authentisch sein / sich selbst sein

  • Ihr beschäftige in letzter Zeit häufiger mit dem Begriff authentisch sein und wollte gerne mal Fragen was ihr davon haltet.


    Denkt ihr seid/verhaltet euch authenisch oder versucht ihr euch anzupassen?


    Und zur Klärung des Begriffes authentisch sein bedeutet: man selbst zu sein und sich nicht vor anderen zu verstellen.


    Ich freue mich schon auf eure Antworten. :rice-angel_

  • Hm, das kommt ganz auf den Personenkreis an, auf den ich treffe.


    Bei meinem Mann, meinen Freunden und z.B. auf CTs zeige ich mich eigentlich wie ich bin, da ich mir denke, ich bin da unter den selben Freaks wie ich einer bin :D
    Bei meiner Familie passe ich schon eher auf - die müssen einfach nicht alles wissen und ich hab bei manchen eh das Gefühl, dass sie mich nicht wirklich kennen (gerade mein Vater schein von mir immer noch ein Bild zu haben, wie ich mit 19 war; und ich habe mich seitdem _sehr_ geändert, aber das sieht er scheinbar eh nicht, also überzeuge ich ihn auch von nichts anderem *shrugs*)
    Dem Rest der Welt (Arbeitskollegen, Mitschülern etc.) gebe ich mich distanziert und halte auch sämtliche Infos, die ich nicht rausrücken muss, zurück. Ich verstelle mich zwar nicht, aber ich schweige z.B. meine Hobbies eher aus und lasse mir bestimmte Gefühlsregungen/Meinungen nicht anmerken, wenn es zu Diskussionen kommt (gerade bei Politik halte ich mich eher bedeckt).
    Richtiges Anpassen oder Verbiegen habe ich mir abgewöhnt, da es mir doch nichts brachte - ich bin ich und das auch gerne, aber ich zeige den Menschen nicht unbedingt alles von mir ;)


    Btw. ein ähnliches Thema haben wir auch hier, vielleicht interessiert Dich das das auch, @Ryuuko -> Die Maske eines Menschen :)

  • Im Job bin ich niemals ich selbst, weil dort muss man akkurat, präzise, sinnvoll seiner Tätigkeit wie ein Mantra runterbeten. Sprich das ist meiner
    Meinung nach ein Ort wo man sich distanzieren sollte und NUR seiner Tätigkeit nach geht. Authentisch sein kann man überall sonst z.B. im privaten
    Leben, bei Freunden, der Freundin, oder bei Veranstaltungen, Freizeit etc. ! Ich habe bei meiner aller Ersten Arbeitsstelle versucht mein Ich mehr
    einfließen zu lassen, was zur Folge hatte, dass man anfing hinter meinem Rücken zu lästern. Und das war nicht schön ! Bei den später laufenden
    Jobs war eine kühle, professionelle Art immer der bessere Weg. Daher in kurz : Im Job = Nicht Authentisch | Sonst = Authentisch :)


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    Why would you do this to me, brother? Do you want to teach me that there is no hope, there is no saviour?...
    Well, I cannot give up. My spirit will not be broken. I believe! I will fight the Red Lanterns, no matter how many may come!
    All will be well!

  • Was ist den schon authentisch?
    Geh ich auf fremde Personen zu verhalte ich mich natürlich noch verhalten. Man muss die Situation einschätzen. Deren Humor kennenlernen und ihre Sprachart.
    Freunde sind Freunde da ich mit ihnen authentisch sein kann. Mein Charakter stört sie nicht.
    Vor allem im Arbeitsleben sollte man nicht wirklich authentisch sein. Es wird eine gewisse Seriosität verlangt. Auch wenn es eine lockere Atmosphäre ist, wird dort ein entsprechendes Verhalten gefordert.

  • Authentisch sein hängt auf alle Fälle von der Situation ab. Ich hab da vor nicht allzu langer Zeit mal ne interessante These zu gelesen gehabt, dass man praktisch den ganzen Tag lang "Theater" spielt und versucht sich so zu verstellen, dass man einigermaßen gut durch den Tag kommt. Demnach wäre man tatsächlich nur man selbst, wenn man niemanden um sich herum hat. Dann gibt es keine Situation, in der du auf irgendwas achten musst, sondern hast deinen Privatraum und kannst machen was du willst.
    Was ich persönlich glaube ist, dass Authentizität mit Vertrauen zusammenhängt. Gegenüber fremden und entfernteren Freundin verstellt man sich eher, als wenn man jetzt z.B. mit dem besten Freund spricht. Entsprechend ist man auf der Arbeit, in der Öffentlichkeit, bei Treffen usw. anders, als man wirklich ist. Einfach, weil man vermeiden will, durch sein übliches Verhalten irgendwelche Fehler zu machen.

  • Authentisch, ganz klar. Du hast nen Problem mit meinen Ansichten, wie ich mich verhalte oder was mir gefällt ? Schön dein Problem. :)

    “Everything happens for a reason.
    The daily tragedies and misfortunes are all meaningful events, leading toward an ideal conclusion.
    With that in mind, there probably isn’t really any meaningless misfortune.”
    –Fuwa Aika (Zetsuen no Tempest)

  • Ich würde schon sagen dass ich immer ich selbst bin. Ich passe mich absolut niemanden an. Wenns nicht passt, dann F**k off :D Diese Einstellung hat bei mir in den letzten 8 Jahren wahre Wunder bewirkt.. Früher hab ich versucht mich anzupassen, da ich zurückhaltend und sehr, sehr schüchtern war.. und wollte einfach irgendwo angehören. Irgendwann wollte ich eine Veränderung. Dann kam das wahre ICH zum Vorschein. So wie man mich heute kennt. Aber ist auch nur zustande gekommen, weil ich umgezogen bin und die Schule gewechselt hab. Da ist ein Neustart eher einfacher für einen.
    Aus meinem Hobby, Gaming und Animes mach ich keine Geheimnisse mehr. Da es doch unerwartet viele Leute gibt die ich kenne und sowas mögen. Aber auch wenn sie es nicht mögen, gibt es keine dumme Kommentare. Auch in meiner WG wissen alle was ich mag.


    Bei meiner Familie und Freunde meiner Mutter schalte ich einen Gang zurück xD ... Ich glaub dann wäre meine Familie ein bisschen arg schockiert xD
    Meine Mama weiß schon irgendwo wie ich drauf bin. Aber ich lass es nicht zu 100% raushängen. Auch zum ''Wohl'' meines kleinen Bruders. Hier und da rum fluchen, ist nicht. Ich will da schon ein Vorbild für ihn sein. Daher find ich nicht dass es was mit sich verstellen zu tun hat. Man setzt sich irgendwo eine Grenze. Mit meinem Stiefvater kann ich da eher rum schnackeln. Machen quatsch untereinander Da meine Mutter auf bestimmten Humor nicht klar kommt. Als ich in Amerika war, da hab ich meinen leiblichen Vater besucht und da festgestellt wo mein Humor und Verhalten herkommt :P Wir lassen dir Sau untereinander raus. Was ich eig nie vermutet hätte ^^ und meine 2 Schwestern aus seiner zweiten Ehe, sind das Ebenbild von mir. LOL. Also 2 kleine Reiko's in Mini xD


    Auf Arbeit bin ich auch relativ locker, aber da herrscht ein gesundes Mittelmaß. Meine Kollegen wissen wie ich bin. Aber alles muss man auch nicht wissen. Früher hab ich gerne geplappert. Aber durch eine Kollegin, ist es mir immer zum Verhängnis geworden. Aber dadurch lern ich einfach nichts zu sagen. Ich kann nicht einfach zu einer Kollegin hingehen und sagen, hey du alte Eule xD ... Man kann Spaß haben und sich gut verstehen mit den älteren Damen unter uns :) Aber dann kommen die Ausnahmen wo man immer irgend einen Spaß macht. Aber nicht vor Kundschaft. Da bleiben wir seriös.


    Bei Fremden Menschen bin ich relativ locker und offen geworden. Früher hat mein keinen Pieps von mir gehört und wäre am liebsten im Erdboden versunken wenn man mich anspricht. Aber es kommt immer noch auf die Situation an. Es gibt Menschen, da bin ich total locker.. aber auch Menschen, da wird mit plötzlich alles unangenehm und blocke komplett ab. Oder wenn jemand versucht auf biegen und brechen mich kennen zu lernen, wird mir das total unangenehm. Wenn ich sag, lass das bitte. Versteht das die eine Partei nicht immer und macht weiter, bis ich die Person komplett ignoriere @-@


    Aber im groben und ganzen, bin ich so gut es geht Ehrlich. Ich sag was ich denke und mach keinen Halt ^^" Ich bin aber auch der Typ, wenn mich vieles stört an vielen Menschen, dann fress ich alles in mich hineinen und lass irgendwann alles auf einmal raus.

  • In der Schule oder wenn ich Unterwegs bin, mache ich mir eigentlich keine gedanken ob ich authentisch bin oder nicht.
    Doch wenn ich alleine bin und gerade nichts zu tun habe, fange ich an über so was nachzudenken und erst ab da, weis ich dass ich nur in bestimmten Situationen wirklich authentisch bin.
    Gerade wenn ne guter Feund bei mir zu Hause zu besuch ist merke ich im Nachinein, das ich viel mehr Mist rede als wenn ich alleine mit meinen besten Kumpel zusammen bin. Aber mein wahres ich kommt ziemlich deutlich zum vorschien, wenn ich mich z.B. mit jemanden über ein Thema unterhalte, was mich wirklich fasziniert. Dann kann ich meistens reden und reden und bin ich selbst.
    Aber meistens ist das wirklich Situtations abhängig. Bei neuen Kontakten, bin ich ers etwas distanziert, doch werde immer offener und offener bis ich mit diesen Leuten ganz normal reden kann.
    Auch vor meinen Eltern muss ich mich nicht sonderlich verstellen. Sie akzeptieren mich so wie ich bin. Natürlich müssen sie nicht alles wissen, aber das kommt ganz auf das Thema drauf an. Im großem und agnzen, kann ich mit ihnen soagr wie mit meinen Schulfreunden umgehen, zwar nicht ganz so auf "Ey was geht alter!" aber schon eher in diese Richtung. Ich will da nur bemerken dass ich mit meinem Vater zusammen am PC sitze und wir Conan Exiles zocken. ;)
    In der Schule muss ich mich auch selten verstellen, da eh jeder seine Macken bei mir in meiner Klasse hat, muss ich das auch nicht.

  • Wie Fenrir schon sagte, es kommt darauf an mit wem man sich aktuell so abgibt. Freunde, Familie, Arbeitskollegen etc. Grundsätzlich gebe ich mich so wie ich bin, also ich bin authentisch. Das ist nicht immer einfach, da man oft dadurch verletzt wird, aber lieber ehrlich und offen sein und zeigen wie man ist, anstatt wie ein Schauspieler sich zu verstellen. Früher war das ganz anders. Also sagen wir mal so vor 10-15 Jahren. Da hatte ich kaum Selbstbewusstsein, war ein Mitläufer und wurde gemobbt. Aber sobald ich merkte, das geht so nicht weiter, musste ich was ändern. Und ich bin heute nach außen hin lieber so wie ich wirklich bin, anstatt mich zu verstellen. Das bringt auf Dauer nichts. Lieber zeige ich mich wie ich bin und wenn jemand ein Problem damit hat wie ich bin, ist das schließlich sein Problem und nicht meines. Ich habe genug Arschlochkarten in meiner Tasche die ich gerne verteile. :) Und das ist auch gut so. Klar, im Berufsleben ist das teilweise auch wieder anders. Früher, in meiner alten Branche war ich auch steriler und habe nicht alles erzählt, aber heute wo ich in der Pflege tätig bin, ist das sogar von vorteil, da ich so Vertrauen zu meinen Patienten aufbauen kann. Aber offen und authentisch sein heißt nicht gleich alles von sich zu erzählen und preiszugeben. Geheimnisvolle und zurückhaltende Persönlichkeiten finde ich wiederum sehr anziehend. Deshalb, gebt euch so wie ihr in wirklichkeit seid und bleibt tapfer. :)

  • Es ist schön, dass hier wirklich schon so viele geschrieben haben. ^^
    Es ist wirklich interessant alles zu lesen. Da ich das Thema erstellt habe, sollte ich vielleicht auch mal was dazu schreiben.


    Allerdings weiß ich gar nicht, ob ich richtig authentisch sein kann. Wenn dann vermutlich nur, wenn ich wirklich ganz alleine bin. Ansonsten bin ich einfach viel zu schüchtern, um in der Öffentlichkeit wie Schule wirklich ich selbst zu sein. Noch nicht mal vor meiner Familie kann ich das. Auch wenn ich gerne ich selbst sein will, kann ich das einfach nur sehr sehr schwer.
    Ich denke, ich muss erstmal sehr viel Vertrauen zu einer Person haben, damit ich vor ihr ich selbst sein kann.
    Ich weiß, dass es mir egal sein kann, was andere von mir halten und ich einfach authentisch sein sollte, aber auch wenn ich das weiß gelingt es mir einfach nicht. Ich hoffe das wird sich irgendwann mal ändern, weil ich finde, man kann nicht glücklich werden, wenn man sich selbst vor jeden versteckt.


    Aber ich freue mich für jeden, der wirklich wie er selbst sein kann und glücklich damit ist. :)

  • Hier wurde schon fast alles von Relevanz erwähnt. Aber ich kann noch was ergänzen:


    Ich werde zum Beispiel meistens eher als passiv, zurückhaltend und introvertiert wahrgenommen und dennoch höre ich hin und wieder, ich sei ein authentischer und ehrlicher Mensch. Das muss keine Ambivalenz sein, eher dient dieses Verhalten dem Selbstschutz. Menschliche Kommunikation und Beziehung ist kompliziert. Jeder weiß heute, dass man bestimmte Fotos nicht im sozialen Netzwerken teilen oder beim Vorstellungsgespräch auch mal lügen sollte, um einen Vorteil zu erlangen. Informationen falsch wiederzugeben, oder komplett vorzuenthalten, ist in bestimmten Situationen obligatorisch. Mit meinem Chef rede ich nicht über meine sexuellen Fantasien, auch wenn ich es gerne tun würde.


    Ich denke jeder Mensch verstellt sich dann und wann, wenn er nicht alleine ist, ob unbewusst, oder bewusst. In einer Beziehung muss ich auch Kompromisse eingehen und kann nicht in jeder Situation machen was ich will. Sich zurück zustecken ist ein Verhalten, dass meinem Kommunikationspartner gegenüber Toleranz signalisiert. Aber übertreiben sollte man es natürlich nicht, sonst wird man schnell ausgenutzt. Immer knallhart ehrlich zu sein, bringt niemanden Respekt ein, denn dafür brauch es eben auch Feinfühligkeit, bzw. Taktgefühl.


    Wie immer ist der schmale Grad zwischen Durchsetzungsvermögen und Einfühlungsvermögen, was einen Menschen letztendlich authentisch macht.


    <<Mein körper definierter als von Magersüchtigen!>>

  • Unter meinen Kollegen halte ich mich mit privaten Infos zurück, das war aber auch nicht immer so, bis halt mal was privates gegen mich genutzt wurde.
    Ab da an habe ich dann gesagt, Sie brauchen gar nichts mehr zu wissen.
    Wenn Sie was von mir wissen wollen, was schon wieder teilweise ins private geht, dann bin ich so frei und Lüge diesen Personen was vor, anstatt es tot zu schweigen, denn sobald Sie Input erhalten, halten Sie auch den Mund.
    Ansonsten passe ich mich an, zumindestens was Hirn angeht, soll nicht heißen, dass ich mich für super schlau halte, aber ich bin halt mal schlauer als jeder andere in unserem Lager und zwar in allen Bereichen bis auf Fußball.
    Es gefällt mir zwar gar nicht, dass ich mich denen anpassen muss (permanent scheiße reden ist einfach nicht mein Ding ^^"), aber ausgegrenzt zu werden ist auch nicht das wahre, spielt man halt den Scheinheiligen vor. (Ich denke mal in meinem neuen Betrieb wirds besser)


    Naja bei meiner Familie, bin ich ich, nicht weil Sie mich so kennen, sondern weil ich meine Eltern verachte und wenn ich Sie treffe, dann sind es nicht mehr als "Leute" für mich.
    Klar schreie ich da nicht rum wie bekloppt und mach Sie nieder, aber ich nehme halt auch keinen Blatt vor den Mund heuchel denen was vor.
    Meine Eltern sollen auch spüren, dass Sie scheiße sind.


    Bei meinen Freunden, da kann ich ich sein, der duchgeknallte, hin und wieder mal laute (bis meine Stimme wieder versagt :crazy: ), aber dennoch liebenswerte Pascal.
    Einer von diesen weiß fast alles über mich und auch wie ich genau ticke, sonst keiner außer Sie würde denken, dass ich eigentlich nur gutes will.


    Hier im Forum bin ich ich, liegt auch daran, dass man mit euch wesentlich besser sprechen kann als mit meinem täglichen Umfeld (außer die Freunde).
    Meist endet es nämlich so, dass ich nenn ticken zu herzlich bin und dann wird mir wieder dumm gekommen, der Rest ist dann nicht mehr sachlich sondern es endet einfach nur noch in Anfeindungen, spätestens dann wenn ich mal laut werde, weil einfach die meisten wieder den Bogen überspannt haben. (Dennoch halte ich daran ein relativ offener und herzhafter Mensch zu sein)


    Was mir die Leute aber sehr genau rüberbringen ist, dass Sie mich letzendlich für einen etwas übergewichtigen Trottel halten.
    Aber jeder will sich ja irgendwo als was besser hervor heben.

  • Ich hab da vor nicht allzu langer Zeit mal ne interessante These zu gelesen gehabt, dass man praktisch den ganzen Tag lang "Theater" spielt und versucht sich so zu verstellen, dass man einigermaßen gut durch den Tag kommt.

    "Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag" von Erving Goffman?


    Ansonsten denke ich halt, dass sich jeder in gewisser Weise versucht, seiner entsprechenden sozialen Rolle gemäß zu verhalten: Vor dem Arbeitgeber oder vor Vorgesetzten i.d.R. möglichst professionell und nicht so viel vom eigenen Privatleben preisgebend; vor Arbeitskollegen je nachdem, ob man sich mit ihnen privat gut versteht oder nicht; vor Freunden offener. Wohlgemerkt in der Regel. Nicht alle Leute halten das so und vor allem auch nicht in jeder beliebigen Situation.


    Bei dem, was ich hier öffentlich im Forum schreibe, bin ich etwas zurückhaltender als bei dem, was ich in privaten Nachrichten oder E-Mails schreibe. In letzteren oder im Gespräch mit Freunden bin ich weniger zurückhaltend, aber insbesondere bei dem, was ich schreibe, denke ich in der Regel schon noch mal darüber nach, was ich da so absondere, bevor ich es absende. Gerade in schriftlicher Form kann man halt auch leicht mal Leute mit missverständlich gewählten Formulierungen versehentlich beleidigen oder gegen sich aufbringen, auch wenn man es gar nicht so gemeint hat. Mündlich und gegenüber Freunden/guten Bekannten fahre ich mein Self-monitoring stärker runter. Ist das deswegen unauthentisch? Glaube nicht. Bei mir ist einfach die etwas zurückhaltendere Art das Authentische. :D Deswegen sage ich ja trotzdem offen meine Meinung. Nur achte ich eben auch darauf, wie ich etwas sage: Möglichst unprovozierend und sachlich. (Was ebenfalls nicht heißt, dass ich nicht manchmal bewusst davon abweiche und Sachen sage, mit denen ich anecke. xD Kommt auf die konkrete Situation und das Thema an.)

    "... and then off to violin-land, where all is sweetness and delicacy and harmony ..."
    -- Sherlock Holmes to Dr. John Watson in Arthur Conan Doyle's "The Red-Headed League"


    "Each of us has Heaven and Hell in him, Basil," cried Dorian with a wild gesture of despair.
    Oscar Wilde: The Picture of Dorian Gray. Chapter 13.

  • Schwer zu sagen, Authentisch hat ja auch 2 bedeutungen : Glaubhaft und Echt, was Paradox ist weil das eine das gegenteil vom anderen ist. Wie Glaubhaft man ist ist ja Subjektiv, " Frei erfunden und doch Authentisch" . Echt zu sein ist schon deutlich komplizierter.


    " Kann man überhaupt nicht echt sein ?" man kann sich verstellen ja aber auf der anderen seite ist man trotzdem sich selber also "echt" weil es einen selber wichtig ist akzeptiert zu werden somit ist man tief in sich sich selber während man trotzdem jemand etwas vorspielt.


    Ich würde sagen ich verstelle mich eig überall aber mache das Galubhaft somit bin ich Authentisch beim nicht Authentisch sein, aber es gibt manche sachen die ich nicht verstecken kann weil ich es einfach nicht mit mir vereinbaren kann ^,^

    Für ein anderes Leben war ich zu inkonsequent

    Ich kann nix dafür, ich bin ein erblindender Mensch.

  • Authentisch bin ich sowieso, ich bin Ich und das wissen alle in meinem Umkreis. Ich verstelle mich für niemanden und brauche mich nicht anpassen da ich irgendwie sowieso nur mit Leuten zu tun habe und haben will die zumindest zu 80% genauso denken wie ich... Der Moment wo man aufhört sich selbst zu sein ist der Moment wo man aufhört frei zu leben, zumindest ist das meine Meinung.


    LG.: Tarmin

  • Finde ich ganz wichtig. Im Erzieherkreis: Kongurenz. Wir lernen das in der Schule und es ist auch total wichtig.
    Ich bin ich und das bleibt auch so. Wems nicht passt, der kann gehen. Man kann nicht jeden mögen. Aber hauptsache man ist Echt. Mit all seinen Macken und Fehlern - das macht uns liebenswert. :)



    I can't sleep and food has lost its taste.
    God, I'm so
    sick of this place.


  • Bei den meisten Leuten pass ich mich nicht an oder halte mich zurück und bin einfach ich selbst, jedoch gilt das für privat, wenn es in Richtung Beruf, Schule oder ähnliches geht, finde ich es schon sinnvoll sich anzupassen.

  • Ich bin immer ganz ich selbst und würde mich niemals vor jemanden verstellen.

    Es gibt zwar durchaus viele die im glauben sind,das sich zu verstellen währe eine sinnvolle option z.B. in der kennenlern phase um nen besseren eindruck zu machen so das eine Freundschaft oder mehr daraus werden kann.

    Aber weit gefehlt,den letztlich ist es das dümmste was man machen kann.
    Den früher oder später kommt immer die wahrheit herraus und man zeigt sein wahres gesicht und im schlimmsten fall kann das viel oder gar alles zunichte machen,und zudem auch als ein ziemlicher vertrauensbruch angesehen werden.

    Daher sollte man nie so dumm sein so etwas auch nur zu versuchen,man sollte eher stolz darauf sein wer man ist und wie man ist.
    Um genau damit bei anderen zu punkten und sich damit wahre Freunde machen oder jemanden finden der einen genau so liebt wie man ist,und nicht jemanden der sich in eine Illusion verliebt die man nur vorgespielt hat.

    Music is my life.

    Das Wort "unmöglich" gibt es nur im Wörterbuch von Narren.

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

    Hinata Hyuga the most wonderful and sweetest Woman in the World for all Time.

  • Im Berufsalltag sollte klar sein, dass man nicht einfach immer so sein kann wie man ist.

    Gerade wenn man im privaten mal so ganz anders ist, wie man sich in der Arbeitswelt geben muss, das würde zu extremen Problemen führen.

    Würde ich mich auf der Arbeit so verhalten, wie ich es oftmals im privaten tue, dann würde ich extrem schnelle viele Arbeitsstellen wechseln. ^^"


    In der Regel bin ich so wie ich bin, wen es nicht passt der soll sich verpissen, ganz einfach, nur weil man diverse Einstellungen und Verhaltensmuster nicht ganz teilt (wir reden natürlich nicht von extremen), muss sich nicht ändern, ich meine so wie man ist, ist man halt, das ist die Persönlichkeit eines Menschen, wie sieht es denn aus, wenn aufeinmal sich jeder gleich geben würde, grauenhaft monoton.


    Ich bin oftmals aufgedreht, hab öfters nen schwarzen Humor, kann mich aber auch wiederum sehr gut in andere hinein versetzen und bin ne treue ehrliche Seele.

    Wem also das augenscheinlich negative nicht passt der soll mich nicht ansprechen und mir ausm Weg gehen, das macht es für beide Seiten einfacher, ich muss mich nicht über solche Leute aufregen und die müssen sich nicht irgendeinen an den Haaren herbeigezogenen Stuss ausdenken.

  • An sich nehme ich kein Blatt vor den Mund gebe mich so wie ich bin


    Aber bei einigen dingen achte ich schon drauf das es keiner merkt sein es um unnötigen ärger zuvermeiden oder das ich es für den Moment nicht sagen will