~Todestrafe~ Ja oder Nein?

  • Der Staat darf bis dato keine Menschen umbringen sei es keine Notwehr.

    Darum geht es ja. Der Staat darf Menschen einsperren, verfolgen oder fesseln was sie festhält und zur Judikative führen soll.

    Mit der Todesstrafe funktioniert das nicht.

    Was heißt bis Dato? Er darf das konkret jetzt, konkret in Deutschland nicht. In vielen anderen Ländern sieht die Sache anders aus und in der Geschichte war die Todesstrafe stets präsent. Die jetzige Lage in Deutschland ist daher viel eher eine Perversion.

    Das zieht nicht. Erklär dann deine Moralvorstellung und inwiefern die Fehler des ersten Systems nicht schwerwiegender sind. Genauso kannst du auch deine Betrachtungsweise erklären inwiefern beide kontrollierbar sind.

    Und wie das zieht. Du hast eine Behauptung aufgestellt, ohne sie zu begründen, ich habe sie verworfen, ohne es zu begründen. Du sagst, sie sind schwerwiegender, ich sage, sie sind es nicht. Du sagst, das erste System ist nicht kontrollierbar und das zweite schon, ich sage, beide Systeme unterscheiden sich da nicht.

    Wenn jemand die Todesstrafe bekäme dann wird es keine Rückfälligkeit geben. Der Typ wird lebenslang hinter Gittern sitzen. Da gibt es keine hypothetische Rückfälligkeit. Genauso zahlt der Steuerzahler für die Todesstrafe unabhängig dessen ob du das gegebene System als gut siehst.

    Richtig, wenn jemand die Todesstrafe bekäme, dann wird es keine Rückfälligkeit geben. Und wenn jemand eine lebenslange Freiheitsstrafe bekäme, könnte er noch im Gefängnis Sachen anstellen und eventuell ausbrechen. Und ja, der Steuerzahler zahlt. Aber die Patrone und das Personal, das schießt und aufräumt, sind wesentlich günstiger, als lebenslanger Unterhalt. Und genau das kostet die Todesstrafe, wenn man mit ihr vernünftig umgeht.

    Yoo, ihr habts gehört. Lasst uns zurück ins Mittelalter. Genickschuss oder Hängen sind effektiv und nicht grausam.

    Deine Vorstellungen sind ja sowas von null durchdacht. Mal abgesehen davon wirfst du damit einen Großteil der Grundgesetze über Bord.

    Nicht ins Mittelalter, sondern nach Singapur, in eins der fortschrittlichsten Länder unserer Zeit. Zu sagen, dass meine Vorstellungen nicht durchdacht seien, ist nichts zu sagen. Das trägt keine argumentative Kraft. Habe der gegenwärtigen Verfassung nie die Treue geschworen.

    "Die Schimpfwörter, die auf den Wänden von öffentlichen Toiletten geschrieben stehen, sind das erste Anzeichen der allgemeinen Schriftkundigkeit."

  • Was heißt bis Dato? Er darf das konkret jetzt, konkret in Deutschland nicht. In vielen anderen Ländern sieht die Sache anders aus und in der Geschichte war die Todesstrafe stets präsent. Die jetzige Lage in Deutschland ist daher viel eher eine Perversion.

    Perversion?

    In vielen Ländern?

    Ich bezog mich nicht nur auf Deutschland sondern auf den meisten Staaten.

    Die wenigsten Länder praktizieren noch wirklich die Todesstrafe.

    Und wie das zieht. Du hast eine Behauptung aufgestellt, ohne sie zu begründen, ich habe sie verworfen, ohne es zu begründen. Du sagst, sie sind schwerwiegender, ich sage, sie sind es nicht. Du sagst, das erste System ist nicht kontrollierbar und das zweite schon, ich sage, beide Systeme unterscheiden sich da nicht.

    Schwerwiegender weil unumkehrbar. Du antwortest darauf mit kein System ist perfekt.

    Aber du möchtest Fakten? Mehr als 4% der hingerichteten "Täter" stellten sich am Ende als unschuldig raus. 4% sind immer noch 4% zuviel wenn es darum geht das unschuldige Menschen vom Staat umgebracht wurden und der Täter frei rumlief. Bei einer Haftstrafe hätte der Unschuldige immer noch frei kommen können.

    Deine Argumentation dessen für der Todesstrafe sind unhuman, konservativ, grausam und wenig fortschrittlich.

    Richtig, wenn jemand die Todesstrafe bekäme, dann wird es keine Rückfälligkeit geben. Und wenn jemand eine lebenslange Freiheitsstrafe bekäme, könnte er noch im Gefängnis Sachen anstellen und eventuell ausbrechen. Und ja, der Steuerzahler zahlt.

    Was für richtig? Ich sprach nirgends von Rückfälligkeit bezüglich Todeshäftlingen. Sondern lediglich denen die unter deinem System rein theoretisch die Todesstrafe bekämen aber nun lebenslang hinter Gittern sitzen. Genauso wird ein potenzieller Todeshäftling in einen Hochsicherheitsgefängnis sitzen. Die Wahrscheinlichkeit dessen dort auszubrechen und dann auch noch davon zu kommen ist sehr gering. Geringer als die Fehlerquote der unschuldigen Todeshäftlinge.

    Nicht ins Mittelalter, sondern nach Singapur, in eins der fortschrittlichsten Länder unserer Zeit. Zu sagen, dass meine Vorstellungen nicht durchdacht seien, ist nichts zu sagen. Das trägt keine argumentative Kraft. Habe der gegenwärtigen Verfassung nie die Treue geschworen.

    Ah ja welch fortschrittliches Land hinter der, die Armut hinter einer Fassade versteckt wird und das Regime welches demokratische Rechte nur begrenzt zulässt. Auch das Land welches automatisch die Todesstrafe bei einer bestimmten Schwere von Drogendelikte aushängt. Sehr fortschrittlich und human.

  • Beitrag von Trevor ()

    Dieser Beitrag wurde von Simitar aus folgendem Grund gelöscht: Beleidgend (letzter Absatz) ().
  • Nicht ins Mittelalter, sondern nach Singapur, in eins der fortschrittlichsten Länder unserer Zeit.

    Habe mir einfach mal den Wikipedia Artikel zu Singapur durchgelesen...


    - "Vandalismus und Graffiti können Haftstrafen sowie auch Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben."


    - "Der Verkauf von Kaugummi war von 1992 bis Mai 2004 verboten. Die Einfuhr von Kaugummi ist verboten, ausgenommen solcher zum medizinischen Gebrauch."


    -"Sexuelle Praktiken, die von der Regierung als „unnatürlich“ angesehen werden, sind illegal. Dazu zählt jede Form von homosexuellem Sex (vgl. Homosexualität in Singapur). Jedoch werden entsprechende Gesetze nicht angewendet."


    Also.... vielleicht hab ich mir ja den falschen Artikel durchgelesen, aber das klingt für mich jetzt nicht sonderlich.... fortgeschritten.

  • Wenn ihr diskutieren möchtest, dann respektiert Meinungen anderer und werdet nicht beleidigend. Auch wenn Meinungen stark voneinander abweichen und man sich darüber unterhalten / streiten möchte, so kann man doch ein klein wenig respekt gegenüber den Mitmenschen an den Tag legen.

  • Perversion?

    In vielen Ländern?

    Ich bezog mich nicht nur auf Deutschland sondern auf den meisten Staaten.

    Die wenigsten Länder praktizieren noch wirklich die Todesstrafe.

    Ja, in vielen Ländern. Dürften an die 60 sein, wenn ich mich nicht täusche. Es ist eine Minderheit, aber das Gegenteil habe ich auch nicht behauptet. Es geht darum, dass es bei weitem nicht nur die USA sind und auch vor allem darum, dass in der Geschichte die Todesstrafe die Regel war. Dass sich im letzten Abschnitt der Geschichte die Lage verändert hat, bezeichne ich daher als Perversion.

    Schwerwiegender weil unumkehrbar. Du antwortest darauf mit kein System ist perfekt.

    Aber du möchtest Fakten? Mehr als 4% der hingerichteten "Täter" stellten sich am Ende als unschuldig raus. 4% sind immer noch 4% zuviel wenn es darum geht das unschuldige Menschen vom Staat umgebracht wurden und der Täter frei rumlief. Bei einer Haftstrafe hätte der Unschuldige immer noch frei kommen können.

    Deine Argumentation dessen für der Todesstrafe sind unhuman, konservativ, grausam und wenig fortschrittlich.

    Tja, hier geht es wieder einmal um Werte. Der Tod, der wie du richtig gesagt hast unumkehrbar ist, ist für mich nicht schwerwiegender als eine jahrzehntelange Haftstrafe, die nebenbei ebenfalls unumkehrbar ist. Du kannst dem unschuldig Verurteilten seine Jahre nicht mehr zurückgeben, du kannst das Leid, das er während dieser Zeit erfahren musste, nicht ungeschehen machen. Sterben müssen wir früher oder später alle - Jahrzehnte im Käfig rotten hingegen nicht. Die 4% in den USA, sind 4% zu viel. Ein hoher Preis, aber ein Preis mit dem ich leben kann. Meine Argumentation ist unhuman? - Würde ich so nicht sagen, da für mich die lebenslange Freiheitsstrafe, wie gesagt, wesentlich weniger human erscheint, als die Hinrichtung. Sie ist konservativ? - Danke für das Lob. Grausam? - Nein, bestimmt nicht. Der Tod soll schnell und möglichst schmerzfrei eintreten. Daher Erschießung oder das Hängen. Wenig fortschrittlich? - Im Sinne des Linksliberalismus, bestimmt, aber das ist ebenfalls ein Lob und keine Kritik.

    Ah ja welch fortschrittliches Land hinter der, die Armut hinter einer Fassade versteckt wird und das Regime welches demokratische Rechte nur begrenzt zulässt. Auch das Land welches automatisch die Todesstrafe bei einer bestimmten Schwere von Drogendelikte aushängt. Sehr fortschrittlich und human.

    *Ich merke schon, ich hätte einen anderen Begriff wählen sollen. Ihr Progressiven versteht diesen Begriff anscheinend ausschließlich im Sinne eurer Ideologie. Zur Klarstellung: "Gesellschaftlicher Fortschritt" sind für mich zwei Wörter aus dem Bereich des religiösen Glaubens - sie haben genau so viel Substanz wie "unsterbliche Seele" und "Leben nach dem Tod" - das sind einfach nur Wörter, die bestimmte Leute je nach Weltbild auf bestimmte Art und Weise für sich deuten. In meinem Verständnis ist es nicht fortschrittlich; sexuelle Perversionen zur Norm zu erklären, nach Gleichheit für die von Natur aus Ungleichen zu streben, gesundheitschädigendes und gleichzeitig ansteckendes Verhalten wie Drogenkonsum zu legalisieren und zu enttabuisieren und so weiter. Dagegen ist es für mich durch und durch fortschrittlich; nach Leistung zu bewerten und zu behandeln, in der Politik pragmatisch und nicht emotional zu handeln (Todesstrafe), die eigenen Traditionen zu wahren, die dem Charakter der entsprechenden Kultur entspringen und diesen durch Taten vertreten usw. usf.

    Daher ist es für mich ein positiver Aspekt Singapurs, dass es dort keine Demokratie gibt und dass die Todesstrafe für Drogendelikte angewandt wird. Meritokratie.

    Das mit der Fassade, die die Armut verstecken soll, würde mich mal genauer interessieren. Meines Wissens nach ist das Land sehr wohlhabend und die eizig wirklich Armen sind Gastarbeiter.*

    Habe mir einfach mal den Wikipedia Artikel zu Singapur durchgelesen...


    - "Vandalismus und Graffiti können Haftstrafen sowie auch Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben."


    - "Der Verkauf von Kaugummi war von 1992 bis Mai 2004 verboten. Die Einfuhr von Kaugummi ist verboten, ausgenommen solcher zum medizinischen Gebrauch."


    -"Sexuelle Praktiken, die von der Regierung als „unnatürlich“ angesehen werden, sind illegal. Dazu zählt jede Form von homosexuellem Sex (vgl. Homosexualität in Singapur). Jedoch werden entsprechende Gesetze nicht angewendet."


    Also.... vielleicht hab ich mir ja den falschen Artikel durchgelesen, aber das klingt für mich jetzt nicht sonderlich.... fortgeschritten.

    Keine sorge, du hast alles korrekt nachgelesen. Lies den Teil meiner Antwort an Twofu, der mit einem * beginnt und damit auch wieder aufhört. Kurz: Für mich ist das (ausgenommen des Verbotes des homosexuellen Verhaltens, welches aber nicht angewandt wird) sehr fortschrittlich, ich bin kein Linksliberaler (oder gar noch weiter links Stehender). Bezüglich des Kaugummis: Das hat Gründe der Sauberkeit. In asiatischen Ländern sind die Kaugummis an allen Stellen der Stadt ein noch größeres Problem als bei uns und Singapur wäscht seine Straßen mit "Shampoo" - Sauberkeit wird in diesem Land großgeschrieben. Recht fortschrittlich, wenn du mich fragst.

    "Die Schimpfwörter, die auf den Wänden von öffentlichen Toiletten geschrieben stehen, sind das erste Anzeichen der allgemeinen Schriftkundigkeit."

  • Singapur als ein Vorbild zu preisen ist schon sehr pervers. Denn unter dem Deckmantel einer Handelsmetropole sollte man sich den Stadtstaat einmal genauer ansehen.

    Demokratie gibt nur auf dem Papier den faktisch handelt es sich um einem Einparteienstaat. Es werden zwar ein paar soziale Aspekte angeführt doch distanziert sich die PAP von den westlichen Wertesystem. Genau das scheinst du ja zu favorisieren? Nun das gleiche kann man auch von Russland, Nordkorea oder China sagen.

    Gerade China ist ein Paradebeispiel. Weil die Wirtschaft läuft und man den Leuten ein paar Freiheiten gibt wird im Gegenzug die Überwachung und die Eindämmung von freier Meinungsäußerung voran getrieben. Alle Macht dem Staate? Nein danke. China setzt seine Todesurteile schnell und konsequent durch und die Verurteilten müssen sogar die Kosten für ihre Hinrichtung selbst bezahlen bzw. ihre Hinterbliebenen dafür aufkommen. Das System hält sich für unfehlbar und so gibt es gar keine Chance für falsch Beschuldigte daraus zu entkommen. Keine Ahnung wie viele Unschuldige diesem System zum Opfer fallen, aber es ist sicher kein Beispiel für die Todesstrafe, genauso wenig wie alle anderen von Dir angeführten Staaten.


    Wenn Du also diese Systeme so toll findest und unseres System dagegen so mangelhaft ist, warum ziehst du nicht in Erwägung, in einem dieser ach so "fortschrittlichen Staaten" umzusiedeln? :gnihihi:

  • Man muss leider sagen: Das ist ein sehr schweres Thema und eine noch schwierigere Entscheidung.


    Ich persönlich finde die Todesstrafe in bestimmten Fällen absolut gerechtfertigt. Es gibt einfach Menschen in dieser Gesellschaft, die wieder Schaden verursachen könnten und sich nicht mit einer Haftstrafe zur Besinnung bringen lassen. Bei VergewaltigerInnen würde ich zum Beispiel noch eine Sterilisierung zur Haftstrafe hinzufügen (klingt vielleicht abartig, ist aber in meinen Augen gerechtfertigt). Mord mit Mord zu richten ist auch wieder eine sehr kontroverse Sache. Moral hin oder her: Die Todesstrafe sollte in jedem Falle zum Schutz der Gesellschaft bestehen bleiben.


    Traurig ist es ja, dass die "Lebenslange" Haftstrafe in Deutschland zum Beispiel nicht wirklich lebenslänglich ist. Gibt bestimmt andere Länder, wo das auch so ist (ich kenne mich da aber nicht so gut aus, sollte dem nicht so sein, dann tut mir diese Aussage leid). Ich hatte mal eine sehr interessante Diskussion mit einem Jurastudenten, gerade über dieses Thema, und dieser hat eindeutige Signale gesendet: Zum Schutz der Gesellschaft sollte es die Todesstrafe geben. Es gibt Serienvergewaltiger, Mörder, etc. die einfach viel zu leicht davonkommen. Häufig begehen diese wieder Straftaten, sobald sie aus dem Knast kommen.


    Ich kann verstehen, dass aus moralischer Sicht die Todesstrafe ein absolutes No-Go ist. Voll legitim. Wie schon gesagt ist Mord mit Mord zu richten auch eine sehr schwierige Frage, aber in meinen Augen steht das Wohl der Gesellschaft über das Wohl eines Einzelnen. Und wenn ein Einzelner willentlich und willkürlich anderen Menschen Schaden zufügt und sich daran aufgeilt, dann gehört dieser eliminiert.


    Don’t scream, don’t cry, just enjoy the pain.

    ~

    Learn from yesterday, live for today, hope for tomorrow.


  • Wenn Du also diese Systeme so toll findest und unseres System dagegen so mangelhaft ist, warum ziehst du nicht in Erwägung, in einem dieser ach so "fortschrittlichen Staaten" umzusiedeln? :gnihihi:

    Nun, die Volksrepublik China und Nordkorea hast du als Beispiel gebracht, nicht ich. Ich bin alles andere, als ein Fan dieser Systeme. Wobei ich davon ausgehe, dass du, gerade im Falle Nordkoreas, dir selbst denken kannst, dass das nicht meine Vorstellungen von einem Zusammenleben sind und es nur im Sinne der Polemik erwähnt hast. Was Singapur angeht, so ist die Sache schlicht die, dass mich dort zurecht keiner haben möchte. Ich bin weder reich, noch habe ich irgendwelche einzigartigen, außergewöhnlichen Fähigkeiten zu bieten, die dem Land von Interesse wären. Außerdem ist das Klima schrecklich.


    Verstehe auch nicht ganz, wieso du mir vorwirfst, ein Sympathisant von totalitären Systemen zu sein? Singapur ist zum einem nicht totalitär und zum anderen ein Einzelbeispiel in Bezug auf die Todesstrafe. Meinungsfreiheit gibt es dort nicht, das ist richtig, aber wo gibt es sie denn außer den USA? Mir fällt kein Land ein. Viele im Westen reden gerne davon, aber faktisch ist das bloß Heuchelei, da es sehr wohl Meinungen gibt, für deren Äußerung man in dem entsprechenden Land Probleme mit dem Gesetz bekommt. Viele möchten das nicht verstehen, aber Meinungsfreiheit bedeutet, dass man alle Meinungen frei äußern darf. Nicht die meisten und nicht die allermeisten, sondern alle. Die Meinungsfreiheit kann nicht beschränkt werden. Sie ist entweder vorhanden oder nicht. Vorhanden ist sie meines Wissens nach nur in den USA und auch dort geht der Trend Richtung Meinungsdiktatur.

    "Die Schimpfwörter, die auf den Wänden von öffentlichen Toiletten geschrieben stehen, sind das erste Anzeichen der allgemeinen Schriftkundigkeit."

  • Unter totalitär fällt sicher nur Nordkorea und China aber wie Russland kann man Singapur zu einem autoritären Staat zählen. Macht es sie aber wirklich um soviel besser? :ohonion:


    DIE Meinungsfreiheit, also so wie du sie hier beschreibst, dass man alles frei äußern darf, gibt es wirklich nirgends. Da hast du Recht. Jedoch sollte es jedem klar sein, das die Meinungsfreiheit dort endet, wo sie die Rechte oder die Persönlichkeit des Anderen verletzt! Es ist also keine Heuchelei, wenn man das Recht auf Meinungsäußerung beschränkt, wenn sie z.B. Andere aufwiegeln soll. Meinungsfreiheit st ein hohes Gut aber sie darf nicht als Deckmantel dienen um Propaganda zu verkaufen oder um Andere zu beleidigen, zu mobben, zu unterdrücken oder zu verletzen.


    Also die Aussage:"Die Meinungsfreiheit kann nicht beschränkt werden. Sie ist entweder vorhanden oder nicht" ist Schwarz-Weiss-Denken. Nochmal: die Freiheit alles frei heraus zu sagen muss da enden wo sie Menschen verletzt, beleidigt oder dazu auffordert Straftaten zu begehen. Denn so müsste man Hetzreden wie sie Goebbels, Hitler, Stalin, Mao, Trump von sich geben als legitime Meinungsfreiheit werten. Wenn man aber betrachtet was diese "freie Meinungsäußerung" dann bewirkt hat, so zeigt es doch, dass man irgendwo auch eine Grenze ziehen muss!


    Hier hat unserer Staat eine Grenze gezogen. Das andere Staaten das dann überspitzen und den Schutz der persönlichen Recht wiederum als vorgeschobenes Argument vorhalten um die Meinungsfreiheit zu beschränken ist ebenfalls ein NoGo. Aber alle über einen Kamm zu scheren ist sehr bequem und da machst du es dir zu einfach.


    Aber das weicht vom eigentlichen Thema ab. Aber die Parallele passt schon: Denn alle von dir Staaten, wo man die Meinungsfreiheit über das übliche Maß einschränken (Meinungsdiktatur) möchte haben oft auch noch die Todesstrafe im Angebot. Dort wo die Meinungsäußerung hingegen freier ist ist auch die Todesstrafe keine Thema. Komisch oder? Das solltest du mal überdenken?:gnihihi: