Ich fand den Anfang in der Hinsicht cool, dass man nicht erst ein Tutorial bekommt, sondern direkt ins Kampfgeschehen geworfen wird - natürlich sind die Mongolen, den Anfängerskills entsprechend, hier nicht schwer zu besiegen, aber man bekommt so eben direkt einen Einblick in die Geschichte. Das eigentliche Tutorial kommt ja dann erst bei den Rückblicken in Jin's Jugend, so sein Onkel mit ihm trainiert. So lernt man auch den Onkel direkt kennen und auch Yuna bekommt man fix zu Gesicht.
Mit fortschreitender Geschichte bekommt man dann immer mehr Verbündete an seine Seite, wobei jeder seine eigene tragische Story mitbringt. Am meisten mochte ich hier Masako - sie ist eine toughe Frau mit starken Rachegefühlen, die später sogar mit Jin kollidieren, aber sie ist mir sofort sympathisch gewesen (lag mitunter auch an ihrer deutschen Synchronstimme - Claudia Urbschat-Mingues, bekannt u.A. für Bulma aus DBZ).
Japp, ich habe das Spiel auf Deutsch gestartet, weil die meisten Spiele in der Größenordnung super synchronisiert werden und auch hier hat sich das bewahrheitet. Beim zwoten Run werde ich wohl auf Japanisch umschalten um es dann mal richtig passend zum Flair zu genießen.
Mit Yuna wurde ich nur mäßig warm, ich mochte ihren Bruder, aber sie... na ja, nicht dass ich sie nicht mochte, aber irgendwie war sie nicht mein Typ Charakter. Norio und Ishikawa fand ich noch ganz cool und ihre Stories waren recht interessant.
Mir hat übrigens auch sehr gefallen, dass man sich so ein bisschen durch die Insel arbeitet - erst den südlichen Teil, dann den südlichen Zipfel des nördlichen Teils und dann noch den eisigen Norden. Überall gab es Mongolen-Nester auszuheben, Bürger zu retten und zu schützen und spannende Dinge zu entdecken. Die Onsen, Bambusstände, Haikus, Inari-Schreine und Säulen der Ehre waren gut verteilt und dank der Vögel auch immer schön zu finden (oder dank des Windes, wenn man ihn verwendet hat). Die Sashimoto-Banner waren noch etwas more tricky, aber auch hier hilft einem ja der Wind :D
Ich mochte auch sehr die Artefakte der Mongolen, weil man doch einiges über sie lernen konnte, und die Aufzeichnungen der Bürger oder Schreiberlinge; so blieb man immer etwas im Bilde was der Khan gerade machte *gg*
Ein paar Szenen, die mich traurig gestimmt haben (sonst war ich ganz in meinem Schnetzelglück
):
- Masakos Söhne zu finden
- Der Kampf gegen Masako, der zum Glück nicht so endete wie ich es erst befürchtet hatte
- Takas Tod
- Nobus Tod (also das Pferd, wie ich es nannte)
- die Auseinandersetzung mit dem Onkel und das spätere Duell
Btw. wie habt ihr euch am Schluss entschieden? Habt ihr den Onkel ehrenhaft getötet, oder habt ihr ihn leben lassen?
Ich entschied mich für Ersteres, denn er wollte meinen Kopf auch dem Shogun übergeben, und dann glaube ich noch, dass sich die beiden nie wieder versöhnt hätten; ich hatte es tatsächlich noch gehofft, nachdem der Onkel beim final fight gegen den Khan ja sogar wirklich kam, aber na ja, bei solchen Spielen kann man nicht auf Happy Ends in der Form hoffen 