Krankheit - soziale Abgrenzung in MMORPG

  • Ich möchte dieses Thema einfach mal eröffnen, da mir verstärkt aufgefallen ist, dass in so ziemlich allen Online Spielen (Meine Frage hier bezieht sich eher auf MMO's, aber auch Shooter sind sicherlich davon betroffen) die soziale Komponente immer mehr an Wert verliert.


    Das Erste Mal aufgefallen ist mir das, als ich mal wieder vor einem halben Jahr mit WoW angefangen habe - nach 3 Jahren Pause.

    Den Gedanken, dass es in jedem MMORPG so sein könnte hatte ich damals noch nicht.

    Die Hauptprobleme in meinen Augen sind folgende:


    1. Leute auf der Freundesliste antworten auf keine Nachrichten. - Wieso sind die dann in meiner FL?


    2. Fremde Personen laufen an einem vorbei, obwohl man sie begrüßt hat, oder eine Frage hatte. Auch an Emotes wie z.B. "winken", oder "hallo" hält sich keiner mehr auf.


    3. Konstruktive Kritik, oder Fragen werden nicht beantwortet, beziehungsweise mit lächerlichen Anmerkungen wie "Hah Noob" oder sonstiges kommentiert.


    4. Das sogenannte "geflame" scheint mir immer mehr in den Fokus zu rücken. Wenn man neu in einem Spiel ist und es deswegen nicht beherrscht, wird man direkt von der Community fertig gemacht?


    Das sind nur ein paar Probleme die mit auffallen.

    Auch sogenannte "Gilden" erfüllen meines Erachtens nach nur den Zweck, so viele Mitglieder wie möglich zu haben. Auf Neue wird nicht eingegangen, oder man hat schon die Grenze " nur max. Level Mitglieder."


    Warum ich der Meinung bin, dass das so ist?

    Ich habe verstärkt darauf in folgenden Spielen geachtet, über einen längeren Zeitraum hinweg:


    - Final Fantasy XIV online

    - World of Warcraft

    - Overwatch

    - League of Legends (Geflame echt heftig)

    - Rainbow Six Siege

    - Black Desert Online

    - Blade and Soul



    Nun meine Frage an euch. Was meint ihr woran diese "soziale Abgrenzung" liegt? Auch ist man als Außenstehender in "eingeschworenen Gruppen" eher unwillkommen...

  • 1. Leute auf der Freundesliste antworten auf keine Nachrichten. - Wieso sind die dann in meiner FL?

    Gerade bei fremden Personen, also Leute die du nicht privat kennst ist das nichts ungewöhnliches.

    Ich denke mal es fängt oft so an, dass beide die selbe Quest machen müssen, diese aber nicht solo schaffbar ist, deshalb holt man sich jemanden dazu, unterhält sich ein wenig, questet sogar vllt. zusammen und fragt dann ob man sich adden kann, in der Regel hat man dann noch 1 oder 2mal was miteinander zu tun und dann verlaufen sich die Wege, sei es durch Pausen, sei es durch zu großen Levelunterschied (und die daraus resultierende Unlust lowlevel ggf. zu ziehen).


    Ich kann dir persönlich sagen, außer die Leute die ich auch privat kenne, habe ich keine in der Liste, alleine weil es mir auf den Nerv geht, man macht ein Quest zusammen und sofort kommt die Anfrage bzgl. Freundesliste, ja und dann sieht es halt so aus wie du es formuliert hast, ich bevorzuge da lieber die Gilde.



    2. Fremde Personen laufen an einem vorbei, obwohl man sie begrüßt hat, oder eine Frage hatte. Auch an Emotes wie z.B. "winken", oder "hallo" hält sich keiner mehr auf.

    Ich bin ein Jahr älter und zocke seid dem ich 4 bin, ergo kamen auch verfrüht Onlinespiele hinzu, bis auf ein MMORPG Browsergame kenne ich kein anderes, wo man sich beim vorbeilaufen gegrüßt hat, es sieht nunmal so aus, dass man in der heutigen Zeit einen geregelten Ablauf hat, wenn man sich einloggt, gerade wenn man noch nicht vollkommen equiped ist, dazu kommt, dass man nicht ewig Zeit hat am Tag zu zocken, was die Unterhaltung unterwegs nicht gerade vereinfacht, wie gesagt meist laufen Fragen über die Gilde, öffentliche Chats und/oder ggf. kurze PN's.



    3. Konstruktive Kritik, oder Fragen werden nicht beantwortet, beziehungsweise mit lächerlichen Anmerkungen wie "Hah Noob" oder sonstiges kommentiert.

    Leider ein nicht unnormales Auftreten in MMORPG's, ich muss aber sagen, sowas habe ich nich keinem Spiel gesehen, egal wie alt es schon ist, irgendwo sind immer diese Leute die sich so äußern, als WoW-Veteran kann ich da Geschichten ohen Ende erzählen, ich empfehle dir einfach sowas zu ignorieren, denn es gibt dennoch Leute, die dir helfen oder sich sachlich mit dir unterhalten, du darfst da nicht immer nur auf das negative anspringen.


    4. Das sogenannte "geflame" scheint mir immer mehr in den Fokus zu rücken. Wenn man neu in einem Spiel ist und es deswegen nicht beherrscht, wird man direkt von der Community fertig gemacht?

    Gibt es eben solche und solche, gerade bei diversen Spielen artet es halt aus, dafür sind die aber auch bekannt, ich sage nur LoL, Overwatch und Rainbow Six, lediglich dort habe ich dieses extreme geflame beobachtet, in anderne spielen hält sich das im Vergleich sogar noch ganz gut, wie gesagt du wirst überall welche finden die einige Schrauben locker haben, aber das war auch schon damals so.



    Auch sogenannte "Gilden" erfüllen meines Erachtens nach nur den Zweck, so viele Mitglieder wie möglich zu haben. Auf Neue wird nicht eingegangen, oder man hat schon die Grenze " nur max. Level Mitglieder."

    Als ehamaliger Gildenlead kann ich dir sagen, das ist vollkommen ligitim, dafür gibt es gerade in vielen Spielen Foren und vieles mehr, wo sich Gilden vorstellen und sich erklären auf was sie sich fixieren, wenn du einer Gilde beitreten willst, die in den Anforderungen das maximal Level hat, dann ist das so, meist kannste dann davon ausgehen, dass diese Gilde schon eine eingespielte Truppe ist, die schon lange auf dem Server verweilen und sich auf den Endcontent, also meist Raids, Dungeon oder wie man sie auch alle nennen mag spezialisiert haben.

    Wiederum gibt es aber auch andere Gilden, die nur PVP bezogen sind, Casual sind oder viele Zwischenschritte beinhalten, meine Gilde hatte einen festen Stammraid, ohne festgelegte Termine, wann geraided wird, aber wir hatten auch genug Neulinge, die zusammen gequestet haben und wo wir, falls mal irgendwelche rar mobs gelegt werden mussten, geholfen haben, auch jetzt wirst du mit 100% Wahrscheinlichkeit noch auf solche Gilden treffen.

  • Was ein Thema lol. :D

    Leute auf der Freundesliste antworten auf keine Nachrichten. - Wieso sind die dann in meiner FL?

    Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund wieso ich und viele andere, anderen auch in normalen sozialen Netzwerken nicht direkt antworten. Hat etwas Zeit kann es warten. Ich brauch nicht immer sofort eine Antwort zu allem geben.

    Schreibt mich jemand aus der Freundesliste an ob wie z.B zusammen spielen sollen, antworte ich auch irgendwann später vielleicht dass ich es nicht schaffen konnte.

    Du wirst nicht jemand in deiner Freundesliste haben damit er dir jederzeit auf einer Nachricht antwortet. Selbst wen dem so sei dass sie dir nicht antworten solltest du dir dabei nicht zuviel denken.

    Fremde Personen laufen an einem vorbei, obwohl man sie begrüßt hat, oder eine Frage hatte. Auch an Emotes wie z.B. "winken", oder "hallo" hält sich keiner mehr auf.

    Warum sollte man auch? Ich spiel ein Spiel um mich abzulenken und meinen Spaß zu haben. Vielleicht hab ich in dem Moment keine Lust auf irgendwelche Interaktionen da sie mich mit meinem Ziel nicht zusammensetzen. Hier auch das Gleiche wie oben. Denk dir nicht zuviel dabei.

    Konstruktive Kritik, oder Fragen werden nicht beantwortet, beziehungsweise mit lächerlichen Anmerkungen wie "Hah Noob" oder sonstiges kommentiert.

    Und? inGame ist ja auch keine wirkliche Plattform um Diskussionen zu führen. Die meisten spielen Spiele als Casuals. Heißt nebenbei als Freizeitbeschäftigung und wollen nicht auf konstruktive Kritik oder großartige Fragen eingehen. Wenn du solche Thematiken besprechen möchtest dann würd ich dir empfehlen auch zu den richtigen Plattformen dafür zu gehen. Reddit wäre da zum Beispiel empfehlenswert.

    Das sogenannte "geflame" scheint mir immer mehr in den Fokus zu rücken. Wenn man neu in einem Spiel ist und es deswegen nicht beherrscht, wird man direkt von der Community fertig gemacht?

    Mehr Spieler = Große Zielgruppe = Mehrere Persönlichkeiten.

    Über der Zeit ist Gaming mehr Mainstream geworden. Es ist keine Nische mehr. Heißt du wirst öfter auf Idioten treffen und solche bleiben auch eher im Kopf als normale oder freundliche Leute.

    Auch hier. Frag nicht inGame nach irgendwelchen Sachen. Die meisten werden das ignorieren. Geh zu den richtigen Plattformen dafür.


    Ich weiß dass du sagen wirst dass dies damals nicht so war. Dabei war es damals genauso aber nur in kleineren Mengen.

    Sei es CS:S oder MMO´s. Ich hab da auch schon vor 8 Jahren Flamer inGame gehabt.

    Das ist komplett normal.

  • Ich meinte mit manchen Aussagen nicht, dass es keine Ausnahmen gibt.

    Aber wenn ich mich an frühere Spiele Erlebnisse in MMO's erinnere - ich kann da nur aus meiner Sicht sprechen - war alles wesentlich mehr auf soziale Kontakte und Hilfe bedacht.

    Von Themen wie Dungeon Browser oder sonst was will ich jetzt nicht anfangen.

    Mag sein, dass andere Menschen nicht die Gleichen Erfahrungen haben wie ich, oder wesentlich mehr positive. Aber Fakt ist nun auch, dass die Menschen die "helfen" in meinen Augen immer weniger werden.

    Deswegen die Frage woran das wohl liegen mag.

    Hat es was mit dem Leveldrang zu tun? Oder damit, dass ich einfach keine "Zeit" habe.

    Ich arbeite selber jeden Tag fast 10 Stunden zuzüglich einkaufen gehen, Sport machen und Haushalt. Und die kurze Zeit die ich dann zocken kann, nutze ich auch.

    Aber ich bin auch nicht abgeneigt, mir mal zehn Minuten Zeit zu nehmen und anderen zu helfen.

    Sodass das Argument geregelter Ablauf irgendwie ein zweischneidiges Schwert ist :)


    Meiner Meinung nach.

  • Hat es was mit dem Leveldrang zu tun? Oder damit, dass ich einfach keine "Zeit" habe.

    Damit hast du die Erklärung :P , ja es liegt einfach daran, dass Leute keine Zeit haben. (klingt irgendwie schon komisch, in der Freizeit in einem Game keine Zeit haben)

    Wie gesagt Leute haben Ihre eigenen Vorstellungen davon, was Sie am Tag machen, wenn Sie ggf. ne Stunde Zeit haben zu zocken und anderen helfen fällt da meist aus der Reihe, wenn Dailys und Co. schon 40 Minuten dauern und man dann noch nen Dungeon machen will muss man sich ranhalten und für dauerhafte Smalltalks ist dann da eben keine Zeit mehr, selbst in Spielen haben viele den Drang zeitnahe hinterher zu kommen um für Endcontent ready zu sein oder oder oder.

    Wie du schon selbst sagtest, du arbeitest fast 10 Stunden am Tag (ist bei mir nichts anderes), hast dann privat nicht unbedingt soziale Kontakte zu pflegen, aber musst noch Haushalt werfen, einkaufen oder was auch immer, bist dann froh, wenn du 1 Stunde lang dein Game spielen kannst und sollst dann noch Leuten helfen.

    Ich hab letztes Jahr mal wieder reingeschaut und muss sagen, früher konnte ich sowas ohne weiteres machen, früher hatte ich viel Zeit für MMORPG's, da hab ich mehrfach Leuten geholfen, aber jetzt wo man arbeitet und noch so viele andere Erledigungen hat, ist man einfach froh, wenn man das minimum am Tag schafft, um etwas voran zu kommen.


    Gut ich muss ehrlich sein außer dem Spiel Runescape spiele ich auch kein anderes MMORPG mehr und selbst Runescape ist noch schwer zu halten, MMORPG's sind halt zeitfressende Spiele und was haben wir heutzutage nicht wirklich in der Arbeitswelt,... genau Zeit, wenn man dann bedenkt dass man für einige schöne Spiele dann noch Abos zu zahlen hat fällt das komplett weg, wenn ich es schaffe im Monat 50 Stunden WoW zu spielen sind mir 13 einfach zu schade (um mal ein Beispiel zu nennen).


  • Gut danke für die Antwort :)

    Wie ich sagte, ich kann das nachvollziehen. Aber es ist in meinen Augen halt auch ein "zweischneidiges Schwert" da diese Spiele ja im Grunde darauf ausgelegt waren, dass man online Kontakt zu anderen Leuten herstellen kann - mal Freunde außer Acht gelassen.

    Ansonsten stimme ich mit dir wohl vollkommen überein...

  • da diese Spiele ja im Grunde darauf ausgelegt waren, dass man online Kontakt zu anderen Leuten herstellen kann

    Wie gesagt, ich denke mal, das hat sich jetzt eher auf Clans/Gilden verlegt, hier und da wird dir auch mal so geholfen, aber dieser intensieveren Kontakt haste meist bei Clans und Gilden, da wird noch viel Wert darauf gelegt zu interagieren, wenn du an irgendeienr Ecke Spieler XYZ trifft, wird der dir zu 95% der Fälle nicht helfen.

    Wie gesagt, gibt solche und solche, wie ich letztes Jahr in WoW in den öffentlichen Chat ne Frage gestellt habe, habe ich genauso viele dumme Antworten wei hilfreiche bekommen. :P

  • Also um ehrlich zusein habe ich das Problem, das du beschrieben hast noch nie wirklich gesehen.

    Ich bin vor allem in den letzten jahren Extrem viel von Spiel zu Spiel gesprungen. Dadurch habe ich zwar kaum ehrfahrungen darin wie es ist ein eingesessener Spieler zusein, aber dafür habe ich von dutzenden Spielen einen recht guten Eindruch bekommen, wie es ist ein Neuling zu sein.


    Zwar bin ich selbst kein all zu gesprächiger Mensch, aber ich habe sehr selten nicht geantwortet, wenn mir in WoW, SWTOR oder anderen MMOs jemand zugeflüstert hat. Andersherum habe ich auch so gut wie nie erlebt, dass ich, oder Freunde von mir ignoriert wurden, wenn wir jemanden angeflüstert und um Hilfe gebeten haben. Vor allem ältere Spiele, hatten eine große Anzahl an Spielern, die sehr hilfsbereit waren. Ich kann mir vorstellen, dass das daran lag, dass die "Veteranen" dieser Spiele nicht mehr Spielen, um neue Sachen erleben zu können, sondern um Zeit totzuschlagen, oder beispielsweise den Kontakt zu ihren Veterankollegen zu halten. Deshalb haben sie wohl keine hohen Ansprüche darin, wie genau sie ihre Zeit im Spiel verbringen.

    Und auch neuere Spiele haben meistens gern geholfen, so gut sie eben konnten.


    Natürlich gab es immer mal wieder AFKler, oder Leute die einen Ignoriert oder abgelehnt haben.
    Aber das ist ja auch verständlich. Jeder sucht etwas anderes in Videospielen. Manche wollen sich in der Welt verlieren, oder vielleicht sogar Rollenspiel betreiben und ignorieren deshalb alles was sie aus der Immersion bricht. Oft gibt es auch die, wie mich zum Beispiel, die ein Spiel nur für oder wegen Freunden anfangen, aber eigentlich weder am Spiel noch an der restlichen Community interessiert sind. Die wollen dann weder neue Leute, noch das Spiel besser kennenlernen. Deshalb antworten sie dann auch selten, wenn fremde sie anschreiben.

    Auf der anderen Hand gibt es aber auch die erwähnten Leute, die zum Beispiel gerade wegen dem sozialen Aspekt das Spiel angefangen haben, oder es als Teil des Spiels akzeptieren. Meiner Erfahrung nach, ist dieser Teil immernoch größer.


    Das beschränkt sich außerdem nicht nur auf MMOs. Ich habe, bevor Unterhaltungen mit dem Gegnerteam gesperrt wurden, in CSGO oft Gespräche mit dem anderen Team geführt. Ja manchmal wurde geflamet, manchmal wurde getrollt und manchmal musste man Leute blocken, aber oft wurde auch über neuste Updates gesprochen, manchmal wurden Trolls zu lustigen Gesprächsthemen für die meisten Anwesenden und ab und an wurde sogar über Beleidigungen gelacht.

    Und gerade CSGO ist eines dieser Spiele, die bekannt für eine toxische Community ist. Das war Counter Strike schon immer, aber schon immer gab es auch diese Leute. Und die sind nicht selten.

    Auch in LoL bin ich mir ziemlich sicher, dass wenn man mal darauf achtet, in jedem Spiel indem es einen Mitspieler gibt, der extrem aggressiv und toxisch ist, mindestens eine Person ist, die nett antworten würde, wenn man ihn oder sie direkt ansprechen würde und ziemlich wahscheinlich sind die übrigen zwei Leute einfach nur still, weil sie entweder selbst genervt von dem einen Flamer sind, oder sie zu den oben ja schon beschriebenen, eher stillen Spielern gehören.



    Und wenn ich so zurück denke. In meiner Halo-, CSS-, LoL-, Rocket League- und MMO-Zeit, war das so gut wie immer so. Und immer wurde sich genau wie hier gefragt, warum sich das so geändert hat.

  • Hm, ich habe das ehrlich gesagt auch noch nicht so gesehen. Ich spiele jetzt seit ca. 8 Jahren immer mal wieder MMOs aber eine große Veränderung ist mir eigentlich nicht aufgefallen. Es gab schon immer solche und solche Leute. Das hat dann aber glaube ich nicht direkt was mit sozialer Abgrenzung in MMOs zu tun sondern generell mit der Menschheit. Jeder ist halt unterschiedlich und nicht jeder ist hilfsbereit oder nach der Suche nach einem Gesprächspartner. Ob das nun ein MMO ist, ein Forum oder irgendwelche sozialen Netzwerke. Es gibt immer irgendwelche Leute, die es lustig finden rumzuflamen, einen zu beleidigen oder keine Ahnung was. Traurig.

    Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass ich MMOs nicht spiele, weil ich soziale Kontakte knüpfen will. Sondern einfach, weil ich Spaß am Spielen habe. Quests meistern, Stufen aufsteigen, neue Ausrüstung bekommen. Wenn man dann mal mit jemandem questet und sich gut versteht, okay, aber ich bin jetzt auch nicht sonderlich traurig, wenn man eine Quest zusammen gemacht hat und dann Sayonara.


    1. Leute auf der Freundesliste antworten auf keine Nachrichten. - Wieso sind die dann in meiner FL?

    Ich denke, das passiert oft in den Anfängen von MMOs. Man trifft auf Spieler, die genau so ein geringes Level haben wie man selbst. Man questet vielleicht mal zusammen und bei vielen ist das dann schon eine Art Reflex, denjenigen dann in die Freundesliste aufzunehmen, weil diese Person halt nett erschien und eine der ersten war, mit denen man im Spiel zu tun hatte. Das war früher auch schon so. Es ist wirklich nur selten der Fall, dass man im späteren Verlauf nochmal wirklich was miteinander zu tun hat. Daher nehme ich selbst solche Einladungen erst gar nicht an bzw. falls doch leere ich halt regelmäßig meine Liste wieder. Die meisten, die ich wirklich dauerhaft in der Liste habe, sind auch Leute, die ich schon länger kenne, vlt auch aus anderen Spielen oder aus meinem eigenen Freundeskreis oder teilweise sogar hier aus der ACG. :)


    2. Fremde Personen laufen an einem vorbei, obwohl man sie begrüßt hat, oder eine Frage hatte. Auch an Emotes wie z.B. "winken", oder "hallo" hält sich keiner mehr auf.

    Da stimme ich den oberen Meinungen zu, dass viele einfach nicht die Zeit haben. Ich grüße schließlich auch nicht jeden auf der Straße. Und wenn ich ein MMO spiele und auf dem Weg zu einer Quest bin oder zum Händler, achte ich meistens auch gar nicht darauf ob mir jemand zuwinkt, beziehungsweise fühle mich auch oft nicht angesprochen, da ja gerade in solchen bekannteren MMOs viele Leute rumlaufen. ?( Wenn ich da bei jedem Winken oder Hallo Emote stehen bleiben würde, würde ich nicht mehr zum Spielen kommen. Ich denke auch nicht, dass es von den Entwicklern als wichtiger Teil angesehen wird, sondern eher als witziges Gimmick, wenn man z.B. vor einem Dungeon auf andere Leute wartet etc. Da steh ich dann meistens auch und tanze oder winke, aber einfach nur aus Spaß.


    3. Konstruktive Kritik, oder Fragen werden nicht beantwortet, beziehungsweise mit lächerlichen Anmerkungen wie "Hah Noob" oder sonstiges kommentiert.

    Das ist heutzutage leider auch ein allgemeines Problem. Nicht viele Menschen können mit Kritik umgehen. Und erstrecht nicht in einem Videospiel mit fremden Leuten. Zumal diese Art von Kritik dann meistens nicht über ein 'Scheiß Heiler!!!111!!elf' hinaus geht. Mal davon abgesehen, dass sich die wenigsten, die ein Spiel zum Spaß spielen wollen, die Zeit nehmen möchten, sich belehren zu lassen. :/

    Was die Fragen angeht, so stimme ich zu. Es nimmt sich nicht jeder die Zeit, einem Anfänger auszuhelfen. Aber auch das ist wieder ein allgemeines Problem. Allerdings muss man dazu auch sagen, dass man viele Fragen auch auf der Seite des Spiels oder in dazugehörigen Foren etc. beantwortet bekommt. Daher werden sich viele auch einfach denken 'Ja, les dir halt alles vorher durch, bevor du hier rumfragst'. Jemandem alles zu erklären kostet nun einmal Zeit, teilweise auch sehr viel Zeit. Und die ist man oft nicht gewillt für Fremde zu opfern. In den meisten Fällen ist es ja auch so, dass das Startgebiet eines MMOs wirklich nur für Neulinge ist und ab einem gewissen Level nicht mehr betretbar ist (kenne ich jedenfalls noch aus älteren MMOs). Das heißt, dort rennen nur Leute rum, die genauso wenig Ahnung haben wie du (es sei denn, es ist schon ihr 2. oder 3, 4, 5. Charakter mit dem sie einfach nur neu anfangen um eine neue Klasse zu testen oder so.. ). Manche Gespräche kann man auch nur lesen, wenn man sich in der Nähe der Person befindet. Oder es gibt einen Tab für WELT. Aber da schauen viele auch gar nicht erst rein, weil das eh zugespamt wird. :/


    Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich zum Beispiel gerade in Final Fantasy XIV als 'Noob' recht viel Hilfe von Fremden bekommen habe. :) Das ist dann also einfach Glückssache denke ich.

    Auch sogenannte "Gilden" erfüllen meines Erachtens nach nur den Zweck, so viele Mitglieder wie möglich zu haben. Auf Neue wird nicht eingegangen, oder man hat schon die Grenze " nur max. Level Mitglieder."

    Diese Grenze für max. Level Mitglieder finde ich eigentlich ganz sinnvoll. Viele gründen ja zum Beispiel auch erst mit sehr hohem Level eine Gilde, um halt Spieler zu finden mit denen sie diese Raids durchführen können oder in schwere Dungeons reingehen. Da wäre es dann etwas sinnlos Neulinge aufzunehmen, die mit Level 12 zum Beispiel dann eh nichts machen können. :/ Von daher wirken diese Grenzen ja eigentlich sogar dem Argument entgegen, dass Gilden nur so viele Mitglieder wir möglich haben wollen. Wenn dies der Fall wäre, würden sie ja keine Grenze einführen.

    Es gibt aber natürlich auch hier wieder solche und solche Gilden. Auf jede Gilde die ernsthaft zusammenarbeiten will, gibt es immer eine, die einfach nur so eine Gilde gegründet haben, um Mitglieder zu sammeln. Ist leider so..

    Fazit: Ich denke, du solltest dir das Verhalten von anderen Spielern in Games einfach nicht zu Herzen nehmen. Ignoriere einfach das Geflame und habe einfach nur Spaß daran zu spielen. :)

  • ich glaube, dass viele meine Frage anders sehen als ich sie meinte :)

    Ich habe absolut kein Problem damit, dass die Leute das so machen wie sie es meinen.

    Es hat mich lediglich interessiert, was die Forum Member dazu sagen. Ich habe die Sache recht objektiv betrachtet und wenn man nun einmal fast drei Jahre keine MMO's gespielt hat, fallen einem eventuell mehr Unterschiede auf als bei jemandem, der 8 Jahre am Stück spielt.


    Wie ich sagte, ich kann alle Gründe nachvollziehen, aber was ich hier wollte war eine objektive Beschreibung und Ansicht der Leute, was sie dazu sagen.

    Zu Herzen nehme ich mir das alles ohnehin nicht. Dafür bin ich erwachsen genug und spiele selber um Spaß zu haben :)

    Also, dennoch danke für deine Antwort =)

  • Ein sehr interessantes Thema!


    Ich habe viele Jahre aktiv Aion gespielt und habe dort sehr viel gesehen, gehört oder live miterlebt.


    Ich habe gesehen wie Leute ausgegrenzt wurden weil sie bestimmte Sets nicht vollständig hatten - oder zuletzt nicht das Wunschlevel erreicht hatten. Oder weil sie mal einen Fehler gemacht haben. Der Schuldige bei einem Misserfolg in Raids oder Instanz war immer schnell gefunden, und nicht selten führte dies zu Konsequenzen wie "Teilnahmeverbot" bei Instanzen, Rauswurf aus Gruppen oder Legionen und natürlich das öffentliche geflame über die öffentlichen Chats.


    Wenn unerfahrene oder gar neue Spieler sich erdreistet hatten ihre Mitspieler direkt oder über öffentliche Chats um Rat zu fragen, gab es nur selten vernünftige und hilfreiche Antworten. Stattdessen wurde sich darüber lustig gemacht, es gab unschöne und unnötige Anfeindungen oder aber der allseits beliebte Spruch: "Google is dein Freund". Oftmals war der Aufwand für die Nonsens Antworten größer, als für die korrekte kurze Antwort. Als neuer Spieler hatte man es dann so besonders schwer, und nicht wenige haben ihre Karriere nach kurzer Zeit schon wieder beendet - nicht weil das Spiel schlecht war.


    Ähnlich ist bei Spielen wie z.B. Overwatch oder Rocket League (ich nenne die beiden, weil ich beide Spiele). Was man da teilweise in den Chats lesen kann, ein wahnsinn. Irgendwas klappt nicht, man macht tatsächlich mal einen Fehler oder hat einfach nur einen schlechten Tag -> öffentliches Beleidigen, Flamen, Diskriminieren usw. Oftmals auch sehr hart an gewissen Grenzen. Vernünftige Kritik oder gar Hilfestellungen, gibt es so gut wie gar nicht.

    Schuld sind immer die anderen, niemals das Team als Ganzes oder gar man selbst. Immer wieder dumme Sprüche und Andeutungen, das man ja unter der Liga der anderen Spielt und man dadurch ja weniger Recht(e) hat wie andere.

    Besonders schlimm finde ich es, wenn sich Spieler darstellen, als wären sie mit dem Wissen über das Spiel, ihrer Erfahrung und ihrem Skill geboren worden. Dabei vergessen sie schnell, das auch sie mal ganz neu waren und gar nix konnten bzw. wussten.
    Ein anderes Thema sind dann noch die Cheater, die ganz bewusst anderen Leuten ein Spiel ruinieren in dem sie mit irgendwelchen Aimbots oder Wallhacks arbeiten.


    Ich finde diese Entwicklung generell kritisch. Die Leute verstecken sich hinter der Anonymität des Internets, reissen ihre Klappe auf und vergessen ihre Erziehung, die viele von den Flamern sicherlich hatten. Ich frage mich, warum man nicht einfach mal vernünftig auf Fragen antworten, vernpünftig kritisieren oder Frust einfach herunterschlucken kann.

    Zudem finde ich schade das in vielen Spielen nichts oder nur wenig gegen solche Leute unternommen wird. Noch schlimmer finde ich die Akzeptanz der Spieler selbst: "ja das ist halt so" oder "stell dich nicht so an, das ist normal". Vielleicht bin ich da Oldschool, aber muss das wirklich alles sein?



    Natürlich ist nicht alles schlecht. Schlimme Fälle sind aktuell eher selten . Und es gibt auf der anderen Seite auch positive Ereignisse die ich beobachten durfte. Da wurde dann den Leuten aktiv geholfen oder man nimmt auch schlechte Spiele mit Humor


    Man kann sagen beide Seiten sind mehr oder minder Extremsituationen. Wobei sich die eher negtaive Seite in meinen Augen langsam ausweitet.

  • Besonders schlimm finde ich es, wenn sich Spieler darstellen, als wären sie mit dem Wissen über das Spiel, ihrer Erfahrung und ihrem Skill geboren worden. Dabei vergessen sie schnell, das auch sie mal ganz neu waren und gar nix konnten bzw. wussten.

    I know what you mean :saint: !! This ^


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    Ich erinner mich an meinen allerersten Dungeon in FF... Als Whitemage und hatte von Tuten und Blasen keine Ahnung. Wurde gekickt, weil ich alle öfters sterben lies :D <-Ich mein, dann sollen die Leute zur Hölle fahren, ich war fucking neu

    Beim nächsten Mal als ich drin war, hab ich das den Leuten gesagt dass ich neu bin usw.... Das haben sie akzeptiert und mir geholfen und haben nicht wie blöd gepullt.. Wenn ich nen Inhalt neu Mach, dann kündige ich immer an dass ich 1st Timer bin. Und dann hat sich die Sache eig schon.


    In FF find ich die Spieler ziemlich angenehm. Ja, es gibt die ein oder anderen die rausstechen. Aber sonst, sind viele echt Hilfsbereit und mega freundlich! Einer der Gründe warum ich gerne FF sehr mag. Aber das sag ich aus der Sicht eines DDs ;) Healer und Tank haben ihre Schattenseiten. Irgendwann hatte ich auf das heilen einfach keinen Bock mehr. A: Man darf sich jeden scheiß anhören B: Bin generell mit dem Heilen nicht mehr klar gekommen

    Idioten kommen auf meine Blacklist !


    Dann gibt es die Leute, die einfach nichts verstehen wollen :/ Ich schau mir bevor ich mein Inhalt starte, welche Sprache die Leute sprechen. Wenn ich merke, ok auf Englisch checken dies nicht und dann erklärt man alles auf Deutsch...Und checken es trotzdem nicht, dann kann man denen auch nicht weiterhelfen. Da hatte ich so nen Inhalt... Die Gruppe in der ich war, war trotzdem mega nett.. es wurde keiner beleidigt! Aber wir waren dennoch mit unserem Latein am Ende xD


    Dann gibt es die Leute, die verlangen dass man sich vorher nen Video angeschaut hat bevor man nen Inhalt betritt.. Find ich persönlich blöd. Ich bin der Typ Mensch, learning by doing! Da geh ich lieber vorher mit welchen aus der Gilde rein. Bzw ein oder zwei im schlepptau die das Ding beherrschen und mir währen dem Kampf Tipps/Anweisungen geben können.


    So generell, finde ich, wenn man was mit Leuten machen will.. Sollte man sich ne Gilde suchen die TS oder Discord hat. In so einer bin ich und das klappt meiner Meinung nach am besten!


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    Joar Overwatch ist ein Fall für sich..Hab da dutzende Leute gemeldet :D Dieses gesalte geht mir mega auf den Sack. Vor allem im Chat. Wenn die da salty sind, erlaub ich mir immer nen Scherz draus die ein wenig zu ärgern, dass ich sie nicht ernst nehme :)

    Ich mein, ich hab hier und da ultra nen schlechten Tag und wenn da jemand sagt ich bin scheiße, da geht mir dir Hutschnalle hoch xD Da nicht jedes Spiel reibungslos laufen kann


    Ansonsten kann ich nicht viel über andere Spiele reden. Habe nur von WOW gehört die seien da mega Salty

  • Oftmals war der Aufwand für die Nonsens Antworten größer, als für die korrekte kurze Antwort.

    Das stimmt wohl leider. Aber wie schon von dir erwähnt, ist es wohl einfach so, dass das Schutzschild Internet einiges zulässt.



    Ich finde diese Entwicklung generell kritisch. Die Leute verstecken sich hinter der Anonymität des Internets, reissen ihre Klappe auf und vergessen ihre Erziehung, die viele von den Flamern sicherlich hatten. Ich frage mich, warum man nicht einfach mal vernünftig auf Fragen antworten, vernpünftig kritisieren oder Frust einfach herunterschlucken kann.

    Die Entwicklung beobachte ich schon seit paar Monaten kritisch und objektiv. Was auch der Grund für diesen Thread war.

    Ich widerspreche hier niemandem meiner Vorkommentierer, aber ich bin der Meinung, dass man auch mal 2 Sekunden Zeit hat jemandem zu antworten, oder gar 20 Sekunden um eine hilfreiche Antwort zu tippen.

    Und wenn es nicht tippen ist dann meinetwegen Discord oder TS.

    Die Erziehung spielt im Internet erfahrungsgemäß leider auch eine immer weniger wichtige Rolle, da alle auf einmal ganz anders sind.


    Zudem finde ich schade das in vielen Spielen nichts oder nur wenig gegen solche Leute unternommen wird. Noch schlimmer finde ich die Akzeptanz der Spieler selbst: "ja das ist halt so" oder "stell dich nicht so an, das ist normal". Vielleicht bin ich da Oldschool, aber muss das wirklich alles sein?

    Die Spieler die einfach mal helfen, oder so wie wir darüber konstruktiv schreiben werden immer weniger.

    Das hat meiner Meinung nach auch nichts mit Oldschool zu tun. Akzeptanz sollte eine Grundeigenschaft der Menschen sein...

    Dann gibt es die Leute, die verlangen dass man sich vorher nen Video angeschaut hat bevor man nen Inhalt betritt..

    Kenne ich.

    Ich sage nur Rahmu Zenit, als Tank. Ich wurde so fertig gemacht.

    Als Antwort auf meine Frage - wie soll ich es sonst lernen? - kam dann nur "Auf Youtube gibt es genug videos. Das macht man bevor man in Zenith rein geht du Spast."

    Aber warum?

    Gäbe es kein Youtube was dann? Dann müsste man das ja auch alles lernen...

  • Nun meine Frage an euch. Was meint ihr woran diese "soziale Abgrenzung" liegt?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass man deine Frage mit nur einem einzigen Wort beantworten kann, und dieses Wort lautet "Matchmaking".


    Damals nutzten die Leute einen Mix aus privaten und offiziellen Servern für die meisten Multiplayer-Games, speziell Shooter. Ich erinnere mich zum Beispiel noch genau daran, dass ich zu CS 1.6 Zeiten immer wieder auf meine Stammserver ging um dort zu zocken. Auf diesen Servern schloss ich damals unzählige Kontakte, sogar meine Ex-Freundin lernte ich auf diesem Wege so kennen. Diese Server hatten einfach die Tendenz dazu früher oder später ein paar Stammspieler/innen zu sammeln und je öfter die einander sahen, desto größer wurde die Wahrscheinlichkeit, dass sie Kontakt zueinander aufbauten.


    Mit World of Warcraft ist es genau das Gleiche. Die Ingame-Community starb an dem Tag, an dem Blizzard den "SucheNachGruppe"-Channel durch den Groupfinder bzw. das Matchmaking ersetzte. Früher, da suchte man meist eine Weile nach Gruppenmitgliedern für Dungeons und Raids.. was oft eine Weile dauerte. Das Ganze startete aber meist durch aktive Kommunikation und oft machte man während der Wartezeit andere Dinge gemeinsam, Quests zum Beispiel.. oder man reiste gemeinsam zum entsprechenden Dungeon. Das alleine gab den Leuten schon viel Spielraum zum 'connecten'. Da das Zusammenstellen von Gruppen oft etwas dauerte war zudem die Wahrscheinlichkeit größer, dass man mit sympathischen/kompetenten Gruppenmitgliedern für weitere Dungeons oder Quests weiterhin in der Gruppe blieb. Zumindest ist dies meine Erfahrung, und in der habe ich größtenteils durch gemeinsame Dungeon-Aktivitäten Kontakte geknüpft.


    Seit der Dungeonfinder da ist knüpfe ich aber nurnoch wenige Kontakte. Man klickt auf den gewünschten Dungeon, wartet eine Weile und wird automatisch mit anderen Leuten in den Dungeon hineinteleportiert. Die meisten Leute grüßen und verabschieden sich nicht, sondern 'rushen' einfach nur zum Ende. Zudem sind Quests so einfach, dass man mittlerweile nurnoch selten andere Mitspieler/innen benötigt um diese zu absolvieren.. ganz im Gegensatz zu damals, wo man selbst für Hogger 1-2 Leute benötigte, sprich: Wo man selbst für Hogger Kontakt zu anderen Spielern aufbauen musste.


    Also wenn du mich fragst ist es das Matchmaking, was all diese 'Communities' ruinierte.. was auch Call of Duty, Battlefield und viele andere Spiele betrifft. Diese automatische Spielerzuweisung mag ihre Vorteile haben, aber sie nahm vielen Spielen eine - wie ich finde - sehr wichtige Komponente. Es ist nicht mehr so, dass man aktiv auf andere Menschen eingehen oder mit ihnen interagieren muss um ein Multiplayer-Game zu zocken, genauso ist es nicht mehr so, dass man regelmäßig mit oder gegen die selben Leute zockt.. stattdessen sieht man immer wieder andere, willkürlich zusammengewürfelte, Leute für irgendwelche 5-20 Minuten langen Runden. Das alleine schränkt die Kommunikation meiner Ansicht nach enorm ein, denn es macht keinen Sinn groß mit Spielern zu interagieren, die man 5-20 Minuten später nie mehr wiedersehen wird.


    Matchmaking ist in meinen Augen eine Plage.. deswegen freue ich mich auch auf WoW Classic. WoW Classic kommt ohne Matchmaking.. dementsprechend ist die Chance groß, dass auf den Classic-Servern wieder alles so sein wird, wie zu den guten alten WoW Zeiten.. wo man unter Community noch Communities verstand, und nicht nur einen zahlenden Kundenstamm der nur minimalst miteinander interagiert.

  • Als langjährige FFXIV-Spielerin kann ich nur bestätigen, dass mir zumindest die dortige Community immer toxischer erscheint. Elitäre Idioten versuchen sich am laufenden Band aufzuspielen und verurteilen jeden Neuling, der auch nur im Ansatz einen Fehler begeht, während einige Neulinge hingegen der Meinung sind, gut gemeinte Ratschläge sind nur was für Noobs und sich zumindest ansatzweise Mühe zu geben totale Zeitverschwendung, denn "es ist ja nur ein Spiel!!!!11!!11!einself". Einer der vielen Gründe, warum ich diesem Spiel inzwischen den Rücken zugekehrt habe.

    Dementsprechend kann ich auch verstehen, warum viele Spieler einfach keine Lust mehr auf soziale Interaktionen haben, obgleich diese ja der eigentliche Sinn von MMOs ist - sonst könnte man schließlich auch Single Player-Games spielen. Wenn man ständig Leute in Raidgruppen hat, die ihren Babbel nicht halten können und so hochnäsig Tipps verteilen, dass man am Liebsten durchs Mikrofon schlagen würde, oder absolute Vollidioten, die nicht einmal im Ansatz einen Tipp beherzigen und sich selbst bei den einfachsten Inhalten carryen lassen... Nee, da hört bei mir irgendwann die Geduld auch auf.

  • Nicht böse gemeint, aber vielleicht mit Ausnahme von Final Fantasy würde ich die meisten dieser Games bzw. deren Communities als ohnehin überdurschnittlich "toxisch" bezeichnen, weil ziemliche Mainstream-Spiele oder weil sie von Natur aus ziemlich "kompetitiv" und für "tryhards" sind (Rainbow Six).


    Es gibt natürlich immer mal Ausnahmen, aber im Allgemeinen sollte man nicht zu viel von Menschen erwarten. Schon gar nicht bei Games, die eine große Menge anziehen. Bei eher nischenartigen Titeln wird dir sowas auch passieren, aber wohl vergleichsweise weniger weil nicht jeder Hinz und Kunz sich da rumtreibt und weil die Spieler womöglich darum wissen, dass neue Spieler selten sind und es gemein und für das Spiel schädlich wäre, diese mit Mistgabeln wegzujagen. Wobei es auch kleine elitäre und Newbie-unfreundliche Communities gibt, die sich im Gegenteil sogar etwas darauf einbilden, klein und "speziell" zu sein und glauben, dass diese "ihr" Spiel definieren würden und das Recht hätten, Neulinge genauer unter die Lupe zu nehmen und zu diktieren, ob diese bleiben dürfen oder nicht.


    Allerdings ist Teil der Wahrheit auch, dass viele Spiele "casualisiert" werden. Waren MMOs vor vielleicht 10-15 Jahren im Allgemeinen noch "härter" und anspruchsvoller - zwangen diese, die Spieler an vielen Ecken zu kooperieren - herrscht heute wohl die Meinung bei vielen Entwicklern, dass jeder Spieler weitgehend auch alleine alles schaffen muss. Das drückt sich besonders in dem Verlust enger Klassendefinitionen aus: Tanks sind nicht mehr nur Tanks, Heiler sind nicht mehr nur Heiler und DPSler nicht mehr nur DPSler. Stattdessen können viele von allem etwas, ist jeder eine Art Allrounder. Von meiner Natur aus würde ich dieses Prinzip der "Verallgemeinerung" sogar begrüßen, weil ich auch eher ein "Lonewolf" bin in den Online-Games, die ich zocke, und ungerne immer auf andere angewiesen sein will. Doch muss man sich bewusst sein, was das Auflösen solcher althergebrachter Systeme mit sich zieht und sollte es trotzdem zumindest Motivation und Ansporn geben, eben nicht blindlinks an jedem Spieler vorbeizulaufen.


    Es sollte möglich sein, auch spontan ohne große komplizierte LFG-Features mit anderen zusammenzukommen, um etwas gemeinsam zu tun. Loot-, XP-, Belohnungs-, Monster-Spawn-Systeme müssen entsprechend designt werden und wie die Realms/Lobbies und etwaige Privatinstanzen erzeugt werden. "Instanzierter Loot" ist Pflicht heutzutage für gute, offene, freundliche MMOs. Die Welt muss genügend Spieler unterstützen. Es gibt MMOs, die eigentlich gar keine sind bzw. fälschlich von den Spielern so bezeichnet werden, denn wenn sich jeweils nur 5-10 Leute in einer Weltinstanz herumtreiben können, die vielleicht auch noch riesig ist, dann läuft man sich sowieso so gut wie nie über den Weg und braucht man auch fast gar nicht erst versuchen, miteinander zu spielen.


    Auch der Wert von Mikrofon-unabhängiger Kommunikation wird zumindest auf den Konsolen sehr unterschätzt. Nicht jeder mag es, über ein Mikro zu reden. Textchat sollte auch in den Online-Games auf den Konsolen zumindest eine Option sein. Wenigstens aber, dass man Textbausteine individuell zusammensetzen und auf bestimmte Buttons legen kann (ich meine das in Phantasy Star Online oder Phantasy Star Universe gesehen zu haben) oder ausreichend Emote-Buttons zur Verfügung gestellt bekommt. Das sind nur einige der Details, die vielleicht schnell übersehen werden, die in der Summe aber schon einen ziemlichen Unterschied ausmachen können, ob jeder alleine vor sich hingurkt oder es tatsächlich eine "Community" gibt, die man auch als eine solche bezeichnen kann.


    Und, naja, mache es einfach besser. Vor kurzem sprang ein Spieler in ESO, als ich angeln war, ein bisschen vor mir herum. Ich sprang auch. Er whisperte mich an und lobte wie mein Charakter aussieht. Und war dann erst mal erstaunt, dass ich ihm sofort und überhaupt geantwortet habe. Er habe auch andere mal angetextet oder im Zonenchat was geschrieben aber da sei nichts zurückgekommen. Er fragte, ob er mich adden könnte. Ich entgegnete, dass ich eher alleine spiele aber zumindest auf so direkte Anfragen/Texte auch anstandshalber antworte. Hat mich ja nicht groß genervt oder behindert oder so sondern kurz und bündig geschrieben. Trotzdem schien er überrascht, dass was von mir zurückkam. Aber positiv überrascht. Und das trägt er vielleicht dann auch an andere Spieler heran oder setzt es auch selbst um wenn er von Leuten was gefragt wird oder so. Mit gutem Beispiel vorangehen. Nach der Erfahrung mit mir hätte er vermutlich nicht im Anschluss irgendwem, der ihn fragt, wie die Community von ESO ist, gesagt, dass sie von toxischen Sozialkrüppeln bewohnt wird.

  • Persönlich hatte ich damals in MMORPG's einfach keine Lust mich wirklich mit Gilden, Clans oder sonst was abzugeben.

    Das hat meist aber einen zeittechnischen Grund gehabt, WoW wird jeder zumindestens namentlich kennen, wenn ich dort mit dabei sein wollte, musste ich sehr aktiv spielen um einen bestimmten Gearscore zu haben, dazu dann feste Raidtermine meist in der Woche, das war einfach nichts für mich.

    Natürlich gab es aber auch genug toxische Leute oder einfach Leute die einen so derben Slang drauf hatten, dass ich einfach kein Bock hatte mit denen zu schreiben.

    Auf diverse Spiele hatte ich dann auch gar keine Lust mehr, angefangen hat das mit Metin, wo man mich täglich bedroht und beleidigt hat, weil ich gute Waffen hatte, die ich nicht verkaufen wollte. (Wie mein Türkenkollege sagt "pass auf das ist ein Türkengame, da werden dir viele sehr dumm kommen" xD)


    Grüßen tut man heutzutage eigentlich nur noch, wenn man etwas länger miteinander beschäftigt ist oder in Gilden/Clans, dass man nicht jeden grüén tut, der an einem vorbeiläuft, ist nicht ungewöhnlich und auch nichts schlimmes für mich, dann hätte sehr viel meist zu schreiben.



    Da ich das Thema hier erstmal falsch gelesen habe, muss ich aber auch sagen, dass soziale Abgrenzung, wenn man man diverse MMORPG's spielt auch nach außenhin geschieht, da habe ich in meinem Umfeld viele Beispiele.

    Also man spielt MMORPG's egal ob man sich jetzt aktiv Ingame unterhält oder nicht, aber nach außenhin (Reallife) immer mehr soziale Abgrenzung begeht, bzw. man weiß nicht mal mehr, was man mit seiner Zeit anzufangen hat.

    Der Bruder meines Kumpels hat das Problem schon länger, er interessiert sich für keine sozialen Kontakte im RL, ganz wenig auch Ingame, sobald er keine Games mehr zocken kann, weiß er nicht mehr was er machen soll, alles andere ist ja langweilig oder "unnötig".

    Finde ich persönlich schon bedenklich, gerade wenn man so etwas mehrfach mitbekommt.

  • MMOs hab ich das letzte mal so richtig aktiv mit 14 oder so gezockt, ist schon eine Weile her und kann mich gut erinnern, wie das alles ablief.

    Damals wurden echt viele Freundschaften geschlossen in den Spielen und man hat auch darüber hinaus angefangen Kontakt zu halten.

    Denke es ist heute einfach anders, weil Online Freundschaften eher auf Social Media Platformen entstehen :/

  • Interessanter Thread :)

    Also ich bin auch der festen Überzeugung, das es früher einfacher und unkomplizierter war mit "Online-Freundschaften". Der Grund, glaube ich, ist einfach: früher war Gaming weniger Mainstream. Es haben sich noch mehr die "Gaming-Nerds" getroffen. Die, die gern mehr Zeit da rein gesteckt haben, als mitunter andere für sie als vernünftig erachtet hätten. Hat es uns geschadet? Ich behaupte mit Überzeugung: hat es nicht. Leute die mit Problemen wie Spielesucht und diversen Folgen zu tun hatten, hätten potentiell vergleichbare Probleme anderswo oder anderswie bekommen. Aber darauf will ich garnicht näher eingehen.

    Stand heute? Nun, die Leute von damals gibts heute, es gibt mit Sicherheit auch eine "neue, junge Generation" die man vielleicht in eine "nerdige Gamer"-Schublade stecken würde; jene die sich Zeit lassen für ihr MMO, sich in die Welt einfühlen wollen und mit Leuten die sie da treffen Freundschaft schließen wollen. Seh ich auch kein Problem mit.

    Allerdings: Das Verhältnis dieser Spieler im Vergleich zu der gigantischen Masse an casuals ist ein anders. Ihr Verhältnis im Vergleich zu der Menge an Spielern die spielen um zu siegen, die in den inzwischen beinahe perfektionierten Tretmühlen des stetigen Vorankommens, grinden, grinden grinden, gefangen sind, sind sie beinahe verschwindend gering.


    Für mich persönlich ist es so, das ich mich lieber in Bücher- oder "Offline"-Welten flüchte wenn ich mich in dieses "oldschool-RPG"-Gefühl, das es damals für mich bei einigen MMO's auch gab einfühlen mag. Da muss ich auch nicht max level sein oder maximale Ausrüstung haben für diese und jene Sachen.

    Aber hat viele Gründe. Wenn man jung ist, kommt man besser mit weniger Schlaf zurecht. Die Anforderungen die das Leben an einen stellt sind gefühlt noch nicht so hoch. Außerdem tut man vielleicht noch nicht sein Geld mit etwas verdienen, das man ebenfalls gerne macht. Ich glaube wir werden alle zu workaholics die keine Zeit mehr für intensive Freizeit haben xD


    Wie auch immer, ich denke die Veränderung ist weder überraschend noch negativ. Es entwickelt sich alles weiter. Wenn die ganzen Online- und Kommunikationsfeatures mal besser werden, kann es sein das virtuelle Welten erneut aufblühen. Im Moment aber sind diese Welten als Fortschritt-Tretmühlen konzipiert. Das beste Beispiel ist sowas wie Destiny: Alle 2 (oder 3?) Jahre wohl ein neuer Titel. Jedes Jahr ein neues Addon und dazu noch extra-Sachen die es zu bezahlen gilt. Will man dran bleiben, muss man ständig spielen. Kommunikation dann lediglich mit ein paar ausgewählten Leuten die man unbedingt benötigt für den endgame content. Bäh >_<


    Wo ist ein Spiel wo du mit einer Gruppe von Leuten mit Kommunikation einen gefährlichen Dungeon erforschst, wo Entdeckung, improvisierte Strategien und ein mix aus gekonntem und improvisiertem Teamplay gefragt sind? Soetwas ist inzwischen gestorben; wir haben guides für alles. Youtube Videos für Encounter. Du lernst nicht mehr mit deiner Gruppe. Du kommst vorbereitet in den Content. Spielst ihn fehlerfrei runter oder wirst gekickt. *seufzt*

    Ne, MMO's heutzutage sind nichts mehr für mich. Und auch wenn es noch gleichgesinnte gibt, mir fehlt die Zeit :/ ^^

  • Also ich bin auch der festen Überzeugung, das es früher einfacher und unkomplizierter war mit "Online-Freundschaften". Der Grund, glaube ich, ist einfach: früher war Gaming weniger Mainstream.


    Es ist einfach Realität, dass manche Dinge nicht mehr so gut funktionieren, wenn alles und jeder mitmachen darf. Früher gab es auch schon seltsame Vögel, aber inzwischen muss man quasi damit rechnen, dass man es mit einem Betrüger, Perversen, Spinner oder Leecher zu tun hat. Also sind viele Menschen, auch in Onlinespielen, am Anfang sehr zurückhaltend.

    Die Zeiten wie zu Anfang von WoW, wo man es zu 90% (nicht wissenschaftlich recherchiert) mit Studenten und klassischen Nerds zu tun hatte, sind einfach vorbei. Die kommen auch nie wieder.