I hear the sunspot

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    Originaltitel: Hidamari ga Kikoeru
    Titel: I hear the sunspot
    Mangaka: Yuki Fumino
    Verlag: ONE PEACE BOOKS
    Anzahl Bände: In Japan bisher 3
    Genres: Drama, Shounen-Ai, Slice of Life
    FSK: 12
    Erscheinungsjahr: 2013


    Es gibt bisher keine deutsche Veröffentlichung!




    Inhalt:
    Kouhei ist schwerhörig und hat viel Mühe, sich an der Uni und vorallem bei seinen Mitstudierenden zu integrieren.
    Lieber sitzt er Mittags alleine auf dem Dach hinter der Schule.
    Genau dort begegnet er dem quirligen, fröhlichen Taichi, der ihm wortwörtlich vor die Füsse fällt.
    Taichi braucht Geld und als er erfährt, das Kouhei jemanden sucht, der für ihn in den Vorlesungen mitschreibt,
    um ihn da zu unterstützen wo er die Dozenten nicht versteht, ist Taichi sofort Feuer und Flamme.
    So kommt es, dass die zwei völlig unterschiedlichen Jungen Zeit miteinander verbringen,
    und über ihre rein "praktische" Verbindung hinaus eine unschuldige, zerbrechliche Freundschaft entwickeln.
    Mehr als Freunde, weniger als Liebhaber finden beide im jeweils anderen etwas, von dem sie gar nicht wussten, dass es ihnen gefehlt hat.


    Persönliche Meinung:
    Der Manga war ein Spontankauf und ich bin sehr begeistert!
    Die Zeichnungen sind sehr fein und passen sich der Stimmung der Story gut an.
    Ein wenig erinnerten sie mich an die Zeichnungen von Gusari aka Natsuki Kizu.
    Die Geschichte kennt im Prinzip zwei Tempi,
    das eine ist jene aus Sicht von Taichi und das andere ist aus Sicht von Kouhei.
    Es ist faszinierend, wie die Mangaka es geschafft hat, allein durch die Erzählweise die Charaktere der beiden durchscheinen zu lassen.


    Es ist definitiv KEIN Yaoi, nur ganz schüchterner Shounen-Ai.
    Das Thema Liebe wird zwischen den beiden Jungen nicht (in dem Sinne) angeschnitten,
    es ist - in meinen Augen - wirklich einfach nur eine sehr sehr tiefe, enge Freundschaft.
    Platonische Liebe wäre wohl das Wort.


    Das Thema Hörbehinderung spielt eine Rolle, allerdings meiner Meinung nach keine zentrale.
    Zwar ist seine Schwerhörigkeit für Kouhei ein grosser Grund, Kontakte zu meiden,
    letztlich in der Geschichte aber eher Mittel zum Zweck.
    I hear the sunspot klärt nicht unbedingt über Schwerhörigkeit auf, aber er gibt Einblick in den Alltag damit.
    Der kluge Leser vermag sich seine Infos darüber selber aus der Story zu ziehen.


    Fazit:
    Umgang mit Behinderung, zwischenmenschliche Schwierigkeiten, Persönlichkeitsentwicklung - diese Themen behandelt "I hear the sunspot" mit wunderschönen Zeichnungen!




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  • Also erst mal: Es ist kein One Shot, sondern eine Reihe mit aktuell 3 Bänden (läuft noch). Ich schätze mal, der Shounen-Ai Teil wird später auch mehr. Hab mir den ersten Band auf frz. geholt - ein paar Wochen, bevor verkündet wurde, dass er auf deutsch erscheint. *arg*


    Aber ich kann die Reihe nach dem ersten Band auch nur wärmstens empfehlen. Also streicht euch den nächsten Juni rot im Kalender an. :)
    Zum einen ist es sehr nett mal was zu lesen, bei dem man das Gefühl hat, dass es um einiges näher an der Realität ist, als die meisten Yaoi Manga und zum anderen finde ich auch den Umgang mit dem Thema Behinderung sehr gut. Das wird in Manga mMn eh viel zu selten aufgegriffen.

  • Danke für die Info @keisuke!
    Tatsächlich ist in der englischen Ausgabe nirgendwo angegeben, dass es eine Reihe ist,
    der Band war auch mit EInzelband angeschrieben.


    Aber es freut mich umso mehr das es eine Fortsetzung gibt.
    Hoffe, diese wird auch von One Peace Books weiter rausgebracht.

  • One Peace Books hat bekanntgegeben, dass das Sequel zu "I hear the sunspot" kommen soll,
    es wird "I hear the Sunspot: Theory of Happiness" heissen und vorerst ebenfalls "nur" einen Band umfassen.
    So, wie ich das verstanden habe, hängt eine Fortsetzung (leider) von den Verkaufszahlen ab.
    Also hoffen!!


    Der zweite Teil wird im Februar 18 veröffentlicht.

  • Ich glaube das ist gar nicht sooo verwunderlich. Ich bin vor 2 oder 3 Jahren auf lj über den ersten Band von Hidamari ga Kikoeru gestolpert und hab ihn unter dem Eindruck gelesen das es nur diesen einen Band gäbe. Eine weile später (ich hab echt kein Zeitgefühl) gabs dann das Sequel das ich, wenn ich meinen Aufzeichungen glauben darf, auch unter dem Eindruck das die Story damit abgeschlossen sei laß. Das hatte da auch schon den Namenszusatz Theory of Happiness, der englische Verleger macht es also eigentlich nur wie der ursprüngliche Herausgeber.


    Aber es freut mich sehr, das es noch einen dritten Band gibt/ geben wird. Die Geschichte hat mir soweit ich mich an sie erinnere echt gut gefallen.

    Quo usque tandem abutere, Catilina, patientia nostra?

  • @Raluca Ja, soweit hatte ich das auch rauslesen können, der (japanische) dritte Teil ist, wenn ich richtig informiert bin, auch noch gar nicht veröffentlicht.


    Mich störts nicht wirklich das es in dieser Form kommt,
    bin einfach nur froh das jetzt der zweite Teil auch kommt und ich nicht auf die Deutsche Ausgabe wechseln muss^^

  • Vielleicht findest du ja jemanden der es lieber auf Französisch hat.
    Ich bevorzuge in vielen Serien die Englische oder Französische Variante vor der Deutschen,
    denke mal, da geht es auch anderen so.
    Ansonsten vielleicht mal in einem französischen Forum umgucken, da finden sich sicherlich Abnehmer!

  • Meine Erfahrung: Frz. Fassungen wird man hier in Dtl. kaum los (hab welche, die schon ewig in meinem Verkaufsthread stehen). Ich finde frz. ja selbst anstrengender zu lesen, als deutsch oder englisch, da ich frz. nicht so gut kann, aber es scheint tatsächlich wenige Anime/Manga Fans zu geben, die auf frz. lesen bzw. Anime gucken, obwohl der frz. Markt einiges Interessantes hergibt, das auf dt. oder engl. nicht veröffentlicht wird.


    Den Vorzug hat bei mir bei Manga eigentlich immer die deutsche Fassung, da ich auf Format, Aufmachung etc. keinen Wert lege und unnötige Importiererei vermeiden möchte. Bei Anime gewinnt bei der frz. Fassung oft der Preis, weil die oft Sub und Dub getrennt veröffentlichen und man sich aussuchen kann, für was man bezahlen will.

  • Das mit dem Markt stimmt, es gibt so viele grossartige Werke die auf Französisch veröffentlicht werden,
    selbiges gilt für Italienische Veröffentlichung, aber Italienisch kann ich kein Stück^^'


    Um aufs Thema zurückzukommen: Ich werde wohl in die Deutsche Ausgabe von I hear the Sunspot reingucken,
    aber bin eigentlich rundum zufrieden mit der Englischen.
    Ich finde einfach, dass die deutsche Sprache nicht zum Medium Manga/Anime passt,
    ich kanns auch nicht wirklich erklären.
    Ist einfach mein Empfinden^^

  • Ich habe nun auch Theory of Happiness gekauft, gelesen und instant geliebt <3
    Ich finde, es ist wirklich selten geworden das so schöne und tiefgründige Shounen-Ais verlegt werden,
    das meiste ich ja doch leider mehr oder weniger nur grafischer Yaoi mit einem Plot der zwar süss ist, aber nichts was in Erinnerung bleibt.
    Umso erfreuter war ich, dass auch der zweite Teil von I hear the sunspot (mich) absolut überzeugt!


    Ich hoffe, die Sequel schafft es auch zu One Peace Books :)

  • So, ich hatte mir den ersten Band jetzt mal auf deutsch geholt und wollte den französischen verkaufen. Aber nach Prüfung hat dann der deutsche den kürzeren gezogen. :eo-sweat:

    Mich interessiert ja gewöhnlich die Aufmachung wenig, aber bei I hear the sunspot finde ich es schon eine eher unglückliche Entscheidung das Cover zu laminieren. Das Bild kommt in matt um einiges besser rüber. Was aber dann wirklich der ausschlaggebende Punkt war, ist die Übersetzung. Ich habe nur kurz reingelesen und die letzten paar Seiten mit dem frz. abgeglichen. Manche Seiten sind 1:1 dasselbe, aber andere sind irgendwie etwas anders und weniger flüssig übersetzt IMO. Da steht dann sogar für mich die Überlegung im Raum auch die weiteren Bände auf frz. zu holen. :unsure:

  • Ich bin neulich gerade über diesen Manga gestolpert (in der deutschen Version) und fand ihn auch absolut toll. Bisher habe ich nur den ersten Band gelesen, der Rest folgt beizeiten.

    Mir gefällt das Thema mit der Behinderung/Einschränkung und dass es eben so eine (wie wurde es oben so treffend formuliert) "zarte Shounen-Ai"-Geschichte ist.

    ...better to be hated for who you are - than loved for who you are not...