• Daher das kleine aber wirkmächtige Wort "rhetorisch" in meinem Satz. Sollte nicht überlesen werden.

    Auch mit dem Zusatz "rhetorisch" bleibt es eine Unterstellung. Es wurde keine Gleichsetzung vorgenommen, weder rhetorisch noch faktisch.

    Was genau an der Kernaussage "Extremismus ist abzulehnen" hältst du für problematisch?

  • Auch mit dem Zusatz "rhetorisch" bleibt es eine Unterstellung. Es wurde keine Gleichsetzung vorgenommen, weder rhetorisch noch faktisch.

    Gut, das erkläre ich dir noch kurz: Die Aussage "ich verachte linke und rechte Extreme" ist eine Gleichsetzung, wenn sie darauf abzielt, beide Seiten auf eine gleiche (z.B. moralische) Stufe zu stellen, ohne die sehr großen und wichtigen Unterschiede zu berücksichtigen. Das halte ich für sehr gefährlich und falsch.

    Was genau an der Kernaussage "Extremismus ist abzulehnen" hältst du für problematisch?

    So wie du sie hier formulierst: Zu pauschal und ohne argumentative Begründung. Eigentlich ziemlich einfach, schon allein argumentationstheoretisch gesehen.

  • Hm, okay. Polemische Einzelbeispiele, deren Faktizität dahingestellt sei. Ich rede eher von Ideen und Zielen, nicht davon, was dir so konkret in Berlin passiert ist

    Ich sehe zum Beispiel andauernde Ausschreitungen bei extrem linken Demos nicht als Einzelbeispiele, auch wenn ich sie oben nicht aufgeführt habe.


    Unterm Strich macht es, es aber nicht besser selbst wenn es Einzelbeispiele laut deiner Aussage sind, und das auf der Straße rumgeklebe würde ich nicht als Einzelfall Runterspielen.

    Beide Parteien tragen nichts bei was hilft.

    ~ 𝕴𝖈𝖍 𝖇𝖎𝖓 𝖉𝖊𝖗 H𝖆𝖒𝖒𝖊𝖗 ~ 𝑺𝒊𝒆 𝒅𝒂𝒔 𝑺𝒌𝒂𝒍𝒑𝒆𝒍𝒍 ~

  • Unterm Strich macht es, es aber nicht besser selbst wenn es Einzelbeispiele laut deiner Aussage sind, und das auf der Straße rumgeklebe würde ich nicht als Einzelfall Runterspielen.

    Beide Parteien tragen nichts bei was hilft.

    Ganz grundsätzlich würde ich für die Diskussion eine Richtung einschlagen wollen, die Ideen und Ziele fokussiert. Wenn du im Lexikon nach einer Definition für linke (extreme) Politik suchst, wirst du dort keine Aneinanderreihung von Aktivitäten der letzten 5 Jahre finden. Warum willst du dann genau darüber diskutieren?

  • Die Ablehnung zweier Phänomene ist keine Gleichsetzung ihrer Inhalte, Ursachen, Folgen,...

    Das sind logisch unterschiedliche Ebenen.

    Wenn die Intention einer Aussage darin besteht, zwei völlig unterschiedliche politische Spektren, die quasi nichts miteinander teilen, über einen abstrakten Begriff wie 'extrem' gleichzusetzen, dann handelt es sich um eine Gleichsetzung. Das mag tautologisch klingen, weil es tautologisch ist.

  • Incubus

    Die Ziele der extremen Rechten sind also deiner Aussage nach, Vertreibung, Vernichtung und Ausgrenzung.

    Die der extremen linken möchtest du nicht nennen, weil du entweder

    A. Sie nicht kennst

    Oder

    B. Du sieh verteidigst.

    Beides fragwürdig.

    Aber extrem links zu sein is ja heute chic weil man die politischen Motive besser nachvollziehen kann, aber auch da geht es um Ausgrenzung und tot.

    ~ 𝕴𝖈𝖍 𝖇𝖎𝖓 𝖉𝖊𝖗 H𝖆𝖒𝖒𝖊𝖗 ~ 𝑺𝒊𝒆 𝒅𝒂𝒔 𝑺𝒌𝒂𝒍𝒑𝒆𝒍𝒍 ~

  • Die Ablehnung zweier Phänomene ist keine Gleichsetzung ihrer Inhalte, Ursachen, Folgen,...

    Das sind logisch unterschiedliche Ebenen.

    Wenn die Intention einer Aussage darin besteht, zwei völlig unterschiedliche politische Spektren, die quasi nichts miteinander teilen, über einen abstrakten Begriff wie 'extrem' gleichzusetzen, dann handelt es sich um eine Gleichsetzung. Das mag tautologisch klingen, weil es tautologisch ist.

    Genau das ist es, was hier schon mehrmals angemerkt wurde: Du unterstellst eine Intention hinter einer Aussage, obwohl es nicht möglich ist sowas abzuleiten. Es wurde ein Oberbegriff verwendet, weil beide Spektren per Definition genau unter dem Begriff "Extremismus" fallen. Es ist eine Kategorisierung.

  • Das ist eine Unterstellung. Wir können uns die Ziele der extremen Linken aber gerne gemeinsam erarbeiten. Allerdings würde ich hierfür vorschlagen, zunächst einzugrenzen, welche Ideen überhaupt unter die "extreme Linke" fallen.

    Aber extrem links zu sein is ja heute chic weil man die Motive besser nachvollziehen kann, aber auch da geht es um Ausgrenzung und tot.

    Ja, dieser 'chic' drückt sich eindeutig im Polit-Barometer aus, nicht wahr? Darüber hinaus: Kannst du mir erklären, warum es hier um, Zitat, "Ausgrenzung und tot" geht? Bedenke: Ich will über aktuelle Ideen der extremen Linken sprechen. Komm mir daher jetzt bitte nicht mit Pol Pot oder irgendwelchen Ereignissen aus dem tiefen 20. Jahrhundert.

    Edit weil Nachtrag:

    Genau das ist es, was hier schon mehrmals angemerkt wurde: Du unterstellst eine Intention hinter einer Aussage, obwohl es nicht möglich ist sowas abzuleiten. Es wurde ein Oberbegriff verwendet, weil beide Spektren per Definition genau unter dem Begriff "Extremismus" fallen. Es ist eine Kategorisierung.

    Fürsprecher ins Boot zu holen, macht eine Argumentation nicht stärker. Aber: Offenbar haben wir verschiedene Verarbeitungsprozesse, da in meiner Perspektive die Aussage eben genau darauf abgezielt hat, die beiden Spektren über den Begriff 'extrem' gleichzustellen. Schon merkwürdig. Gibt es weiteren Klärungsbedarf auf deiner Seite? Die andere Diskussion finde ich interessanter und zielführender.

  • Puh...^^

    Wenn du weiterhin in anderer Leuts Aussagen eine Zielsetzung hineinliest, die diese ausdrücklich verneint haben, hat dies nichts mit einem Verarbeitungsunterschied zu tun, sondern mit einer bewussten Interpretationsentscheidung.

    Ich bleibe weiterhin dabei: Hier wurde kategorisiert und nicht gleichgesetzt. Es wurde Extremismus kritisiert, aber keine Ideologien verglichen.

    Alles darüber hinaus ist ausschließlich durch Zuschreibungen entstanden und nicht durch die Aussagen betreffender Leute.

    Damit ist das Thema für mich abgeschlossen.

  • Wenn du weiterhin in anderer Leuts Aussagen eine Zielsetzung hineinliest, die diese ausdrücklich verneint haben, hat dies nichts mit einem Verarbeitungsunterschied zu tun, sondern mit einer bewussten Interpretationsentscheidung.

    Ich sehe hier keinen Interpretationsspielraum, sondern eine selbstevidente Tatsache. Späteres Verneinen ist irrelevant, die ursprüngliche Aussage ist ja präsent und kann jeder Zeit angesehen werden. Kann dann ja jeder für sich entscheiden, ob da eine (sehr wohl geläufige) Gleichsetzungsabsicht vorlag oder nicht.

    Grundsätzlich lässt sich die Interpretation von Aussagen wohl kaum vermeiden, wenn eine Unterhaltung stattfinden soll. Ambivalente Aussagen können eben ambivalent interpretiert werden. Besonders heikel wird es aber, wenn damit politisch eher fragwürdige Meinungen vertreten werden, die dann beim kleinsten Echo dazu führen, dass die Opferrolle eingenommen wird. Ich bin jeder Zeit bereit, bei Richtigstellungen einzulenken; komisch, dass diese nie erfolgen.

    Edit: Nach gründlicher und fairer Betrachtung der weiteren Aussagen des OP bleibe ich bei meiner Meinung und halte es für eine boshafte Unterstellung, mir hier eine Fehlinterpretation vorzuwerfen. Der Verdacht erhärtet sich immens, wenn die fortführenden Beiträge hinzugezogen werden.

  • Aber extrem links zu sein is ja heute chic weil man die politischen Motive besser nachvollziehen kann, aber auch da geht es um Ausgrenzung und tot.

    Nö.
    Rechtsextremismus richtet sich primär gegen Menschen. Gewalt und Ausgrenzung sind also viel eher das Ziel.
    Linksextremismus hingegen richtet sich primär gegen das System - meist gegen Kapitalismus und ausbeuterische Strukturen. Gewalt und "Ausgrenzung" (wenn man das hier überhaupt so nennen kann -> Toleranz-Paradoxon) werden hier als Mittel im Kampf gegen diese Strukturen gerechtfertigt, sind aber nicht das ideologische Ziel.

    "We are born colorless. It's the people we meet who give us color."

  • Linksextremismus hingegen richtet sich primär gegen das System - meist gegen Kapitalismus und ausbeuterische Strukturen.

    Und wer leidet unter den Maßnahmen, die Bevölkerung, nicht nur in Berlin.

    Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

    Aber das ist ein Ball nach links und rechts schmeissen, ich ziehe mich aus der Konversation raus.


    Incubus

    Also mit Statistiken und politbaromtere brauchst garnicht um dich werfen,

    Nach der Logik in Deutschland ist ja rechts der rechtes tut nicht der mit rechten Gedankengut,

    Sprich, wenn ein PoC einen Juden beleidigt ist das nach deutscher Auffassung und Statistik eine rechte Straftat, dabei bezweifle ich das die Person eine rechte Gesinnung hat ( wobei das bestimmt vorkommt ), soviel dazu.

    Also auf reine Statistike und Vorhersagen, Barometer und was weiß ich gebe ich nichts.

    Wenn man sich die Stimmen im Land anhört, müssten die Wahlen anders laufen tun sie aber nicht.


    Aber ich wünsche dir wie moogle alles gute.

    Tschö mit ö

    ~ 𝕴𝖈𝖍 𝖇𝖎𝖓 𝖉𝖊𝖗 H𝖆𝖒𝖒𝖊𝖗 ~ 𝑺𝒊𝒆 𝒅𝒂𝒔 𝑺𝒌𝒂𝒍𝒑𝒆𝒍𝒍 ~

  • Zur Wahrheit gehört nunmal auch das der Slogan "Glatzen Köpfe schlagen bis sie platzen!" zwar zu den Klassikern unter den Sprüchen gewaltbereiter Linksautonomer gehört aber, (und das ist ein fettes aber) egal wie man es betrachten will, verglichen mit dem rechtchsradikalen Extremismus ist beispielsweise Antifa vergleichsweise harmlos. Marcants neustes YT Video untermauert meine Aussage. Außerdem Morden Linksextreme nicht - im Gegensatz zu Rechtsextremisten.

  • Vergangenheitsform. Dagegen wäre es wie bereits erwähnt durchaus denkbar das sich möglicherweise beispielsweise eine N.S.U. 3.0. bildet. Bewaffnete Reichsbürger, Rechtsradikale Polizisten und ehemalige Bundeswehr Soldaten haben in der Vergangenheit vermehrt Schlagzeilen gemacht - im Gegensatz zu Bewaffnete Linksradikalen.