Kontroverse Meinungen

  • Ich habe den Thread die letzten Tage beobachtet und mich wirklich mehrfach gefragt, was ich hier nun machen kann, was irgendwie halbwegs fair für alle Beteiligten ist. Ab wann ist es eine Eskalation, wo man einschreiten muss? Ist das noch Diskussion? War die Frage/Antwort zu provokant oder noch ok? Nur weil ein Beitrag eine Diskussion nicht direkt weiterbringt, ist das ja noch kein Löschgrund. Sonst sind wir bald bei "Hier darf man gar nichts mehr sagen".

    Ich habe auch bemerkt, dass es wieder in andere Threads geschwappt ist und dachte mir, dass ich das strenggenommen nach neuer Moderationsstrategie löschen müsste... Allerdings ging es um das Geschehen allgemein und nicht gegen einzelne (es sei denn ich hab das zwischen den Zeilen übersehen).

    Ich möchte auch erwähnen, dass es genau eine Meldung zu diesem Thread gab. Und keine zu den Beiträgen im anderen Thread.

    Ich hab 2 Fragen:

    1) welcher andere Thread? Ich stehe etwas auf dem Schlauch.

    2) Was ist hier denn überhaupt vorgefallen? Lief doch alles im Rahmen? Ich bin verwirrt.

  • Incubus

    Zu 1: es wurde das forum mit trashTV Unterhaltung verglichen.

    Zu 2: Ja so war eben auch meine Wahrnehmung, darum habe ich "noch" nichts gemacht. Ich dachte mir aber, dass das Potential hat (daher habe ich mich gefragt, ob ich was sage oder warte bis es deutlicher wird) und einige Beiträge waren schon grenzwertig off topic o.ä..

    Thou shalt not follow the NULL pointer, for chaos and madness await thee at its end.

    (aus: "The Ten Commandments for C Programmers" von Henry Spencer)

  • Zu 1: es wurde das forum mit trashTV Unterhaltung verglichen.

    Zu 2: Ja so war eben auch meine Wahrnehmung, darum habe ich "noch" nichts gemacht. Ich dachte mir aber, dass das Potential hat (daher habe ich mich gefragt, ob ich was sage oder warte bis es deutlicher wird) und einige Beiträge waren schon grenzwertig off topic o.ä..

    Ah, danke für die Antwort. Zu 2: Ich bin mehrfach alles durchgegangen und konnte die 'Eskalationsspirale', die von manchen hier gesehen wird, nicht nachvollziehen. Bin aber gerne für alle Hinweise offen, sollte es dazu kommen. 'trashTV' ist mir nur von außen ein Begriff, aber ich würde mal bezweifeln, dass dort über solche Themen wie hier diskutiert wird.


    Kontroverse Meinung: Alle Ampeln einer Stadt sollten über KI aufeinander abgestimmt sein, um Verkehrsaufkommen zu regulieren. Warum passiert das nicht schon längst? Ist das der 'bösen KI' geschuldet?

  • Dann noch die Frage warum wird hier nicht eingegriffen?

    Ich habe den Thread die letzten Tage beobachtet und mich wirklich mehrfach gefragt, was ich hier nun machen kann, was irgendwie halbwegs fair für alle Beteiligten ist. Ab wann ist es eine Eskalation, wo man einschreiten muss? Ist das noch Diskussion? War die Frage/Antwort zu provokant oder noch ok? Nur weil ein Beitrag eine Diskussion nicht direkt weiterbringt, ist das ja noch kein Löschgrund. Sonst sind wir bald bei "Hier darf man gar nichts mehr sagen".

    Ich habe auch bemerkt, dass es wieder in andere Threads geschwappt ist und dachte mir, dass ich das strenggenommen nach neuer Moderationsstrategie löschen müsste... Allerdings ging es um das Geschehen allgemein und nicht gegen einzelne (es sei denn ich hab das zwischen den Zeilen übersehen).

    Ich möchte auch erwähnen, dass es genau eine Meldung zu diesem Thread gab. Und keine zu den Beiträgen im anderen Thread.

    rabe was hättest du dir gewünscht oder wünschst du dir fürs nächste mal? Frühes "einschreiten"? Wie sähe das aus? (Hier oder per PN)

    Löschen muss nicht sein, das wäre ja auch eine Form der Eskalation. Außerdem mag ich Transparenz in solche Fällen. Bin kein Freund von vorzeitigem Entfernen von Informationen. Das entfacht nur andere Feuer und sorgt für Gemunkel.

    Außerdem nimmt es unter Umständen jeden Lerneffekt.

    Ich bin gerade erst heimgekommen und würde dir dann erst einmal gerne schreiben, was ich mir vorgestellt habe.


    Life is like a pencil that will surely run out, but left the beautiful writing in the life.

  • An dieser Stelle möchte ich nochmals das Thema Diversität aufgreifen.

    Alleine das man darüber im Jahr 2026 noch sprechen muss, ist ein gesellschaftliches Armutszeugnis. Ob sich jemand als Non Binär oder sonstiges bezeichnet sollte von jedem Menschen der sich was aus europäischen Werten zumindest grundlegend toleriert werden, wenn schon nicht akzeptiert. Ich meine wie begrenzt muss der eigene Horizont sein, wie beschränkt das Weltbild aussehen, wenn man sich in seiner Lebensgrundlage dadurch bedroht fühlt, dass andere Person sich dem Dritten Geschlecht zugehörig fühlen?

    Von welchem Menschen geht sehr wahrscheinlich die größere Bedrohung aus? Von jedem der Non Binär ist oder von jemandem der solche Personen verabscheut und oder sie hasst?

    Man braucht legedlich gerade (wenn überhaupt) fünf Minuten auf FB zu suchen um zu wissen welches politisches Lager Stimmung gegen Diversität macht.

    Außerdem steht Diversität unteranderem für die Vielfalt einer Gesellschaft. In dem Fall bevorzuge ich eindeutig jede Form von Diversität, wenn die Alternative konservativ wäre. Und da ich schon beim Thema konservativ bin:

    Mangel an Diversität ist ein Indikator für strukturelle Diskriminierung - so ganz allgemein.

    Also ist für dich jetzt jedes zweite Dorf im tiefsten Bayern rassistisch oder diskriminierend?

    Damals (vor circa 29 Jahren) als ich in Bayern besser gesagt Balzhausen (nähe Tannenhausen) lebte, hingen zur Wahlzeit nur Plakate der CSU an den Wänden - zu jener Zeit gab es die Partei Freie Wähler natürlich noch nicht. Nun, ich denke auch heute kann man noch behaupten das die CSU noch immer die dominierende Partei Bayerns ist. Jedoch sind Söders Denkansätze mitunter anderem auch schon teils rechts (was immer noch eine Abstufung zur AFD bedeutet.) Das mache ich an seinem lächerlichen Bayern Patriotismus fest oder unter anderem daran, wie Er über Sozialhilfeempfänger denkt und sich äußert. Also, so betrachtet kann man wohl problemlos sagen das mindestens jedes zweite Dorf im tiefsten Bayern rechts ist.

  • Es geht ja nicht um Diversität im Allgemeinen, sondern die Darstellung von Diversität in Medien. Die Diskussion darüber, ob ein bayrisches Dorf jetzt aus der Perspektive problematisch ist, halte ich generell für absurd. Es gibt ja, ganz abgesehen von der Identität, beinahe keinen Grund, in extrem ländliche Regionen zu ziehen. Rein als Konsequenz versumpft da natürlich der weiße Mann. Ist das ethisch problematisch? Nein. Besteht in diesen Regionen eine gewisse Xenophobie? Bestimmt. Ist sie "Schuld" an der Situation? Nein und damit ziemlich irrelevant.

    In Bezug auf Medien unterstütze ich, dass die Repräsentation von diversen Charakteren wünschenswert ist. Je nach Setting wird es für mich aber dann problematisch, wenn es unrealistisch wird. In einem Kontingent von 20 Charakteren in einem japanischen Dorf sollte man rein statistisch kaum Diversität finden. Wenn jetzt die Hälfte komplett deplatzierte Persönlichkeiten spielt, dann funktioniert es nicht mehr. Auch finde ich die Fokussierung auf diverse Merkmale meist sehr unelegant. Muss der schwarze Charakter rappen? Muss der homosexuelle Charakter unbedingt eine Lovestory als Nebenstrang erleben? Das reduziert sie meiner Meinung nach einfach nur auf diese Merkmale und hilft dem Grundgedanken der Inklusion kein Stück.

  • Eigentlich wollte ich nichts mehr dazu schreiben, da es tatsächlich mehr Beachtung bekam, als ich zuvor angenommen hatte. Aber ich möchte nun meinen Standpunkt noch etwas deutlicher machen.

    Diversität steht weder nur für sexuelle Orientierung noch nur für Ethnie... darunter fallen unzählige Dinge. Deshalb konnte ich den Beitrag von Chojin in Bezug auf den Blickwinkel und die Stadt zu gewissen Teilen nachvollziehen. Zumindest habe ich ihn so verstanden, dass es innerhalb einer Stadt mehr Formen von Diversität gibt, die einem in anderen Teilen seltener begegnen. Damit ist ja nicht zwingend gleich eine Ethnie gemeint. Kann natürlich auch komplett anders gemeint sein. Ideologien zählen beispielsweise zu Diversität, und die brauche ich ehrlicherweise auch nicht im Anime.

    Wenn ich in meinem Beispiel von mehr Vielfalt in Animes spreche, dann geht es mir nicht nur um die hier oft genannten Themen Sexualität und Ethnie, auch wenn ich bereits bestätigt habe, dass sich mein Eingangspost hauptsächlich auf Ethnie/Hautfarbe bezogen hat.

    Um ein weiteres Beispiel zu nennen, was meiner Meinung nach in Animes öfter vorkommen sollte, wären Krankheiten oder Behinderungen. Es ist ein Medium, das vor allem von Jugendlichen konsumiert wird, und damit die perfekte Gelegenheit, auch für so etwas Bewusstsein zu schaffen. Ich liebe den Film A Silent Voice, weil er zum einen fantastisch ist und zum anderen auf die Schwierigkeiten im Alltag von Menschen mit Behinderungen aufmerksam macht. Das bedeutet nicht, dass ich nun zig Filme und Serien mit diesen Personengruppen möchte, sondern dass ich es einfach toll fände, häufiger mal Charaktere zu sehen, die so sind, wie echte Menschen nun mal sind. . . nämlich allesamt unperfekt.

    Das ist nur ein einziger weiterer Punkt von etlichen. Zum Beispiel mentale Erkrankungen, unterschiedliche soziale Hintergründe, verschiedene Körperbilder, Altersunterschiede oder Charaktere, die nicht dem klassischen Idealbild entsprechen. Wobei hiervon Genanntes zu Teilen auch bereits in manchen Animes thematisiert wurde.

    Also, es geht mir nicht darum, dass jeder Anime nun diese Personengruppen enthält, aber meiner Ansicht nach würde es auch nicht schaden, diese mehr zu vertreten.

  • Persönlich halte ich es für irrelevant ob in Games Diversität humoristisch oder real und ernsthaft dargestellt wird. Ein lustiger Umgang damit bedeutet per se nicht, dass eine Ablehnung vorhanden ist. Eher das Gegenteil ist der Fall, da man Diversität nicht ablehnt.

  • Persönlich halte ich es für irrelevant ob in Games Diversität humoristisch oder real und ernsthaft dargestellt wird. Ein lustiger Umgang damit bedeutet per se nicht, dass eine Ablehnung vorhanden ist. Eher das Gegenteil ist der Fall, da man Diversität nicht ablehnt.

    Weil "humoristisch" hier sehr schnell missverstanden werden kann: Könntest du mir bitte ein Beispiel dazu nennen, wie du dir das vorstellst? (ist nicht wertend, hätte es nur gerne spezifischer, um es besser zu verstehen)

    Ideologien zählen beispielsweise zu Diversität, und die brauche ich ehrlicherweise auch nicht im Anime.

    Also, ich habe schon von ideologischer Diversität gehört, aber noch nie, dass Ideologie zu Diversität zählt. Ist das ein Ding? Kannst du da genauer drauf eingehen?

    "We are born colorless. It's the people we meet who give us color."

  • Ideologien zählen beispielsweise zu Diversität, und die brauche ich ehrlicherweise auch nicht im Anime.

    Also, ich habe schon von ideologischer Diversität gehört, aber noch nie, dass Ideologie zu Diversität zählt. Ist das ein Ding? Kannst du da genauer drauf eingehen?

    Gemeint war, dass Ideologien identitätsprägend sind und Werte, Lebensweise sowie Zugehörigkeit beeinflussen, was typische Diversitätsmerkmale darstellt. Treffender wäre daher vermutlich der Begriff weltanschauliche Diversität statt Ideologie. Diese muss ich in Animes jedoch nicht haben, außer sie steht in einem hinterfragenden oder lehrreichen Kontext.

  • Kontroverse Meinung: Alle Ampeln einer Stadt sollten über KI aufeinander abgestimmt sein, um Verkehrsaufkommen zu regulieren. Warum passiert das nicht schon längst? Ist das der 'bösen KI' geschuldet?

    Afaik werden viele Ampeln immer noch autark verwaltet. Muss da was programmiert werden, dann fährt ein Mitarbeiter der Stadt zur Ampel und macht das vor Ort. Busse, die "freies Geleit" bekommen, machen das dann über Funksender. Für eine intelligente Steuerung müssten die Ampeln aber natürlich alle irgendwie im gleichen Netz hängen und ihre Signale von einer zentralen Stelle bekommen.

    Es müsste also erstmal die Infrastruktur hierfür geschaffen werden. Dazu kommen dann die großen Sicherheitsaspekte. Zum Einen: Wenn die deutschen Behörden irgendwas mit IT machen, dann wird das in der Regel scheiße.
    An dem Punkt wäre es vermutlich nur eine Frage der Zeit bis unser Ampelnetz gehackt wird, was im schlimmsten Fall zu Totem führen könnte.
    Alleine schon die aktuelle Lösung mit den Bus-Funksendern wird ja aktiv abused und das Signal kann, für eine grüne Welle, künstlich erzeugt werden.
    Ist natürlich illegal.

    Und dann ist da noch das Problem, dass man ein solch sicherheitsrelevantes, aber nicht allzu komplexes Thema vielleicht lieber doch mit sauberen Algorithmen ansteuern sollte, als mit einer KI, bei der niemand am Ende weiß, warum die Ampeln so schalten wie sie es tun, oder warum die KI plötzlich meint, dass auf der Kreuzung einfach mal alle gleichzeitig grün haben sollten... :D


    Auch finde ich die Fokussierung auf diverse Merkmale meist sehr unelegant. Muss der schwarze Charakter rappen? Muss der homosexuelle Charakter unbedingt eine Lovestory als Nebenstrang erleben? Das reduziert sie meiner Meinung nach einfach nur auf diese Merkmale und hilft dem Grundgedanken der Inklusion kein Stück.

    This. Das hat für mich so einen "Hier, guckt mal, wir sind voll divers! Bitte kauft unseren Scheiß!"-Vibe.

    Dabei kann man das doch auch einfach so gut und natürlich in eine Geschichte einbauen. Um nicht zu spoilern spreche ich mal nur von einer Animationsserie in der eine der Protagonisten irgendwann in ihr Heimatdorf zurückkehrt, und einfach zwei Väter hat. Das wird nicht weiter thematisiert oder von irgendwem in der Serie auch nur angesprochen. Das wird einfach als normal hingenommen und fertig. So eine Umsetzung finde ich on point. :lovex:

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    Jack of all trades, master of none.

    Einmal editiert, zuletzt von Ex4mp1e (22. Januar 2026 um 07:53) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Ex4mp1e mit diesem Beitrag zusammengefügt.