Beiträge von Erika

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    Zu wie viel Prozent könntest du dich mit der Idee anfreunden, Selbstbedienungskassen, Geld-, Leergut- und Süßigkeitenautomaten und ähnlichem gegenüber ab jetzt immer bitte und danke zu sagen, für den Fall, dass diese irgendwann einmal die Weltherrschaft an sich reißen und sich dann eventuell daran erinnern, dass du immer freundlich zu ihnen warst, so dass sie dich vielleicht erst ganz zum Schluss umbringen werden?

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    Never gets old :dogekek:

    Seid Ihr selbst betroffen?

    Ja, ich bin von FOMO 'betroffen', wenn es um Themen oder Aktivitäten geht, die mich interessieren.

    Was haltet Ihr von FOMO?

    Sie ist sowohl bereichernd als auch anstrengend.

    Bereichernd, da die FOMO schon die Motivation aufrecht erhält, mich weiterhin mit Themen zu beschäftigen, die mich interessieren und einfach auf dem Laufenden zu bleiben.

    Anstrengend, da dem Wunsch, über alles informiert zu sein, nunmal begrenzte Ressourcen gegenüberstehen, die es einfach nicht erlauben, das alles zu überblicken. Und das löst dann eben Stress aus.

    Was habt Ihr ggf. schon dagegen getan um dem entgegen zu wirken?

    Nichts.

    Man liest und hört ja immer wieder die gleichen Sätze von Männern, vor allem wird sich oft darüber beschwert, dass Frauen nicht zurückschreiben und noch nicht einmal ehrlich sagen, wieso denn kein Interesse besteht. Dazu sei gesagt, dass einfach massiv unterschätzt wird, wie viele Anfragen eine Frau auf solchen Plattformen im Durchschnitt erhält. Es ist schlicht zu aufwändig, auf alles und jeden zu antworten. Und selbst wenn die Zeit da ist, kann ich verstehen, dass da keine Info und schon gar keine Begründungen kommen, wieso kein Interesse vorhanden ist. Denn seien wir mal ehrlich, wie reagieren denn Männer (auf Datingplattformen) idR, wenn man sowas schreibt? Aggressiv und beleidigend. Da kann man Frauen keinen Vorwurf machen, wenn die das von Vornherein versuchen zu vermeiden.

    Zudem auch sehr fraglich ist, ob die Begründungen für das nicht vorhandene Interesse überhaupt hilfreich wären. Ich behaupte mal, oft kennt man die Gründe selbst nicht so genau. Aber selbst wenn dies doch der Fall wäre: Die meisten Frauen werden tendenziell nunmal dahingehend sozialisiert, dem Gegenüber nichts potenziell Verletzendes zu äußern, in diesem Fall somit also auch nichts potenziell Hilfreiches. Wer unbedingt (halbwegs brauchbares/ehrliches) Feedback will, sollte sich da eher an bei Frauen beliebten Männer wenden.

    Ach ja, zu der Ansicht, man müsse schon etwas mehr oder etwas Kreativeres schreiben als ein "Hi wie gehts" - nein, das sehe ich anders. Ich meine... ja kann man machen, aber erhöht mMn nicht die Chance, dass die Frau zurückschreibt, wenn sie das Profilbild schon nicht sympathisch findet. Und umgekehrt können Männer, wenn sie denn (in den Augen vieler Frauen) "gut aussehen" eigentlich schreiben was sie wollen und erhalten trotzdem eine Antwort.

    Das alles ist verdammt oberflächlich, und fair ist das natürlich nicht. Die Realität sieht aber nunmal so aus. Man kann sich halt aus dem ganzen Dating-Thema zurückziehen (würde ich jedenfalls so machen) oder man passt sich den Gegebenheiten an.

    Finde, das Bild fasst die Datingsituationen von Männern in den Grundzügen ganz gut zusammen (wenn ich danach gehe, was ich so höre/lese). Man darf sich jetzt halt nur nicht an diesem elendigen Pickup-Jargon aufhängen und muss es schon ein wenig mit Humor nehmen^^

    Spoiler anzeigen

    Damit es nicht off topic wird, zitiere ich den Beitrag mal hierüber.

    Also, ich stimme dir zu, dass man sich nicht mit Leuten beschäftigen sollte, die einem nicht gut tun. Du bist selbstverständlich nicht dazu verpflichtet, dir durch das wiederholte Befassen mit bestimmten Menschen, deiner eigenen Gesundheit zu schaden. Dafür gibt es ja schließlich Fachpersonal oder genug andere Menschen, die sich besser abgrenzen können. Niemand kann dir natürlich absprechen, dass du genervt von bestimmten Verhaltensweisen bist. Bedenklich ist aber, dass hier sehr stark das schädliche Stereotyp des faulen psychisch Kranken, der seine Ego-Schiene fährt, befeuert wird. Du räumst zwar ein, dass nicht alle so seien, erstellst dadurch aber auch eine Hierarchie: Da gibt es also welche, die gar nicht sooo krank sind und nur keinen bock haben etwas zu ändern, dann gibt es welche, die wollen, aber wirklich nicht können und dann gibt es welche, die es -wie du- "geschafft" haben... Erinnert stark an Aussagen, die Arme oft zu hören bekommen ("ihr müsst euch halt genug anstrengen, sonst seid ihr selbst Schuld wenn ihr weiterhin arm bleibt"). Niemand kann in die Köpfe dieser Leute schauen und beurteilen, ob die Optionen die beispielsweise DIR geholfen haben, auch ihnen helfen würden, oder ob sie eigentlich können, aber nur nicht wollen. Wobei es selbst für Letzteres sicherlich verständliche Gründe gäbe. Und wer weiß, wenn da wirklich -wie du schilderst- noch nicht einmal der Versuch unternommen wird, etwas zu ändern, sind diese Menschen vielleicht doch so krank, dass sie tatsächlich nicht können. Willenskraft ist nur ein einziger Faktor von vielen, die darüber entscheiden, welche Möglichkeiten (auch bereits auf kognitiver Ebene) zur Verfügung stehen, um etwas an der eigenen Situation zu verändern. So ähnlich schreibst du es ja auch selbst zu Beginn dieses Threads, und gerade deshalb erstaunt mich dein jetziger Beitrag umso mehr.


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    Zu dem Thema im Allgemeinen möchte ich auch noch was schreiben.

    Mir gefällt der Begriff "psychische Erkrankung" nicht. Fängt schon damit an, dass im klinischen Kontext nur eine binäre Einteilung vorgenommen wird: Entweder Person XY ist krank oder nicht krank. Wird diese Person nun in erstere Kategorie eingeordnet, sagt dies nichts über das Ausmaß der Symptome oder des Leidensdrucks aus. Wiederum kann eine Person, die in letztere Kategorie eingeordnet wird, sehr wohl einen starken Leidensdruck verspüren, erhält aber keine Hilfe, da kein Vollbild einer Erkrankung erfüllt wird.

    In beiden Fällen wird man dem Individuum nicht gerecht. Dann werden ja auch viele Fehldiagnosen gestellt, dazu gehören ebenfalls falsche Nicht-Diagnosen, aber auch zum Teil das pauschale Pathologisieren bestimmter Denk- und Verhaltensweisen. Das Problem fängt ja schon damit an, dass meist einfach geschaut wird, welche Symptome vorhanden sind, aber nicht, welche Ursache dahinter steckt. Es macht ja zB einen großen Unterschied (sowohl für die Diagnostik als auch für eine eventuelle Therapie), ob ein Verhalten beispielsweise auf einen Mangel an Spiegelneuronen zurückzuführen ist oder ob es sich um ein erlerntes Muster handelt. Dann existieren teilweise Diagnosekriterien, bei denen man sich fragen muss, warum da pauschal pathologisiert wird. Noch bunter wird es, wenn mindestens so und so viele Kriterien aus X erfüllt sein müssen, so dass zwangsläufig sehr unterschiedliche "Profile" der selben Erkrankung existieren können. Dennoch bekommt aber jeder mit dieser Diagnose dieselbe Therapie aufgedrückt.

    Nun darf ja ohnehin nur eine Diagnose gestellt werden, wenn ein Leidensdruck vorhanden ist. Aber es scheint kaum jemanden zu interessieren, woher der Leidensdruck eigentlich herrührt. Wie kann es sein, dass der Mensch, dem es schlecht geht, als "krank" bezeichnet wird, obwohl zB andere ihr etwas angetan haben und die darauffolgende Depression beispielsweise lediglich eine normale Reaktion darauf ist? Warum kann man einer Person nicht helfen, ohne sie zu stigmatisieren und unnötig zu pathologisieren?

    Aufgrund dieser Dinge stehe ich dem Begriff und Konzept "psychische Erkrankung" skeptisch gegenüber und denke, dass diese wirklich nur eine Relevanz für den Therapeuten/Psychiater haben, um halt mit der Krankenkasse abrechnen und somit auch der hilfesuchenden Person bestimmte Optionen/Angebote zur Verfügung zu stellen. Nur, wie bereits ausgeführt, wenn diese Optionen vielleicht gar nicht der Problematik dieser Person entsprechen, ist damit niemandem geholfen und die Person darf sich vielleicht noch vorwerfen lassen, sie wolle ja gar nicht oder zeige zu wenig Willen/Eigeninitiative.

    Außerhalb dieses Kontextes hat der Begriff "psychische Erkrankung" eigentlich nichts verloren. Erst recht nicht, wenn man andere pathologisieren will, nur weil man mit ihnen vielleicht nicht klar kommt. So nach dem Motto:

    Wieso hast du Probleme mit Person X? --> Weil die gestört ist.

    Warum glaubst du, dass die gestört ist? --> Weil ich so viele Schwierigkeiten mit ihr habe.

    Aufgrund all der eben genannten Gründe, ist für mich ziemlich irrelevant, ob jemand mit irgendwas diagnostiziert ist oder nicht. Ich versuche zu verstehen, wieso es dieser Person schlecht geht, wie stark die Auswirkungen davon sind, inwiefern ich auf irgendwas Rücksicht nehmen und inwieweit ich mich davon abgrenzen kann.

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    Klar, das könnte ich, aber ich lasse dich lieber erklären wieso du meinst, dass ich mich sehr belästigt von all dem fühle. Die Erklärung würde dann aller Voraussicht nach meine Arbeit für mich erledigen, weil ich nirgends andeutete ob das ganze auf einer Nerv-Skala nun eine 1 oder eine 10 kassieren würde.


    Du hast mit deiner eigenen Wortwahl hier so getan als würden harmlose Worte, wie "Blödsinn" oder "genervt" hier sonst-was suggerieren. Hätte das Wort "sehr" da nicht gestanden, hättest du von mir nicht mal eine Reaktion darauf erhalten. Diese Diskussions-Strategie ist meiner Meinung nach unterste Schublade und ja, ich weiß, "das machen heute aber alle".. das machts aber nicht besser.

    Wer sich hier die Rosinen rauspickt, sollte spätestens jetzt klar sein ;)

    Während du meine Fragen alle ignoriert hast. Wenn du dir nur die Rosinen aus der Debatte rauspicken möchtest können wir das hier auch lassen und die Diskussion beenden.

    Ja, bitte lass uns die Diskussion beenden 🙏 Ist halt sinnlos.