Avatar - Der Herr der Elemente

  • Ich bin nach wie vor von der Serie begeistert (es schreit nach einem Rewatch! :D) und finde die Idee dahinter super. Das asiatische Setting hat nicht nur Anime-Fans weltweit begeistern können, die Umsetzung fand ich toll gemacht und auch der Soundtrack ist schön (besonders bei den letzten beiden Folgen fällt das auf :lovex:)

    Die erste Staffel ist leider etwas episodisch und es geht nur langsam voran, obwohl das Trio gefühlt die halbe Welt bereist hat, aber vermutlich wollte man erst schauen wie die Serie allgemein ankommt. In Staffel zwei kam dann endlich etwas Schwung in die Sache und mit Toph stößt auch einer der besten Charaktere zum Team :D Staffel drei hätte allerdings wieder etwas spannender sein können, die Fillerfolgen waren IMO unnötig beim Ernst der eigentlichen Lage, aber das Ende ist gut gelöst worden :)

    An einigen Stellen in der Serie gab es Logikfehler oder gar Plotholes, aber darüber muss man hinwegsehen; ist ja auch eigentlich eine Serie für Kinder und die denken eher weniger darüber nach wie ein Luftschiff geflogen werden kann, wenn die gesamte Besatzung gerade in's Wasser geschmissen wurde und nur noch Sokka, Suki und Toph an Bord sind :'D

    Schade finde ich auch, dass nicht mehr erwähnt wird ob Zuko seine Mutter findet, aber vermutlich hielt man sich das für eine weitere Staffel offen. Über Azula wusste man zu dem Zeitpunkt ja auch nichts, aber ich dachte mir immer sie verrottet sicher in der Zelle neben Ozai :'D

    Die Serie hat einige bemerkenswerte Charaktere und auch einige wunderbare Momente :lovex:

    Besonders gern mochte ich ja immer Iroh und Sokka, die waren mir von Anfang an sympathisch :D Toph und Suki waren die nächsten in der Reihe und damit sind meine liebsten Charaktere auch schon aufgezählt :sweatdrop: Es ist nicht so, dass ich den Rest nicht mögen würde, aber Katara war irgendwie nie so mein Typ, obwohl sie nicht unsympathisch ist; sie mausert sich zwar extrem in der Serie und hat einiges drauf, trotzdem finde ich sie etwas "blass". Aang ist anfangs eben der kindskopf, aber wer kann's ihm verdenken, er ist 12. Er ist mir allerdings etwas zu sprunghaft und gerade dieses "ich will niemanden töten"-Geblubber am Ende erinnert mich doch sehr an Goku und andere typische Anime-Helden; wie er es am Ende gegen Ozai gelöst hat, finde ich trotzdem extrem bemerkenswert und beeindruckend!

    Azula und ihre Weiberbande konnte ich noch nie ab, ebenso wenig Ozai selbst; und damit ist für mich das Potential an interessanten Charakteren auch schon versiegt. Oh, abgesehen von den früheren Avataren, die ich tatsächlich irgendwie mochte.

    Die Serie ist jedenfalls sehr gut gealtert und man kann sie sich immer noch mit Begeisterung anschauen :)

  • Live Action bei Netflix? Sieht auf jeden Fall vieeeeeeeel besser aus als "The last Airbender" von 2010.

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    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

    Albert Einstein

  • Aangs Rückkehr in AVATAR

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  • Also ich kenne nur die Zeichentrickserie und bleibe auch bei der Serie. Aktuell schaue ich sie mir der Nostalgie wegen nach etlichen Jahren wieder an. Heute starte ich mit der dritten Staffel. Erstaunlich, wie viel ich noch von der Handlung und den Dialogen weiß. Hat sich wohl in mein Kinderhirn von damals gebrannt.

    Die Serie unterhält mit coolen Kämpfen, Ernsthaftigkeit des Kriges aber auch Humor. So habe ich vor allem Onkel Iroh und Momo lieb gewonnen, weil sie durch ihre Eigenheiten immer wieder für einen Gag sorgen. Von Sokka kann ich das auch sagen. Hingegen ist Azula das absolute Böse und sie ist definitiv geisteskrank. Das hat man schon in der Folge mit Zukos Erinnerungen an seine Mutter gemerkt. Trotzdem spielt sie einen klasse Antagonist. Zudem hatte ich damals auch einen kleinen Crush auf Ty Lee. Nicht nur wegen ihrem Aussehen, sondern auch wegen ihrer lockeren verspielten Art. Ich mag das.

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    An einigen Stellen in der Serie gab es Logikfehler oder gar Plotholes, aber darüber muss man hinwegsehen

    Eine große Ungereimtheit ist mir tatsächlich aufgefallen. In S2E16 "Armer Appa" wird ja die Geschichte des Bisons nach seiner Entführung aufgerollt. Also ab dem Zeitpunkt, wo es um die Bibliothek in der Wüste ging (S2E10). Später in der Folge, sieht man ihn am Schlangenpass vorbeifliegen, was vermuten lässt, dass in der Zeit die Kyoshi-Kriegerinnen am Fähranleger aushelfen (S2E12). Dann wird Appa später verwundet von Suki gefunden und aufgepäppelt, bis Team Azula auf ihren Echsen vorbeikommt. Da ist der Haken. Die Verfolgungsjagd mit dem gepanzerten Zug und den Echsen war doch schon S2E8. Gut, es ist theoretisch möglich, dass Azula auch weiterhin den Fellbüscheln des Bisons hinterher fährt, nachdem sie in der 8. Episode abgehauen ist. Aber es wirkt einfach komisch.

    Jedenfalls wird die Serie in den nächsten Tagen erstmal zuende geschaut, bis es wieder mit Animes weitergeht.

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  • Ich liebe Avatar. Ich hab die Zeichentrickserie auch schon ein paar mal rewatcht, zuletzt mit Shin :lovex:

    Die erste Staffel ist jetzt kein Burner und hat für mich einige zähe Momente, aber es lohnt sich definitiv, dranzubleiben. Mit etwas Geduld wird man mit großartig geschriebenen Charakteren und einer einzigartigen Geschichte belohnt, die sich von Staffel zu Staffel immer weiter steigert. Jede Staffel wird besser als die vorherige und die letzte ist für mich ein absolutes Feuerwerk! Je öfter ich mir die Serie angesehen habe, desto bewusster ist mir geworden, wie gut sie eigentlich ist. Ich liebe die Idee mit den vier Nationen und den Bändigern. Was ich auch noch super finde, ist, dass jedes Element auch die Eigenschaften und die Persönlichkeit der Charaktere widerspiegelt.

    Zum Beispiel ist Katara einfühlsam und fürsorglich. Wasser wirkt oft sanft, kann aber gleichzeitig eine enorme Kraft entfalten und genau das spiegelt sie wider. Trotz ihrer gutmütigen Art ist Katara eine starke Bändigerin, die denjenigen, die versuchen, sie kleinzuhalten, entschlossen und mutig entgegentritt. Ich kann verstehen, dass manche ihre mütterliche Art manchmal als nervig empfinden. Aber damn it, können wir darüber reden, wie sie sich dafür eingesetzt hat, dass Frauen im nördlichen Wasserstamm nicht nur auf Heilkunst beschränkt werden? Sie hat dafür gekämpft, dass Frauen dieselben Kampftechniken erlernen dürfen wie Männer und sich immer wieder gegen sexistische Vorstellungen gestellt. Katara akzeptiert Ungerechtigkeit nicht einfach, sie stellt sich ihr entgegen und dafür liebe ich sie.

    Zuko ist impulsiv, und sein damaliger Zorn hat seine Bändigungskräfte genährt. Er besitzt wahrscheinlich eine der krassesten Charakterentwicklungen überhaupt und die verdankt er auch seinem Onkel (btw einer der besten Charaktere ever). Zuko hat viele Fehler gemacht. Jedes Mal, wenn er einen Schritt nach vorne gemacht hat, schien es so, als würde er wieder drei Schritte zurückgehen. In der letzten Staffel mochte ich ihn so sehr. Wie er Verantwortung für seine Fehler übernommen hat und darum gekämpft hat, dass die anderen ihm verzeihen, fand ich einfach großartig. Es passt auch unglaublich gut zur Geschichte, dass ausgerechnet Zuko Aang das Feuerbändigen beibringt. Er musste erst lernen, dass Feuer nicht nur für Zorn und Zerstörung steht, sondern auch für Leben, Energie und Leidenschaft. Die Folge, in der Zuko und Aang die Meister Ran und Shao aufsuchen, hat mir echt gut gefallen. Es war toll zu sehen, wie die beiden sich näherkommen und wie gut sie eigentlich miteinander harmonieren, obwohl sie auf den ersten Blick komplett verschieden sind.

    Aang ist für mich auch eine tolle Figur. Ich fand seine Entwicklung so realistisch. Hinter dem Titel des Avatars steckt eine riesige Last. Er ist ein Kind, das plötzlich erfährt, dass die Verantwortung für die ganze Welt auf seinen Schultern liegt. Er verliert seine Heimat, seine Familie und seine ganze Welt, nur um aufzuwachen und zu erfahren, dass alle von ihm erwarten, alles wieder in Ordnung zu bringen. Dass er Angst hat, wütend wird oder manchmal einfach weglaufen möchte, ist so nachvollziehbar. Aang muss nicht nur lernen, die Elemente zu meistern, sondern auch lernen, mit Schuldgefühlen, Erwartungen und seiner eigenen Identität umzugehen. Er muss akzeptieren, dass er die Vergangenheit nicht ungeschehen machen kann. Statt seine Gefühle zu verdrängen, lernt er, mit ihnen umzugehen, an ihnen zu wachsen und trotzdem seinen eigenen Werten treu zu bleiben.

    Sokka ist so lustig, in keiner Welt möchte ich auf diesen Charakter verzichten. Ich musste so oft wegem ihm Lachen. Seine Witze sind manchmal so absurd und dumm, dass sie genau deshalb wieder lustig werden. Sokka ist aber nicht nur der lustige Dude der Gruppe. Sokka kann kein Wasser bändigen, keine Elemente kontrollieren und besitzt auch keine außergewöhnliche Kraft. Während andere mit ihren Fähigkeiten glänzen können, fragt er sich oft, welchen Wert er überhaupt in der Gruppe hat. Er lernt, andere zu respektieren und seine eigenen Vorurteile zu hinterfragen. Besonders am Anfang hat Sokka sehr traditionelle Vorstellungen und unterschätzt oft die Fähigkeiten von Frauen. Durch seine Begegnungen mit starken Frauen wie den Kyoshi-Kriegerinnen und Suki erkennt er langsam, dass Stärke nicht von dem Geschlecht abhängig ist. Ich finde es schön, dass Sokka trotzdem noch Sokka bleibt, aber durch seine Art, seinen Mut und Kreativität ein wichtiger Teil der Gruppe ist. Er muss nicht der Stärkste sein, um wertvoll zu sein.

    Toph ist genauso ein unglaublich gut geschriebener Charakter. Sie ist blind, aber sie möchte nicht wie ein hilfloses kleines Mädchen behandelt werden. Toph ist laut, frech, stur und hart. Gleichzeitig ist sie eine der besten Erdbändigerinnen ihrer Zeit und beweist immer wieder, dass ihre Blindheit keine Schwäche ist. Aang bringt ihr bei, dass sie nicht alles alleine tragen muss, während Toph ihm zeigt, wie wichtig es ist, sich selbst zu behaupten. Ich fand es so lustig, den Unterschied zu sehen, wie Katara Aang das Bändigen beigebracht hat und wie Toph es gemacht hat. Katara war geduldig, einfühlsam und hat Aang für seine Leistung gelobt. Toph hingegen hatte einen ganz anderen Ansatz. Sie hat Aang nicht mit Samthandschuhen angefasst, sondern ihn auf die harte Tour lernen lassen. Ja, manchmal ist sie etwas rücksichtslos und kann sehr stur sein, aber ich mag sie trotzdem.

    Während ich das alles hier geschrieben habe, ist mir noch einmal bewusst geworden, wie gut die Charaktere eigentlich ausgearbeitet sind. Avatar hat natürlich auch noch viele andere interessante Charaktere, wie Hama oder Azula, die ihren ganz eigenen Weg gegangen sind. Die Serie zeigt nicht nur Helden, sondern auch Figuren, die durch ihre Erfahrungen geprägt wurden und dadurch andere Entscheidungen getroffen haben. Entscheidungen, die man nicht gutheißen kann, aber trotzdem bekommt man die Möglichkeit, einen Blick hinter diese Entscheidungen zu werfen und zu verstehen, wie diese Charaktere zu den Persönlichkeiten geworden sind, die sie sind.

    Avatar ist nicht einfach nur eine Serie für Kinder. Sie behandelt auch viele ernste Themen wie Krieg, Verlust, Trauma, Schuld, Vergebung und die Suche nach der eigenen Identität. Sie erzählt nicht nur von großen Kämpfen und Abenteuern, sondern vor allem von Menschen, die versuchen, mit ihren Erfahrungen umzugehen und daran zu wachsen. Nicht alle Folgen waren super und aufregend, aber insgesamt ist Avatar - der Herr der Elemente eine tolle Serie, die ich sehr gerne angeschaut und analysiert habe.

    𝐇𝐞 𝐜𝐚𝐫𝐫𝐢𝐞𝐝 𝐭𝐡𝐞 𝐰𝐞𝐢𝐠𝐡𝐭 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐞 𝐰𝐨𝐫𝐥𝐝.
    𝐒𝐡𝐞 𝐫𝐞𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐝 𝐡𝐢𝐦 𝐡𝐞 𝐧𝐞𝐯𝐞𝐫 𝐡𝐚𝐝 𝐭𝐨 𝐜𝐚𝐫𝐫𝐲 𝐢𝐭 𝐚𝐥𝐨𝐧𝐞. 🌸