Kontroverse Meinungen

  • Und genau da ist das Problem, wahrscheinlich würde es weniger Unfälle geben, wahrscheinlich wären die Straßen sicherer, hätte hätte Fahrradkette.

    Das "wrsl" war eigentlich nur eine nette Umschreibung von mir, die Statistiken sind öffentlich einsehbar.

    Man müsste doch erstmal schauen wie viele Unfälle auf mangelndee Reaktion o.ä fallen.

    Und wie viele auf einfaches zu schnell fahren, Handy am Steuer oder andere Ablenkungen.

    Warum müsste man das schauen? Wenn jemand bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wird oder gar stirbt, ist es wrsl nicht die erste Sorge der Person warum es geschehen ist. Aber du hast es richtig erkannt, das sind alles Gründe, die zu Unfällen führen können. Oder willst du damit darauf anspielen, dass SeniorInnen weniger oft zu schnell fahren oder das Handy am Steuer verwenden? Dann bist du aber am Thema vorbei, da es um eine allgemeine Überprüfung ging und nicht um die von SeniorInnen.

  • Ex4mp1e

    Und wer soll die Erneuerung oder von mir aus den jährlich wiederkehrenden Test/Prüfung finanzieren?

    Außerdem liest es sich als würde es nur noch mehr Bürokratie bedeuten.

    Von jährlich war ja nie die Rede, außerdem würde es dann wrsl weniger Unfälle geben, was Menschenleben retten kann. Und die sind ja wohl wichtiger als Geld.

    Jährlich Synonym = jedes Jahr oder Jahr für Jahr.

    Ersetz dann ruhig jährlich durch eine andere Zeitform wenn es dir besser gefällt.

    _

    In erster Linie würde ich zwar zustimmen und wäre früher ohne nachzudenken bereit gewesen das zu unterschreiben, aber wenn ein Vorschlag/eine Idee oder ein gewünschtes Gesetz - in diesem Fall die mit zeitlichen Abständen wiederkehrende Aktualisierung des Führerscheins - nicht finanziert werden kann oder man selbst nicht einmal eine Idee hat wie das vonstatten gehen soll, dann würde ich widersprechen.

    Um es mal simpel zu formulieren: Wie soll man ohne die notwendigen finanziellen Mitteln etwas oder jemanden retten können?

    Wer die Freiheit liebt braucht keine Führung.

  • Jährlich Synonym = jedes Jahr oder Jahr für Jahr.

    Ersetz dann ruhig jährlich durch eine andere Zeitform wenn es dir besser gefällt.

    Es liegt wohl ein Missverständnis vor, Ex4mp1e schrieb doch "alle 10 Jahre oder so"

    Ich hatte es selbst gelesen, aber habe halt einfach mal ein unpassendes Synonym verwendet. Meisten überprüfe ich meine Postings vor dem Absenden nicht erneut. Jedenfalls haben wir damit geklärt wie das Missverständnis entstanden ist.

    Wer die Freiheit liebt braucht keine Führung.

    Einmal editiert, zuletzt von Aka (8. Mai 2026 um 20:26)

  • Bürger*innen schulden ihrem Staat nichts.

    Damit meine ich nicht steuerliche Abgaben. Die sind notwendig, um die Wirkmächtigkeit des Verwaltungskonstrukts Staat zu erhalten. Das ist ein gutes Beispiel für ein materielles tit-for-tat.

    Aber ich denke, Bürger*innen schulden Staaten moralisch nichts, weshalb meiner Meinung nach kein Staat legitim von seinen Bürger*innen verlangen kann, in den Krieg zu ziehen oder einen Ersatzdienst ableisten zu müssen, wenn das abgelehnt wird. Ich verstehe tatsächlich überhaupt nicht, warum das die Meinung im Mainstream ist.

    Mir geht es hier nicht so sehr um eine realpolitische Diskussion, die geopolitische aktuelle Ereignisse einbezieht, als wäre damit auf argumentativer Ebene irgendetwas gelöst. Es geht mir um eine von konkreten Ereignissen losgelöste Argumentation, die theoretisch ja auch in Zeiten des Weltfriedens geführt werden könnte.

    Es ist beispielsweise nicht einmal im Ansatz ausdiskutiert, ob Gewalt überhaupt immer eine legitime Strategie darstellt.

  • Die Trennung von Kunst und Künstler ist nicht möglich, wenn der Künstler noch lebt und aktiv von deinem Konsum profitiert.

    Du meinst moralisch. Ja, das ist eine Position. Allerdings stellt sich die Frage, inwiefern du und ich, die ja für ihr eigenes moralisches Handeln verantwortlich sind, für das anderer (etwa Künstler*innen) verantwortlich werden können. Im Grunde lassen sich solche Kausalketten ja ständig aufmachen: Hat eine Ärztin, die einen Straftäter rettet, moralisch Schuld, wenn dieser danach erneut eine Straftat begeht? Und so weiter.

  • Incubus

    Beispiel:

    Wenn ich jetzt von einem Künstler wüsste, dass er eine rechtsextreme Partei unterstützt und dieser Spenden gibt, dann würde ich durch die finanzielle Unterstützung des Künstlers eben auch indirekt diese rechtsextreme Partei unterstützen. Beispielsweise durch den Kauf eines Konzerttickets, weil ich ja weiß, was der Künstler mit diesem Geld anstellt.

    Finde das Arztbeispiel da eher unpassend. Ging mit wirklich darum, dass Leute teils Kunst und Künstler voneinander trennen wollen, das aber in einigen Fällen nicht geht - nämlich wenn der Künstler aktiv davon profitiert, dass du seine Kunst konsumierst und ihm dadurch so etwas ermöglichst, wie in meinem Beispiel.

    "Faschisten hören niemals auf, Faschisten zu sein"

    Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt

  • Beispiel:

    Wenn ich jetzt von einem Künstler wüsste, dass er eine rechtsextreme Partei unterstützt und dieser Spenden gibt, dann würde ich durch die finanzielle Unterstützung des Künstlers eben auch indirekt diese rechtsextreme Partei unterstützen. Beispielsweise durch den Kauf eines Konzerttickets, weil ich ja weiß, was der Künstler mit diesem Geld anstellt.

    Finde das Arztbeispiel da eher unpassend. Ging mit wirklich darum, dass Leute teils Kunst und Künstler voneinander trennen wollen, das aber in einigen Fällen nicht geht - nämlich wenn der Künstler aktiv davon profitiert, dass du seine Kunst konsumierst und ihm dadurch so etwas ermöglichst, wie in meinem Beispiel.

    Schon klar. Aber du meinst das moralisch, ohne es so zu nennen. Du meinst, dass zwischen Künstler*in und Kunstwerk moralisch eine Beziehung besteht, indem ich den oder die Künstler*in unterstütze, wenn ich ihre oder seine Kunst kaufe / Reichweite verschaffe oder sowas. Hier geht es also nicht um eine intrinsische Beziehung zwischen Kunst und Künstler*in, auch wenn das philosophisch eine spannende Frage ist.

    Da du das aber nun moralisch meinst, müssen wir das eben auch moralisch diskutieren. Und hier ist die Frage meiner Meinung nach gar nicht so einfach, wie du sie darstellst. Es ist überhaupt nicht selbstevident, dass ich moralisch dafür verantwortlich bin, wenn ein Künstler z.B. rechtsextreme Parteien mit dem Geld unterstützt, das er über Plattenverkäufe (nicht selbst rechtsextremer) Musik bekommt. Das ist zunächst die Verantwortung des Künstlers.

    Diese Verwantwortung, die du da herstellst, ließe sich auch in anderen Fällen denken. Das Beispiel mit der Ärztin war nicht schlecht, wenn wir davon ausgehen, dass die Ärztin weiß, dass sie einem Straftäter mit hoher Rückfallquote das Leben rettet. Niemand würde sie für die Taten des Straftäters verantwortlich machen, obwohl ihre Handlung zukünftige Straftaten ganz unmittelbar ermöglicht hat. Auch sonst unterstützen wir durch unsere alltäglichen Handlungen diverse Ungerechtigkeiten - nur häufig ist die Beziehung nicht so einfach herstellbar.

    Ich sage auch nicht, dass du mit deiner moralischen Intuition unrecht hast, sondern dass deine Argumentation dafür nicht triftig ist.

  • Bürger*innen schulden ihrem Staat nichts.

    Damit meine ich nicht steuerliche Abgaben. Die sind notwendig, um die Wirkmächtigkeit des Verwaltungskonstrukts Staat zu erhalten. Das ist ein gutes Beispiel für ein materielles tit-for-tat.

    Aber ich denke, Bürger*innen schulden Staaten moralisch nichts, weshalb meiner Meinung nach kein Staat legitim von seinen Bürger*innen verlangen kann, in den Krieg zu ziehen oder einen Ersatzdienst ableisten zu müssen, wenn das abgelehnt wird. Ich verstehe tatsächlich überhaupt nicht, warum das die Meinung im Mainstream ist.

    Mir geht es hier nicht so sehr um eine realpolitische Diskussion, die geopolitische aktuelle Ereignisse einbezieht, als wäre damit auf argumentativer Ebene irgendetwas gelöst. Es geht mir um eine von konkreten Ereignissen losgelöste Argumentation, die theoretisch ja auch in Zeiten des Weltfriedens geführt werden könnte.

    Es ist beispielsweise nicht einmal im Ansatz ausdiskutiert, ob Gewalt überhaupt immer eine legitime Strategie darstellt.

    Interessante Ansicht. Vieles davon sollte eigentlich selbstverständlich sein - zumindest in einer Utopie.

    Ich fange mal damit an das Du geschrieben hast Bürger sind ihrem Staat gegenüber zu nichts verpflichtet. Da kann ich nur zustimmen - beziehungsweise wie bereits erwähnt, so sollte es sein. Es müsste eher das Gegenteil der Fall sein: Politiker (ob einfache Abgeordnete, Parteivorsitzende oder höher) müssten ihrem Land und somit ihrem Volk verpflichtet sein, in der Realität sieht es jedoch häufig anders aus. Wie viele Politiker sind von den Gesetzen die sie selbst verabschiedet haben je selbst betroffen, wann wurde das letzte mal das Gehalt der Abgeordneten gekürzt?

    Nun, in einer Utopie wären auch alle zumindest zufrieden und Parteien würden nicht die Gesellschaft spalten. Aber letztendlich sieht es nunmal anders aus.

    Zwar ist die Wehrpflicht nicht - Achtung Wortspiel - verpflichtend, aber merkwürdigerweise haben das noch immer viele nicht kapiert. Steht sogar im DE Grundgesetz.

    Letztendlich ist Krieg nie legitim - egal ob es Netanjahus Vergeltungskrieg, Trumps Kriege gegen Windmühlen, Putins Eroberungskrieg oder sonstige geht - jeder Angriffskrieg stellt eine Verletzung der menschlichen Intelligenz als Kollektiv dar.

    Wohlgemerkt: Natürlich war Netanjahus Vorgehen bis zu einem gewissen Grad legitim. Aber wenn man weiß wie Er absichtlich der Hamas in die Hände gespielt hat, dann erscheint der 7. Oktober plötzlich in einem anderen Licht.

    Nun, ich denke wir alle wussten schon lange das Trump verrückt ist - aber die Straße von Hormus? Als Gott Trump auf die Menschheit losgelassen hat dachte Er (oder vielleicht Sie) sich: "Wenn ihr den Typen überlebt, dann seid ihr es wert von mir errettet zu werden xD. "


    Ach, um nochmal kurz auf deinen letzten Punkt einzugehen: Gewalt kommt häufig dort zum Einsatz wo es mit der Bildung nicht so gut aussieht. Manchmal (wie das Paradebeispiel namens Trump belegt) trifft das auch auf Staatsoberhäupter zu.

    Wer die Freiheit liebt braucht keine Führung.

    Einmal editiert, zuletzt von Aka (8. Mai 2026 um 21:01)