Single / Verliebt / in einer Beziehung / etc.

  • Also das Leben ist doch nicht kein Web-Shop mit Filterfunktion, ich verstehe das nicht, warum man so krampfhaft sagt, dies und das sind meine Vorstellungen und wer die nicht erfüllt hat keine Chance.

    Und dann am besten beschweren, dass der Wunschpartner einen nicht beachtet, obwohl man doch so ein toller Mensch ist, wie gemein!

    Das war jetzt auf niemanden direkt bezogen, aber ich kann jedem nur raten mit offenen Augen durch´s Leben zu gehen.


    Dinge wie ob die Partnerin gerne zockt oder Animes guckt ist irgendwo Punkt 723 auf der Liste, da gibt es so viele immens wichtiger Dinge.

    Auch solche Dinge wie "willst du heiraten" als KO-Kriterium auszurufen, das sagt absolut nichts über den Menschen aus, nichts darüber wie glücklich oder nicht man miteinander lebt. Am besten beim ersten Date schonmal einen Beziehungsrahmenvertrag machen mit Zeitplan was bis wann zu erfolgen hat. Solange man nicht gerade Sheldon Cooper als Wunschpartner hat, wird das nix.


    Ob eine Beziehung funktioniert oder nicht hängt nicht davon ab, dass man sich von vornherein bei allen zukünftigen Entscheidungen einig sein muss, dass kann man auch gar nicht wissen. Viel wichtiger ist doch der Umgang miteinander , wie man mit unterschiedlichen Standpunkten umgeht, wie man Probleme und Streitigkeiten löst, dass man Kompromisse treffen kann und sich auf seinen Partner einlässt. Moral, Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit, Empathie, Humor, Vertrauen.....es ist alles so viel wichtiger und alles komplett unabhängig von gemeinsamen Interessen.


    Jeder Mensch verändert sich im Laufe seines Lebens, die Person die ich heute bin hat wenig mit mir vor 5 und noch weniger mit mir vor 10 Jahren zu tun. Meine Interessen, Hobbies, Wünsche und Ziele, alles hat sich verändert. Wenn ich meine Partnerwahl einzig und allein darauf ausrichte zum Zeitpunkt X möglichst Deckungsgleiche Ansichten zu haben, dann habe ich veilleicht zu diesem Zeitpunkt einen super Partner, aber in 2-3 Jahren kann davon nichts mehr über sein.


    Hätte ich mir vor 6-7 Jahren vorstellen können zu heiraten? Nein. Bin ich seit 1,5 Jahren verheiratet, mit einer Frau die ich vor 6 Jahren kennengelernt habe? Ja.

    Kinder? Bloß nicht! Heute sieht das anders aus. Gesunde Ernährung, Fitnesscenter, weniger zocken, Katzen, Boot an der Ostsee....nichts davon was heute ist hätte ich vor 6 Jahren bei den ersten Dates auch nur in Erwägung gezogen.



    Aber: Am Ende ist jeder seines Glückes Schmied und muss selbst für sich herausfinden, was für ihn persönlich funktioniert oder nicht, ich finde nur manche Ansichten hier viel zu engstirnig.

  • pipo92

    Du schreibst, dass sich deine Wünsche und Ziele änder, aber das betrifft ja dich. Ich wünsche mir schon seit dem Kindergarten das selbe und die Art Junge mit der ich da besonders gern gespielt habe date ich heute als Mann. Nichts hat sich geändert, außer, dass damals 2 Kinder haben wollte und jetzt nurnoch eins. Aber das hat familiäre Gründe.

    Daher gehe ich davon aus, dass ich das auch in nochmal 10 jahren toll finden werde.

    Und genau diese Entschlossenheit finde ich kann man auch von einem Partner erwarten, wenn es im die Lebensplanung geht.

    Wenn ich weiß was ich will und der andere ist sich da null sicher oder will es aktuell nicht, was will ich dann mit ihm?

    Es gibt genug die wissen was sie wollen.


    Ich finde dieses unentschlossene oder auch "lass uns abwarten was kommt" halt mega unattraktiv. Danach darf man doch aussortieren 😉


  • Also, gehen wir doch einfach mal 5 Jahre zurück bei dir, du bist auf dem Weg zum Abi, welchen Beruf wünscht du dir? Eine Lehre zur Industriekauffrau? Oder ist das etwas, das im Laufe des Leben passiert ist. War Industriekauffrau auch vor 10 Jahren schon dein Traumberuf?


    Ich schaue gerade dein Profil an, dort steht z.B. zum Thema Sport "Damals ja, heute nur noch Farradfahren".


    Die Zahl der Kinder hat sich auch schon reduziert in deiner Vorstellung. Wenn du und ein Partner damals 2 Kinder wollten, du willst jetzt eins und er vielleicht 3, was hat dir dann die Vorselektion gebracht?


    Am Ende soll jeder das machen, was er für richtig hält, soll mir alles recht sein, aber ohne dich zu kennen sind das schon 3 Punkte, die sich bei dir geändert haben. Das sich Wünsche ändern bedeutet übrigens auch nicht, dass man vorher keine Ziele hatte. Man sollte nur nicht alles so verbissen und ultimativ sehen, denn es kann sich so viel ändern.


    Frei nach John Lennon:

    "Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen."

    (Life is what happens to you while you're busy making other plans)

  • Ich wollte immer Hauptberuflich Mutter sein, aber das ist Finanziell gesehen unmöglich, also ein möglichst sicherer Job im Büro: Industriekauffrau

    So einen Traum mit "das will ich werden" hatte ich nie. Ich wusste immer nur was ich mir für meine spätere Familie wünsche.

    Industriekauffrau erfüllt also nur die Ansprüche an einen Beruf.


    Ja, ich habe Turnen immer aus Spaß gemacht und mochte dieses Wertbewerbszeug nie. Aber in meinem alter ist Sport nurnoch auf Wettkämpfe ausgelegt.

    Als ich vor 2 Jahren im Schulsport nochmal aus Spaß turnen durfte habe ich es geliebt.

    Und jetzt sag nicht, dass ich da übertreibe. Meine Freundin musste den Tanzverein wechseln und die durfte nur in den verein, wenn sie an Wettkämpfen teilnimmt.

    Wenn du beim Turnen für dich turnst macht das keinen Spaß, wenn es die anderen todernst meinen.


    Das mit der Zahl der Kinde liegt daran, dass ich selbst immer unter meiner schwester gelitten habe und meine Mutter ständig als Kind angerufen hatte weil ich angst vor meiner Schwester hatte. Noch heute fühle ich mich mit ihr allein unwohl. Das ist eben etwas was ich meinem Kind ersparen will. Wenn er aber das gleiche will wie ich und es an der Anzahl der Kinder scheitert kann man da ja gucken. Aber ich würde keine 6 ½ Jahre zwischen den Kindern lassen. Da müsste er schon schneller nochmal schwängern xD


    Ich würde das jetzt nicht als Änderung meiner wünsche betrachten 😅

    Ob ich da zu verbohrt bin müsste ein 3. Beurteilen


    Solche Sprüche sind Unsinn...die meisten nehmen sie als Ausrede

  • Beitrag von Son-Goku7 ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: ... ().
  • pipo92 du schreibst zwar, es ist auf niemanden direkt bezogen, aber nur zur Sicherheit rechtfertige ich mich noch mal...

    Mir ist bewusst, dass sich Wünsche ändern. Darum habe ich mir auch nicht meinen "Traumpartner zurechtgefiltert", sondern nur einige für mich zu dem Zeitpunkt sehr wichtige Themen (also nicht details wie anime gucken o.ä.) vor der nächsten Beziehung angesprochen. Eben z.B. Kinder. Und wenn mein jetziger Mann mir gesagt hätte, er will auf keinen Fall Kinder, hätte ich lieber weitergesucht, als in der Beziehung darauf zu warten, dass einer von uns seine Wünsche ändert oder die Beziehung daran kaputt geht. Dafür hatte ich einfach schon zu viele gescheiterte Beziehungen hinter mir (in denen ich nichts vorher angesprochen habe)...

    Und nur weil der "vorher ansprechen"-Ansatz für mich gut funktioniert hat, muss das natürlich nicht für jeden gelten.


    Edit: natürlich ist das dann auch keine Erfolgsgarantie für die Beziehung und man kann auch nicht alles vorher wissen. Aber man weiß etwas besser, worauf man sich einlässt.

    Thou shalt not follow the NULL pointer, for chaos and madness await thee at its end.

    (aus: "The Ten Commandments for C Programmers" von Henry Spencer)

  • Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden was einem wie wichtig ist. Und dazu gehört auch wie wichtig es einem ist sofort den/die richtige/n zu finden. Für manche ist es okay eine Beziehung mit jemanden zu führen und erstmal zu gucken ob man zusammen passt oder nicht, andere müssen sich da sofort sicher sein. Im manchen Fällen ist es einem oder beiden direkt klar dass es nichts für die Ewigkeit ist.


    Wenn man zu viele oder zu hohe Erwartungen hat, wird es sehr schwer einen Partner zu finden. Vor allem wenn es dann um Dinge geht wie "Partner darf maximal nur 2 Jahre älter oder jünger sein" oder "Partner darf nicht kleiner sein als X cm". Aber ein paar Dealbreaker zu haben ist denke ich völlig on Ordnung. Wenn ein Veganer nur mit einem Veganer oder ein Christ nur mit einem Christen zusammen sein will, dann ist das schon verständlich. Und dass man in Zukunft seine Meinung ändert ist in dem Moment ja egal. Aber man sollte sich schon überlegen wie wichtig einem diese Dinge wirklich sind.

  • Hach, welch kompliziertes ja vielleicht sogar kontroverses Thema. Aus welcher Perspektive kann man solch eine Sache schon angehen?


    Biologisch ist dieser Prozess ja völlig simpel. In einer Existenz leben die man nicht versteht. Menschen unterschiedlichen Geschlechts, das XX sucht das XY Chromosom, das XY Chromosom das XX. Das Ziel eine Verschmelzung um ein neues potentielles XX oder XY Chromosom in diese Existenz zu befördern die es ebenfalls nicht versteht. So tut dieses Wesen es den Eltern gleich und die Sequenz geht immer weiter scheinbar ohne Ende. Man kann es auf eine einzige Funktion reduzieren, dafür zu sorgen dass die Menschheit nicht ausstirbt.


    Oder man kann es gar Philosophisch auffassen, mit Liebe oder religiös, die seelische Verbindung, die Ehe. Der Mensch, getrieben von Hormonen und Emotionen erfindet viele bunte Dinge, viele moralische Prinzipien. Es gibt hier zwei Optionen, die Liebe, also eine emotionale Bestätigung oder die Treue, eine teils logische Entscheidung. Vielleicht beides. Man kann es drehen und wenden aber die nicht-biologische Komponente kann man auf diese beiden Punkte beschränken.


    Wir können das Thema also auf diese 3 Punkte beschränken, eine Beziehung ist das Produkt von Treue, Liebe und der Erhaltung seiner eigenen Spezies.


    Die Treue wird daran scheitern dass der Mensch dieses Dogma nicht einhalten kann. Die Liebe wird daran scheitern dass der Mensch diesen Zustand nur passiv empfinden kann. Der biologische Aspekt setzt eine biologisch kompatible Person voraus. In meinem Fall wäre mindestens 95% der Menschheit inkompatibel. Wenn ich alle Punkte zusammenfüge und eine prozentuelle Wahrscheinlichkeit berechne, ist diese Zahl so gering, dass ich es bevorzuge den gesamten Prozess abzuschalten und mein Dasein als einzelgängerischer Unruhestifter zu fristen welcher immer ein wenig neben der Spur ist und im Wahn seiner Allwissenheit seltsame Beiträge im Internetz verfasst. :wacko:


    Ich bin deshalb der Meinung dass man durchaus alleine bleiben/leben kann statt sich dem Zwang zu unterwerfen einen Partner zu finden. Was ist schon schlimm daran? Weder Gott noch Mensch noch Irgendeiner stört sich an der Einsamkeit einer anderen Person. Also warum sich den Kopf zerbrechen. Es hat ohnehin keine große Relevanz in einer Welt, die man selbst nicht versteht.

  • Ich bin deshalb der Meinung dass man durchaus alleine bleiben/leben kann statt sich dem Zwang zu unterwerfen einen Partner zu finden. Was ist schon schlimm daran?

    Ich denke das geht nur über eine begrenzte Zeit, denn dauerhaft ist der Mensch für die Einsamkeit nicht geschaffen. Der Mensch ist seit jeher ein soziales Wesen, sprich er ist es gewohnt in einem sozialen Umfeld zu leben.

    Das viele Menschen sich in die Einsamkeit flüchten, weil sie schlechte Erfahrungen im Umgang mit Anderen gemacht haben ist verständlich und nur all zu gut nachvollziehbar, da kann ich aus eigener Erfahrung sprechen. Doch die Einsamkeit hat sehr gravierende Auswirkungen, vor allem auf lange Sicht.

    Die Abkapselung und das fehlen von sozialen Kontakten ist auf Dauer schädlicher als viele denken bzw. glauben würden. Aber wenn es zu einem Dauerzustand wird, dann leidet man sehr darunter und es geht auf die Psyche und später auch auf die körperliche Gesundheit.


    Natürlich sieht es sehr verlockend aus, wenn man sich von dem "Zwang einen Partner zu finden" befreit, doch ist es so, dass man durch die Einsamkeit auf lange Sicht selbst mehr schadet. Das Problem ist doch, dass schon alleine die Aussage "Zwang einen Partner zu finden" ein gesellschaftliches Problem ist, sprich von uns erwartet wird, dass man eine Beziehung führt und ein "perfektes" Leben führt. Dies wird von Medien, Werbung und unserer Gesellschaft suggeriert und wenn man nicht auf Anhieb diesen Ansprüchen gerecht wird, wird man als Versager oder Sonderling abgestempelt. Alles soll perfekt sein und wenn wir diese Werte nicht erfüllen wird einem eingetrichtert, dass man keinen Wert hat oder schlicht es nicht verdient hat. Man legt sich selbst so hohe Hürden und Maßstäbe auf, so das ein Scheitern vorprogrammiert ist. Die Ansprüche an uns selbst, als auch die Ansprüche an den "perfekten" Partner.


    Dabei wird aber völlig vergessen: Weder wir selbst, noch unser Gegenüber ist und wird jemals perfekt sein! Die Kunst einer Beziehung ist, eigene Fehler einzugestehen und auch zuzulassen, dass der Partner nicht perfekt ist. Unser Anspruchsdenken ist inzwischen schon so hoch, dass es zwangsläufig zum Scheitern kommt und mit jeder negativen Erfahrung schrauben wir unsere Ansprüche noch weiter nach oben, um uns vor weiteren negativen Erfahrungen zu schützen. Diese Spirale dreht sich dann immer weiter, bis man verbittert feststellt, dass es den "perfekten" Partner gar nicht gibt und man am liebsten alleine leben möchte, weil man dann vor Enttäuschungen durch andere geschützt ist.

    Hierzu fällt mir das Stachelschweinsyndrom aus NGE ein. Es bezieht sich auf eine Parabel von Arthur Schoppenhauser:


    "An einem kalten Tag entwickelt eine Gruppe Stachelschweine ein allen gemeines Wärmebedürfnis. Um es zu befriedigen, suchen sie die gegenseitige Nähe. Doch je näher sie aneinanderrücken, desto stärker schmerzen die Stacheln der Nachbarn. Da aber das Auseinanderrücken wieder mit Frieren verbunden ist, verändern sie ihren Abstand, bis sie die erträglichste Entfernung gefunden haben." https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Stachelschweine_(Parabel)


    Wenn man dies auf unserer heutige Zeit und Situation anwendet, zeit sich, dass es die "perfekte" Beziehung nicht gibt. Vielmehr zeigt es doch, das es in einer Beziehung nur funktionieren kann, wenn BEIDE daran arbeiten und BEIDE bereit sind, auf den Anderen einzugehen und zu akzeptieren, dass jeder seine Bedürfnisse und Freiheiten hat und braucht. Wenn einer das Gefühl hat nur zu geben und der Andere nur noch nimmt, dann ist es ein deutliches Zeichen, dass etwas sehr schief geht. Nur wenn Beide es schaffen das Gefühl zu haben einerseits zu geben aber in gleicher Weise vom anderen auch genug zu bekommen, dann kann eine Beziehung auf Dauer funktionieren. Das Geben und Nehmen muss sich die Waage halten, dabei spielt es keine Rolle ob es tatsächlich so ist, vielmehr wie es jeder einzelne Partner dies für sich so wahr nimmt.

  • @Taassenkuchen

    Alter, zukunftsplanung, Hundemensch, Wertevorstellungen usw. aber hauptsächlich Zukunftsplanung. Hund, Heiraten, Kind und Bausparen sollte halt von interesse sein aber da werde ich immer komisch für angeguckt :o

    Irgendwie sind alle so "darum kümmer ich mich mit 30 oder so, wenn ich keine lust mehr auf mein Leben habe."

    Sowas wurde wirklich gesagt

    Also ich finde auf jeden fall die Einstellung mit der Zukunftsplanung gut. Ich bin jetzt 26 und habe mich für die Zukunft so gut ich mit meinen finanziellen Mitteln kann etwas Polster angelegt mit Rentenfonds und Versicherungen (ich habe einen guten Freund der bei einer Dienstleistungsfirma für Versicherungen arbeitet, der konnte mir gute Konditionen rausschlagen) und ich denke das die Menschen das heutzutage unterschätzen. Aber das hat jetzt nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber das ist mir positiv aufgefallen :D


    Ich hab zwar meinen Senf schon dazugegeben, aber da hier nochmal eine Interessante Unterhaltung ausgebrochen ist klinke ich mich doch nochmal ein. Ich finde es grundsätzlich nicht verkehrt wenn man die gleichen Interessen verfolgt, doch natürlich will man nicht mit einem Spiegelbild von sich selbst zusammen sein. Gegensätze sind genauso wichtig. Ich denke es scheitert auch viel daran das Leute nicht bereit sind Kompromisse einzugehen. Da ist es umso schöner wenn man so Storys wie von pipo92 hört, gegenseitiges akzeptieren! Das Thema Liebe an sich ist für mich schwer geworden, denn was ist schon Liebe? Das Wort wird so oft rausgeworfen heutzutage. Für mich war Liebe immer nur ein Vorwand weil Menschen nicht alleine sein wollen, doch wenn der oder die Auserwählte nicht mehr gepasst hat hat man sich einen neuen gesucht. Ich habe einige Freunde die schon mindestens 6 Partner in Ihrem kurzen Leben hatten, das ging immer 1-3 Jahre gut und dann war irgendwas was nicht so toll war und dann wurde der Nächste gesucht. Ich für meinen Teil mache mir da keine Gedanken mehr drum. Aber ich glaube an Seelenverwandtschaft, und das jeder Mensch auf der Welt jemanden hat der wie dafür bestimmt ist mit ihm sein Leben zu verbringen, nur manche finden diese Person einfach nicht. Aber das wird jetz zu philosophisch oder gar religiös? :D


    Kurzum: Man sollte nicht zu streng mit sich selbst und dem anderen sein, die Fehler des anderen akzeptieren, und auch auf die eigenen Fehler schauen

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    Tell me, about memories destroyed by darkness, while we keep searching for them

    I feel your flame, your painful urges, slowly diving into madness

    I want to feel your pain too....so come with me and GO FORWARD

  • Also, klar kann eine grobe Orientierung für die Zukunft wichtig sein, und gerade in großen Themen sollte man sich einigermaßen einig sein, aber so oft, wie das Leben einen Plan umschmeißt, ist das für mich nichts, woran ich mich festbeißen würde.

    Ich zB hab absolut kein Problem damit, wenn ein Mensch keine Ahnung hat, was er in Zukunft möchte. Allerdings hab ich die Erfahrung gemacht, dass solche Leute dann gerne Mal irgendwelche Zukunftspläne erfinden, weil sie Angst haben, dass sie das sonst ins Aus schießen würde. Sowas find ich wesentlich schlimmer :D

    Und ehrlich gesagt hab ich manchmal den Eindruck, dass einige in 'ner Partnerschaft zu sehr die Selbstverwirklichung sehen, und sich deswegen so auf diese Sachen versteifen.


    Quasi-kun eine fehlende Partnerschaft muss ja aber auch nicht zwangsläufig in Einsamkeit resultieren. Es gibt Menschen, die haben tatsächlich einfach 0 Interesse an romantischen Beziehungen. Und das nicht, weil sie irgendwelche schlechten Erfahrungen gemacht haben, sondern einfach, weil sie das Bedürfnis nicht haben. Dass Menschen soziale Wesen sind stimmt zwar, aber eine Partnerschaft ist nicht die einzige soziale Interaktion, die man haben kann :D

    The world is indeed comic, but the joke is on mankind.


    ___


    Stolze Trägerin der "Störfaktor"-Auszeichnung, ausgegeben am 11.11.19 von Ulquiorra :lovex:

  • Ich denke das geht nur über eine begrenzte Zeit, denn dauerhaft ist der Mensch für die Einsamkeit nicht geschaffen. Der Mensch ist seit jeher ein soziales Wesen, sprich er ist es gewohnt in einem sozialen Umfeld zu leben.

    Der Mensch ist aber nicht gleich Mensch. Die Evolution hat zwar dafür gesorgt dass wir sehr soziale Wesen sind, aber es gibt ja für alles eine Ausnahme. Obwohl wir eine so soziale Spezies sind, gibt es z.B. viele Menschen mit sozialen Ängsten. Obwohl wir zu Fortpflanzung ein Männlein und ein Weiblein brauchen, gibt es viele die nicht an dem anderen Geschlecht interessiert sind. Alles mögliche liegt auf einem Spektrum und während manche es brauchen unter Menschen zu sein gibt es wiederum andere die das nicht brauchen.

  • Beitrag von Son-Goku7 ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: tragt das mal unter euch aus ().
  • Ich frag hier einfach mal rein; woran merkt ihr es eigentlich, dass ihr über wen hinweg seid? :D

    Hierzu wollte ich schon länger mal antworten. Ich kann keine genaue Zeit nennen, das war bei mir mal nach drei, mal nach sechs Wochen. Aber es kommt ein Punkt, an dem man im Bauch plötzlich eine Freude spürt, wie schön das Leben gerade ist, so wie es ist.Ab diesem Zeitpunkt habe ich meine Ex-Partner nicht mehr vermisst, konnte wieder nach vorne schauen. Bist du denn gerade in der Situation, wenn ich fragen darf?
    Unterstützend dazu wirkte bei mir auch viel Zeit mit Freunden, auch online über Discord und dabei ein paar Spiele zusammen spielen.


    Außerdem muss ich gestehen, dass ich große Angst vor demAlleinsein hatte, deswegen habe ich eine Trennung lange hinausgezögert, aber Angstsollte definitiv nicht der Grund sein, eine Beziehung aufrechtzuerhalten, in der mansowieso nicht glücklich ist.

    Das kenne ich selber auch. Leider habe ich auch viel zu lange und mehrere Wiederholungen gebraucht, um mich dahingehend gegen mich selbst durchzusetzen. Ich stimme hier zu und kann jedem raten, auch den 13-Jährigen mit ihrer ersten Beziehung: Habt keine Angst vor dem Alleinsein, es gibt nämlich immer jemanden, der zu euch findet. Das kann auch fünf Jahre Single-Leben bedeuten und verlangt etwas Eigeninitiative, aber es lohnt sich.


    Wie seht ihr eigentlich folgende Sache? Ihr kennt das vielleicht, ihr lernt jemanden im Internet kennen und seid auf Anhieb verknallt (das sehe ich mal als Vorstufe zur "Verliebtheit", also bis Gefühle ernster werden). Sagt ihr der Person direkt nach wenigen Wochen, was ihr empfindet, oder wartet ihr lieber ein, zwei, fünf Treffen ab, bis man etwas sagt?
    Das beschreibt noch eine harmlose Variante dieses Falls hier: Eine Freundin lernte ihre spätere Fernbeziehung zufällig auf der Straße kennen. Bereits nach vier Monaten sind die beiden zusammengezogen. Ihre Argumentation war: "Lieber merke ich so früh wie möglich, dass es nach dem Zusammenzug nicht passt, als erst nach Jahren Fernbeziehung." Heute, etwas über ein Jahr später, sind sie auch immer noch zusammen, aber das konnte man früher nicht wissen.
    Falls diese Person es hier gerade liest: Ist nicht böse gemeint, es interessiert mich nur, wie andere dieses Argument sehen. :)

  • Bist du denn gerade in der Situation, wenn ich fragen darf?

    Mhh, ja. Bin seit 2 Monaten aus 'ner Beziehung raus und hab vor 'ner Weile einfach random bemerkt, wie mich das Zeug nicht mehr belastet :D


    Sagt ihr der Person direkt nach wenigen Wochen, was ihr empfindet, oder wartet ihr lieber ein, zwei, fünf Treffen ab, bis man etwas sagt?

    Ich warte damit lieber :D Nach so einer kurzen Zeit kann man 'ne Person einfach noch nicht gut genug kennen, um sich, wie ich finde, ernsthaft verliebt zu haben :D Da hat man sich eher in die eigene Vorstellung der Person verliebt, als in die Person selber, wie ich finde.

    The world is indeed comic, but the joke is on mankind.


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    Stolze Trägerin der "Störfaktor"-Auszeichnung, ausgegeben am 11.11.19 von Ulquiorra :lovex:

  • Wie seht ihr eigentlich folgende Sache? Ihr kennt das vielleicht, ihr lernt jemanden im Internet kennen und seid auf Anhieb verknallt (das sehe ich mal als Vorstufe zur "Verliebtheit", also bis Gefühle ernster werden). Sagt ihr der Person direkt nach wenigen Wochen, was ihr empfindet, oder wartet ihr lieber ein, zwei, fünf Treffen ab, bis man etwas sagt?

    Also bisher habe ich nur Leuten meine Liebe gestanden bevor man sich getroffen hat, genauso andersrum. Das kann nach Wochen oder Monaten des kennen lernens sein, aber ein Treffen kam meist er dann zustande wenn man schon zusammen war oder zumindest starkes Interesse bekundet wurde. Also ich warte da jetzt nicht extra Treffen ab. Wenn's schon vorher funkt dann funkt's halt.


    Und wann man sowas im Internet jemanden sagt hängt einfach davon ab wann man das Gefühl hat dass es richtig ist. Wenn man merkt dass der andere scheinbar auch Interesse hat.

  • Kleiner Topic Break aber würdet ihr sagen es gibt sowas wie Ligen?

    Im Sinne dessen dass ein anderes Mädchen weit über meine Liga ist?

    Frage deswegen da ich seit geraumer Zeit jemanden date denn ich eigentlich immer als über meiner Liga angesehen habe.

    Man verstand sich super also hat man einfach gefragt.

    Was sagt ihr?

  • Das Konzept hab ich noch nie so ganz verstanden. Das man jetzt optisch, intellektuell oder finanziell Gruppierungen bildet, die dann abgestuft Ligen bilden, halte ich für totalen Unfug. Es gibt definitiv Gruppen, die komplett unterschiedliche Mindsets haben. Da mögen sich manche als überlegen ansehen und andere als unterlegen, aber das halte ich für viel zu engstirnig gedacht. Solang mir jemand gefällt, ist es für mich total irrelevant, wie diese Person von anderen wahrgenommen wird. Hätte ich jedes Mal nen Euro bekommen, wenn ich Sprüche wie "Die ist nicht gut genug für dich" gehört habe, dann bräuchte ich nicht mehr auf den Kontostand achten. Wieder andersrum fand ich viele Frauen absolut uninteressant, die andere für eine gute Partie gehalten haben.

    Im Endeffekt gibt es Ligen für die Menschen, die Ligen haben wollen. Was sie daraus für einen Vorteil ziehen, ist mir aber absolut schleierhaft. Entweder ist man absolut unzufrieden mit seiner "Platzierung", oder man entwickelt ein aufgeblasenes Ego. Wirklich gesund ist das in keinem der Fälle. Im Endeffekt sind es meist sehr oberflächliche Werte, die für mich bei der Partnerwahl eine untergeordnete Rolle spielen. Man verbaut sich nur Chancen wie die, die du jetzt ergriffen hast Twofu

  • Man kann natürlich Menschen in irgendwelche Ränge einteilen basierend auf dem Aussehen oder dem beruflichen Erfolg, aber an sich ist das ja quatsch. Gibt genug Gegenbeispiele dafür. Wenn ich mir z.B. die Partner von einigen attraktiven Cosplayerinnen ansehe, die total nerdig aussehen, ist es für mich der Beweis dass es genug attraktive Menschen gibt die großen Wert auf den Charakter legen. Und Kommentare dass solche Menschen ja was besseres haben könnten liest man auch hin und wieder unter Instagram Posts. Ein aktuelles Beispiel ist Keanu Reeves mit seiner Freundin Alexandra Grant:

    Da finden viele dass Keanu ja "was besseres" haben könnte (bzw. was "jüngeres", wobei sie 9 Jahre jünger als Keanu ist), aber ich glaube die meisten sind da nicht so oberflächlich und freuen sich einfach dass die beiden zueinander gefunden haben.


    Auch ein gutes Beispiel sind "Interabled" Pärchen. Das sind Pärchen bei denen einer eine Behinderung hat und der Partner nicht. Oft sind es einfach körperliche Behinderungen aber geistig ist die Person voll da und hat einfach eine tolle Persönlichkeit. Hier sind 3 Videos dazu:


    Es gibt sicherlich Menschen die in solchen Ligen denken, und Menschen die nur jemanden aus ihrer Liga suchen, aber den meisten ist es einfach wichtig dass man zusammen passt.

  • Wie seht ihr eigentlich folgende Sache? Ihr kennt das vielleicht, ihr lernt jemanden im Internet kennen und seid auf Anhieb verknallt (das sehe ich mal als Vorstufe zur "Verliebtheit", also bis Gefühle ernster werden). Sagt ihr der Person direkt nach wenigen Wochen, was ihr empfindet, oder wartet ihr lieber ein, zwei, fünf Treffen ab, bis man etwas sagt?

    Das beschreibt noch eine harmlose Variante dieses Falls hier: Eine Freundin lernte ihre spätere Fernbeziehung zufällig auf der Straße kennen. Bereits nach vier Monaten sind die beiden zusammengezogen. Ihre Argumentation war: "Lieber merke ich so früh wie möglich, dass es nach dem Zusammenzug nicht passt, als erst nach Jahren Fernbeziehung." Heute, etwas über ein Jahr später, sind sie auch immer noch zusammen, aber das konnte man früher nicht wissen.
    Falls diese Person es hier gerade liest: Ist nicht böse gemeint, es interessiert mich nur, wie andere dieses Argument sehen. :)

    Ich sehe da keinen großen Unterschied beim Vorgehen zwischen Offline- und Onlinebekanntschaften. Wenn man aus den Schreibereien online den anderen, wie er sich gibt, gut findet, würde ich das vor der Planung eines ersten Treffens sagen. So weiß dann auch die andere Person, wie das Treffen für einen einzustufen ist. Wenn der andere auch nen guten Eindruck hat, würde ich ein erstes Treffen evtl als Date bezeichnen. Das zeigt ganz gut, dass man sich online gut verstanden hat, aber den anderen noch offline kennenlernen möchte, bevor irgendwas zu festes daraus wird bzw bevor es dieses "entweder wir wollen zusammen sein oder reden nach dem Treffen nicht mehr miteinander" wird.

    Wenn man jemanden offline kennenlernt, ist es doch ähnlich: sofern man sich nicht schon vorher super gut kannte, muss man sich bei Treffen erst noch besser kennenlernen, bevor man wirklich sagen kann, ob man jetzt Bock auf den anderen hat.


    Bzgl des Zusammenziehens sehe ich es ähnlich wie deine Freundin. Wenn es aufgrund von irgendwelchen Umständen praktischer/ sinnvoller für ein Paar ist, sehr früh zusammenzuziehen, sollte man es, wenn man Bock drauf hat, machen. Entweder man versteht sich dann auf lange Sicht oder eben nicht. Das finde ich besser als sieben Jahre mit jemanden zusammen zu sein, von dem man sich nach einem Monat des Zusammenwohnens trennt.

    Wenn aber beide nur wenige Minuten auseinanderwohnen, halte ich so schnelles Zusammenziehen aber nicht gerade für das Beste. Denn die Leute können sich auch so oft und leicht genug sehen, sodass dieser Schritt doch noch etwas länger auf sich warten lassen kann.