Ich habe schon lange gerätselt, ob ich das DRD4-7R-Gen habe. Auch bekannt als Wanderlust-Gen.
Schon als Kind, hatte ich das Privileg, dass meine Eltern trotz knappen Geldes mit mir für einige Wochen weg fuhren. Und wenn es auch nur innerhalb Deutschlands war, habe ich es genossen. Meine Einstellung zum Fernweh hat sich aber im Sommer 2016 stark verändert, als ich mit der Familie in die Auvergne nach Frankreich fuhr. Dieser Urlaub hat mich von Grund auf verändert. Die Umgebung war so neu für mich, es beeindruckte mich zutiefst. Seit dem spüre ich den Drang in die Ferne zu ziehen sehr genau. Blöd nur, dass ich direkt nach dem Urlaub mit dem Arbeiten angefangen habe. Dieser Kontrast hat den inneren Konflikt erst recht aufgeheizt. Seit dem habe ich das Gefühl, mein Leben falsch ausgerichtet zu haben. Klar ist es nur Wunschdenken. Doch mich stört diese Bindung zu der Stadt in der ich aufwuchs und lebe. Urlaub ist zwar schön. Doch auch dieser endet irgendwann nach viel zu wenig Wochen und man dackelt dann wieder im tristen Alltag zur Abreit und lenkt sich Abends mit Serien ab.
Hätte ich mehr Vertrauen in mich selber und die entsprechenden Möglichkeiten dazu, würde ich sofort abhauen. Schließlich gibt es noch so viel in dieser Welt, was ich nicht kenne. Und Namibia und Japan warten auch noch auf meine Erkundung.