Sekunden in Moll (Shigatsu wa Kimi no Uso)

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  • Produktionsjahr


    2014


    Episoden


    22


    Genre


    Romance, Musik, Drama


    Produzenten


    Aniplex, Dentsu, A-1 Pictures


    [align=left]
    Beschreibung:
    Der 14 jährige Arima Kousei war in seiner Kindheit ein aufstrebendes Klaviergenie. Seit dem Tod seiner Mutter, die ihm das Klavierspielen beigebracht hat, ist er jedoch durch ein psychiches Trauma nicht mehr in der Lage zu spielen. Jetzt führt er ein normales, tristes Leben, welches sich jedoch schlagartig ändert, als er durch seine Kindheitsfreundin Tsubaki die gleichaltrige Violinistin Miyazono Kaori kennenlernt. Während er bei ihrem ersten Treffen eine Vortellung von ihr miterlebt, scheint sich sein seine eingefrorene Welt wieder in Bewegung zu versetzen.

    Eigene Meinung:
    Schon nach nur ein Paar Folgen fällt mir dieser Anime sehr positiv auf! Da ich sowieso gern hin und wieder klassische Musik höre, hat er bei mir schon allein deswegen direkt gepunktet. Dazu kommt noch ein sehr Farbenprächiger und gelungener Still und sehr klar ausgearbeitete aber extrem sympatische Charaktere, durch deren junge Alter, sich eine unschuldige, optimistische Romatik anzubahnen scheint. Auf jeder Fall einer der neuen Titel, auf den ich mich jede Woche serh freue.

  • Die drei Folgen bisher haben es mir auch angetan, alle Charaktere sind sympatisch, die Musik ist gut und ich liebe die Animationen und das Charakterdesign. Bisher haben mir sowieso alle Anime die Romance + Music thematisieren sehr gut gefallen, auch wenn mir hier noch viele der größeren Titel Fehlen. Allerdings sehe ich es schon wieder ohne richtiges Ende mit der 22ten Episode abschließen, Mangavorlage sei dank - also wird es dann wohl weiter gelesen werden müssen. Wenn es anders kommt und es mehr davon geben wird, bin ich natürlich dankbar - vorausgesetzt es geht so weiter wie es angefangen hat, was die Qualität angeht.

  • Von den aktuellen Serien gefällt mir der Anime am besten, vor allem das Design hat es mir angetan. Romance pack ich ja in der Regel nur unter Vorbehalt an, aber das Music-Genre gab da den letzten Anstoß. Besonders da ich Violinen-Fan bin hat es mich ein wenig in den Fingern gejuckt. :D

    Die ersten Folgen machen auch einen ziemlich guten Eindruck, die Story ist jetzt nichts was einen umhauen würde, aber sie ist schön erzählt und nicht zu sehr überzogen. ;) Wird definitiv bis zum Schluss geschaut!

  • Ich habe Shigatsu wa Kimi no Uso aus irgendeinem Grund zu Beginn der Season gekonnt ignoriert und bin jetzt durch diesen Thread noch auf ihn aufmerksam geworden.
    Nachdem ich die vier Episoden am Stück geschaut habe, bin ich sehr angetan.
    Einfach schön!
    Eine solide Geschichte, mit stimmigen Charakteren, die wirklich sehr schön erzählt wird. Animationen und Musik (ich liebe Geigen) gefallen mir hier auch sehr gut.
    Ich bin auf jeden Fall total gespannt wie es weitergeht.

    Ich schließ mich Kruadon an, definitiv bisher der beste Anime der Season!

  • Sehr schöner Anime :, )

    erinnert mich sehr an meine erste Liebe.

    Danke, dass ich durch dich, Greed, auf den Anime aufmerksam geworden bin

    Stärke ist besser als Schwäche, Mut ist besser als Feigheit, Stolz ist besser als Demut, Ehre ist besser als Verrat, Freiheit ist besser als Sklaverei,
    Heimat ist besser als Emtfremdung, Treue ist besser als Schande, Dynmaik ist besser als Trägheit

  • Sehr schöner Anime :, )

    erinnert mich sehr an meine erste Liebe.

    Danke, dass ich durch dich, Greed, auf den Anime aufmerksam geworden bin

    Freut mich ^^ ist auf jeden Fall eins meiner HIghlights diese Season und auf jeden Fall empfehlenswert. Das einzige wirkliche Manko meinerseitz ist, dass man sich den Ausgang der Geschichte schon relativ denken kann.

  • Oh ja, leider.

    Seit dem Aussteigen an der Bushaltestelle war es mir leider schon klar :/

    Stärke ist besser als Schwäche, Mut ist besser als Feigheit, Stolz ist besser als Demut, Ehre ist besser als Verrat, Freiheit ist besser als Sklaverei,
    Heimat ist besser als Emtfremdung, Treue ist besser als Schande, Dynmaik ist besser als Trägheit

  • Naja, das mit Kaori ist ein Aspekt.
    Da der Anime auch nicht von seiner packenden Story und irgendwelchen Plottwists lebt, ist es mir eigentlich herzlich egal, dass das Ende teilweise vorhersehbar ist.
    Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich bei meinem ersten Eindruck bleibe. Ist sogar noch ein bisschen besser geworden. Fand die ganzen Rückblenden bezüglich Mutter und Rivalen sehr interessant.
    Er bleibt für mich definitiv der beste Anime der letzten Seasons.

  • Wollte ja eigentlich warten, bis alle Folgen draußen sind, habe aber dann gestern doch angefangen zu gucken. Hat mir bis Episode 4 schon sehr gut gefallen, aber der Moment an dem ich mich in die Serie verliebt habe war definitiv diese Szene:

    Episode 5



    Kann gar nicht genau erklären wieso, die Szene hat mich einfach irgendwie bewegt.

  • Ein sehr gefühlvoller Anime, den ich eben beenden konnte.

    Spoiler anzeigen

    Es ging in den einzelnen Episoden immer mal wieder kaum mehr wirklich voran, stattdessen lag hier das Hauptaugenmerk eher auf den Wettbewerben. Von Monologen die sich über einen enormen Zeitraffer zogen und eher wie eine Schallplatte wirkten die irgendwo hängen geblieben sei, konnte diese Serie mit seinen Romance Inhalten bei mir dann doch von der Wertung eher punkten. Was mir jedoch etwas auf die Nerven ging, war der Hauptcharakter ''Kousei''. Natürlich habe ich nichts dagegen wenn jener Charakter eine schlimme Vergangenheit aufweist, aber diese jedes mal und immer wieder in den Fokus zu rücken, fand ich dann doch schon irgendwo gänzlich übertrieben. Man hätte hier mehr auf die Liebesgeschichte eingehen sollen. Viel zu wenig bekam man von Kaori's Krankenhausaufenthalt mit und was sie nun tatsächlich für eine Krankheit gehabt zu haben scheint, wurde leider auch nie aufgeklärt.


    Alles in allem bekommt 'Shigatsu wa Kimi no Uso' eine solide 9/10 Punkten. Mehr als gerecht, denn ein wirkliches Meisterwerk war es für mich nun leider nicht wirklich, obwohl es gute Ansätze lieferte, um einen Platz meiner Top 5 zu ergattern. Jedoch gab es einiges was mich störte. Im Mai soll angeblich eine OVA veröffentlicht werden, bin sehr gespannt. Hoffentlich kein erneuter Versuch Potential zu verschenken.

  • Ich stehe ja eh auf so Anime.
    Es war der zweite Anime, bei dem ich am Ende dann doch tatsächlich ein paar Tränen im Auge hatte (jaja, blabla).

    Ich liebe diesen Anime. Mehr brauch ich hierzu nicht zu sagen. Denke ich

  • Muss doch sagen, mal wieder ein wunderschöner Anime. Perfekt ist er nun wirklich nicht und ich finde Kago hat in ihrem Spoilerfenster sehr gut zusammengefasst, was auch mich daran gestört hat, daher schreib ich es nicht extra nochmal. Trotzdem sehr Bildgewaltig und bewegend.

    Was das Ende angeht:

    Spoiler anzeigen

    Ich muss schon sagen, obwohl man es hat schon lange kommen sehen, habe ich bis zum Schluss gehofft, dass es anders ausgeht... Ich mein, klar wär das nun ein elendiges Drama-Cliche, wenn sie doch überlebt hätte, aber bei dermassen sympatischen Charakteren wär mir das total schnuppe. Nichts desto Trotz ist auch dieses Ende gut gelungen.

  • Wunderschön triffts perfekt!
    Sympathische Charaktere, sehr gute Charakterentwicklung der beiden Protagonisten, ein gelungenes und vorallem mitfühlbares Drama und tolle Musik! *-*
    Kann aber die genannte Kritik ehrlich gesagt nicht teilen. Ist ja auch immer die Frage, was man sich von einer Serie erhofft hat.

    Spoiler anzeigen

    Die Wettbewerbe waren für mich oft das Interessanteste. Während ihnen haben wir eine Menge über die Vergangenheit der Charaktere erfahren (nicht nur Kousei oder Kaori auch über die Aiza-Geschwister oder Emi). Die Sache mit der Mutter hat mich auch nicht gestört, da eigentlich bei jeder Rückblende neue Aspekte geliefert wurden. Außerdem hat während der Wettbewerbe das meiste der Charakterentwicklung stattgefunden (außer die von Kaori).
    Und dann wurde das ganze immer noch von toller Musik unterstützt. *-* Überhaupt hab ich eigentlich jedes Konzert bzw. Stück mehrfach geschaut/gehört. :D
    Die eher schwach vertretene Romance hat mich nicht gestört. Die Liebesgeschichte wirkte auf mich sowieso eher wie ein Werkzeug für das Drama und die musikalische Entwicklung, was für mich auch die interessanteren Aspekte waren.
    Das Ende war in meinen Augen das Richtige. Alles andere hätte sich für mich nach den ersten 21 Episoden irgendwie erzwungen angefühlt.
    Meine Kritik ist eher der teilweise sehr missplatzierte Humor und ein fehlender Abschluss für ein paar Nebencharactere wie z.b Takeshi.


    Insgesamt gibts von mir auch 9/10 Punkte, da neben den genannten Punkten auch das "gewisse Etwas" fehlte. Beziehungsweise es fühlte sich einfach nicht an wie die 3 Serien denen ich 10/10 gegeben habe. :D

  • Nach gefühlten 1000 Ansätzen versuche ich nun, meine Meinung auch mal vernünftig abzuschliessen.

    Mich fasziniert an diesem Anime die Tiefe.
    All die Millionen, kleinen Hinweise und Andeutungen,
    und die Tatsache, dass es hier nicht nur um einen Jungen, seine Vergangenheit, das Klavier und die erste Liebe geht.
    Es geht um alles in dieser Geschichte.

    Selbstverständlich spielt die Musik eine sehr grosse Rolle,

    Spoiler anzeigen

    zum einen das Dilemma von Kousei, dass er sein Spiel nicht hören kann und daran verzweifelt.
    Aber auch die Schwierigkeit, von Musik zu leben, vorallem als junger Mensch.

    Das "human metronome" vs. die rein gefühlsgeleitete Spielweise Kaoris,
    welches in höheren Ligen der Klassischen Musik tatsächlich Streitpunkte sind.
    Folge den Noten bis auf den letzen Ton, lass dich nicht von deinem Inneren leiten, sonst kassierst du schlechte Benotung.
    Daraus resultierend eben auch das Problem, als emotionaler Musiker weniger Verdienst zu erhalten.


    (Vorallem im OVA) wird ausserdem auch das Thema Freizeit & Spitzenmusiker angesprochen,

    Spoiler anzeigen

    in Form von Takeshi, der seine komplette Zeit dem Piano widmet und ziemlich desillusioniert wird von der Tatsache,
    dass er trotzdem nicht besser ist als Kousei.
    Selbstverständlich auch Kousei selber, der Tsubaki des öfteren versetzen muss.

    Was ich auch sehr schön gemacht finde ist die Tatsache, dass Statisten nie "spielen".
    Ganz zu Beginn irritierte mich das unheimlich und ich fand es sehr schade, dass die Figuren beim spielen offensichtlich nicht animiert sind,
    sondern nur aus verschiedenen Winkeln gezeigt werden.
    Bis ich irgendwann festgestellt habe, dass dies nur bei nicht weiter wichtigen Personen der Fall ist.

    Spoiler anzeigen

    Die Hauptfiguren, vorallem natürlich Kousei, Kaori, Emi und Takeshi (sowie seine Schwester) werden immer in Bewegung dargestellt.
    Nicht einmal Miike-kun hat eine Spiel-Animation erhalten.
    Das ist meiner Meinung durchaus sehr bewusst so dargestellt.


    Der Anime spricht generell von Verlieren und Gewinnen - wie minimale emotionale Zustände alles verändern können,

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    siehe Watari und Tsubaki, die ihre Chance im Sport verpassen weil ein winziges Detail nicht hingehauen hat.
    Eine unheimlich schöne Szene diesbezüglich war für mich jene mit Watari, der vorne rum die Teamkameraden versucht weiter zu motivieren es in der High School erneut zu probieren,
    um nachher, wenn er alleine ist, genauso zu verzweifeln. Nun, so ist es eben, oder?


    Die Liebe wird thematisiert, auf eine sehr unschuldige, weltliche Art und Weise.

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    Natürlich, Kousei ist so DÄMLICH, dass er einfach nicht erkennt, was in Tsubaki vorgeht,
    aber um Himmels Willen, ist es im echten Leben nicht auch viel eher so, als die einzig grosse leuchtende Liebe und alles ist gut?

    Irgendwo las ich einen Kommentar dazu, welche sich darüber beschwerte, dass es sich hier um eine Dreiecks-Beziehung handele und man die Schnauze voll davon habe.
    Ja, nun.. wie oft ist denn Liebe vollkommen einseitig und problemfrei?
    Das Thema Liebe wird sehr viel realitätsnaher beschrieben als in manch anderem Anime, den ich so gesehen habe.

    Es geht um selbstvertrauen und sicherheit.

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    Hinein spielt natürlich auch Kouseis Unfähigkeit ehrlich zu Kaori zu sein,
    im Irrglauben, dass sie auf Watari steht. Sehr schön sieht man hier auch,
    wie sehr Kousei im Verlaufe der Story wächst, schafft er es am Ende tatsächlich, wenigstens zu Watari ehrlich zu sein.
    Auch die offenherzige, selbstbewusste Tsubaki wird plötzlich ganz kleinlaut, wenn es darum geht,
    ehrlich zu sich zu sein. Ihr Ausbruch gegenüber Kousei, als diese Schutz vorm Regen suchen ist sehr schön zu beobachten.
    War einfach irgendwie fällig, ne?


    Eine meiner Lieblingsszenen bezogen auf das,

    Spoiler anzeigen

    ist jene mit Kaori und Kousei,
    also Kao-chan feststellt, dass Kousei nicht gewachsen ist, sondern einfach nur aufgehört hat, nach unten zu sehen.
    Unheimlich schön!

    Die Thematik um das runtersehen wird generell oft gebracht, wenn auch nicht immer offensichtlich.
    Faszinierend ist der Vergleich des ersten Auftrittes von Kousei mit dem letzen der Serie.

    Spoiler anzeigen

    Beim ersten - als Pianist von Kaori, als sie nach vorne treten um sich nach getaner Arbeit zu verneigen, gibt es einen Augenblick,
    in welchem beide von der Seite zu sehen sind. Und - überraschung - Kaori guckt nach oben, Kousei nach unten.
    Beim letzen Auftritt am 18ten beginnt seine Performance komplett unten. Schon im Flur bei der Begegnung mit Takeshi und Emi.
    Und dann, in seiner Vision mit Kaori schaut er kein einziges Mal nach unten.


    Auch bei seinem ersten Einzelauftritt fressen sich Kouseis Augen an der Klaviatur fest, und er gerät wieder total in Stress.
    ERST als er aufsieht, zu den Lampen an der Decke fängt er an, frei weg vom Herzen zu spielen.
    Ist übrigens in dieser Reihenfolge auch während anderen Auftritten von ihm zu beobachten.
    Kaori fordert ihn unheimlich oft unbewusst dazu auf, nach oben zu sehen.
    Nicht nur indem sie auf den Mond und die Sterne hinweist, sondern auch durch die Flugzeug-Szene.
    Das erste Mal nach oben sehen tut Kousei, als er Kaori mit der Harmonika auf dem Spielplatzdingens sieht.
    Ebenfalls ein sehr symbolträchtiger Moment.


    Ebenfalls schön vertreten Thema Freundschaft. Und zwar auf mehreren Ebenen.
    Angefangen bei der Dreiergruppe Watari-Kousei-Tsubaki, die sich kennen seit sie denken können,
    dementsprechend einiges erlebt haben zusammen.

    Spoiler anzeigen

    Schön dargestellt in vielen Szene, unter anderem jener, in welcher Kousei Watari um einen Gefallen bittet,
    und dieser sofort Zusagt, ohne überhaupt zu wissen, worum es geht.
    Die Gegenüberstellung von zweier Personen, der eine kennt Kousei ewig, der andere erst kurz,
    und wie da gegenseitig die Eifersucht auf verschiedene Weise greift.
    Tsubaki, die Kaori dafür beneidet die Musik mit Kousei gemeinsam zu haben,
    und auf der anderen Seite Kaori, die Tsubaki für all die Erinnungen beneidet, die sie mit Kousei verbindet.
    Plus das Tsubaki alles weiss von Kousei, von Anfang an.

    Im Bief an Kousei lässt Kaori sich bei Tsubaki entschuldigen, dafür, dass sie diese nicht direkt nach Kousei gefragt hat,
    sondern den Umweg über Watari gegangen ist - weil sie wusste, dass es Tsubaki nicht gefallen würde, dass Kaori interesse an Kousei hat.
    Selbiges mit Kousei und Watari - der eine hält sich zurück aus Rücksicht auf den anderen und die Freundschaft. Klassiker.


    Noch gar nicht angesprochen das Thema um Kousei und seine Mutter.
    Tatsächlich ein Klischee des Drama-Genre, toter Elternteil kommt da sehr oft vor.
    Shigatsu wa Kimi no Uso erzählt das meiner Meinung nach aber auf einer ganz anderen Ebene.

    Spoiler anzeigen

    Im Vordergrund steht vorallem der Zweifel und die Schuldgefühle von Kousei,
    weil er verzweifelt versucht alles zu vergessen und zu verlassen, was ihn an seine Mutter erinnert.
    Nicht umsonst fragt Kousei Hirakawa-san danach, ob seine Mutter ihm das wohl je wird verzeihen können.
    Ich denke, genau darin liegt auch das eigentlich schmerzhafte für Kousei an dem ganzen Kabuff um seine Mutter und deren Tod.
    Das er, irgendwo tief in sich drin, sich genau daran erinnert hat, wie seine Mutter eigentlich wirklich war.
    Dass die projektion, welche er von seiner Mutter kreiert hat - eine schlagende, schreiende, böse Mutter, eben nur seinem Wunsch entspricht,
    der Musik den Rücken kehren zu können. Dass das nicht klappt versteht sich ja irgendwie von selber.

    Ich finde es unfassbar gut gemacht, dass der Zuschauer völlig von dieser krampfhaft aufrechterhaltenen Erinnerung an eine schlechte Mutter eingenommen wird,
    und erst durch Hirakawas Erinnerung zu verstehen beginnt, dass es eigentlich ganz anders war.
    Das so zu schaffen ist wirklich eine Kunst.

    Ach, es gäbe noch so vieles was angesprochen gehört zu diesem Anime -

    Spoiler anzeigen

    Kaoris Krankheit und ihre Eltern,
    ihre generelle Lebenseinstellung, dass ich die Referenz zum japanischen Roman "Alliance of the 15s" sehr treffend fand,
    Die schwarze Katze und generell das aussen/hinten/nebendrumherum.
    Die Faszination Feinde stärken einander und die absolut grossartige Szene mit Takeshi, Emi und Kousei und den "super soften Eiersandwiches".

    Aber ich denke, für einen Einblick in meine Sicht auf Shigatsu wa Kimi no Uso reicht das bisher geschriebene auch.

    Als Jemand, der in manchen Teilen eine Ähnliche Biografie vorzuweisen hat, hielt dieser Anime Antworten bereit.

    Kritikpunkt für mich: Zu wenig Watari-Action ._.
    Nein, im Ernst - ich hätte mir mehr Alltag gewünscht, generell von allen Figuren (ausser Kaori),
    einfach ihr gemeinsames Beisammensein.
    Aber nicht, dass auf Kosten der bisherigen Story was weggekürzt wird, sondern das es mehr oder längere Folgen sind,
    wo solche Aspekte mehr angesprochen werden.
    Selbstverständlich geht es Hauptsächlich um Kousei - er ist die Hauptperson, um Himmels Willen!
    Aber einige Extrafolgen hätten nicht geschadet.

    Soviel dazu von mir.

  • Your Lie in April ist wirklich einer der schönsten und traurigsten Anime den ich je gesehen habe.
    Ich bin ja eh schon nah am Wasser gebaut, aber in diesem Fall habe ich wirklich Rotz und Wasser geheult.
    Doch ich bin immer wieder in einen inneren Konflikt gekommen, ob ich den Anime nun liebe oder nicht, denn zum einem hat er mich so traurig gemacht, dass ich ihn am liebsten abgebrochen hätte aber er war dann so wunderschön und tiefgründig und die Charakter so liebenswürdig, dass ich doch weiter geschaut habe. In der letzten Folge war es ganz krass.
    Naja, im Endeffekt hat sich der Anime aufjedenfall gelohnt. Ich kann ihn nur empfehlen. ^^

  • Hab ich erst kürzlich beendet, hab den Anime ohne Vorwissen angefangen.
    Die ersten Episoden war ich skeptisch, vorallem da ichweder Ahnung, noch privates Interesse an klassischer Musik habe.
    Es hat mich dann aber doch ziemlich schnell gefesselt und hab den Anime dann förmlich aufgefressen :D .

    Meine Zockerseele würde sagen: "Well freakin' (oder anderes f-Wort :D ) Played".
    Auch ich muss sagen, dass es ein sehr schöner und zugleich trauriger (ja, mich hats auch erwischt ), aber auch recht lustiger und tiefgründiger Anime ist.

    Auf alle Fälle empfehlenswert, vorallem wenn man ganz ohne Vorwissen und Erwartungen reingeht, ich muss jetzt aufjedenfall meine Top 5 überdenken.
    Die Atmosphere ist echt gut. Das Musik-Thema wird durch Gedanken, Mono- und Dialogen und visuellen Effekten gut rübergebracht, weswegen ich auch ohne Vorkenntnisse nachvollziehen konnte was "besonders gut" und was nicht so toll ist.

    Die Erzählgeschwindigkeit empfand ich als sehr angenehm.
    Viele (offensichtliche und versteckte) Analogien ( bzw visuelle Metaphern, weiß nicht welche Bezeichnung hier die bessere ist ) unterstreichen die Geschichte echt gut.

    (Traurige) Momente werden sehr oft durch eine witzige Szene oder Aktion unterbrochen, was das ganze etwas auflockert (ohne die Ernsthaftigkeit zu verlieren oder albern zu wirken)
    Die Charaktere sind mir recht schnell "ans Herz gewachsen", konnte mich mit dem eher stilleren Hauptcharakter gut identifizieren.

    Spoiler anzeigen

    Das Ende war mutig, habe auf ein anderes gehofft , aber fand es so auch "sehr gut" in Bezug auf den tieferen Sinn der Geschichte und der Glaubwürdigkeit.
    Bin kein Fan von Happy-Ends, aber in dem Fall wäre es in Ordnung :P .

    Auf tiefere inhaltliche Dinge will ich hier nicht eingehen, ich denke jeder sollte sich selbst ein Bild machen.
    Wie bei jeder Geschichte sind eigene Erfahrungen auch Bestandteil davon, wie sie bei einem Ankommt.

    100% Would eat again :P .

  • Meine Zockerseele würde sagen: "Well freakin' (oder anderes f-Wort ) Played".

    Das passt so ziemlich wie die Faust aufs Auge :rice-laugh-big:
    Hab den Anime auch erst kürzlich gesehen und bin absolut begeistert!

    Visuell gehört er meiner Meinung nach zu den Besten, etwas anderes hätte ich aber von A-1 nicht erwartet :thumbup: .
    Der Soundtrack war auch Spitze und immer passend zur Handlung, vor allem die "Feels-"Szenen wurden dadurch gut untermalt, leider könnte man sagen ;(

    Als nicht-Klassik-Fan habe ich mir aber die Klavierspiele etwas epischer vorgestellt als sie am Ende waren, war aber kein Dealbreaker xD

    Den Anime empfand ich als emotionale Achterbahn: Die Episode geht zu Ende und du freust dich dass es mal locker zuging? NOPE..

    Spoiler anzeigen


    Die Art wie die Handlung an sich erzählt wurde (Foreshadowing, Metaphern etc), wird auch eher selten verwendet, fand ich aber super. Allgemein ein sehr fesselnder Anime und definitiv empfehlenswert!