Millennials, Generation Y und die Einsamkeit

  • So sitze ich gerade in meiner Vorlesung und scrolle durch die neusten Beiträge da les ich die neuste Studie zu unserer Generation wie sich die Anzahl der Jugendlichen mit Depressionen über die Jahre verdoppelt hat und immer mehr Leute antisozial sind.

    Wieso? Dabei leben wir doch in einer Zeit in der wir etliche Möglichkeiten haben uns sozial auszuleben? Dabei merk ich es doch auch selbst. Man ist sozial überall aktiv, trifft sich ständig mit Freunden aber kaum sitz ich zuhause und schau auf die neusten Beiträge der Freunde fragt man sich "Warum wurd ich nicht eingeladen?". Kontext spielt keine Rolle. Man sieht ein Bild und ein Moment des Ganzen. Facebook, Instagram und co. fördern nicht die Sozialität sondern lassen diese eher degenerieren.

    Ich kann mich noch erinnern wie wir uns damals noch als große Gruppe getroffen haben um Leute aus der Gegend kennenzulernen. Sowas gibt es heute nicht mehr. Deswegen mochte ich den Pokemon Go Hype so. Man ging raus und sah etliche Leute dir das gleiche spielten. Man konnte als Gruppe raus und Pokemon fangen.

    Das abstruse an den Ganzen? Nicht die Negativität der sozialen Medien führen dazu sondern eher die ganze Positivität.

    All die geschönten Beiträge der Freunde, Influencer und Youtuber zeigen eine perfekte Welt mit all ihren schönen Seiten. Da fliegt der eine Youtuber zum x-ten Mal und mal sitzen die Freunde ohne einem selbst zusammen. Der Vergleich wird gezogen und damit auch die Isolation.

    Zusätzlich kommt noch dazu dass Depressionen, Ängste und Probleme stark romantisiert werden.


    Was denkt ihr darüber?

    Seht ihr einen Unterschied bezüglich Einsamkeit und Alleinsein?


    Studie: https://bit.ly/2CYYXe7

  • Was du beschreibst, ist die so genannte Fear of missing out (FOMO). Die Angst, etwas zu verpassen, dass die Freunde ohne einen (mehr) Spaß haben, dass andere Leute ein geileres Leben haben und mehr Spaß haben.

    Gerade Social Media befeuert diese Angst sehr stark.

    Wirkten früher Promis und reiche Leute noch weit weg, so sind sie uns heute durch Social Media näher denn je, und jeder x-beliebige Influencer der ohne besondere Skills "reich" und berühmt wird, lässt natürlich in den Leute, die diesen auf Instagram o.ä. folgen einen gewissen Neid entstehen. Man ist mit den einfachen Dingen im Leben einfach nicht mehr so zufrieden, weil man viel zu oft Leute sieht, denen es augenscheinlich besser geht. Die negativen Aspekte postet aber niemand auf Instagram.

    Aber auch der Kontakt zu anderen Menschen hat sich gewandelt. Früher hatte man sich mit jemandem verabredet, und dann musste man sich auch mit der Person treffen. Kurz vorher absagen, oder auch mal spontan eine Verabredung planen war nicht drin, man musste sowas zumindest teilweise langfristig planen. Dadurch hatten Treffen meiner Ansicht nach einen viel höheren Stellenwert.

    Und man bekam es eben auch einfach gar nicht, oder nur selten, mit, wenn sich die Freunde ohne einen getroffen haben. Wie auch? Es gab ja nichts, wo man die Fotos hätte teilen können. Maximal gab es dann 1-2 coole Stories, die man selbst nicht miterlebt hatte.


    All diese Faktoren befeuern die FOMO sehr stark, wodurch auf lange Sicht eben auch Angststörungen und Depressionen entstehen oder zumindest verstärkt werden können.

    Und einfach Social Media weniger oder gar nicht zu benutzen ist leider für viele auch keine Alternative, denn dann wird aus der "Ich habe Xyz verpasst" ein "Ich könnte 100000 coole Dinge verpassen".


    Zum Thema "Fear of missing out" hat der YouTuber Casually Explained auch vor kurzem ein Video hochgeladen, das sich aber eher humoristisch der Thematik annähert:

  • Jop da stimme ich dir zu .

    Irgendwie schizophren nicht wahr ?

    Man sollte meinen , durch die ganze vernetzung von Netzwerken , sei es Facebook , Instagram oder ähnliches , müsste man doch eigentlich mit sehr vielen Leuten in kontakt kommen , mit dehnen man die gleichen Interressen teilt , aber sowas ist und bleibt dann halt immer nur online .

    So entsteht es dann halt , das man trotz tausenden von " Freunden " sich dennoch einsam fühlt.

    Das Hauptproblem an dem ganzen sind lustigerweise die Netzwerke selber !

    Facbook und co. erwecken den Eindruck , durch das ganze geposte und Fotos hochladen , das die Person ein geiles Leben haben muss , wenn sie so viel machen , auch wenn diese Leute dann später hinter dem Bildschirm hinten in einer Ecke rummheulen wie sonst was .

    Tja und wenn man sich selber anschaut , denkt man meistens nur : mist ..... warum ist mein leben nicht so spannend :( .

    Hinzu kommen noch die ganzen " Influencer " , die ganze noch popularisieren , also sprich jeder kann in Anführungsstrichen ein Superstar sein .

    Das ganze geht bei den meisten teilweise nur noch darum , wie viele Follower man hat , bzw wer hat die meisten , die einen folgen und der Rest ist meisten egal .

    Allgeimein ist mir aufgefallen , das sich vieles heute darum dreht sich in irgendeiner Weise zu ich sag mal zu profillieren .

    Geht es nur mir so oder Irre ich mich da ein wenig ?

    Ich selber bin keiner , der auf irgendwelchen Social Media Seiten rummgeistert ( brauche ich auch nicht ) , aber erzähle ich das jemanden , denken die meisten Menschen , das ich langweilig oder kein spannendes Leben habe .

    Traurig oder ? und das nur weil man nich ständig jeden Mist auf irgendeiner Seite posten will .

  • Unsere Welt ist einfach vernetzter geworden. Aber wie so vieles, hat eine solche Entwicklung auch Schattenseiten. Dass man jemandem folgt, ist ja eigentlich schon selbstverständlich. Man wird dann jedesmal benachrichtigt, wenn Person X ein neues Selbstportrait (im allgemeinen Sprachgebrauch auch Selfie genannt) hochgeladen hat und gibt diesem natürlich sofort eine positive Bewertung. Ach, was ich nicht alles sehe, wenn die Fahrgäste neben mir in der Bahn bei Facebook die Beiträge durchrattern :rolleyes: Ich kann mir da echt nur an den Kopf fassen. Natürlich habe auch ich meine Idole. Für mich ist das aber noch kein Grund, ihnen auf allen denkbaren Plattformen zu folgen. Die einzigen sozialen Netzwerke, in denen ich aktiv bin, sind YouTube und die ACG. Mehr brauch' ich nicht. Wäre ich bei mehr Sozialen Netzwerken aktiv, würde ich mich einfach noch mehr ans Internet binden und persönliche Daten preisgeben. Deswegen, werde ich mich nie im Leben bei Facebook registrieren.

    Sehr ihr einen Unterschied bezüglich Einsamkeit und Alleinsein?

    Klar. Ich, als "antisozialer" Mensch (so stufe ich mich ein), habe überhaupt kein Problem mit dem Alleinsein. Klar interagiere ich mit meinen Kollegen oder Familie. Wir machen Witze und helfen uns gegenseitig. Dennoch genieße ich es mehr, alleine zu sein, da ich introvertiert bin. Einsam wäre ich wirklich, wenn ich niemanden hätte, der mich kennt, und mir demzufolge auch nicht zur Seite stehen kann, wenn ich mal Hilfe brauche. Doch ich vermute, dass so etwas auch Definitionssache ist. Für jemanden, der ständig online und stolz auf seine Tausend Freunde ist (überspitzt gesagt), für den ist die Einsamkeit schon schnell erreicht, da niemand da ist, der ihn mit Herzen lobt.

  • was glaubt ihr denn wieso Chris Hemsworth seine Kinder in Australien irgendwo am A. der Welt großziehen lässt und nicht in Kalifornien und ohne Internet können heute die meisten Menschen garnicht mehr existieren. In Wahrheit sind 80 Prozent oder mehr bereits "süchtig" ... in der Natur sind nur noch Leute mit nem Hund und der Rest auf Partys oder home.

  • was glaubt ihr denn wieso Chris Hemsworth seine Kinder in Australien irgendwo am A. der Welt großziehen lässt und nicht in Kalifornien und ohne Internet können heute die meisten Menschen garnicht mehr existieren. In Wahrheit sind 80 Prozent oder mehr bereits "süchtig" ... in der Natur sind nur noch Leute mit nem Hund und der Rest auf Partys oder home.

    Das Problem ist , das wir uns über die Jahre hinweg abhängig gemacht haben .

    Schau mal auf die Wirtschaft bzw auf die ganze Vernetzung von Strom und Verkehr ( Stichwort Globalisierung ) .

    Also ohne Internet würde im Prinzip garnichts mehr funktionieren , alles wäre lahmgelegt !

    Fakt ist leider , das man heutzutage ohne Internet aufgeschmissen ist , da man es teilweise zum lernen oder für Bewerbungen ( zb. Jobsuche ) benutzt.

    In Deutschland ist es glaube ich sogar so , dass das Internet zur Grundversorgung im Haushalt gehört .

  • hast du Recht. Aber Grundversorgung sind nur eine 50m² Wohnung bzw. BIS zu 50. Wenn du eine kleinere bekommen hast bekommst du nur bei Schimmel oder Nachwuchs eine größere(hier in NRW). Strom gehört nicht zur Grundversorgung. Das musst du dir vom Regelsatz bezahlen lassen. Willst du einen Herd musst du ein Kredit aufnehmen lassen beim Amt, das nennt sich Antrag auf ein Darlehen. Bist du alleine kannst du 75 Euro bezahlen zum anschließen. Deutschland ist nicht mehr das Paradies wie in den 80ern. Bürojob will jeder, da kriegst du kaum noch was. Eher Maler, Fließenleger, Pfleger etc. gesund ist alles nicht egal welchen Job du hast. Sitzen ist das neue rauchen. Firmen wandern aus. China boomt immer mehr und macht den Planeten kaputt aber wir sollen für jeden sch. bezahlen. 3 Bundespräsidenten bekommen so viel Zucker wie tausende Hartz4 Leute. Heute wurde ich angeschnorrt beim einkaufen. Zahnärzte sind Geschäftsmänner und warten bis deine Zähne komplett kaputt sind um dir ne Brücke oder anderen sch. anzudrehen. Frauen suchen sich einen Mann nach Status(nicht alle :)) Noch Fragen? da wundert man sich warum viele "einsam" sind??

  • Ja bin ganz deiner Meinung .

    Nach allem was man so immer wieder hört , bekommt man richtig angst um seine Zukunft :-/

  • MeisterErdbeere

    was ich total dumm finde wie man Krankenhäuser, Altenheime so dermaßen überlasten kann als Staat oder erst Flüchtlinge reinholen und dann Häuser bauen. Aber die Wahrheit ist wieder irgendwo unter der Gürtellinie zu finden oder genauer gesagt in der Brieftasche. Das einzigste was man dir nicht nehmen kann ist dein Glaube(muss nicht Religion sein) und deine Gefühle als Mensch.

  • Sehr interessanter Beitrag.

    Und mit Masse wohl einfach so als wahr zu bezeichnen. Das Netz dient in meinen Augen nur als sekundärer Ersatz für ein wirkliches Sozialleben. Zwischenmenschliche Beziehungen brauchen unsere Sinne. Und ein Minimum dessen ist für die geistige Gesundheit auch erforderlich, nicht umsonst wird mit Depressionen bis hin zum Suizid gekämpft. Allerdings verschärft das Internet mit all seinen Möglichkeiten durch diese massiven Substitutionsmöglichkeiten die ganze Situation nochmals. Dazu ist es trivial einfach sich beinahe karitativ wirkende Kontraste von perfektem, editierten menschlichen miteinander anzusehen.


    Dennoch fühle ich mich persönlich relativ weit entfernt davon. Ich brauche und will gar nicht zu viele Leute um mich. Aufwand. YouTube, influncer, Facebook... nee, nichts für mich. Für so was fehlt mir die Zeit. YouTube für Musik oder nen how to. Facebook gar nicht mehr. Dafür gibt es aber so Sachen wie dieses Forum hier.


    Während ich lediglich einen Freund mit wirklich vergleichbaren Interessen habe, bietet so ein Forum die Möglichkeit viele Gleichgesinnte zu finden. Kein Ersatz für Freunde im rl. Aber gleichzeitig eine Möglichkeit, seinen Freundeskreis, auch im rl, zu erweitern.


    Um aber nochmal etwas weiter auszuholen. Wann hatten wir uns als Menschheit schon mal so intensiv mit Endzeit und Apokalypse auseinander gesetzt? Ich finde es symptomatisch, das wir vermehrt eine sehr triste Zukunft vor uns sehen. Klar, man kann das alles ausblenden, aber ich habe das Gefühl heute hat der 15 jahrige eine realistischere Vorstellung der Welt von morgen als dessen Großeltern.

  • Facebook, Instagram und co. fördern nicht die Sozialität sondern lassen diese eher degenerieren.

    Finde ich überhaupt nicht, diese sozialen Netzwerke so wie Whatsapp sind Grund dafür weswegen ich nach meinem Umzug (fürs Studium) immernoch guten Kontakt zu alten Schulfreunden oder anderen Leute aus meiner Heimat habe. Gäbe es keine solche Möglichkeit den Kontakt weiterhin zu Pflegen würde er sicher nach einiger Zeit abbrechen.

    Das gleiche gilt für meine Schwester die jetzt das zweite Jahr in Folge in Kanada ist.

  • Facebook, Instagram und co. fördern nicht die Sozialität sondern lassen diese eher degenerieren.

    Finde ich überhaupt nicht, diese sozialen Netzwerke so wie Whatsapp sind Grund dafür weswegen ich nach meinem Umzug (fürs Studium) immernoch guten Kontakt zu alten Schulfreunden oder anderen Leute aus meiner Heimat habe. Gäbe es keine solche Möglichkeit den Kontakt weiterhin zu Pflegen würde er sicher nach einiger Zeit abbrechen.

    Das gleiche gilt für meine Schwester die jetzt das zweite Jahr in Folge in Kanada ist.

    ich glaube was er meinte das viele dadurch denken das es schon "reicht" und man sich nicht mehr treffen muss (unglaublich das ich tofu verteidige, was ist passiert??)


    Yuzuriha

    wir haben uns von Öl abhängig gemacht und es als Fortschritt verkauft. Jetzt wieder in die Westernzeit zurück wäre zwar gut aber auch ne Katastrophe von "Luxusgütern" Da würden auch viele Menschen viel weniger verdienen, das ist das Hauptproblem. Es lässt sich nur durch neue Technologien bekämpfen aber die Zeit dafür haben wir nicht. Ich bin mir sicher das wir auf eine Katastrophe zusteuern. Trotzdem wird nicht alles schlecht sein deswegen.

  • Facebook, Instagram und co. fördern nicht die Sozialität sondern lassen diese eher degenerieren.

    Finde ich überhaupt nicht, diese sozialen Netzwerke so wie Whatsapp sind Grund dafür weswegen ich nach meinem Umzug (fürs Studium) immernoch guten Kontakt zu alten Schulfreunden oder anderen Leute aus meiner Heimat habe. Gäbe es keine solche Möglichkeit den Kontakt weiterhin zu Pflegen würde er sicher nach einiger Zeit abbrechen.

    Das gleiche gilt für meine Schwester die jetzt das zweite Jahr in Folge in Kanada ist.

    Versuch mal bitte nicht in weiß zu schreiben, im hellen Design kann das keine Sau lesen... ^^'''

  • Ich habe ja auch gesagt finde ICH nicht :p

    Das einzige wofür ich Facebook noch benutze ist treffen auszumachen mit den paar Leuten die ich dort noch habe.


    Edit : ja die Sache ist in schwarz kann man es im dunklen schlecht lesen ^^

  • Facebook, Instagram und co. fördern nicht die Sozialität sondern lassen diese eher degenerieren.

    Finde ich überhaupt nicht, diese sozialen Netzwerke so wie Whatsapp sind Grund dafür weswegen ich nach meinem Umzug (fürs Studium) immernoch guten Kontakt zu alten Schulfreunden oder anderen Leute aus meiner Heimat habe. Gäbe es keine solche Möglichkeit den Kontakt weiterhin zu Pflegen würde er sicher nach einiger Zeit abbrechen.

    Das gleiche gilt für meine Schwester die jetzt das zweite Jahr in Folge in Kanada ist.

    Versuch mal bitte nicht in weiß zu schreiben, im hellen Design kann das keine Sau lesen... ^^'''

    es war in schwarz, er hats wahrscheinlich weiß gemacht, weil sich dachte ist zu privat...da sollte ein Mod einfach löschen. Achso lol ich hab das dunkle Design ^^

  • Facebook, Instagram und co. fördern nicht die Sozialität sondern lassen diese eher degenerieren.

    Finde ich überhaupt nicht, diese sozialen Netzwerke so wie Whatsapp sind Grund dafür weswegen ich nach meinem Umzug (fürs Studium) immernoch guten Kontakt zu alten Schulfreunden oder anderen Leute aus meiner Heimat habe. Gäbe es keine solche Möglichkeit den Kontakt weiterhin zu Pflegen würde er sicher nach einiger Zeit abbrechen.

    Das gleiche gilt für meine Schwester die jetzt das zweite Jahr in Folge in Kanada ist.

    Du missverstehst da was. Ich bezog mich hierbei nicht wirklich auf eine Messenger App wie WhatsApp sondern eher Facebook, Instagram oder Snapchat. WhatsApp lässt dich mit anderen in einfachster Weise noch Kontakt halten, klar. Instagram, Facebook, Snapchat usw. hingegen lassen ihre Nutzer hingegen eher einsam fühlen lassen statt sozialer. Zum einen nutzen sozial isolierte Jugendliche oft diese Mittel um sich noch mehr zu isolieren als auch tretet bei immer mehr Leuten das Fomo Gefühl was auch nicht gerade unterstützend ist.

  • Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich schon oft genug Neid verspürt habe, als ich Bilder von Leuten sah, die um die Welt reisen und den Schein vermitteln, ein perfektes Leben zu führen. Man erhält den Eindruck, allen anderen geht es so gut, sie genießen ihr Leben in vollen Zügen und haben alles im Griff. Das führte dazu, dass ich mir oft die Fragte stelle: Wie kann es sein, dass alle so glücklich sind und nur mein Leben das reinste Chaos ist? Man fühlt sich einsam und verloren.


    Ich denke, dass hierbei das Sprichwort: "Es ist nicht alles Gold, was glänzt" gut zutrifft. Ich musste mir ständig einreden, dass keiner ein perfektes Leben führt. Irgendwie traurig. Ich kann verstehen, dass jeder sich von der schönsten Seite präsentieren möchte und dass manche einfach nur Bilder, von den schönen Momenten im Leben posten, um ihre Freude mit anderen zu teilen. Ist ja eigentlich auch gar nicht verwerflich, aber ich will meine Zeit einfach sinnvoller nutzen, mich nicht mit Leuten beschäftigen, zu denen ich gar keinen Bezug habe und meine Zeit nicht damit verschwenden, mich mit anderen zu vergleichen. Instagram war mein Zeitfresser Numero 1. Ich fing an mich mit Freunden zu verabreden, nur um Bilder zu machen, damit ich etwas posten kann, um Bestätigungen durch Likes zu erhalten. Ich konnte nicht mal mehr in Ruhe einen Film anschauen oder ein Buch lesen, ohne dabei mehrmals auf mein Handy zu glotzen. Gleich nach dem Aufstehen, griff ich zum Handy und scrollte mich durch mein Instagram Feed, um bloß nichts zu verpassen. Ganz schön schräg und gruselig. Aber warum? Warum tangieren mich diese Menschen überhaupt, mit denen ich privat eigentlich nichts am Hut habe, so sehr? Es ist ja völlig in Ordnung ab und zu Bilder und Storys zu posten, schlimm wird es erst dann, wenn man konstant den Drang verspürt, etwas hochzuladen, weil ja sonst die Followeranzahl sinkt. Mir ist bewusst, dass manche damit ihr Geld verdienen und wer es gerne macht, schön und gut, macht weiter, aber meins ist es nicht.


    Facebook habe ich schon eine lange Zeit davor gelöscht. Instagram benutze ich zwar noch, aber bin längst nicht mehr so aktiv, wie damals. Ich habe viele Follower entfernt und folge nur mehr noch meinen engsten Freunden und Leuten, deren Content ich wirklich feier, sind aber auch nicht gerade viele. Solche Pattformen können gefährlich werden und negative Gefühle auslösen, wenn man sie falsch nutzt. War ja bei mir auch so. Ob man nun 10 der 1000 Likes ist doch völlig egal, denn am Ende kann keine einzige Plattform, die innere Leere fühlen. Ich möchte Social Media nicht kompett schlecht reden, natürlich gibt es im Gegenzug auch viele Leute auf diesen Plattformen, die einen motivieren und inspirieren. Wie gesagt, es kommt halt drauf an, wie man es nutzt und wenn man folgt. Man muss halt selber für sich entscheiden, was einen gut tut und was nicht.

    "The only thing we're allowed to do is to believe

    that we won't regret the choice we made."

    - Levi Ackerman (Attack on Titan)

    Einmal editiert, zuletzt von _Minah_ ()

  • Da ich sehr viele Erfahrung mit den Thema habe, würde ich gerne dazu was sagen.

    Ich leider wie ihr wisst unter Depressionen und ich möchte gerne den Unterschied zwischen

    Alleinsein und Einsamkeit erläutern was für mich es bedeutet.


    Für mich ist Alleinsein, dass man niemanden hat..

    Keine freunde und keine Menschen die zu dir stehen wenn man in eine

    schwere Zeit ist. Doch die Einsamkeit ist für mich am schlimmsten,

    Das Gefühl im Herzen zu haben das du wirklich niemanden hast im Herzen. Auch wenn man Freunde

    hat ist es schön und gut. Doch das Gefühl wirklich einsam zu sein im Herzen bleibt da.. Ich habe Freunde

    ich habe Familie und Verwandte. Doch in mein Herzen sieht es düster aus und das Gefühl dennoch Einsam zu sein

    ist da. Deswegen ist die Einsamkeit für mich das schlimmste Gefühl was es gibt und ich hoffe das ich es gut erklärt habe.

    Doch für jede Person auf diese Welt, gibt es eine andere Definition. Jeder Mensch beschreibt das Gefühl anders oder einige

    können es überhaupt nicht beschreiben weil sie es nicht unterscheiden können was, was ist.



    Grüße


    Soul

  • Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich schon oft genugNeid verspürt habe, als ich Bilder von Leuten sah, die um die Welt reisen und denSchein vermitteln, ein perfektes Leben zu führen. Man erhält den Eindruck,allen anderen geht es so gut, sie genießen ihr Leben in vollen Zügen und habenalles im Griff. Das führte dazu, dass ich mir oft die Fragte stelle: Wie kann es sein, dass alle so glücklich sind und nur mein Leben das reinste Chaos ist? Man fühlt sich einsamund verloren.

    die meisten reisen nur in die schönen abgesicherten Gegenden. Die dreckigen, armen Gegenden werden schön gemieden. Es hat weniger mit den Orten als vielmehr mit der Zufriedenheit zu tun, die diese Menschen verspüren und teilen möchten. Es ist eine "Verzerrung" im Bewusstsein , die diesen Neid hervorruft. Egal wie gut es einem geht der menschliche Körper hat bestimmte Barrieren, die man nicht überwinden kann und das ist auch gut so. Ich würde sagen mit Freunden etwas unternehmen ist das normalste der Welt und sollte man mindestens 1x in der Woche auch tun. Das hat mit der eigenen Zufriedenheit zu tun als auch mit der deiner Freunde. Es ist ein gegenseitiger Austausch von Zufriedenheit, Glück und Wahrnehmung von Zeit. Wenn ich am WE nicht schuften muss gehe ich immer! entweder Eltern oder Freunde besuchen. Mitten in der Woche sehen mich immer Menschen. Ich denke das ist sehr sehr wichtig. Genauso sollte man aber auch nicht davor zurückschrecken ein Buch zu lesen! Bücher sind verlorenes Wissen so seltsam das auch rüberkommt.


    Von Dubai bekommt man nur die schönen Bilder zu Gesicht. Die Baustellen werden schön ausgelassen. So ist es von vielen Urlaubsgegenden. Ich kann aber nicht leugnen das Kuba, Mexiko, Dom. Republik, Kreta, Malta, Malediven wirklich wunderschöne Gegenden sind und es sich dort zu leben lohnt falls man finanziell gut abgesichert ist. Vorallem als Deutscher. Da braucht man aber trotzdem nicht neidisch zu sein, weil egal was für ein Auto du fährst, egal wie viel du am Tag lachst, du musst trotzdem bis zum Ende durchmachen.


    Internet ist einfach New Age. Man kann gute Sachen shoppen. Ist ne sehr gute Erfindung gewesen. Ich war auch mal bei Facebook. Innerhalb von nichtmal 1h hatte ich schon ganz viele Leute am Hals. Hab mich sofort gelöscht. Wollte nur Fotos von meinen Cousins downloaden. Man könnte sicherlich noch viel mehr schreiben aber das muss genügen fürs erste.