Für mich würde "guter Bekannter" auch eher suggerieren, dass man sich eben nicht scheiße findet und sich schon etwas besser kennt, aber halt nicht befreundet ist. Ein bisschen wie "Kumpel". Wobei ich sowieso die Erfahrung gemacht habe, dass man eher weniger wen als "Bekannten" bezeichnet, wenn man die Person scheiße findet. :D
Freundschaften
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Es gibt Leute, die sehen einen schon als Freund an, wenn man zu denen mal nur nett hallo sagt. Aber weder bin ich so jemand, noch kann ich sowas nachvollziehen. Für mich braucht es schon viel mehr, damit ich jemanden wirklich als Freund ansehe. Für mich sind Freunde fast schon sowas wie die engsten Vertrauten außerhalb der Familie. Dadurch ist jemand, selbst wenn ich mich mit demjenigen super verstehe, nicht automatisch ein Freund. Wenn eben dieses enge Verhältnis nicht da ist, sind das für mich eben auch nur gute Bekannte. Deshalb hab ich auch einige gute Bekannte - aber nicht viele Freunde.
Hängt eventuell auch damit zusammen, dass ich lange brauche, bis ich anfange jemanden zu vertrauen. Aber davon abgesehen verstehe ich es halt einfach nicht, wie manche Menschen dutzende von Freunden haben können, beziehungsweise sie meinen das auch zu brauchen. Wenn man so viele Freunde hat, wird eine Freundschaft nicht ab einen gewissen Punkt einfach oberflächlich, unpersönlich und einfach nichts besonderes mehr? Da hab ich lieber nur 1 - 2 richtig enge Freunde, denen ich dafür aber voll und ganz vertraue und mit denen ich ein enges und inniges Verhältnis führe.
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Das deckt sich mit meiner Ansicht ganz gut. Ich denke, der Unterschied zwischen Freund und Bekannte/Kumpel ist der Vertrauensgrad und die Bindung.
Ich habe da auch so meine Vorstellung davon, wie sowas zustande kommt. Man lernt bestimmte Menschen in bestimmten Lebensabschnitten kennen. Und je nachdem, in was für einer Situation man steckt, entwickelt sich daraus entweder einfach nur eine vorübergehende Bekanntschaft oder es kommt doch zu einer Bindung, die langfristig hält.
Ich habe da z.B. zwei Beispiele aus meiner Welt. Das Erste wäre mein ältester Freund, den ich seit der Grundschule kenne. Was wir damals gemeinsam einfach so angestellt haben, was wir für dumme Ideen hatten. Es war eine einfache Zeit und wir waren so gestrickt, dass wir uns gegenseitig immer gut ergänzt haben. Und so hat sich eine jahrelange Freundschaft entwickelt, die nicht auf Erwartungen oder Vorstellung beruhte. Wir haben einfach Zeit miteinander verbracht und gemeinsam elendig viel Quatsch gemacht. Pures Vertrauen und Spaß.
Mein zweites Beispiel kommt aus meiner Teenie-Zeit. Durch ein Hobby bin ich damals in eine Gruppe von sehr leidenschaftlichen Mitstreitern geraten, die alle genauso vom Hobby besessen waren, wie ich zu der Zeit. Und aus eine dieser Bekanntschaften ist auch eine Freundschaft entstanden, die bis heute anhält. Die Person und ich leben in zwei komplett verschiedenen Welten, haben komplett eigene Lebenswege und trotzdem funktioniert es irgendwie. Da kommts dann mal vor, dass monatelang Funkstille herrscht und kaum schreibt einer von uns beiden "Du stinkst" oder "Pisser", dauert es keine zehn Minuten und wir hocken stundenlang im Call. Wieder pures Vertrauen, keine Erwartungen, einfach nur Spaß.
Über die Jahre gab es immer wieder mal dann Bekanntschaften, die sich nie soweit entwickelt haben. Eine wurde von der Pandemie durch Meinungsverschiedenheiten dahingerafft, eine andere Bekanntschaft wurde durch die Wechselhaftigkeit der Person ruiniert. Und ein paar andere Bekanntschaften waren dann eher parasitärer Natur, sprich, es hatte meistens irgendeinen Nutzen, den man sich davon erhofft hat. Und auf sowas kann halt keine Freundschaft wachsen. Da war immer eine unsichtbare Wand, die nichts zugelassen hat und ich denke, dass das stark davon abhängt, in welcher Lage man gerade steckt. Hat man sein Leben gut im Griff, kommen öfter Situationen zustande, wo man völlig belanglos mit Leuten was macht und dann klickt es halt irgendwann einfach. Ist man gerade aber z.B. im Stress und ist mit dem Kopf eher bei anderen Sachen, schaut man eher darauf, dass das Umfeld eher nützt, statt einfach nur da ist.
Was ich auch unterschreiben kann, ist die Anzahl an Freunden. Ich könnte mir nicht vorstellen, mit etlichen Menschen befreundet zu sein, weil wenn man sich meine Ansicht/Erklärung anschaut, kann man sich ausrechnen, dass in jeder Freundschaft Monate, wenn nicht sogar Jahre an Zeit steckt. Ich habe da auch lieber einen kleinen Kreis an Leuten.
Von daher bin ich auch der Ansicht, dass man Freundschaften nicht 'pflegen' muss. Wenn sie erstmal entstanden sind, ist das quasi ein Selbstläufer und solange man sich nicht zu krass verändert, passiert da auch nichts.
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Bei mir sind die meisten Menschen inzwischen nur noch Bekannte; hab da auch welche gedowngraded, wenn man so sagen will.
Für mich gehört zu einer Freundschaft mehr als einmal im Jahr Geburtstagsgrüße austauschen (wenn überhaupt), oder die Person schreibt nur dann, wenn sie mal was will. Hab ich leider in den letzten Jahren zu viele angesammelt, also sortier ich aus was meinem Leben nicht gut tut. Bin auch teilweise selbst dran Schuld, aber das ist ein anderes Thema.
"Freundschaften" ist schwierig geworden bei mir und auch wenn ich mich bemühe Neue zu knüpfen, so hab ich immer das Gefühl, es ist einseitig, also lasse ich es irgendwann. Dafür hab ich schlicht keine Energie mehr.
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Für mich gibt es nur die Kategorien:
- Kontakt ist ok bis ganz nett
- keine Meinung
- möchte ich nichts (mehr) mit zu tun haben
Weitere Enteilungen (auf die erste Kategorie bezogen), wie "(gute) Bekannte", "Kumpel", "Freund/Freundin" usw. spare ich mir, da diese für das was für mich relevant ist, unnötig bzw überflüssig sind. Ich finde es auch immer unangenehm, wenn mich jemand als Freund bezeichnet, da damit meist irgendwelche Erwartungen und Vorstellungen verknüpft sind, die ich nicht erfüllen will, und/oder Emotionen damit verknüpft sind, die ich (so) nicht erwidere.
So lange einfach alles locker und unverbindlich ist (ohne Druck, ohne Eifersucht, ohne Versuche mich (emotional) zu erpressen, ohne Versuche mir ein schlechtes Gewissen einzureden, ohne irgendetwas von mir einzufordern (wie zB Zeit und Aufmerksamkeit) ist alles ok. Ich mache das nicht bei meinem Gegenüber und deshalb soll mein Gegenüber das auch nicht mit mir machen.
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Bei mir sind die meisten Menschen inzwischen nur noch Bekannte; hab da auch welche gedowngraded, wenn man so sagen will.
Hab auch irgendwann festgestellt, dass man in jungen Jahren mit dem Begriff "Freundschaft" deutlich loser um sich wirft, als im erwachsenen Zeitalter.
Meine Freundeskreise bestanden meist einfach aus den Leuten, die ich bei der Ausübung meines Hobbys, auf dem gerade mein Hyperfocus lag, ausgeübt hab.
Da so ein Hyperfocus aber schnell wechselt, hab ich dementsprechend auch meine "Freundeskreise" irgendwann einfach, gemeinsam mit dem alten Hobby, liegen lassen, und mich ins neue Hobby und einen neuen Freundeskreis gestürzt.
Das führt natürlich zwangsläufig dazu, dass man eben primär nur Bekanntschaften hat, mit denen man kurzzeitig intensiv Zeit verbringt, und irgendwann dann gar nicht mehr. Dann wird noch ab und zu mal gefragt, wann man denn mal wieder dabei ist, aber das ebbt dann auch ab.
Gleichzeitig zwingt mich meine FOMO aber irgendwie den Kontakt aufrecht zu erhalten, weil man könnte ja mal wieder Bock auf das Hobby haben und dann braucht man ja noch den Kontakt zu den Leuten. (Klingt irgendwie n bisschen toxisch, I'm sorry. :c)
Glücklicherweise gibts auch ne Hand voll Leute, mit denen ich mehr Gemeinsamkeiten als nur ein Hobby habe, und bei denen die Freundschaft über die Jahre erhalten geblieben ist.
Und da merkt man dann mMn auch den Unterschied zwischen Freunden und Bekannten. Mit den Bekannten hab ich halt nur Zeit verbracht, weil ich Bock auf das Hobby hatte (bzw. dann halt auch mal so getroffen, aber irgendwie waren die Gesprächsthemen dann auch meist nur das Hobby), und irgendwann legt man die Prioritäten dann anders und trifft sich nicht mehr mit den Bekannten bzw. sagt immer ab, weil einem andere Sachen wichtiger sind.
Aber bei den "richtigen" Freunden merke ich halt, dass ich immer Bock habe mich mit denen zu treffen, andere Sachen dann hinten anstelle und meine knapp bemessene Freizeit gerne dafür nutze um z.B. einfach mal zehn Stunden bei dem Freund / den Freunden auf der Couch zu lungern und gemeinsam Zeit zu verbringen.
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Über die letzten 5 - 10 Jahre hinweg habe ich es tatsächlich geschafft eine handvoll Menschen kennenzulernen die meine Wenigkeit als Freunde betrachten würde. Hier möchte ich allerdings auch gleich erwähnen das trotz der Tatsache das man beispielsweise gleiche Interessen teilt (oder im optimalen Fall beide Seiten Katzen besitzen) manchmal komplette Länder zwischen mir und meinem Freunden liegen. Aber eigentlich macht es keinen Unterschied ob diese in z.B. Skandinavien leben oder hier in Deutschland, denn sowohl ich als auch die meisten von ihnen pflegen eine sehr lockere Freundschaft. Dass bedeutet es ist für uns vollkommen in Ordnung mal mehrere Monate den Kontakt zu minimieren. Dass schmälert unser Band der Freundschaft nicht im geringsten. Schließlich wurde zusammen gelacht, miteinander gestritten und geredet.
Interessant im übrigen wie unterschiedlich hier Freundschaft definiert wird.
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Es gibt Menschen, über die bin ich froh keinen Kontakt mehr zu haben. Es gibt auch Menschen, da bin ich froh, dass der Kontakt wieder da ist :) Weil man sich die Mühe gemacht hat, auch mal mir zuzuhören und nicht nur eine Seite :)
Eine Person hatte mich einfach links liegen lassen. 15 Jahre Freundschaft für die Tonne :D Ich weiß bis heute nicht, was ich falsch gemacht habe. Aber dann mitbekommen, dass sie mit Menschen über mich geredet hat. Hab ich mir schon davor gedacht... Ich war Klug und hab 2 Jahre die Fresse gehalten.
Einer der Personen mit der die Alte geredet hat, versteht nun meine Seite, weil ich mich mal erklären durfte wie ich die Situation auffase. Der Person tat es unendlich leid, weil ich aus dieser Situation nicht wusste wem ich vertrauen kann und wem nicht.
Eine andere Person meinte, sie will sich nicht einmischen(versteh ich) aber mit ihr wurde auch geredet, obwohl sie zu dem Zeitpunkt nicht präsent war, als mir die Freundschaft gekündigt wurde.
Aber sie meinte: Die Person hat sich eine "eigene Meinung" gebildet. Ich: Stimmt nicht, als sie mir geschrieben hat: ICH HABE GEHÖRT -> Heißt nicht, dass man sich eine eigene Meinung gebildet hat, sondern eine Meinung gebildet, die auf andere Meinungen basieren und sich vergiften lassen.
Auf diese Person kann ich scheißen :) Es tat letztes Jahr nochmal weh, als sie dann geheiratet hat usw. es hat einfach Paar Situationen gebraucht... Damit ich darüber wirklich hinweg bin. 2 Jahre her, ich vermisse die kein bisschen!
Selbst alte Klassenkameraden meinten, die war schon auf der Realschule falsch und hat sich nie die gegenseite angehört. Und sie hatte mir damals versprochen, wenn was ist, hört sie mir zu statt mich zu verurteilen :D Ging wohl daneben :D
Sie ist auch sehr eifersüchtig, hat schon über Menschen abgelästert.. Eher Frauen, nur weil sie mit ihrem Freund(jetzt Mann) gut verstehen, dass die was von dem wollen. Oder die ist komisch und die ist komisch... Obwohl die Menschen nie was getan haben... Sowas brauche ich nicht.
Egal ob man was mit mir zu tun haben möchte oder nicht, es ist immer besser, man hört sich beide Meinungen an. Daraus sollte man dann schließen können, ob man wirklich mit einer Person zu tun haben möchte oder nicht.Ansonsten, Freunde können auch Freunde sein, auch wenn man sich nur selten sieht. Mir geht es darum, wie groß ist die Bindung, wie tief können Gespräche mit einer Person sein? Hier in der ACG gibt es auch die ein oder anderen, mit denen besteht einfach eine tiefere Bindung und die würde ich sehr wohl als Freunde bezeichnen.
Es gibt auch Leute die sieht man öfters, sind halt gute Bekannte mit denen man sich gerne unterhält. usw :) Man muss einfach für sich wissen, wen man traut, wem nicht usw -
Ach ja, das Thema Freunde ... Ich bin schon froh, dass ich ein paar nette Internetfreunde gefunden habe, die natürlich alle zu weit weg wohnen, um sie mal zu treffen. Dennoch verbindet mich mit ihnen eine echte, langjährige Freundschaft und ich kann offen über alles mit ihnen schreiben/reden.
Im Laufe der Jahre habe ich im Internet versucht, etliche Leute kennenzulernen, aber wenn man dem anderen immer alles aus der Nase ziehen muss und 0 Eigeninitiative von denen kommt oder die sich nach einiger Zeit einfach in Luft auflösen, dann denk ich mir meinen Teil. Wer nicht will...
Hab auch schon von anderen Leuten faszinierende Geschichten über die Absurditäten heutiger Freundschaften/Beziehungen gehört. Gut, dass ich sehr introvertiert bin und viele Hobbys/Projekte habe. XD
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