nur nachträglich geschehen kann.

    Zum einen kann das nur nachträglich geschehen, und zum anderen muss die Anzeige natürlich auch ernst genommen und verfolgt werden. Selbiges trifft natürlich auch auf Meldungen auf Social Media-Plattformen o.ä. zu, um nicht zu weit vom eigentlichen Thread-Thema abzuschweifen.

    Aber wie du schon sagtest, das ist dann am Ende eher Symptom-Bekämpfung und behandelt nicht die Ursache. Dazu habe ich aber leider, wie gesagt, keine gute Idee.

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    Jack of all trades, master of none.

  • Der Begriff "Enshittification" war mir neu, daher hab ich das Thema geklickt. Leider hat mir der Startpost so gaaaar nicht verdeutlich, was das eigentlich sein soll und was mit diesem Thread bezweckt werden soll. Was ist die eigentliche Frage? Worüber genau soll diskutiert werden? Es ist wild wie viele Themen hier bereits in einen Topf geworfen wurden. Eine kurze Google Suche nach dem Begriff sagt mir, dass es um den Qualitätsverfall von Online Plattformen durch Profitgier und Monopolstellung gehen soll. Daher lasse ich mal Hate Speech, Diskriminierung, Victim Blaming außen vor.


    TL;DR: Plattformen bzw Besitzer dieser Plattformen mögen eben Moneten. Erstrecht wenn sie an der Börse sind. Du bezahlst dafür mit deiner Zeit und deinen Daten. Dir gefällt das nicht, dann nutze es nicht. Verurteile nicht die Kinder der jüngsten Generationen, die es nicht besser wissen, es (noch) nicht verstehen. Sei als frühere Generation ein besseres Vorbild. Kläre auf, gehe mit gutem Beispiel voran. Du bist genervt vom Internet an sich, dann nutze es nicht. Geh raus, fass Gras an, lies Bücher in der Bibliothek, frag deine Freunde in einem direkten Gespräch was sie am Wochenende gemacht haben, anstatt nur ihre Bilder zu liken. Oder sei ambitioniert und versuche das Internet zu einem besseren Ort zu machen, anstatt dich darüber aufzuregen.


    Ich bin froh einen Großteil meiner Kindheit noch ohne Internet verbracht zu haben. Soziale Kontakte in meiner unmittelbaren Umgebung geknüpft zu haben. Aber iwann konnte ich mich in dieser ortsnahen Bubble nicht mehr über meine Interessen austauschen, da es niemanden sonst groß interessiert hat. Da kam mir das Internet mit seinen Möglichkeiten sich weltweit mit anderen austauschen zu können, doch sehr gelegen. Ich nutze hier bewusst das Wort Bubble, denn daraus besteht das Internet in gewisser Weise (wenn es um Kommunikation mit anderen geht). Dieses Forum ist eine Bubble, themenspezifische Chats auf Online Plattformen sind eine Bubble, bestimmte Influencer und ihre Follower sind eine Bubble. Je nachdem in welche Bubble man sich begibt, wird sich auf andere Art und Weise unterhalten und kommuniziert. Wenn du tiefgründige Diskussionen über Gott und die Welt willst, dann such dir ne Bubble dafür. Wenn du dir einfach stundenlang Katzenvideos angucken willst, dann such dir ne Bubble in der solch Videos gepostet werden. Wenn du dich mit Verschwörungstheorien auseinandersetzen willst, dann such dir Bubbles in denen rumgeblubbert wird. Wenn dir gewisse Bubbles nicht gefallen, dann steht es dir frei diese nicht zu nutzen.

    Problematisch ist, dass viele Menschen nicht die Stärke (mental, emotional) oder das Wissen haben, zu erkennen wann eine Bubble gut oder schlecht (für sie) ist (oder einfach völliger Irrsinn). Sie lassen sich mitreißen, sie lassen sich manipulieren, oder kennen es einfach nicht anders. Gerade beim Manipulieren kann ich den meisten keinen Vorwurf machen. Viele Plattformen und Medien sind manipulativ konstruiert. Es ist ihr Ziel dich bei Laune, bei der Stange zu halten. Denn schon längst ist nicht mehr die Plattform das Produkt, sondern du als Nutzer. Gezahlt wird mit deiner Zeit und deinen Daten. Und natürlich weiterhin mit deinem Geld, denn das ist, was die meisten Plattformen früher oder später wollen. Erstrecht nachdem sie an die Börse gegangen sind. Um Mr. Krabs zu zitieren: Ich mag Moneten! Den Konzernen ist dabei meist egal in welcher Bubble du dich befindest, oder was für Ansichten du hast: "Du hälst dich an die Community Richtlinien? Gut, dann beuten wir dich weiter für unseren Profit aus." Und wenn du dieses internetfixierte Leben als Gen Z oder Alpha durch dein Umfeld vorgelebt bekommst, wie willst du da dann von allein rauskommen? Mit 10-12 Jahren kommt einem, glaube ich, noch nicht die Erleuchtung, dass durch zu viel Doomscrolling die Aufmerksamkeitsspanne sinkt, man sich abhängig macht und seine Daten missbraucht werden können. Erstrecht nicht, wenn es die Eltern einem vorleben. Was die Eltern machen muss doch richtig sein, oder? Die wissen im Gegensatz zu ihren Kindern aber, dass es schlecht ist (zumindest manche). Es liegt also iwo in der Verantwortung der früheren Generationen, den neueren Generationen aufzuzeigen, dass da was schief läuft bzw ein besseres Vorbild zu sein. Quasi du als Vorfahre setzt Regeln für deine Nachfahren.?! Frei dem Motto: Du findest scheiße wie es ist, dann machs besser.


    Und von wegen, wer Rumpöbelt wurde früher ignoriert oder gebannt. Das mag ja sein, nur hält dies den Pöbler nicht vom Pöbeln ab und wird ihn auch nicht zum Umdenken animieren, wenn ihm die entsprechende Selbstwahrnehmung fehlt. Meiner Ansicht nach. Wer wirklich pöbeln will, der findet einen Weg und Ort. Wer "unbewusst" pöbelt, wird nicht verstehen wieso er gebannt wurde und ebenso anderswo weitermachen (außer jemand erklärt es ihm und es macht Klick).


    Hier, eine Kartoffel für dich. 🥔:lovex:

    Time waits for no one. ~

    Track the past, order the present and design the future.

  • Ich habe den Beitrag nur leicht überflogen.


    Dennis Ist es nicht eigentlich aus deiner Perspektive sogar sehr gut, dass das Internet so riesig ist und von jedem genutzt wird?
    Jeder findet doch im Internet seine Nischen und sein „Klientel“, wenn man sich ein bisschen auf die Suche macht.
    Gerade durch die Einführung von z.B Discord ist es doch möglich, dass man sich seine eigenen Communitys nach seinen Regeln sucht oder sogar aufbaut.


    Und wenn dir dass dann auch noch nicht direkt genug ist, ist es wirklich nicht besonders schwierig einen Zugang zum Dark Web zu bekommen.


    Hast du schonmal drüber nachgedacht, dass das Problem auch daran liegen könnte, dass du insgesamt älter geworden bist und dich das Thema nicht mehr so reizt, wie früher?

    Als ich jünger war, habe ich extrem gerne stundenlang in mainchats geschattet. Das war damals so neu und cool. Man konnte die Leute random übers chatten kennenlernen und hat sich ständig in diesen Chats getroffen.
    Das Internet hat sich aber so weit entwickelt, dass das einfach kein Thema mehr ist. Das hat aber mit den Menschen an sich nichts zutun.